Beiträge von Malyan

    Tolle, atmosphärisch packende Bilder, vielen Dank fürs Teilen! Große Städte bei Nacht haben immer ein ganz besonderes Flair, gerade die leicht geisterhafte Stimmung menschenleerer Straßen. Schön, einmal nicht nur sonnige Tagaufnahmen zu sehen.

    Ist denn eigentlich der gegenüber des von Backsteins rot eingezeichnetem Gebäudevorschlag liegende Parkplatz nur ein Provisorium, das noch bebaut werden soll? Und wenn ja, weiß vielleicht jemand, ob es schon konkrete Planungen gibt?

    Vielen Dank für die interessanten Eindrücke! Beim Betrachten umfangreicherer Fotoserien über Tokio (Ich war leider noch nie dort) finde ich es ja immer wieder faszinierend, dass eine so gigantische Agglomeration so hervorragend organisiert sein kann und dass die Stadt zwar quantitativ ein ungeheurer Moloch ist, es qualitativ aber nicht zu sein scheint, Tokio scheint sich durchaus nicht so sehr von irgendeiner normalen mittleren westlichen Großstadt zu unterscheiden außer durch die enorme räumliche Ausdehnung. Soweit ich es aus Bildern schließen kann, hat die Stadt offensichtlich auch durchweg ein gut funktionierendes, durchmischtes Sozialgefüge und kaum konzentrierte soziale Brennpunkte wie in den meisten europäischen Metropolen (Was aber vielleicht nicht so sehr eine Folge besonders gelungener Stadtplanung ist, sondern einfach die relativ egalitäre sozioökonomische Struktur Japans insgesamt spiegelt).

    Wobei das Wort "dicht" schon fast übetrieben ist wenn man sich den Vergleich von 1940 mit Plänen für das Jahr 2015 zu Gemüte führt.


    Bei meinen bisherigen Berlin-Besuchen war ich noch nie vor Ort, aber den Bildern nach zu urteilen scheinen ja die meisten Straßen durchgehend mit geschlossener, siebengeschoßiger Blockrandstruktur bebaut zu werden, teilweise sogar mit verbauten Innenhöfen. Außer der Hamburger Hafencity würde mir in Deutschland gar keine Stadt außer Berlin einfallen, die ein größeres Neubauareal durchgehend mit solcher Dichte bebaut. Sogar das Frankfurter Europaviertel dürfte insgesamt durch die größeren Freiräume zwischen den Bauten eine etwas niedrigere Dichte an Wohnungen haben, von den locker verstreuten niedrigen Schuhkartons in so ziemlich allen Neubaugebieten Münchens mal ganz zu schweigen.
    Allerdings scheint das Problem der Luisenstadt, soweit sich das anhand des Eindruck beurteilen lässt, den mir die Fotos vermitteln, darin zu liegen, dass man mit den Erdgeschoßzonen zu wenig anfängt, dass es kaum Läden und Cafes in den Wohnstraßen zu geben scheint, was sich aber vielleicht noch ändern wird, wenn mehr Wohnbauten fertiggestellt sind und es dort eine größere Bevölkerung gibt, die mehr Nahversorgungs- und Freizeitmöglichkeiten braucht.

    Die Entwicklung in der Luisenstadt ist wirklich beeindruckend, hier entsteht ja wirklich ein ganzes neues, dichtes Viertel praktisch von null. Hat denn jemand eine Übersicht, wieviele neue Wohnungen dort seit zwei, drei Jahren realisiert wurden und in den nächsten Jahren noch entstehen werden? Und war das zuvor alles eine große Brachfläche oder musste Vorgängerbebauung weichen?

    Vielen Dank für die schöne Fotoserie! Pittsburgh scheint ja in den USA einen eher schlechten Ruf zu haben, aber trotz des in der Tat etwas heruntergekommenen Zustandes vieler Gebäude wirkt Pittsburgh für eine US-Stadt, noch dazu eine nicht übermäßig große, wirklich sehr, sehr dicht und urban und scheint auch überdurchschnittlich viel historische Architektur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts bewahrt zu haben.

    In der Tat traurig, dass auch eine ansonsten dem Hochhausbau sehr positiv gegenüberstehende Stadt wie Frankfurt hier auf einer völlig sinnlosen Höhenbeschränkung besteht, die sich mir beim besten Willen nicht erschließt. Welche städtebaulichen Strukturen sollen hier geschützt werden? Die idyllischen Straßen voller 60er- und 70er-Jahre-Betonschachteln in der Umgebung? Würde der Entwurf in der vollen Höhe realisiert, wäre das mE das schönste Wohnhochhausprojekt im ganzen deutschsprachigen Raum, es wäre ebenso unverzeihlich wie unverständlich, sich ein solches Kleinod entgehen zu lassen oder es zu verstümmeln - und durch die gute Sockelgestaltung handelt es sich hier nicht nur um ein schönes, sondern auch ausgesprochen urbanitätssteigerndes Hochhaus.