Wovon ich spreche ist Wohnraum diesseits der Oberkassel/Pempelfort-Liga von ü 5000 € /m².
Leider werden in der Presse bevorzugt Beispiele wie die abartig hochpreisigen Ralf Schmitz-Bauten herangezogen, wenn über das Thema der Immobilienpreise berichtet wird - die sind in der Tat in der Region von 5000 € / m², aber einen Massenmarkt bilden die nicht...
Wohnraum unter 5000 € / m² gibt es ansonsten sehr wohl - die im Internet zu findenden Angebote für Pempelforts "le flair" für Wohnungen liegen z.B. alle zwischen 3300 € / m² und 3400 € /m² (wenn man mal das Penthouse raus nimmt, was mit 4400 € / m² NATÜRLICH in einer anderen Liga spielt). Andere auf gleichen Internet-Seiten zu findende Neubauten in Pempelfort liegen in einer ähnlichen Preisklasse wie le flair, also auch um die 3400 € / m².
Zentral in Flingern-Nord gab es letztes Jahr auch mal einige Neubau-Loftwohnungen in dem Neubau der Flurklinik ab (so weit ich mich erinnere) 2400 € / m². Und sogar in Oberkassel gab es vor wenigen Jahren mal halbwegs bezahlbaren Wohnraum (Neubauten in der Schanzenstraße).
Zugegeben: Eine Friseurin oder Arzthelferin wird einen solchen Preis für eine Eigentumswohnung kaum stemmen können, ob das vor 10 oder 20 Jahren anders war, wage ich aber zu bezweifeln...
Dabei war bisher auch nur von Neubauten die Rede. Ältere Eigentumswohnungen in Häusern aus den 60er Jahren, im 4. Stock ohne Aufzug in (z.B.) Oberbilk sind selbst in gutem Zustand und bei "intakter Hausgemeinschaft" deutlich günstiger zu haben - so was will aber komischerweise auch keiner kaufen! Wohnungen ohne Balkon und ohne Tiefgarage sind auch nicht gerade der Renner im Verkauf, nachweislich haben Familien aber auch in solchen Wohnungen schon Kinder groß gezogen.
Daher frage ich mich bei den Diskussionen um fehlenden günstigen Wohnraum manchmal, ob der Begriff des "günstigen Wohnraums" überhaupt realistisch interpretiert wird bzw. was bei einer solchen Wohnung als zwingend notwendig erachtet wird.