Beiträge von patbre

    Hier ein interessanter Fund aus Barmbek, eine renovierte Kirche, integriert in einen Wohnneubau. Ich habe noch nicht herausgefunden, welche Funktion die Kirche heute erfüllt.


    So verschieden sind Geschmäcker. Mir gefällt der Vorschlag überhaupt nicht. Ich finde Prunk und Altbauornamentik im Kontext von Rotlicht immer etwas grenzwertig, für mich sieht dieses Hotel mehr aus wie ein Stundenhotel, diese rote Laufschrift über dem Erdgeschoss bzw. die generell auffällig leuchtende Beschriftung trägt m.E. auch nicht dazu bei, gewisse Puff-Assoziationen zu verhindern. Mag sein, dass man das für diese Ecke besonders passend findet, falls jemand fragt "wo denn, wenn nicht hier?" lautet meine Antwort "dann besser gar nicht". Meinen Geschmack trifft es Null.

    Ziel des Städtebaus muss es sein, gemischte Wohngebiete hinzubekommen. Nur so entsteht a) ein lebendiges, vielfältiges Quartier und wird b) eine Ghettobildung mit einem Haufen sozialer Konflikte vermieden.


    Da stimme ich dir in der Theorie zu. In der Praxis wird das auf Dauer nicht funktionieren.


    Man kann versuchen, ein gemischtes Wohnviertel aufzubauen, aber wo sich erstmal einige Gutverdienende tummeln und die entsprechende Infrastruktur für diese geschaffen wird, werden automatisch mehr Gutverdienende angezogen, die Mieten steigen, die Geringverdiener oder Erwerbslosen werden automatisch verdrängt. Verstärkt wird dieser Effekt dadurch, dass sich Gutverdiener im Zweifel nicht dort niederlassen würden, wo überwiegend Geringverdiener oder Erwerbslose wohnen, wo es im Umkreis nur Discounter gibt und wo man eventuell Sorge haben muss, dass der neue Matt-Lack am SUV von irgendwelchen gelangweilten Kids zerkratzt wird.


    Vor diesem Hintergrund ist es ganz normal, dass sich bestimmte Viertel in eine Art Ghetto wandeln, in beide Richtungen. Und mir fällt wenig ein, wie man dies städtebaulich verhindern will. Eine vorgegebene Quote für das Verhältnis Sozialwohnungen / "normale" Wohnungen wird kaum eine dauerhafte Lösung sein!

    Mal provokant gefragt: Würde die Bedeutung der Börse Frankfurt auf lange Sicht nicht sowieso immer geringer werden, gemessen an Asien und Amerika? Insofern ist eine Fusion sicherlich gar nicht so schlecht, um dem Abfall in die Bedeutungslosigkeit zu verhindern. Das dabei London den Vorzug als Sitze bekäme, liegt nun mal an dem international höheren Stellenwert der Börse London. Schon jetzt ist die Frankfurter Wertpapierbörse ja nur noch eine Kulissie für Fernsehaufnahmen und die computergestützte Abwicklung des Handels in Eschborn ist ja eh schon in Frankfurt verloren gegangen.

    Ist doch eine erfreuliche Sache, dass die Jury die breite Meinung hier im Forum vertritt, dass keiner der Entwürfe diesem besonderen Ort gerecht wird. Interessant finde ich noch, dass man sich in der Gestaltung offensichtlich mehr am Nachbargebäude auf der anderen Straßenseite (Neue Mainzer Straße) orientieren soll, um so eine Torwirkung zu erzielen. Diese Wirkung würde sich ja aber nur so richtig einstellen, wenn man die Hochstraße runterkommt. Sinnvoller wäre es aber doch eher, sich am restlichen Opernplatz zu orientieren und eine Torwirkung mit dem Commerzbank-Gebäude zu erzielen, da dies sowohl von der Fressgass kommend als auch vom Opernplatz selbst von viel mehr Leuten wahrgenommen werden würde. Gerne kann sich die Architektur auf der anderen Seite der NMS abgrenzen, sofern der gesamte Opernplatz eine Einheit bildet.

    Kein Straßenzug i.e.S., aber die Wasserwege sind in Hamburg ja mindestens genau so wichtig. Mein Tipp für alle Hamburg-Besucher: Statt den teuren Hafenrundfahrten, tut es auch eine 1-stündige Rundfahrt mit den städtischen Fähren für 3,10 Euro (bzw. bei Tages-, Gruppen- u.ä. Tickets mit inbegriffen):