Beiträge von Lunke

    Hochinteressantes Projekt! Ich wünsche mir dort schon lange eine Art behutsame Clusterung, in Korrespondenz zum kleinen „Cluster Süd“ um das Uni-Center und das Amtsgericht (die beide allerdings auch mal eine Sanierung/Neugestaltung verdient hätten, was im Falle des Amtsgerichts ja evtl. durch eine Umwandlung zum Wohngebäude kommen könnte).


    Im Masterplan wurde ja sogar eine Bebauung angrenzend an das gegenüberliegende Sportgelände vorgeschlagen, was aber durch die Planungen zur Erweiterung und Modernisierung der Sportflächen wohl vom Tisch zu sein scheint.


    Das Herkules-Hochhaus sowie das Nachbargebäude sind soweit ich weiß auch schon vor zwei Jahren verkauft worden. Damals wurden auch Modernisierungsmaßnahmen angekündigt, aber davon habe ich nichts mehr gehört.


    Das Projekt bietet auch eine weitere große Chance: eine Revitalisierung des Fernsehturms inkl. einer Mantelbebauung! In der Rundschau wird ja auch von „Ensemble“ gesprochen, bin mal gespannt was der städtebauliche Wettbewerb ergibt.

    Vielen Dank Rainer! :daumen: Gefällt mir auch sehr gut, für das Gebäude hatte ich mir schon lange eine Revitalisierung gewünscht. Der Straßenzug hat noch viel Potential, wird ja Richtung Osten als "Unter Sachsenhausen" fast schon richtig repräsentativ. :)

    Relativ wenig Echo auf dieses Interview: http://www.express.de/koeln/um…-stufen-zurueck--23836908


    Dombaumeister Füssenich beschreibt hier den Wunsch nach Wiederherstellung der Treppensituation am Dom. Wurde hier auch schon ein paar Mal thematisiert, und auch seitens Domkapitel und Dombauhütte öfter adressiert. Schöne Idee, wenn man sich mal vor Augen führt, dass Köln vielleicht die „einzige Stadt mit einem Parkhaus direkt an einem Weltkulturerbe ist“ (Zitat von Frau Schock-Werner, wenn ich mich richtig erinnere).


    Selbst Christian Schaller, Sohn des Domplatten-Architekten Fritz, sprach bereits 2014 die Tatsache an, dass die Parkhaus-Einfahrt (jetzt Ausfahrt) auf der Trankgasse längst nicht mehr zeitgemäß und vor allem nicht mehr notwendig ist.


    Füssenich spricht von 3 Stufen – wenn man aber das Südportal betrachtet, müssten sogar 7 möglich sein, da das Parkhaus ja durchgängig auf einer Ebene liegt. Ich habe das auch schon öfter thematisiert, man kann die deutliche „Wölbung“ der Domplatte vor der Westfassade gut erkennen.


    Natürlich wäre das primär ein kosmetischer Eingriff, aber Rampen werden in dem Interview ja bereits erwähnt, und damit wäre die Barrierefreiheit gewährleistet. Außerdem denke ich, dass aufgrund des Tunnels an der Nordseite eine Absenkung dort gar nicht möglich wäre, und ein ebenerdiger Zugang bleibt.


    Ich fände es jedenfalls begrüßenswert, wenn dieser Vorschlag Zustimmung finden würde, vor allem im Hinblick auf eine mögliche Einbindung in die noch anstehenden Phasen der Umgestaltung der Domumgebung.

    Bei aller kölschen Heimatverbundenheit und Liebe zum Karneval - hoffentlich baut man keine neue Brücke!


    Man könnte doch die nördliche Konche z.B gläsern schließen, und dort zwei Ebenen reinbauen (der nördliche Teil ist eh größtenteils eine Reko, war im Krieg zerstört)?


    Oder den Anbau auf der südöstlichen Seite wieder komplett aufbauen, ggfls, sogar bis kurz unter den Zinnenkranz behutsam ergänzen?

    Interessantes Detail: lt. Info aus dem Artikel bleibt vom Bestand zum Ring hin nur die Nr. 9 stehen - also das Bankgebäude auf der nördlichen Ecke.


    Das hieße ja, man hat sich sowohl mit Development Partner, als auch einem der Privatbesitzer doch noch geeinigt. Also würde sich die Ringseite noch mal massiv verändern.


    Wenn das im Artikel richtig wiedergegeben würde, bin ich mal auf neue Visualisierungen gespannt.

    An der stelle ein so massives bürogebäude + hochhaus zu vermarkten? Kann mir das irgendwie nicht vorstellen.


    Das ist übrigens schon Bilderstöckchen, nicht mehr Longerich. Aber grundsätzlich für mich auch wenig vorstellbar.


    Das Grundstück grenzt im Norden an reinste Gewerbegebiets-Peripherie und liegt inmitten vorstädtischer Kleinteiligkeit wie aus dem Bilderbuch. Allerdings sind dort (auf Höhe der S-Bahn "Geldernstr./Parkgürtel") extrem breite Streifen von Brachland ehemaliger DB-Gleisbetten. Die schreien förmlich nach Entwicklung. Und ich freue mich über jedes geschmackvolle Hochaus in Köln, aber so weit außerhalb könnte das dann eher exotisch wirken.

    Fahre fast jeden Morgen einen Umweg um mir die Fortschritte anzusehen. Gefällt mir alles sehr, sehr gut! :daumen:
    Natürlich wäre noch immer mehr gegangen (Einschnitt am Tunnel zwischen HBF und Werkstattgebäude Museum Luwig Richtung Rheinuferstr. viel länger, Tieferlegung Domplatte auf Niveau Südportal usw.) aber wer weiß, was in den nächsten Bauabschnitten oder mittelfristig noch kommt.


    Eine konkrete Frage: mein letzter Stand bzgl. der Medienwand im Tunnel war, dass diese auf unbestimmte Zeit erstmal nicht finanzierbar sei. Man sieht aber in der "Fußgänger-Röhre" eindeutig Glasvitrinen mit Vorrichtungen, die wie Bildschirmhalterungen aussehen - hat jemand von Euch ein Update dazu?

    Sportzentrum Ehrenfeld

    Lt. Ksta plant die Ditib eine Umgestaltung und Erweiterung der Sportanlagen neben der Moschee:


    http://www.ksta.de/ehrenfeld/s…nt,15187506,31457244.html


    Grundsätzlich eine tolle Initiative, aber lt. Masterplan war dort eine straßenbegleitende Bebauung entlang der Kanalstraße vorgesehen - Thema Adressbildung und Verdichtung. Das könnte man doch sehr gut über einen schmalen Gebäuderiegel mit dem Sportzentrum verbinden? Der Masterplan wird im Artikel aber garnicht erwähnt.

    Toller Entwurf, sehr urban, auch außergewöhnlich in der Formensprache. Wäre klasse. Und je nachdem wie hoch der neue LVR-Turm wird, wäre das dann ein interessanter Cluster zwischen 45 (der kleinere Teil des Entwurfs) und über 100 m.


    Man müsste mal rausbekommen, wie lange die Visualisierung schon online ist? Es gab vor Jahren schon mal einen Entwurf als dort noch Lanxess hin sollte. Finde den Link leider nicht mehr. Das war aber eher eine Studie. Das Ding wirkt schon relativ konkret. :daumen:

    http://www.ksta.de/koeln/wdr-f…en,15187530,29960860.html


    Wieder eine sehr gute Nachricht. Der WDR investiert ab Ende 2017 80 Millionen Euro in die Kernsanierung des Filmhauses an der Nord-Süd Fahrt. Das Gebäude wird ein völlig neues Aussehen erhalten (es kann nur besser werden :daumen:). Hierfür wird eine Architektenwettbewerb durchgeführt, an dem sich 20 Büros beteiligen. Die Beiträge werden öffentlich ausgestellt. Super!!!


    Gibt es hier was Neues? Lt. den Presseberichten Anfang Mai sollten die Entwürfe der Vorauswahl noch bis Anfang Juni überabreitet, und dann prämiert werden - es ist aber nichts zu finden?

    Interessanter Artikel. Ich war gaaaanz früher mal - neben meiner ausgeprägten Zuneigung zu moderner Baukunst - selber ein Verfechter von Rekos auch vollständig untergegangener Bauten (die alten Beispiele: Oper, Bahnhof usw.).
    Davon bin ich vollkommen weg, und sehe das auch mittlerweile sehr, sehr kritisch - auch inhaltlich, und über das reine architektur-ästhetische Empfinden hinaus!


    Aber eine Wiederbestuckung von Gründerzeitbauten befürworte ich dennoch:


    • zum einen ist es ja, wie hier schon erwähnt, eher eine Vervollständigung denn eine Rekonstruktion; die historische Bausubstanz also solche - das Gebäude - ist ja erhalten.
    • außerdem kann so in vielen Straßenzügen - z.B. Agnesviertel, Friesenviertel Radialen an den Ringen usw. - auch die Homogenität des Erscheinungsbildes wieder hergestellt werden.

    Kieselgur, danke für Deine Einschätzung. Grundsätzlich denke ich auch, dass der Politik hier rein finanziell die Hände gebunden sind. Wenn es aber finanzierbar wäre, könnte man meiner Meinung nach eine klassische Kosten/Nutzen–Rechnung hier durchaus mal übergehen. Ich stelle zur Diskussion:


    Es handelt sich um ein Weltkulturerbe und eines der berühmtesten Bauwerke der Welt, hier sollte eine Aufwertung der Umgebung durchaus auch mal Selbstzweck sein dürfen. Bei jedem anderen „profanen“, infrastrukturellen oder privatwirtschaftlichen Bauvorhaben ist eine Abwägung der resultierenden Nutzen gegen die Kosten natürlich Pflicht, aber so etwas würde man - sehr platt und plakativ gesagt - beim Vatikan oder am Eifelturm auch nicht per se zur Grundlage machen.


    Was die Parkplätze angeht, so wird am Breslauer Platz und im von Lammerting gekauften WDR-Carré sicher ausreichend neuer Tiefgaragenplatz bei den jeweiligen Neubauten geschafft werden. Wenn man mal genau darüber nachdenkt, ist es ohnehin ziemlich seltsam, dass eine den mittelalterlichen Sockel einer Kathedrale umschließende Tiefgarage überhaupt jemals geplant/genehmigt/gebaut wurde.


    Zu den Wegebeziehungen: eine Niveauangleichung zum Ist-Zustand am Roncalliplatz würde doch schon reichen – dort reichen sieben Stufen zum Südportal hinauf, das Dom-Hotel hat annähernd das gleiche Eingangsniveau wie vor dem Krieg. Vor dem Westportal ist die Platte sichtlich „gewölbt“, man kann es deutlich neben Kraemers neuem Turmzugang, oder wenn man von der Kreuzblume Richtung Portale schaut, sehen: der „Deckel“ wölbt sich sicher 1 m oder mehr nach oben, um den Zugang ebenerdig zu ermöglichen. D.h. für mich, dass es hier sicher auch Schwankungen zwischen Parkhausdecke und dem darüber liegendem Bodenniveau geben muss. Man könnte daher sogar ggf. beide Parkdecks erhalten (wenn man denn will).


    Vor dem Nordportal könnte man dann einen permanent ebenerdigen Zugang belassen. Ungefähr auf Höhe des letzten Beton-Kiosk könnte eine Treppe beginnen, wie sie jetzt noch auf der der Trankgasse zugewandten Seite existiert (wenn auch mit viel weniger Stufen). So hätte man tatsächlich auf der Platte um den kompletten Dom herum nur einen Niveauunterschied zu überwinden. Der Sockelverlauf könnte am Nordportal im Plattenboden sichtbar gemacht werden.


    Selbst Christian Schaller hält in diesem Interview mit dem ksta zumindest die Einfahrtsituation zum Parkhaus mittlerweile für überholt (http://www.ksta.de/innenstadt/…te,15187556,27998990.html), also sollte man die Diskussion durchaus weiter führen können.

    Einer der wichtigsten Ansätze der Umgestaltung war/ist ja das Abschaffen der "Angsträume" und die Aufhellung der verbleibenden Tunnelpassagen.


    Prof. Busmann hatte ja gegen einen Abriß der Platte bis zur Südkante des Werkstattgebäudes des Ludwig votiert (ich persönlich finde es schade, von seiner Warte aber plausibel erklärt und verständlich), von daher gewinnt der Helligkeitsaspekt natürlich noch an Bedeutung. Und wenn man sich um die Sauberhaltung entsprechend kümmert, finde ich die weißen Platten zeitlos elegant, und sehe auch einen durchaus nachvollziehbaren gestalterischen Bruch mit der eigentlichen Domplatte bzw. dem Domsockel.


    Und soweit ich weiß ist die Medienwand aufgeschoben, nicht aufgehoben.


    In diesem Zusammenhang: gibt es irgendwelche Neuigkeiten oder weitere Reaktionen zu der von Dompropst, Schock-Werner und Bauwens-Adenauer (und mir :) ) kürzlich mal wieder geforderten Tieferlegung der Domplatte?

    Der Entwurf gefällt mir gut, ein bißchen weg vom Trend. Dennoch ist der Abriß des Altbaus absolut unverständlich!

    Laut Baudezernent Streitberger ist nun endlich eine Lösung für eine ebenerdige, barrierefreie Querung von der Deutzer Freiheit zum Rhein (Rheinboulevard) gefunden worden. Wie im Express zu lesen ist, soll diese Querung unmittelbar (nördlich) der Deutzer Brücke über die Mindener Straße führen.
    Die dort jetzt vorhandene Unterführung, sowie die in Richtung LVR-Turm gelegene Fußgängerbrücke seien lt. Streitberger dann überflüssig und könnten, nach Meinung Streitbergers, weg. Die Planungen sollen nun zügig vorangehen.


    http://www.express.de/regional…2856/4802646/-/index.html


    Hat dazu nochmal jemand was gehört?