Beiträge von barny

    Ein sehr schwieriges Thema. Wenn man berücksichtigt, dass die Rechenzentren zum Teil gebaut werden ohne beim Bau zu wissen, wo der Strom bei Vollausnutzung des RZ herkommen soll, dann ist das ein schwieriges Thema. Ebenso geht man im Moment noch sehr wenig auf die mit dem Betrieb einhergehenen Klimaveränderungen ein. Da werden zukünftig sich wie in der (schwereren) Industrie auch die Fragen nach Nutzung stellen. Muss das Nachschlagen eines Wortes per KI nötig sein oder sollte man diese auf ernsthaftere Angelegenheiten begrenzen? Muss es möglich sein jeden Tag ungefiltert jeden Mist auch noch in Form von Mini-Videos in die Welt zu posaunen? Können wir es uns wirklich ökologisch leisten, dass wir alle unsere Lieblingsinhalte bei Bedarf streamen oder ist eine Form von linearen Medienangeboten nicht doch besser? Müssen wir wie die Verrückten virtuelle Highscores online erzielen oder wäre es nicht auch mal angemessen sich mit dem selben Getränk einfach nur mal in die Sonne auf den Balkon, Garten oder in den nächsten Park zu setzen?


    Ich kann das Werben verstehen, aber wir sprechen schon wieder nur sehr einseitig über einen Lebensbereich, deren Nutzung und Sinnhaftigkeit wir nicht greifen können oder wollen.

    HIer lese ich aber schon einige Vermischungen heraus:

    Da sind nachts um 2 noch riesige Menschenmassen in strömendem Regen zu Fuß über die Straßen Richtung Innenstadt gepilgert, weil weder Straßenbahn noch S-Bahn auch nur ansatzweise ihren Job gemacht haben.

    Ich würde sehr stark bezweifeln, dass der Veranstalter den Bedarf für große Menschenmengen nachts um 2 Uhr angekündigt hat. Zum einen wäre ich mir relativ sicher, dass hier auch die Ordnungsämter hellhörig geworden wären und zum anderen, dass es dann auch ein entsprechendes Fahrt-Angebot gegeben hätte. Ich denke auch, dass dies ein erster Erfahrungswert war, der gesammelt werden musste und auf den alle bei einer Wiederholung reagieren würden.


    Da ziehen es viele Leute vor dann einfach irgendwo in Niederrad, noch dazu kostenfrei, zu parken.

    Und das ist doch das Perfide in unserer Auto-Nation. Der ÖPNV wird kaputt gespart und für das Auto darf es nichts kosten. Es tut mir leid, aber so funktioniert es einfach nicht. Wenn man ein ordentliches Parkangebot hinbauen möchte kostet das Geld und wenn die Leute nicht bereit sind das zu zahlen, dann darf es nicht erfolgreich sein, sich einfach in Niederrad für lau auch noch verboten hinzustellen.

    Eine im Schnitt Schrittgeschwindigkeit fahrende Straßenbahnlinie ist für einige auch kein moderner Heilsbringer. So viel zu den meist angesprochenen, oft ohne Gesamtkonzept angesprochenen Alternativen. Einfach mal über den Tellerrand hinausschauen.

    Den Schnitt Schrittgeschwindigkeit würde ich nicht unterschreiben. Es sind in Frankfurt im Durchschnitt "immerhin" meist 17 km/h. Klingt erst mal wenig. Aber die durschnittliche Geschwindigkeit eines Autos auf der letzten Meile - also innerorts ohne jetzt Autobahnen als Fernverkehrsstraßen zu berücksichtigen - ist auch nur 17-18km/h.

    Den direkten Kontext vermisse ich auch, dennoch fällt derzeit auf, dass nicht mehr so viel Wert gelegen zu sein auf das Erscheinungsbild. Autos parken immer häufiger quer und wild, Graffities nehmen wieder zu und Vermüllung sowie wilde Sperrmüllabladen nehmen subjektiv zu.

    Man kann solche Projekte nicht einfach vergleichen. Es kommt auch sehr viel auf den Untergrund und die Bebauung an. Beispiel Gotthard-Basistunnel mit 23 Jahren vs. Eurotunnel bei rund 9 Jahren. Bauzeiten von anderen Bauwerken lassen sich nicht einfach per Dreisatz anwenden.

    Haben wir doch schon seit Ewigkeiten jedes Jahr. Aber kennt man vom ÖRR ja nicht anders.

    Nein, haben wir nicht, Wir hatten immer mal solche Tage, aber diese Tage werden immer mehr und kommen in immer kürzeren Abständen. Hat also nichts mt ÖRR zu tun, sondern mit seriös ermittelten Daten. Welche seriöse Alternative zum ÖRR gibt es ...

    Wobei es im Beitrag heisst "zur Eintragung in das Denkmalverzeichnis [...] vorgesehen ist" und deshalb nicht abgerissen werden darf. Jetzt bin ich kein Experte im Denkmalschutz - kann das noch durch irgendwen abgelehnt werden?

    Schade, dass man nicht noch weitere Outdoor-Sportarten vorgesehen hat, die das Lebensgefühl steigern wie z.B. Boule. Würde jeder neueren Siedlung gut tun und Menschen verbinden, die sich nicht schon seit Jahren kennen.

    Das Areal darf ja nach dem städtischen Konzept für Rechenzentren bis zur Hälfte mit eben solchen belegt werden. Derzeit gibt es, wenn ich das richtig sehe, kaum oder keine Rechenzentren dort und damit wohl noch ein erhebliches Potenzial.

    Das würde ich als Untertreibung des Jahrhundert betrachten ...

    Jenseits von Ernst-Heinkel und Hugo-Junkers Str. baut Digital Reality (ex Interxion) das alte Neckermann Gebäude zum Rechenzentrum um und daneben weitere. Ein Stück weiter die Straße steht einer der größten RZ-Cluster der Welt zusammen mit dem größten Netzknoten der Welt. Und gerade deswegen stimme ich aber wieder überein - es gibt dort noch ein erhebliches Potenzial.

    Hier noch ein Beispiel aus Chicago: 150 North Riverside

    Kleine Ergänzung - man hätte in Chicago bei Bau und Planung gerne auf ein anderes Modell zurückgegriffen, ist zwar jetzt ganz dankbar, aber es war deutlich teurer. In Chicago hat die bebaubare Grundfläche wegen darunterliegender Bahnstrecke keine andere Bebauung zugelassen. Aber in der Tat ein positives Beispiel für "es geht auch anders"

    Soll jeder bewerten wir er will, ich habe nicht viel übrig für diese Branche.

    Dafür abr gut informiert, was die Eröffnung angeht :/

    Wenn ich mir die Explosion der Döner-Läden anschaue - man möchte meinen, wir essen hierzulande nichts anderes mehr.

    Dazu wäre es aber auch mal dringend erforderlich die zweifelsohne sicherlich bemühten Mitarbeiter des Sportamtes weiterzubilden.


    Leider gibt es so viele Baustellen wir:

    • unnutzbaren Hallen
    • Unwissenheit der tatsächlichen Hallengegebenheiten
    • Anforderungen der Sportarten an die Hallen
    • sehr späte Vergabesitzung, so dass frankfurter Vereine bei den meisten Turniervergaben keine Chance mehr haben
    • keine Kontrolle über tatsächliche Nutzung - dadurch stehen Hallen frei und andere könnten die Hallenzeiten sinnvoll gebrauchen.

    Darüber hinaus kommt jetzt demnächst das Ganztags-Betreuungs-Angebot (wofür die Stadt nichts kann, das ist Landessache), was die Situation noch mal verschlimmern wird.


    Alles in allem würde ich den Slogan "Sportstadt Frankfurt" noch den Zusatz "kommerziell" hinzufüngen. Denn da kann die Stadt auf einmal alles.

    Vor dem Krieg waren solche Szenen auch in Frankfurt gänzlich unbekannt.

    Das mag sein ... aber die Zeiten ändern sich grundlegend. Und auch da gab es schon eine Drogenszene, die sich aber aufgrund des Preislevels nur auf höheren Ebenen abgespielt hat (wie heute auch noch). Das Massenphänomen gibt es erst, seit es so viele und so günstige Transportwege gibt.

    Was den Beitrag davor betrifft: Die Szene ist nicht im Bhf.-Viertel, weil dort die Einrichtungen sind, sondern weil sie vor Jahrzehnten dorthin verdrängt wurde.

    Ich habe jetzt auch schon ein halbes Jahrhundert auf dem Tacho. Ich kenne es nicht anders. Mich hat früher in der Jugend das Ausprobieren von Drogen abgeschreckt, weil ich die Szenen rund um Bahnhof gekannt habe und auch die fortgeschrittenen Stadien dieser Sucht quasi täglich erleben konnte.