Beiträge von der benutzer

    @Unger


    Abwarten, was da kommt und vor allem wann...


    "pampig", "Unterschwellig", "lachhaft"


    Du solltest Dein Vokabular überdenken, sonst wirst Du noch mit gewissen Leuten in einen Topf geworfen und jemand könnte an Deinem überragenden Niveau zweifeln.


    Mit diesem Hinweis verabschiede ich mich erstmal.

    Was anderes, als ständig über irgendein Vokabular zu jammern, das z.T. von mir überhaupt nicht eingeführt wurde, kommt von Dir eh' nicht.
    Du klingst für mich wie ein mittelmäßig begabter Student, der hier und da ein bisschen Halbwissen aufgeschnappt und nun bei jeder Gelegenheit versucht, seine vermeintliche intellektuelle Überlegenheit raushängen zu lassen, um von eigenen Defiziten abzulenken. Da faselt man dann lieber von seinem überragenden Niveau, dem der andere nicht gerecht wird, irgendeinem nicht angemessenem Vokabular, etc..., wenn man nicht mehr weiter weiß.
    Mach Dich doch nicht lächerlich.


    Eine weitere Diskussion über das Schloss erübrigt sich eh'. Wir wissen ja beide, dass es auf absehbare Zeit nicht kommen wird.

    Unzeitgemäße Architektur, Geschichtsverfälschung, historisch unkorrekte Baumaßnahmen, hohe finanzielle Aufwendungen, fehlende Notwendigkeit - alles das interessiert nicht.
    Auf der Propaganda-Seite ist ja im Grunde auch zu sehen, dass wohl wenn überhaupt nur eine abgespeckte Sparversion kommen würde, wahrscheinlich irgendwann in den 20er Jahren.
    Da die Mittel knapp sind, wird es wohl irgendwann heißen: Außer Spesen nichts gewesen. Schade um die Spesen.


    Falls es doch gebaut werden sollte, sollte die Stadt Berlin fairerweise die Planung, Organisation, Finanzierung in Eigenregie steuern.

    Es geht ja nicht darum, etwas existierendes platt zu machen, sondern ohne ersichtlichen Grund ein Schloss in Berlin zu bauen, das in dieser Form nie existiert hat.
    Historisch also in keiner Weise begründbar. Warum baut man nicht eine Kopie des Kölner Doms (Fassade und im Innenraum Büros) an die Stelle? Viel beeindruckender und spektakulärer. Als Begründung langt doch, dass Berlin u.a. aus einem Neukölln hervorging.
    Oder vielleicht nicht mehr zeitgemäß? Oder historisch nicht korrekt? Kein aktueller Bedarf? Das kann's alles nicht sein, denn das träfe ja auch auf den Schlossneubau zu.


    Niemand will die Museumsinsel oder sonstiges abreißen, auch wenn sie allgemein überschätzt wird und von manchen sogar indirekt mit dem Petersdom verglichen wird.


    Das Schloss (ebenfalls kein überragendes, unverzichtbares Meisterwerk) wird in den nächsten Jahren nicht kommen und wahrscheinlich werden die Pläne irgendwann zu den Akten gelegt.
    Im Grunde handelt es sich ja auch nur um eines der üblichen politischen Ablenkungsmanöver, immerhin wieder mal ein erfolgreiches, den irgendjemand beißt immer an, wie hier zu lesen ist.

    Na wenn's eh schon beschlossene Sache ist..
    Trotzdem muss die Entscheidung unseres z.T. inkompetenten Bundestages keine Erfüllung finden, denn die Kassen sind leer. Muss man erstmal abwarten, ob da noch was kommt.
    Und wenn man das architektonisch interessanteste Merkmal des Schlosses weglässt (die Kuppel), könnte man sich den Wiederaufbau eigentlich auch gleich ganz sparen.


    Von "Wiederaufbau" des Schlosses darf aber wirklich auch keine Rede mehr sein. Es geht nur darum, ein neues Schloss, dessen Bezug zur Historie damit nahezu vollständig in Frage steht, zu bauen.


    "Ich finde es gut, dass Berlin wieder in gewissen Teilen so aufgebaut wird, wie es vor dem 2. WK war"
    Berlin wird nicht annähernd, auch nicht in Teilen, wieder aufgebaut wie vor WW2. Dazu sind die Zerstörungen viel zu groß und der Neubau eines in dieser Form nie existierenden Schlosses ändert daran nichts.


    "kitschig"
    diese Bezeichnung passt auf das ganze Viertel inklusive Museumsinsel und Inhalt der Museen, zumindest teilweise, wenn man da nur an den ins Wohnzimmer gezwängten Pergamonaltar
    denkt. Ist zwar Welterbestätte, dokumentiert aber doch am ehesten preußische Großmachtssehnsüchte anstatt gelungene Architektur.
    Wie oben bereits erwähnt gibt es viel wertvolleres Gelände in Deutschland, dass 1000 mal eher zur Rekonstruktion zugelassen oder vorgeschlagen werden sollte als das preußische Mini-Germania.

    Die Beispiele taugen nicht. Wenn man in Venedig z.B. irgendetwas wieder aufbaut oder rekonstruiert, dann kann man das als Bestandteil der Gesamtmaßnahmen zur Erhaltung der Altstadt betrachten.
    Berlin fehlt eine bedeutsame Altstadt weitgehend und das Berliner Schloss ist so sensationell nun auch wieder nicht, als das man es wieder aufbauen müssten.
    Außerdem ist es ein Unterschied, ob man nach Zerstörung eines Gebäudes es wieder aufbaut, indem man praktisch um die restlichen stehenden Mauern "herumbaut", oder ob man Jahrzehnte nach der Zerstörung und längst anderweitiger Bebauung aus einer Laune heraus den Wiederaufbau (eigentlich Neubau) will.


    Die Ecke Berlins hat wirklich Disneyland-Charakter, weil es scheint, als würde ohne groß nachzudenken ein Protzbau neben den anderen gesetzt worden sein, betrachte man doch einfach mal den Fremdkörper Dom (der aufgrund seiner Architektur ja auch eher in einen Freizeitpark passen würde). Fast wirkt es wie eine Vorstufe zu Germania. Und insofern trägt der tatsächlich unpassende Palast der Republik noch eher als irgendeine Rekonstruktion zum speziellen Disneyland-Charakter des Viertels bei.
    Den Palast der Republik mit Hitlers Bauten zu vergleichen taugt ebenfalls nicht, denn der erstere steht ja noch.


    Die Bezeichnung Protzarchitektur für das Kanzleramt mag zutreffen, aber der Vergleich mit historischen Bauten ist unzulässig, da man hier über ganz unterschiedliche Dimensionen redet.


    Trotzdem haben historische Bauwerke ihren Reiz. Aber bevor man sich um die insgesamt architektonisch fragwürdige Alexanderplatzwelt in Berlin kümmern sollte, müsste man erstmal Hunderte von wirklich tragischen Zerstörungen anderswo beseitigen. Berlin käme da erst ganz weit hinten. Da interessiert auch der Hauptstadtstatus Berlins nicht, denn wie gesagt: bedeutende Altstadt gibt's einfach nicht mehr.

    Hier meine Meinung:


    Kein Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses.


    Grund: vom Stadtschloss ist nichts mehr übrig und wo nichts, aber auch gar nichts mehr übrig ist, kann kein Wiederaufbau erfolgen. Es könnte sich bestenfalls um einen reinen Neubau handeln.
    Und in unserer Zeit auf die Protzarchitektur der vergangenen Jahrhunderte zu setzen beim Neubau irgendwelcher Bauwerke macht keinen Sinn mehr. Bei einem Neubau die Fassade eines lange nicht mehr existierenden alten Gebäudes exakt zu imitieren, ist ebenfalls fragwürdig.


    Wer für den Schlossneubau ist, muss sich fragen:
    Warum baut man nicht gleich ein Schloss, dass noch größer und schöner ist, als das Stadtschloss es je war? Warum nicht an anderer Stelle?
    Antwort: wegen der nicht mehr zeitgemäßen Architektur, der damit verbundenen hohen Kosten und der Ignoranz der historischen Gegebenheiten. Man braucht heute keine Schlösser für Fürsten und Könige mehr.
    Genau aus diesen Gründen ist bereits das Stadtschloss abzulehnen.


    Mal abgesehen davon, dass an der vorgesehenen Stelle der historisch nicht bedeutungslose Palast der Republik steht.


    Überhaupt nie mehr Wiederaufbau (bzw. Neubau) von historischen Gemäuern? Nein, wenn der Neubau in die Umgebung passt, warum nicht?


    Aber sind wir doch mal ehrlich. Berlin sieht an der Stelle ohnehin aus wie Disneyland und nichts passt irgendwie mit den anderen umliegenden Gebäuden zusammen. Wirklich alte Gemäuer stehen nicht mehr und das Stadtschloss wäre nichts anderes als ein Solitär im Stadtbild in ziemlicher Nähe bspw. Fernsehturms.


    Für den Wiederaufbau schlage ich schönere bzw. besser erhaltene Stätten vor, wie z.B. die Lübecker Altstadt, wo man an diversen Stellen noch genau erkennen kann, wo die Bomben in WW2 gefallen sind. Hier würde die Rekonstruktion alter Gebäude unmittelbar harmonisch ins Gesamtgefüge passen, was in Berlin ja nun an der Stelle des Stadtschlosses nicht gegeben ist.