Beiträge von Jilib

    :lach:


    Man plant also ein Revival der ewigen und ergebnislosen Diskussion um die 2. Stammstrecke.


    Es wird doch so sein: die nächsten zwei Jahre werden mit Planungen und Genehmigungen verbracht, dann stellt man fest, dass es doch teurer werden wird ist als zuvor angenommen, man stellt neue Berechnungen an und weitere Monate ziehen ins Land, dann wird sich für eine abgespeckte Variante entschieden, dh wir sind frühestens 2015 dann da wo wir heute hätten sein können.


    Dann kommen noch verschiedene Klagen von Anwohner die das Projekt verzögern weil sie doch den Tunnel wollen und alternative Pläne bezüglich einer anderen Streckenführung werden diskutiert. Baubeginn wohl etwa in fünf Jahren. Fertigstellung ist ungewiss und erst dann, also etwa 2030, wird mit der Planung der neuen Stadtteile im Osten begonnen..


    Ob wir alle die Fertigstellung noch erleben werden ist fraglich, was sicher ist, dass wir hier ein Projekt haben, dass uns unser Leben lang begleiten wird, ein hoch auf unsere Stadtplaner! ;)

    Die Entscheidung zur 2. Stammstrecke kommt nicht voran, jedoch soll wohl eine Entscheidung zur Osttrasse im Bezirk Bogenhausen gefällt werden.


    Man scheint sich nur noch über das "wie" uneinig zu sein, komplett untertunnelt von Daglfing bis Unterföhring oder mit begrünten Terassen überdacht.


    Ich jedenfalls sehe die Terassenvariante als die bessere Lösung an, erstens das sie nur 20% der Tunnelvariante kosten soll und zweitens weil sie wohl auch schneller fertiggestellt werden kann.




    http://www.tz-online.de/aktuel…-mittwoch-tz-1619239.html

    „Menlo-Twins", 85m und 53m

    Vielleicht sollte man mal ein wenig über den Tellerrand schauen und ein Gesamtkonzept für die Region entwickeln, anstatt Standorte isoliert zu betrachten.


    Ein Gesamtkonzept wäre wünschenswert, sehe ich aber leider nicht in nächster Zukunft.


    Allerdings sollte man auch den Subzentren die Möglichkeit geben sich zu entwickeln und sich zu urbanisieren.

    „Menlo-Twins", 85m und 53m

    Am 04. März soll ein Bürgerentscheid zu den Menlo Towers abgehalten werden. Die Debatte trifft mitten rein in die aktuelle "Wachstum stoppen, drosseln, bremsen"-Diskussion, die die gesamte Region derzeit zu lähmen droht....


    Man kann nur hoffen, dass sich die Schleissheimer für eine prosperierende Zukunft entscheiden und nicht auf Stagnation setzen. Das würde das falsche Signal senden was Investitionen im Raum München angeht.

    Die SZ präsentiert verschiedene Kategorien von "Investoren" auf dem (Wohn-)Immobilienmarkt:


    http://www.sueddeutsche.de/mue…nchner-monopoly-1.1290720



    Aus dem Artikel kann man schön herauslesen was die eigentlichen Gründe für die derzeitige Lage sind und warum die Münchner Stadtregierung so untätig im Bausektor ist.


    Die Stadt ist der Meinung, wenn Investoren in eine stabile Entwicklung in München vertrauen, bringen sie ihr Geld an die Isar. Leider ist in München die Rendite aufgrund der hohen Preise inzwischen schon so gering, dass kleine und mittelgroße Investoren am Mietmarkt wohl zu lange warten müssen bis ihre Investition wieder reinkommt, alleine die hohe Sicherheit zählt in diesem Segment nicht ausschliesslich, wer weiss schon was in 30 Jahren ist bzw ob man selbst noch ist..


    Für große Investoren wie Bankengruppen oder internationale Fonds ist der Büromarkt aus jetziger Sicht eine sichere Sache. Da kann man sich auf die Stabilität des Münchner Immobilienmarktes verlassen und über Jahrzehnte angelegen.
    Und genau auf die hat es die Stadt abgesehen. Der Markt wird bewusst verknappt, um so zu garantieren, dass er langfristig hochpreisig bleibt. Desweiteren wird verkündet, dass nur noch für 50000 Wohnungen Platz in München sei, dann sei das Boot voll.
    Der Run beginnt, man stürzt sich also auf die vermeintlich letzten Grundstücke und Gebäude um noch sein Teil des Kuchens zu bekommen. Man kauft alles weg und zwar zu jedem Preis. Die Gefahr dabei ist, treibt man dieses Spiel zu weit überhitzt sich der Markt, und genau an dem Punkt sind wir gerade.


    Jetzt muss schnell für Entspannung gesorgt werden. Es ist also wichtig die verschiedenen Interessensgruppen an Investoren zu bedienen, vom Kleininvestor der sich ein Haus am Stadtrand baut, bis hin zu den beschriebenen Bürokomplexen internationaler Fonds. Aber vor allem muss für breiten Wohnraum gesorgt werden, denn eine flächendeckende zu hochpreisige Situation entwickelt sich schnell zum Standortnachteil, der Immobiliensektor ist schliesslich nicht das Mass aller Dinge.


    Nebenbei sollte man auch nicht ganz vergessen, dass München eine lebende Stadt ist und nicht nur eine Spielwiese für Spekulanten. Der Bevölkerung muss Wohnraum zu Verfügung gestellt werden und zwar aus dem einfachen Grund, dass ohne konstantes Wachstum die Blase platzt. Wird München für den einfachen Bürger zu teuer, vergrault man ihn und das Wachstum ebbt ab. Bewohner und Geschäfte wandern ab, die Nachfrage an Immobilien sinkt und die Investoren verlieren ihr Geld, werden folglich verkaufen und ebenfalls abwandern. Wenn dieser Kreislauf einmal in Gang gesetzt wurde ist er sehr schwer wieder zu stoppen, wie wir gerade in Südeuropa beobachten können. Ist das Vertrauen erstmal futsch gehts ganz schnell ganz weit bergab.


    Der Punkt ist also, den Markt sich nicht zu sehr überhitzen zu lassen. Als Balance zum großen Investorenmarkt muss auch eine stabile Basis geschaffen werden.

    Man könnte die europäische Südgrenze öffnen und dann haben wir ein Super-Wachstum, millionen Nordafrikana ziehen hierher.


    Es geht hier nicht darum die eigene politische Meinung zu verkünden, sondern Münchens Stadtentwicklung zu diskutieren. Warum man da jetzt mit Angst vor Überfremdung ankommen muss versteh ich nicht :confused:



    Hier geht es um Münchner Interessen. Ude als OB hat genau diese zu vertreten. Wer sich um Bochum oder die neuen Bundesländer kümmern sollte sind die Regionalpolitiker vor Ort und nicht der Münchner OB. Udes Ziel hat also zu sein, die Umstände in München möglichst attraktiv zu gestalten. Die selbe Aufgabe haben auch die anderen OBs für ihre Region. Der Vorschlag man solle München durch höhere Besteuerung also unattraktiver machen und so Firmen und Leute dazu veranlassen sich in wirtschaftlich schwachen Gegenden anzusiedeln ist irrealistischer Unsinn.


    Leben bedeutet Veränderung. Wer heute noch von München dem Millionendorf träumt, der ist irgendwo in den 80ern eingeschlafen. München ist momentan eine der wenigen wirklich dynamischen Regionen mit viel Zukunftspotential. Wachstum muss geleitet und gefördert werden. Der Wunsch Wachstum zu bremsen zeigt nur, dass hier Grundsätzliches nicht verstanden wurde.

    Ja, Wachstum durch Produktivität, und nicht durch Bewölkerungszuwachs! Die Stadtpolitik kann und soll das steuern.


    Wir sind uns doch hoffentlich einig, dass jeder das Recht hat dort zu leben wo er es für richtig hält, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und wenn in München die Leute ihr Glück versuchen wollen, weil sie hier bessere Chancen haben, kann man ihnen wohl kaum vorschreiben es nicht zu versuchen.


    Es gibt also nur zwei Richtungen nach oben oder nach unten, entweder ziehen mehr Menschen weg oder zu. Entweder Wachstum oder negativ Wachstum. Stillstand geht nicht.
    Da ist mir Wachstum wesentlich lieber, und wenn vernünftig und vorausschauend geplant wird, können negative Begleiterscheinungen auf ein Minimum reduziert werden. Die Bereicherungen durch Wachstum hingegen können enorm sein.

    OB Ude wird langsam alt

    Der liebe Herr Ude sollte sich vielleicht gelegentlich auch mal aus München herausbewegen und sich eine echte Großstadt anschauen. München könne nicht zur Megacity heranwachsen? Davon kann auch keine Rede sein, sind wir doch mit nichtmal drei Mio Einwohnern im Großraum weit davon entfernt. Von Megacity spricht man wohl eher ab 15 oder 20 Mio.. also mal bitte die Kirche im Dorf lassen.


    "Udes Plädoyer lautete am Ende seiner Rede, man solle nicht technokratisch bereden, was alles aus dem Boden gestampft werden kann", sondern lieber über ein "AUS" für Wachstum nachdenken.


    Was geht nur in dem Mann vor? Mit Wachstum verbindet er also "aus dem Boden stampfen" Das erklärt dann zwar die letzten städtischen Bauprojekte, ist aber für einen OB immer noch ziemlich daneben. Aber es kommt noch besser, er stellt sich dann gegen Wachstum im Allgemeinen, denn in München sei ja kein Platz mehr zum wachsen..
    München ist keine Insel, ich sehe wenn ich so um München rumschaue genug Platz zum wachsen, und ich rede nicht davon den Perlacher Forst abzuholzen.


    Wir sind hier in München in der selten glücklichen Lage ein konstantes Wachstum zu genießen, sowohl wirtschaftlich als auch an Einwohnern.
    Doch unser OB hält lieber Kongresse über die Möglichkeiten Wachstum zu beschränken. Dass das nicht nur Wahnsinn ist, sondern auch ein Ding der Unmöglichkeit insofern man die Stadt nicht ruinieren will, scheint ihm noch nicht so richtig aufgefallen zu sein.


    Bleibt die Frage was manche an Stillstand so faszinierend finden..?

    Fakt ist, dass etwa 30 000 Leute vom FJS leben. Ohne weiteren Ausbau werden Airlines ihre Prioritäten auf andere Flughäfen legen, wie etwa den geplanten Berliner Flughafen oder den Frankfurter.
    Andererseits könnte man aber durch weiteren Ausbau die Zahl der Beschäftigten weiter anheben.


    Um Lärm und Stress zu vermeiden wurde der Flughafen ja extra ins Erdinger Moos verlegt, noch weiter weg von München geht nun mal nicht.
    Und die Basis für eine starke wirtschaftliche Region ist eben ua eine gute Infrastruktur, das schliesst natürlich auch Straßen und Schienen mit ein.


    Momentan ist Münchens Problem eher der mangelnde Wohnungsbau, der sich langsam aber sicher zum Standortnachteil ausweitet, doch ich habe doch immer noch Hoffnung, dass sich das in den nächsten Jahren doch bessern wird.
    Daher kann "weniger Ausbau weil kein Wohnraum" doch nicht die richtige Strategie sein.

    ein paar Dumme glauben auch noch, wir würden sonst wirtschaftlich abgehängt :lach:


    :nono:


    Absurd ist eher den mangelnden Wohnungsbau mit weniger wirtschaftlicher Infrastruktur zu beantworten. Diese Logik erschliesst sich mir nicht ganz..


    Keiner hat Angst wirtschaftlich abgehängt zu werden, aber auch wer nicht den nächsten Schritt macht fördert negativ Wachstum oder Stillstand. Als Münchner sollte man aber doch eigentlich daran interessiert sein soviel wie möglich an München zu binden und nicht zuzuschauen wie andere Regionen uns vor der Nase wegschnappen was unser sein könnte.


    Ich nehme mal an, dass wir uns alle einig sind, dass die geringe Arbeitslosenquote in Freising auch dank des Flughafens so niedrig ist und dass München im Allgemeinen vom Flughafen sehr profitiert hat. Damit das in Zukunft auch so bleibt sollte man an die Weiterentwicklung denken, und zwar in vorausschauender Art und Weise.