Na wie dem auch sei, es gab und gibt nun mal diese Richtlinie, dass politische und regligiöse Projekte nicht beworben werden dürfen. Das kann man beklagen und es ist vollkommen legitim zu versuchen diese Richtlinie auf demokratischen Wege zu verändern.
Ich finde es nur logisch und konsequent von der VIP nachdem sie der BI Potsdam ohne Garnisonkirche einen Korb gegeben haben (ich möchte mir gar nicht ausmalen, welchen Protest es hier im Forum gegeben hätte, wenn Werbung zum Bürgerbegehren von der VIP ausgestrahlt worden wäre [im übrigen bediente sich man wahrscheinlich den gleichen Argumenten - Einhaltung der Richtlinien - wie im jetzigen umgekehrten Fall]).
Natürlich ist es auch möglich gegen die Vertragsauflösung rechtlich vorzugehen. Aber jeder Anwalt wird ihnen da schon die Erfolgsaussichten aufzeichen. Außerdem werden sich die Befürworter gut überlegen müssen, ob es nicht vielleicht kontraproduktiv ist, dass die Öffentlichkeit in einem Prozess erführe, wieviele Spendenziegel verbraten wurden um ein paar Dutzend 10 Sekunden Spots zu finanzieren.
Und dann möchte ich Ihnen noch den Zahn ziehen, dass privatrechtlich geführte Unternehmen verpflichtet sind jeden dahergelaufenen gemeinnützigen Verein Werbung zu ermöglichen. Womöglich noch kostenlos! Vollkommen weltfremd. Was müssten wir für Werbung von Trachtenvereinen, Deutsche Schäferhund Besitzern, Bund der Apnoe-Taucher etc. ertragen. Und ganz gut auch, dass religöse Werbungen ausgeschlossen sind. Sollten mir auf den Weg zur Arbeit Suren aus den Koran vorgebetet oder Nudelgerichte der Kirche des Spaghettimonster empfohlen werden, würde ich doch öfters zum Autoschlüssel greifen!