En detail ist die Tribüne vielleicht nicht ganz weit vorn (die dicklichen Geländer, das aufdringliche 90erJahrekupfer..), aber insgesamt ist ein von der mehrheit akzeptierter, angemessener Bauteil entstanden. Von der "Stadionseite" ist die neue Süd sowieso eine Augenweide hehe.
Was ich hier nicht entdecken konnte: für den 2.Bauabschnitt ist ergänzend eine Kita als runder Baukörper links der Süd geplant. Das wäre an diesem Ort doch schon sehr schade, hat man sich doch auf "offene Ecken" und eine eher kantige Erscheinungsform geeinigt. Ich hoffe, hier wird überarbeitet !
Beiträge von k-roy
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Kurze nee doch lange Antwort:
a- Ich stehe dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber, im Detail allerdings in fast allen Punkten negativ. Es darf hier mangels Alternativen kein "Ja" oder "Nein" geben.b- mit "die Bürger" sind natürlich erstmal die Bewohner vor Ort gemeint, und daher auch im baurechtlichen Sinne anzuhören und zu berücksichtigen. (Damit meine ich nicht die Künstlergruppen mit von vornherein befristeten Verträgen, hier liegen keine wirklichen Anrechte vor, nur Symphatien meinerseits, habe selber kurzzeitig dort gearbeitet).
c- Oft sind die Planungen aus verschiedenen Gründen auf Basis von UNSOLIDE prognostizierten Vorhersagen getroffen. Eine Baugenehmigung ist auch seitens des Investors ein Pokerspiel, was denn alles aus der Hütte rauszuholen ist, das die Stadt immer öfter verliert. Wenn die Genehmigung erst einmal da ist, ist der Drops gelutscht.
Hier handelt es sich ja glaube ich erst einmal um eine Bauvoranfrage, die das Volumen der Maßnahme feststecken will. Ich schätze, der Vorschlag von IKEA liegt etwa 50% über deren Break-Even bzw. über der Verträglichkeit für den Stadtteil - Bauchgefühl
Ich denke, ein Verkehrsplaner könnte relativ schnell einige Unverträglichkeiten erläutern. Die absurde Idee eines Autobahnzubringers über den Altonaer Bahnhof (ich glaube aus Reihen der CDU) kommt ja möglicherweise auch nicht von ungefähr. -
Ich stelle bei diesem Gebäude das gleiche Problem wie bei allen anderen mir bekannten brt-Bauten fest: es gibt eine übergeordnete gestalterische Idee für die Großform, dafür wird die Detailgestaltung vernachlässigt. Siehe das Dockland, bei dem der eigentliche Clou in der Rautenform liegt, die Fassadengliederung aber enttäuscht, oder die gläserne Bisquitrolle am Berliner Tor, die zwar konstruktiv und flächenökonomisch raffiniert daherkommt, aber dann mit diesen entsetzlich ungeschlachten Parabelbogen an den Stirnseiten erschreckt.
(...)
Darüber hinaus mache ich mir auch Sorgen darüber, wie sich dieses Gebäude auf das gewachsene soziale Milieu vor Ort auswirkt, bereits das Bavaria-Gelände wurde ja nicht ausschließlich mit Kusshand begrüßt... Und wen man Milieus schon zertrümmern muss, sollte man dabei einen etwas höheren ästhetischen Anspruch verfolgen als mit diesem hier vorgestellten Projekt und diesem entsetzlich langweiligen, drögen und in Materilität und Gestaltung unschlüssigen gmp-Beitrag zum Bavaria-Gelände...Ich halte sowohl den Berliner Bogen als auch das Dockland für -wie fast immer bei BRT, und da spricht kein Mitarbeiter sondern eher der Neid hehe- sehr anspruchsvolle, detaillierte Gebäude
(siehe nur Dockland-Treppe/Geländer und Parkplätze unter dem Haus etc. - Einzige Kritik wäre vielleicht die Pupslochähnliche Eingangssituation am Berliner Bogen hehe, so sind Eingänge des öfteren ein Schwachpunkt bei BRT gewesen.)Bei den tanzenden Türmen bin ich etwas anderer Meinung, hier ist architektonisch einfach nicht der Witz wie zB der "Ginger&Fred" Türme von Gehry rübergekommen, was ja meines Wissens der eigentliche Entwurfsgedanke der "Tanzenden" war. Zudem ist die Wirkung für den Stadtteil natürlich eine andere als wenn man am Hafenrand oder in Hammerbrook baut, aber das ist BRT (und auch allen anderen Architekten) ja herzlich egal.
Zu dem Atlantic-Haus: Der Entwurf ist glaube ich von Thomas Herzog, nicht von GMP. Außerdem sollte "dröge, langweilig" kein Kriterium für einen Neubau sein, oder sollen alle Neubauten "fetzig und spannend" sein? Time will tell. Hier wäre die richtige, einfache Kritik "zu hoch, zu viel Büro" passend, was wieder einmal den offensichtlich unwirksamen Regulierungsinstrumenten der Behörden anzukreiden ist.
beim atlantic-haus hat diese bürgerproteste einfach niemand groß beachtet... und siehe da... jetzt steht es und keiner meckert mehr!Unqualifizierter Beitrag! Soll ein Bombenkommando die obersten Stockwerke des zu hoch geratenen Gebäudes sprengen? Was sollen die inzwischen auch von dieser Maßnahme aus dem Quartier vertriebenen Mieter jetzt noch tun? Das Haus besetzen? Etwas mehr Weitsichtigkeit wäre angebracht.
Beiträge zusammengeführt! Bitte achte auf deine Wortwahl und auf deinen Umgangston! Gruß, Dykie
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Während alle von "Green Building" faseln, ist Ove Arup sicher ein Büro, dem man zutraut, wirklich innovativ, nachhaltig und ökologisch zu planen, insofern stimmt die Beteiligung der weltbesten Ingenieure hoffnungsvoll.
Die Architektursprache kann für mich im Moment selbst aus städtebaulicher Sicht aber nicht mehr als ein Platzhalter sein. Ich kann keine eine vernünftige Haltung zum Bestandsschutz erkennen, die Bezüge zum Harburger Umfeld sind zumindest nicht dargestellt, die Fassaden sind (noch) beliebig, die entstehenden Räume (soweit erkennbar) nicht qualitätvoll.
Na, da werden hoffentlich dann entsprechende Wettbewerbe folgen.
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Gelungen finde ich auch, dass man den Bereich über dem Fleet ausgespart hat. Von der Poststraße aus bleibt so der Blick auf den Michel weiterhin frei. Der Fehler hätte hier im Übermut liegen können.
Hier liegt der Fehler tatsächlich bei der historischen Bebauung -ich glaube sogar von Fritz Schumacher- die eine erdrückende Straßenfront zur Stadthausbrücke schafft, und die Blickbeziehung entlang des Fleets zerstört. Die Fleetüberbauung mußte in diesem Verfahren sicher erhalten werden - eine Rekonstruktion des Urzustandes wäre eine wirkliche Verbesserung gewesen.
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Ok mein erster Beitrag, und gleich zu so einem sensiblen Thema:
Natürlich ist ein IKEA ein unersetzlich guter Impuls für die Große Bergstraße.
Bleibt die Frage, ob die Behörde wirklich im Sinne des Standorts entscheiden kann -besonders mit Hinsicht auf Verkehrsplanung, Baukörpergröße/BGF und Fassaden, meines Erachtens so wie es vorliegt hochkritisch- oder sich dem Investor beugt.Die Anzahl der Bürgerbegehren wächst demnach zu Recht. Jahre der Vertreibung aus den Szenevierteln und unzählige stadtmißachtende Investorenprojekte wie das Frappant haben die Bürger mißtrauisch gemacht - denn die Stadt kann offensichtlich nicht steuernd auf Investorenträume einwirken.