Beiträge von Malyan

    Heute mal ein Blick auf eine weniger malerische Gegend Wiens - der 22. Bezirk Donaustadt, einer der beiden Bezirke nördlich der Donau, flächengrößter Bezirk der Stadt und überwiegend nach 1945 in trostlos aufgelockerter Weise bebaut:









































    Ein Nachmittag in München

    Da ich früher eine Weile in München gelebt habe und alle klassischen Sehenswürdigkeiten der Stadt schon gut kenne, unternahm ich auf meiner kurzen Münchenvisite im April keine Sightseeingtour, sondern besuchte nur einen Freund und nahm bei einem anschließenden Spaziergang ein paar Bilder der - überwiegend nicht gerade touristischen - Gegenden auf, die mir dabei zufällig vor die Linse kamen. An einigen der Touri-Hotspots in der Altstadt bin ich dennoch nicht ohne ein paar Aufnahmen vorbeigegangen. Alle Bilder von mir und gemeinfrei.









































    Nantes

    Nantes ist die Hauptstadt der nordwestfranzösischen Region Pays de la Loire und mit einer Einwohnerzahl von 283 000 in der administrativen Kernstadt und rund einer halben Million in der Agglomeration die sechstgrößte Stadt Frankreichs. Nantes ist keine spektakuläre Schönheit, hat aber einen vornehmen, gepflegten Stadtkern und mit der Kathedrale und dem Herzogsschloss zwei herausragende Baudenkmäler feinster spätgotischer Architektur des 15. Jahrhunderts zu bieten (Wobei die östlichen Teile der Kathedrale allerdings historistische Ergänzungen des 19. Jahrhunderts sind). Da ich die Bilder an einem Sonntagmorgen aufnahm, sind nicht sehr viele Menschen auf den Straßen unterwegs, normalerweise scheint Nantes allerdings recht urban zu sein. Alle Bilder von mir und gemeinfrei.





































    Aachen

    Aachen überrascht neben seinen bekannten historischen Sehenswürdigkeiten mit einer trotz recht starker Kriegszerstörungen immer noch ziemlich intakten, urbanen Stadtstruktur mit einem außerhalb des innersten Kerns sogar noch relativ hohen Altbauanteil. Dafür, dass die Stadt in Nordrhein-Westfalen liegt, scheint mir auch das Niveau der Nachkriegsbebauung relativ hoch zu sein, insbesondere die zahlreich anzufindende Backsteinarchitektur gefiel mir sehr gut. Alle Bilder von mir und gemeinfrei.












    Das Rathaus, im Kern 9. Jahrhundert, umgebaut im 14. und 17. Jahrhundert:










    Blick auf die gotische Kirche St.Foillan:



    Der Dom, Kern 9. Jahrhundert, Erweiterungen aus Romanik und Gotik:







    Das gotische Grashaus, 13. Jahrhundert:
















    Darmstadt


    Meine Fotoserie deutscher Kleinstädte schließe ich heute vorläufig mit Darmstadt ab und hoffe, dass etwaige mitlesende Darmstädter mir verzeihen mögen, dass ich ihre Stadt im Kleinstadtthread präsentiere, obwohl ihre Einwohnerzahl mit 143 000 deutlich über der offiziellen Mindestgrenze einer Großstadt liegt ;)


    Zugegeben - meine Bilder schönen Darmstadt etwas, ich fotografierte überwiegend die wenigen Glanzstücke, die aber alles andere als repräsentativ für den Gesamteindruck der Stadt sind. Überwiegend empfand ich die Stadt, wie ich gestehen muss, als ziemlich hässlich und trostlos, man merkt ihr die fast totale Zerstörung im Krieg eben doch stark an. Allerdings haben sich zwischen aller Tristesse auch viele herrliche Baudenkmäler erhalten, besonders die Jugendstilbauten, die den kunsthistorischen Ruhm Darmstadts ausmachen. Außerdem fiel mir auf, dass Darmstadt für eine so kleine Stadt bemerkenswert viel moderne Architektur von sehr hoher Qualität zu bieten hat, die das Stadtbild deutlich aufwertet - wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnte Darmstadt in einiger Zeit wieder ein recht ansehnliches Gesamtbild bieten.























































    Als Zugabe gibt es noch einige Bilder von Cerbere, dem letzten französischen Dorf vor der spanischen Grenze, in dem alle Bahnreisenden in Richtung Barcelona umsteigen müssen. Da ich gut drei Stunden auf meinen Anschlusszug warten musste, hatte ich ausreichend Zeit, die überaus reizvolle Landschaft der Umgebung mit Kap Cerbere etwas zu erkunden und dabei einige Bilder aufzunehmen:






















    Narbonne+Cerbere

    In Narbonne, einer 50 000-Einwohnerstadt im äußersten Süden Frankreichs, unweit der Mittelmeerküste in der Region Languedoc-Roussillon gelegen, machte ich auf dem Weg nach Barcelona einen Zwischenhalt, um den großartigen Torso der unvollendeten spätgotischen Kathedrale zu besuchen. In einem Anfall von Größenwahn wurde 1272 in der schon damals unbedeutenden Provinzstadt mit dem Bau einer Kathedrale begonnen, die, wäre sie fertiggestellt worden, zu den gewaltigsten Bauten des ganzen Mittelalters gehört hätte. Allein, die Mittel der kleinen Stadt reichten lediglich für die Vollendung des Chors, der mit einer provisorischen Wand abgeschlossen wurde, um notdürftig für Gottesdienste nutzbar zu sein. Jenseits dieser Mauer deuten begonnene Mauerpartien noch den beabsichtigten Verlauf des nie realisierten Querhauses an. Durch das Fehlen eines Langhauses, das mit seinen großen Fensterflächen für ausreichend Licht hätte sorgen können, ist der Torso der Kathedrale von einer für die Gotik ganz untypischen Dunkelheit und Schwere, er hat fast etwas von einer gewaltigen Grabkapelle. Alle Bilder von mir und gemeinfrei.