Ich kann dem letzen Beitrag bzw. dem verlinkten Artikel nur zustimmen. Wenige große Bäume auf der Nord und Südseite und vielleicht auch im Westen würden den Platz um einiges aufwerten.
Als Vergleich braucht man nur mit der Bahn nach Erlangen fahren. Kommt man vom Bahnhofsplatz zum Hugenottenplatz erwartet einen ein Platz mit Nachkriegsgebäuden. Durch die Bäume ist die öde Architektur verdeckt - der Platz wirkt aber im Sommer freundlich und im Winter durch die Bäume zumindest nicht langweilig.
Weiter geht man zum Hauptmarkt in Erlangen, der vom Schloss und der neuen alten Bibliothek und einem großen Brunnen beherrscht wird. Über diesen Platz gehen die Leute hinweg - verweilen tut dort niemand, ausser in den Cafés.
Der Nürnberger Hauptmarkt versprüht aus meiner Sicht nicht im geringsten den Charme des Mittelalters, schon weil 90% Nachkriegsarchitektur ist, die billig hochgezogen wurde.
In Coburg hat der Hauptmarkt Mittelaltercharme - in Nürnberg wünscht man sich das nur.
Der Christkindlesmarkt ist auch ein trauriger Anblick - wer nach Wien fährt und sich dort die Weihnachtsmärkte (!) anschaut, kann gar nicht verstehen, was am Nürnberger so toll sein soll.
Vorteile Bäume:
- Platz wird lebendiger
- Schatten im Sommer
- im Winter können Lichterketten und Lampions aufgehangen werden
- Die Fassaden der "hässlichen" Nachkriegsbauten werden verdeckt und brauchen nicht teuer renoviert werden
- der Blick des Besuchers wird auf die Frauenkirche gelenkt
- die wenigen Bäume könnten von Ringbänken umrandet werden und laden zu Verweilen auf dem Platz ein
Nachteile wäre einzig die Pflege der Bäume - aber neue Lichtanlagen verbrauchen auch Strom, würde also auch nicht billiger sein.
Taxen können da übrigens bleiben, belebt den Platz auch.
Alles in allem wäre diese Variante sogar die günstigste. Man sollte nicht stehenbleiben und Altes neu nachbauen, sondern neues bringen, sei es nur etwas mehr Menschlichkeit bzw. Natur auf den Hauptmarkt bringen!