Beiträge von D'dorfer

    Ein Stück weiter nördlich, an der westlichen Straßenseite, scheint diese Fassade neu zu sein - ähnlich dunkelgrau verputzt:


    Hier ist nicht nur die Fassade neu. Das ist ein ca. 100 Jahre altes Haus. Es war 3-geschossig plus Dachboden und wurde nach einem Eigentümerwechsel vor 2-3 Jahren kernsaniert und um 2 Etagen aufgestockt. Die Fenster der unteren 3 Etagen wurden dabei in der Höhe vergrößert. Das kann man dem Haus mit etwas Phantasie noch ansehen, es war zuvor etwas unscheinbarer/einfacher.

    Etwas irritierend ist, dass die Unterfahrung der Wehrhahnbrücke von der Toulouser Allee bis zur Worringer Straße nicht mehr eingezeichnet ist. Es wäre mehr als ärgerlich, wenn diese kleine, hochwirksame Maßnahme begraben würde.


    Das ist leider nicht nur irritierend, sondern scheint die offensichtliche Folge eines Politikwechsels zu sein. Wir leben in einer Demokratie - da kann es zu Neuausrichtungen kommen. Der Sinn eines städtebaulichen Konzeptes sollte aber sein, dass es trotz Politikwechsel ganz oder gar nicht umgesetzt wird - und nicht nach halber Umsetzung gestoppt wird.


    Die Toulooser Allee, die eigentlich als Entlastungsstraße geplant war, endet im Süden nun faktisch in einem Nadelöhr, von dem man in Spitzenzeiten mal locker 20 Minuten zum 500m entfernten Hauptbahnhof braucht. Es ist absehbar, dass niemand, der das öfters erlebt hat, diese Entlastungsstraße noch nutzt. Die derzeitige Regierung wird es wohl als Beweis sehen, dass man die Toulooser Allee niemals bzw. nicht in dieser Größe brauchte...


    Was bleibt, sind verpasste Chancen für Düsseldorf. Man nutzt z.B. nun nicht die einzig verbliebene Chance, die anderen Nord-Süd-Verbindungen zu entlasten. Hätte man das vorher gewusst, hätte man die Toulooser Allee auch kleiner auslegen können und Parks / Baufelder in Folge größer auslegen können. Auch das wäre ein Gewinn für die Stadt gewesen. Statt dessen wird man am Ende ein verkehrstechnisch inhomogenes Gesamt"kunstwerk" geschaffen haben, welches faktisch auf Jahrzehnte Bestand haben wird.


    Von mir aus gibt es dazu einen sarkastisch gemeinten Glückwunsch an die Parteien dieser Stadt, denen die strikte Durchsetzung ihrer Parteilinie offenbar wichtiger war und ist als eine sinnvolle Stadtgestaltung.


    Gerade der aktuellen Pleite-Regierung konnte es hier auch gar nicht schnell genug gehen, irreversible Fakten zu schaffen - schon wenige Wochen nach der Wahl wurden alle Pläne zur Verlängerung der Toulooser Allee gestoppt. Ich muss aber zugeben, dass man demnächst mit dem Fahrrad besser durch die Stadt kommt, als mit dem Auto. So gesehen, hat die neue Regierung ihre Wahlversprechen gehalten...

    ... Das benachbarte Wohnhaus - auf der Südseite-Terrasse unterhalb des Brückenniveaus wird es Gärten geben? Ich möchte nicht so wohnen, dass jeder von der Brücke in meine Wohnung hinein schauen kann...


    Wenn ich das richtig einordne, wurden die Wohnungen in diesem Haus vor 1-2 Jahren in einem Immobilienportal angeboten. Es waren ausnahmslos kleine Appartments - die kleinsten meiner Erinnerung nach 25qm, die größten 45qm. Das sind üblicherweise keine Unterkünfte, in denen man sein Leben verbringt. Mir blieb das in Erinnerung, da ich den Bau solch durchaus "Hochschul-kompatibler" Wohnungen an diesem Ort eine gute Idee fand.

    ^ Auf dem schmalen Bürgersteig entlang dieser Straße zum Eingang zu laufen, ist auch kein Vergnügen. Man müsste nicht auf viel Wohnfläche verzichten, hätte jedes Hochhaus einen weiteren Eingang vom Westen, vom Park. Dieser könnte dann von einem Gehweg am Ostrand des Parks (der Wiese) erschlossen werden - Hundebesitzer u.a. haben dort ohnehin einen Pfad eingetrampelt.


    In einigen ursprünglichen Visualisierungen gab es den Gehweg am Ostrand des Parks, der auch eine schöne Achse mit dem Gehweg am Westrand des Maurice-Ravel-Parks gebildet hätte (siehe z.B. diesen meiner Ansicht nach gelungenen Entwurf hier: http://luetzow7.de/index.cfm?i…&pk=675&fk=1547&se=6&s2=4).


    Der Gehweg hätte nach dieser Visualisierung auch Gastronomie geboten. Leider hat man diese Pläne nicht weiter verfolgt - der Park hätte mehr Aufenthaltsqualität gehabt. Statt dessen hat man mit der Schließung des Les Halles dem Park eher noch ein wenig Attraktivität genommen und ihn eher zur Durchgangsachse degradiert. Verdient hat das der Park bei dieser eigentlich schönen Lage inmitten moderner Architektur nicht!

    Sind die Zahlen gut genug, um weitere Wohnhochhaus-Projekte in der Stadt zu planen?


    Wirklich beurteilen kann man das erst, wenn da wirklich mal Menschen drin wohnen. Die Quote für Ciel et Terre wurde weitgehend über einen einzelnen Investor erreicht: http://www.haufe.de/immobilien…-et-terre_254_211560.html und gebaut wird halt, wenn die Bank, die den Bau vorfinanziert, eine ausreichende Vermarktungquote vorfindet. (Diese Tricks wenden auch andere an - das DreiEins hat nach langer Verzögerung des Baustarts ja dann auch einen der 2 Bauträger als Hauptmieter präsentiert...)


    Noch fehlt der Nachweis, dass die Hochhaus-Wohnungen (relativ hochpreisig, z.T. ungeschützt an einer Einfallstraße und Bahnlinien gelegen, Eingang im "Hinterhof" von Hotels/Bürokomplexen) auch ausreichend viele Mieter anziehen. Eigennutzer ziehen diese Gebäude eher nicht an (ich kenne einige Eigentümer in den Interboden-Komplexen und auch dem Eck-Komplex bem Olio, aber niemanden, den es ins Pandion D'or gezogen hat).


    Generell sollte es die Optimisten stutzig machen, daß das Hochhaus Pandion D'or nicht fertig werden will - ursprünglich war die Fertigstellung fürs 3. Quartal 2014 angekündigt, derzeit wird März 2015 genannt. Bauaktivität ist dabei nicht (oder nur geringem Maße) erkennbar. Die (fertig aussehenden) Nebengebäude scheinen auch nur eine sehr(!) überschaubare Anzahl an Bewohnern vorzuweisen. Zumindest einige Wohnungen scheinen aber bewohnt zu sein, so weit man das von der Straße aus beurteilen kann.


    Sucht man bei Immobilienscout24 nach Eigentum oder Mietwohnungen in Pempelfort, erhält man denn auch so einige Angebote zum Pandion D'or. Nachdenklich sollte es hier dann machen, dass diese Angebote auf der Karte u.a. auch schön über das Gebiet le flair verteilt sind (also von den Vermarktern mit der Marc-Chagall-Straße die falsche Adresse eingegeben wurde)...


    Mein Bauchgefühl ist, dass die Vermarktung von Pandion D'or nicht so toll läuft, sonst würde man solche Tricks (die faktisch kein Versehen sein können) nicht anwenden. Auch drohen einem Bauträger Kosten, wenn er die dem Eigentümer zugesagten Einzugstermine nicht einhält. Mit dem halben Jahr Verzögerung ist Pandion D'or sehr wahrscheinlich schon über der ursprünglichen Kulanzzeit - das macht man in nur, wenn entweder die Bauabwicklung wirklich schlecht läuft (dann sollten da aber mehr Bauarbeiter zu sehen sein) oder man niemandem etwas erstatten muss. Und für die Vermarktung eines Neubaus ist es von Vorteil, wenn er noch nicht fertiggestellt ist...

    ^ Die zusätzlichen 2 Spuren nach Süden sollten schon noch kommen, wenn der 4-spurige Bau der Toulouser Allee Sinn machen soll. Die geplante Anbindung der Toulouser Allee an die Moskauer Straße ist ja auch noch nicht vom Tisch (auch wenn mir unklar ist, wie man das machen will - es bleibt wohl einzig der Weg, bestehende Gleiswege durch die Straße zu ersetzen).
    Immerhin hat man an der Toulouser Allee schon mal die Ampelanlage gebaut, die für die Weiterführung unter der Wehrhahnbrücke hindurch notwendig wäre - ich hoffe zumindest, dass die Ampel nicht nur der Zufahrt zum neuen Hotel dient...

    ^ ich würde es begrüßen, wenn das les halles dauerhaft bestehen bleibt. Es gibt zwar auch andere gute Kneipen-Locations in der Gegend gibt (wobei das Sonntags-Bruch schwer zu schlagen ist), aber meines Wissens nach gibt es keinen anderen Club in der Gegend.


    Ich befürchte aber, dass das les halles langfristig nicht überleben wird. Vermutlich werden - wie beim Olio nebenan - auch die Betreiber die Chance bekommen haben, das Grundstück zu kaufen. Das Grundstück ist aber deutlich größer und (anders als beim Olio) auch gut anderweitig nutzbar - es wird also auch entsprechend teurer sein.


    Derzeit geniesst das Gelände vermutlich noch einen gewissen Schutz, da die Straßensituation am Südende der Toulooser Allee - also am Standort les halles - wohl eher temporären Charakter hat. (Zumindest ist die derzeitige Anbindung nicht geeignet, die prognostizierte Verkehrsdichte abzuwickeln und eigentlich soll die Toulooser Allee ja noch nach Süden verlängert werden. Das kann vermutlich nur entlang der Bahntrasse geschehen und würde angrenzend ans les halles wohl auch noch weitere Flächen für eine Bebauung freigeben).

    Heute war offensichtlich mal wieder ein Spatenstich für einen neuen Bauabschnitt im le flair Gebiet:


    http://www.duesseldorf.de/top/…ews/le_flair_spatenstich/


    Ich dachte eigentlich, dass der dritte Abschnitt schon im Bau ist, aber die Gebäude sind (anders als im Süden/an der Schirmerstraße) hier leider weniger differenziert ausgeführt, das kann einen schon mal verwirren...


    Interessant finde ich am Bericht den jedenfalls 3-Zeiler, der berichtet, dass zu dem jetzt begonnenen Abschnitt auch das DreiEins an der Franklinbrücke gehört. Das Gebäude fand ich recht gelungen, es wird das Viertel dann auch direkt "fertiger" aussehen lassen.

    ^ auf frühen Visualisierungen war meiner Erinnerung nach auf Höhe des jetzt gebauten Gebäudes und 2 Gebäude weiter nördlich (da wo derzeit ein Hotel im Gespräch ist) jeweils ein Gastronomiebetrieb mit zugehörigen Flächen im Park visualisiert.


    Ich würde es begrüßen, wenn das so kommen würde. In den letzten Plänen von Pandion war da aber nichts mehr zu sehen.

    ^ auf dem Pandion-Gelände sind seit einigen Tagen Bautätigkeiten im Gange.


    Ich war nach ständigen Ankündigungen zum Projekt, dem dann keine Taten folgten, ja recht skeptisch. Aber scheinbar geht es nun doch los.


    Derzeit scheint die Baustelle abgesperrt zu werden, einen Bagger sah ich auch schon stehen und buddeln. Würde mich aber wundern, wenn das nun still und heimlich gebaut wird, da dürfte sicher noch mal ein öffentlicher Spatenstich folgen.


    Ich bin gespannt, ob es Pandion gelingt, dem Thema Wohnhochhäuser neues Leben einzuhauchen. Ich würde mich nicht wundern, wenn Planer/Investoren in anderen Stadtteilen dann auch wieder etwas stärker auf Wohnhochhäuser drängen würden. Vor den Häusern von Pandion wird ja noch das Wohnhochhaus in le flair fertig (wenn auch nur mit 10 oder 11 Etagen). Ich glaube das ist dann das erste Wohnhochhaus seit langer Zeit (seit dem Portobello-Haus).


    Bau-Lcfr: Über das Hochhaus in le flair meckert scheinbar wirklich niemand (zumindest nicht mehr als über das gesamte le flair, welches den Tussmann-Häusern den Weitblick raubt). Vermutlich meckert hier keiner, weil es (zusammen mit KiTa und Jugendzentrum) als Mittelpunkt des "Stadtteils" geplant ist, sich entsprechend einfügt und dort auch kleinere Geschäfte geplant sind, die allen Anwohnern nutzen. Pandion wäre gut beraten, in den Hochhäusern (bzw. den umgebenen Hausreihen) irgendwas zu integrieren, was allen Anwohnern von Nutzen sein könnte (z.B. Cafe/Eisdiele zum Park hin) - dann werden die Hochhäuser nicht mehr nur als Fremdkörper wahrgenommen.

    Studentenwohnheim für 500€ ...

    Ich hatte mich ja schon einmal kritisch über die Preisentwicklung von Wohnraum in Düsseldorf geäußert. Das folgende zu dem Thema ist meines Wissens nach auch noch nicht erwähnt gewesen:


    http://www.rp-online.de/region…-fuer-studenten-1.2943136
    http://www.rp-online.de/region…-luxus-wohnheim-1.2944504


    Bafög-Höchstsatz für elternunabhängige Förderung ist übrigens 597 € (ohne KV+PV). Bleiben bei Appartmentpreisen von 500€ also schlappe 97€ im Monat fürs Leben...


    Irgendwas habe ich als Student grundsätzlich falsch gemacht - ich hatte existentiellere Probleme als Parkett in der Wohnung haben zu müssen. Und .meine Kommilitonen auch.

    Ralf Schmitz hat nach eigenen Angaben drei neue Grundstücke in Düsseldorf erworben:


    - Pempelfort, Bongardstraße, Nähe Hofgarten
    - Zooviertel, Sybelstraße
    - Rheinpromenade / Mannesmannufer


    Quelle: http://ralf-schmitz.de/presse/…erwirbt-neue-grundstucke/


    Na super - aber wenigstens sucht er sich für seine Zielgruppe "superreiche Rentner" nun etwas passendere Stadtteile aus als Flingern Nord. in den jetzt gewählten Gebieten wird er sich weniger mit renitenten Nachbarn rumschlagen müssen.


    Mich stört bei RS nicht die Außen-Architektur (die ist ganz ansehnlich), sondern die protzig/spiessige Innengestaltung und die masseninkompatible Preisgestaltung der Projekte.

    ... Die niederländische BAM Gruppe hat den Generalunternehmerauftrag für das Pandion Wohnhochhaus d'Or erhalten. Baustart ist laut Projekthinweis der BAM-Gruppe noch August 2012 bis Juni 2014....


    Wir haben September und ich kann keinen Baustart wie z.B. eine Ausschachtung erkennen. Vielleicht bedeutete die Meldung ja auch, dass der Baustart bis Juni 2014 erfolgt :confused: Andererseits bauen unsere niederländischen Nachbarn ja mal ganz gerne ohne Keller - vielleicht haben sie also doch schon angefangen :)


    Mal im Ernst - ich bezweifel (wiederholt), dass Pandion genug Kaufinteressenten findet, um das Projekt durchzuziehen. Das Flatiron war bei ähnlich mutiger Preisgestaltung in kürzester Zeit ausverkauft, das ist bei den Wohnhochhäusern definitiv nicht der Fall.


    Es gehen im Quartier auch schon Gerüchte herum, dass die Anonymität in diesen Hochhäusern, der Haus-Haupteingang hin zur Hauptverkehrsachse (Toulooser Allee) und der Concierge geeignet sind, "Kleinunternehmer" aus dem Gewerbe aufzunehmen, was auf der anderen Seite der Bahnlinie gerade zu Wohnungsbau zurückentwickelt wird. Selbst wenn der Nutzungsplan das ausschliesst.

    Heute habe ich drei neue Fotos mit den beinahe fertigen Fassaden von LeCour gemacht - die südliche mit der großen weißen Insel mittendrin wirkt etwas merkwürdig.


    Die "merkwürdige weiße Insel" dürfte die Vorbereitung zur Verbindung dieses Gebäudes mit dem geplanten Gebäude auf dem südlich gelegenen Baufeld sein. Jedenfalls scheint laut den Informationen auf http://www.le-quartier-central.de/d/2649/ der gleiche Architekt auch für das südliche Baufeld verantwortlich zu sein (also das, auf dem jetzt noch das les-Halles steht). Ich hoffe, das wird dann ein wenig mutiger und ansprechender sein als das LeKlotz.

    Ich möchte deine Posts als Gelegenheit nutzen, um dem Forum mal wieder ein wenig Diskussionspotential zu bieten. Ich folge deinen Äußerungen schon länger interessiert und obwohl ich deine offensichtliche politische Grundeinstellung zu Stadtentwicklungsthemen weitgehend teile, kann ich manche deiner Äußerungen nicht verstehen.


    Dein letzter Post drängt mal wieder auf eine Verstärkung "hochwertigen" Wohnraums. Ich glaube, dass niemand es ablehnen würde, hochwertigen Wohnraum zu nutzen - nur leider ist dieser Wohnraum selbst für Gutverdienende zunehmend schwer erschwinglich. Es ist zwar tatsächlich so, dass der aktuell geschaffene - teure - Wohnraum derzeit noch (solvente) Käufer findet, aber die Frage ist doch, ob Düsseldorf einerseits nur noch "diese" Käufer braucht und ob wir uns in Düsseldorf nicht schon in Richtung einer Immobilienblase entwickeln.


    Zum Thema einer möglichen Immobilienblase:
    Das Quartier Central bietet hier excellente Möglichkeiten, die Entwicklung in den letzten Jahren zu beobachten, da weite Teile von ein und demselben Bauträger erstellt werden (die Kooperation mit HochTief bei späteren Projekten darf man da mal ignorieren). Die Preissteigerungen, die es in den Baugebieten gab, sind weder mit Inflation noch mit "hochwertiger" erstelltem Wohnraum zu erklären. Die qm-Preise sind von "ILE" über "le flair" bis zu "le flair blanc" von 2600€ auf 4000€ geklettert, bei (ich habe die Baubeschreibungen vorliegen) nur marginal "hochwertigerer" Ausstattung in den neueren Bauabschnitten. Besser kann man das noch an den Tiefgaragen-Plätzen erkennen - in ILE waren die anfangs noch für 12.900€ erhältlich, in le flair dann anfangs für 15.900€, später 18.900€, in le flair blanc nun für 19.900€. Glaube mir - die Tiefgaragenplätze sind dabei definitiv NICHT hochwertiger geworden und die allgemeine Inflation lag auch nicht bei 50%...


    Diese abartigen Preissteigerungen müssen noch kein Indiz für eine Immobilienblase sein. Wenn man aber ein Anlageobjekt sucht und sich die Beispiel-Rechnungen für Vermietungen anschaut, die einem (egal von welchem Anbieter im Quartier Central) unterbreitet werden, dann sind diese (und ich habe Erfahrungen als Vermieter) zunehmend auf Kante genäht und ehrlich gesagt kaum seriöser als die Beispielrechnungen, die amerikanische und spanische Bauherren ihren Käufern offeriert hatten - und diese Immobilien hatten initial auch erst einmal Käufer gefunden...
    Zugegeben hinkt der Vergleich ein wenig, weil die Immobilien dort nicht in bestehende Boom-Regionen, sondern in vermutete Boom-Regionen gesetzt wurden - aber es ist in Düsseldorf zunehmend klar erkennbar, dass man auslotet, was möglichen Erwerbern zuzumuten ist - und angesichts der aktuellen Euro-Krisendiskussionen muten sich da einige Erwerber vermutlich mehr zu, als gesund ist.


    Das genannte Thema ärgert mich aber nicht wirklich - als Immobilienbesitzer sehe ich die Nachfrage und das Käuferverhalten mit einem lachenden Auge. Was mich mehr stört, sind jedoch Aussagen, dass "hochwertiger" Wohnraum nötig ist, damit man um Leute buhlen kann, die auch in London, Genf oder Barcelona leben könnten. Du suggerierst, dass "hochwertiger" Wohnraum das einzige ist, was eine Stadt attraktiv macht. Tatsächlich suchen solch unabhängige (und oft auch nicht wohlhabende) Menschen aber eine lebenswerte Stadt und dazu gehört wesentlich mehr als "hochwertiger" Wohnraum. Eine Stadt entwickelt kein Flair dadurch, dass man Neureiche in die Stadt holt (oder Stadtviertel so benennt), sie lebt von einem gesunden Mix von wohlhabenden (in der Regel älteren) Menschen und kreativen (in der Regel jüngeren) Menschen, die eine Stadt wegen ihrer Lebensqualität wählen. Als jemand, der in einer Firma in der Mitte zwischen Düsseldorf und K. arbeitet, kann ich sagen, dass jüngere Mitarbeiter, die eingestellt werden und dazu in die Gegend ziehen, leider eben nicht nach Düsseldorf kommen, sondern nach K. gehen, weil das eine Stadt mit nach wie vor attraktiven - und auch alternativen - kulturellen Angeboten ist.
    In Düsseldorf zehrt man hinsichtlich alternativer Kultur aus der Vergangenheit oder führt gerne mal eine einzige aktive und erfolgreiche Band als Alibi dafür an, das Düsseldorf lebt. Aber wo sind noch wirklich quierlige Viertel in Düsseldorf, die auch noch dann Leben aufweisen, wenn die Besitzer der teuren Immobilien im Bett liegen müssen, um am nächsten Tag das Geld für die nächste Rate zu verdienen? In der Altstadt eher nicht, da treiben sich (die "guten" Straßen ausgenommen) nur Sauf-Touristen rum. Und hört mir bitte auf, nun Flingern zu nennen, das ist nur noch ein Schatten der 90er und mittlerweile ebenfalls von gierigen Immobilienmaklern und unpassenden Ralf-Schmitz-Bauten in Beschlag genommen.


    Ich glaube, dass man mehr als hochwertigen Wohnraum braucht, um eine Stadt attraktiv zu machen. Man benötigt auch Wohnraum, der junge,kreative Leute wie z.B. Studenten oder auch Berufsanfänger anzieht, die u.a. Kneipen, Clubs und generell das kulturelle Leben pushen. Dieser Wohnraum braucht aber nicht unbedingt hochwertig sein, sondern an erster Stelle günstig, obwohl er zentral / in hippen Stadtteilen liegt - Studenten, die in in Eller, Garath oder noch weiter außerhalb wohnen, bringen keine Bereicherung für das Leben in die Stadt. Genau hier sehe ich aber das Problem - durch die (ich nenne sie immer noch so) Immobilienblase in Düsseldorf werden die Innenstadt(rand)bereiche unbezahlbar. Ich hätte es gerne gesehen, wenn in dem Umfeld des FH-Naubaus - z.B. südlich im Quartier Central, in der noch eine andere Hochschule entsteht - noch Studentenwohnheime entstehen würden oder Stadtteile wie Flingern bei Neuvermietungen keine 20%-Aufschläge auf die Mieten packen würden.
    Letzteres lässt sich nicht verhindern, Ersteres liesse sich durch eine entsprechende Stadtentwicklung aber erreichen. Leider will das die Stadt gar nicht, weil sie (meiner Ansicht nach ziemlich kurz gedacht) nur auf Maximierung der Einnahmen aus Grundstücksverkäufen und -steuern aus ist. Ich befürchte, das diese Stadtentwicklung irgendwann dazu führt, dass die Einkaufspassagen irgendwann nicht mehr von "Durchschnittsmenschen", sondern nur noch von neureichen Russen und Saudis bevölkert ist und die Bevölkerung Düsseldorfs im Schnitt etwa so alt ist, wie der Typ auf deinem Forumbild...

    Die Visualisierungen in den Grundriss-PDFs sehen schon ganz anders aus.


    Ich habe mir die Visualisierungen in den Grundriss-Broschüren und auf der Seite angeschaut - ich kann da keine nennenswerten Unterschiede erkennen. An welchen Stellen weichen die Darstellungen denn ab ?


    Was mir allerdings schon auffällt, sind die dahingehend optimierten Visualisierungen, dass auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, dass die Hochhäuser gar nicht vom Park aus zu erreichen sind, sondern nur über die Toulouser Allee bzw. die davor parallel liegende Zufahrtsstraße - das ist nicht wirklich schön und einer gehobenen Bebauung auch nicht würdig... Ich frage mich auch, wo Besucher ihre Autos unterbringen sollen - an der Zufahrtsstraße parallel zur Toulouser Allee ist jedenfalls kaum genug Platz für Parkplätze und dass es eine Tiefgarage für Besucher gibt, wage ich zu bezweifeln. So ganz überzeugen tut mich der Entwurf noch nicht.