Beiträge von Kieselgur

    Für einen eigenen Städtestrang müssten halt noch mehr Nutzer Beiträge zu Münster posten. Aber etwas mehr Ordung in den drei (bzw. 4) Münster-Strängen hier im Forum wäre sinnvoll. Weil die sich so verteilen, verlieren neue Nutzer halt den Überblick und posten daher im falschem Strang. :)


    So wird das in Beitrag 351 in diesem Strang erwähnte Projekt an der Robert-Bosch-Straße bereits in den Beiträgen 55 und 58 im Strang "Münster: Stadthafen & Kanal" erwähnt, dort passt es auch rein örtlich besser hin, der Beitrag 351 sollte also besser verschoben werden.


    Auch wird hier im Münster-Hauptstrang der Neubau des Stadthauses IV irgendwo erwähnt. Dieser Neubau wird auch im Hafengebiet erfolgen, gehört also ebenfalls dorthin.


    Mod: Ich bin ganz bei euch! Münster hat mehr verdient. Es fehlen halt noch die User... @ Kieselgur Beitrag 351 ist mir sofort ins Auge gestochen und habe ihn verschoben. Zum Neubau des Stadthausen bitte ich dich um die einzelnen Beiträge per PN. Vielen Dank vorab! nikolas

    Mal Beitrag Nr. 4 auf Seite 1 dieses Threads lesen.


    Jetzt war ich auch mit der Nummerierung durcheinander geraten (habe Nr. 4 und 5 deshalb in Beitrag 521 nochmal vertauscht), kein Wunder, wenn die Stadt Dortmund zwar ganz zu Beginn eine Nummerierung aufgestellt hat, beim eigentlichem Bau dann aber die Abschnitte chronologisch nach Bauablauf benennt. :)


    Was nun der 4. Bauabschnitt mit dem Pylon nördlich der Reinoldikirche ist, war ursprünglich mal als Bauabschnitt Nr. 2 geplant:


    "2. Abschnitt:

    a.) Vom Platz von Netanya zum Platz von Leeds

    b.) Vom Platz von Leeds zum Willy-Brand-Platz"


    Während der Abschnitt, der nun als 5. gilt, ursprünglich mal Nr. 4 war:


    "4. Abschnitt:

    Platz von Netanya bis St.Petri"


    Dafür ist der ursprünglich Abschnitt Nr. 6, also der Petrikirchhof längst fertig. Der ursprüngliche Abschnitt Nr. 5, der eigentliche Reinoldikirchplatz, wird in den jetzigen Planungen nicht einmal mehr erwähnt.

    ^ Auch wenn die Reihenfolge der Abarbeitung völlig durcheinander geraten ist, so gehört der Bereich vorm Base Camp doch mit zum 4. Bauabschnitt. Die Einteilung der Bauabschnitte findet sich auf Seite 1 dieses Threads. :)


    Zum Bauabschnitt nördlich der Reinoldikirche mit dem Pylon gehört auch die Kampstraße bis zum Platz von Netanya, also dort wo sie sich mit der Hansastraße kreuzt.


    Auf dem 5. Bauabschnitt, welcher sich zwischen Petrikirche und Platz von Leeds erstreckt, gibt es keine anderen Baustellen, da könnte man eigentlich viel unproblematischer los legen. Wenn denn das Thema Geld nicht wäre...


    Dortmund hatte ja auf mehr Fördergelder gehofft und der Pylon an der Reinoldikirche ist ja weiterhin auch an der Oberfläche ein wichtiger Verkehrsknoten für viele Buslinien. Da hatte man wohl gehofft für die Neugestaltung, die ja auch mit einer besseren Verkehrssicherheit und Einstiegshilfen für Fahrgäste einher gehen dürfte, noch am ehesten Fördergelder zu bekommen und deshalb hier die Planungen und Ausschreibungen stärker forciert, als auf dem Mittelabschnitt der Kampstraße, bei der nur die optische Verbesserung im Vordergrund steht.


    Wie auch immer, der Bau des 4. Abschnittes soll ja auch 12 Monate dauern, bis man vorm Basecamp die Straße neu gestaltet, dürften da die Container sowieso verschwunden sein. :)

    Neubau Ibis und Novotel


    Zum Schluss meines Rundgangs noch ein Bild vom Neubau der beiden Hotels schräg gegenüber vom Hauptbahnhof. Der Rohbau ist ebenfalls fertig, die Fassade des Neubaus wächst auch schon empor und gerade wird das Dach erstellt:

    Neubau Bahnhof Ostseite


    Hier ist der Rohbau nun abgeschlossen und die Fassadenarbeiten sind im vollen Gange. Ein paar Bilder von mir. Die noch kahlen Platanen ermöglichen derzeit noch Ansichten aus Richtung der Grünanlage Bremer Platz, was ich gleich fotomäßig festgehalten habe:

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    Neubau Salzstraße 9


    Das Gebäude neben der profanierten und frisch sanierten Dominikanerkirche ist fertig. Den größten Teil belegt eine radiologische Gemeinschaftspraxis, auf deren besondere Bedürfnisse beim Bau sofort Rücksicht genommen wurde, denn das Haus ist um die Untersuchungsräume mit ihren schweren Diagnostikgeräten regelrecht drumherum gebaut worden. Ein Bericht zur Eröffnung haben die Westfälischen Nachrichten am 03.05. geliefert.

    Im Erdgeschoss hat eine Filiale von Five Guys ihren Betrieb aufgenommen. Auch hier ein Bild von mir:

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    Umbau/Sanierung Prinzipalmarkt 41


    ich musste bis zum Beitrag Nr. 7 aus dem Jahr 2005 zurückgehen, in dem eine mögliche Rekonstruktion des Schmuckgiebels angekündigt wird. Leider funktionieren die damaligen Links nicht mehr. Ob nun eine Rekonstruktion erfolgt oder nur im Innern des Gebäudes umgebaut wird, kann ich nicht sagen. Ich hab auch durch googeln keinerlei aktuelle Planungen herausfinden können. Ein größeres Bauschild gibt es nicht und mir fehlte die Zeit um die Baustelle noch näher zu begutachten.

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    Neubau Hotel Atlantik


    Hier sind inzwischen die Gerüste gefallen und über die Hälfte der Fassade ist bereits angebracht. Obwohl die neue Einheitlichkeit natürlich eine deutliche Verbesserung zu dem vorherigem Gebastel an dem immer mal wieder umgebauten vorherigem Gebäude darstellt, so kann ich diesen vor- und zurückspringenden Fassadenteilen nicht wirklich viel abgewinnen. Im strahlendem Sonnenlicht mag es einigermaßen gut ausschauen, aber so finde ich nicht, dass dieses unruhige Geflirre eine besonders edel oder wertig erscheinenden Eindruck macht - ist aber vielleicht auch nur meine Meinung. :)

    Ein paar Bilder von mir dazu:

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    Worüber ich allerdings froh bin ist, dass aus dem HBF keine Shoppingmall entstanden ist. Wir haben in DO einfach eine andere raumplanerische Situation als zB. in Leipzig mit dem dortigen Kopfbahnhof.

    Eine Shoppingmall am Bahnhof benötigt Dortmund sicher nicht, damit würde man nur völlig unnötig Kaufkraft aus der Innenstadt abziehen. Ein Discountersupermarkt wäre allerdings nicht so verkehrt.

    Der Rewe-ToGo und Rossmann bieten halt nur ein sehr dürftiges Angebot. Wenn man in der Stadt arbeitet und Wartezeit auf den Zug hat, könnte man ein solches Angebot recht gut nutzen. Einen Supermarkt gibt es derzeit in der Innenstadt so ja auch fast nicht mehr. Im Bereich des Verbindungsbauwerks Nord könnte man sicherlich auch eine Fläche für eine Discounterfiliale schaffen, allerdings wäre es dort wohl teuer diverse Fundamente und Bunkerbauwerke abzureißen und neue Gleisbrücken zu schaffen. Vielleicht hat man aber auch noch Glück und es entsteht ein Supermarkt im Zuge der gesamten Neugestaltung des nördlichen Bahnhofseingangs. Wenn dieser allerdings zu weit von den Gleisaufgängen entfernt ist, wird er den Bahnreisenden selbst aber wenig nützen, die Wege wären dann zuviel Zeitverlust.

    Sicherlich ist vorgesehen, dass die Gigantentreppe irgendwann auch einmal eingebaut wird, aber von Seiten des Bundes hatte man sicherlich nie die Vorstellung, dass man direkt nach Fertigstellung des Humboldt Forums mit den Rekonstruktionen weiter machen würde.


    Eher war und ist da wohl der Gedanke, dass man dann mindestens noch 10 Jahre Zeit hat, weil man gedacht hat der Förderverein würde deutlich länger mit dem Einsammeln der Spendengelder benötigen. Nach einem Jahrzehnt Ausstellungsbetrieb steht sicherlich mal eine Umgestaltung und Auffrischung an, wenn dann das Treppenhaus eingebaut würde, hat auch der Bund damit sicherlich nicht so das Problem.


    Der Förderverein wird momentan also so ein bisschen das Opfer seines eigenen Erfolges. Weil man dort gerade einen Höhenflug erlebt, möchte man halt den Schwung mitnehmen und direkt mit den Rekonstruktionen weiter machen. Der Bund möchte aber verständlicherweise erstmal eine Pause, die Baustelle abschließen und in den normalen Ausstellungsbetrieb gehen.


    Das sind halt sich widerstrebende Interessen. Sollte der Förderverein nun versuchen zuviel Druck zu machen, wird er wohl eher auf Abwehr stoßen, denn komplett geschenkt bekäme er die Treppe sicherlich nicht und die Unterhaltungskosten blieben ja auch an ihm hängen.


    Die Lösung könnte aber sein, dass man mit dem Förderverein einen klaren Zeitplan vereinbart, sprich, die nächsten 10 Jahre passiert im Innern des Forums zwar erstmal nichts, ab dann kann der Förderverein mit dem Einbau aber zur Tat schreiten, muss diesen dann aber innerhalb eines Jahres komplett fertig stellen. Das hieße für den Förderverein er könnte sämtliche Detailplanung vornehmen und Teile soweit wie möglich vorproduzieren.

    "Auch "städtebaulich" könnte die Erweiterung die tote Fläche westlich der Gleise neu strukturieren und aufräumen."


    Städtebaulich wird hier höchstens eine Wahrnehmbarkeit vorhanden sein, wenn man bei der Fahrt über diese Gleise keine Brachfläche mehr sieht. Ansonsten liegt diese Brachfläche in der zweiten Reihe hinter anderen größeren Gewerbeobjekten an der Bornstraße. Städtebaulich war die Fläche wohl noch am ehesten wahrnehmbar für "Geschäftstätigkeiten", die ehemals entlang der Ravensberger Straße abgewickelt wurden. Ich denke nicht, dass hier eine Wiederbelebung gewünscht ist. :)


    Es könnte aber durchaus auf den Gleisausbau Auswirkungen haben. Wenn zukünftig deutlich mehr Züge und vor allem auch Fernzüge das Instandhaltungswerk ansteuern werden, dürfte der Bau des Überwerfungsbauwerkes im Bereich Gronauer Straße auch wieder Auftrieb erhalten, damit man sich bei der Bereitstellung von Zügen, bzw. der Fahrt zum Werk, nicht mit dem Fern- und Nahverkehr auf der Strecke ins Gehege kommt.


    Städtebaulich wird diese Ecke erst dann wirklich beeinflusst werden, wenn wirklich mal die Nordspange übers Gelände Westfalenhütte entlang der Hildastraße gebaut wird an die das bestehende Instandhaltungswerk ganz im Norden angrenzt. Ob man dann noch eine direkte Zufahrt zum Instandhaltungswerk von der Nordspange aus baut wäre dann die Frage, aber wohl eher nicht, da Siemens dann Grund vom Baumarkt und dem anderen Anlieger benötigen würde. Im Zuge der Nordspange sollen übrigens ja auch noch zwei Möbelmärkte gebaut werden.


    Rein städtebaulich gehört das Instandhaltungswerk übrigens gar nicht zum Bereich Westfalenhütte, denn das Gleis ist ja die Grenze. Da es im Bereich zwischen Bornstraße und Gleisen aber eher um Gewerbeflächen geht, bei der restlichen Nordstadt eher um die Wohnbebauung, außerdem die Nordspange ja ein verbindendes Thema ist, macht die Einsortierung aber nicht viel Unterschied.

    Damit Schlitzwände als Baugrubenumschließung wasserdicht sind, müssen diese bis in eine wasserundurchlässige Bodenschicht führen. In der Regel eine tertiäre Tonschicht. Um diese zu erreichen muss man in der Regel aber recht tief buddeln, locker über 30 m.


    https://www.stadtentwicklung.b…t/umweltatlas/d117_02.htm


    Die Schlitzwände so tief zu setzen macht Sinn, wenn man wie im U-Bahnbau sehr tiefe Baugruben hat, die man vor dem Aushub wieder recht schnell abdeckt, damit der Verkehr darüber fließen kann. Da kann man dann wegen schlechter Platzverhältnisse und wegen der zusätzlichen Stützen innerhalb der Baugrube schlecht eine HDI-Sohle erstellen.


    Bei dieser Hochhausbaugrube geht es aber weniger weit hinunter als wie beim U-Bahnbau und da sie nach oben offen ist und mittendrin keine Stützen im Weg stehen kann man sie auch bestens ausheben und per HDI nach unten gegen Grundwasser abdichten. Die seitlichen Schlitzwände brauchen also nur bis in tragfähige Bodenschichten zu führen und die Baugrube nur zur Seite bis gut über Aushubtiefe abdichten, aber eben nicht komplett gegen Grundwasser, den Rest erledigt dann die HDI-Sohle.


    Die HDI-Sohle bewirkt zwar auch eine Bodenverbesserung und erhöht damit dessen Tragfähigkeit, aber mit einer richtigen Pfahlgründung hat dies nichts zu tun. Bei Bohrpfählen hätten ja nach Aushub der Baugrube deren Köpfe sichtbar sein müssen.

    Hochhaus am Berliner Platz


    Diese Pläne kamen wie fast aus dem Nichts und verschwinden dorthin auch gleich wieder...


    Ein Investor wollte zwischen Bahnhof und dem Metropolishaus, auf dem Gelände auf dem derzeit noch das Gebäude der Post aus den 50er Jahren steht, ein weiteres Hochhaus in ähnlicher Höhe wie das Metropolis bauen. Dies sollte 230 Wohnungen enthalten. Daraus wird allerdings wohl nichts, denn Politik und Verwaltung der Stadt Münster wollen eine weitere so hohe Bebauung mit einem Bebauungsplan verhindern, der eine Höhenbegrenzung auf 27 Meter vorsieht.


    Wie zu erwarten sind auch die Münsteraner in der Frage ob hier eine Hochhausbebauung sinnvoll ist gespalten. Die einen sehen mehr großstädtisches Flair, den anderen ist das Projekt auch zu überdimensioniert. Ich selber finde ein weiteres hohes Gebäude an dieser Stelle städtebaulich durchaus sinnvoll, gerade weil der etwas unentschlossene Bau des Metropolis keine gut Solitärwirkung hat, weil er mit seinen Proportionen und einheitlich hellroten Fassade etwas misslungen ist. Mit dem zweiten hohen Gebäude daneben, zumal dann in einem etwas anderen Farbton, bekäme der Platz hier eine vernünftige Fassung. Eine Überdimensionierung und die Gefahr, dass Münster dadurch gleich auf dem Weg ist, sich in einen solchen Moloch von Großstadt wie beim Film Metropolis zu verwandeln, sehe ich hier nicht.


    Aber provinzielles Denken setzt sich hier wohl durch. Schade um eine vertane Chance.


    Dem Artikel in den Westfälischen Nachrichten, mit Visialisierung und Reaktionen einzelner Bürger, kann ich also nur beipflichten.

    Nicht nachvollziehbar ist, weshalb bis heute nicht die Portaldurchgänge der Passage gestaltet wurden, die angeblich eines der städtebaulichen Highlights des HF sein soll. Die nackten Betonpfeiler sind einfach nur peinlich. Anstatt mit Hochdruck die kunsthistorisch unbedeutenden und ideologisch fragwürdigen Skulpturen des Eosanderportals und der Kuppel zu priorisieren, hätte man zunächst die Portaldurchgänge fertig stellen sollen.


    Jetzt werden Spenden gesammelt um dann wieder die nächste Baustelle und Sperrung bei laufendem Betrieb einzurichten.

    Ich finde diese Priorisierung gut nachvollziehbar. Die Spenden für den Skulpturenschmuck am Eosanderportal waren zweckgebunden, können also nicht einfach umgewidmet werden. Die Fertigung der Skulpturen dürfte außerdem an ganz andere Anbieter gegangen sein, als die Steinarbeiten in den Portaldurchgängen. Das Aufsetzen der Skulpturen selbst hat natürlich vorwiegend symbolischen Wert. Eine Priorisierung der Fertigstellung der Kuppel selbst war aber auch finanziell sinnvoll. Bei der Kuppel sind ja viel mehr Sicherungsgerüste erforderlich. Diese länger stehen zu lassen oder ab- und wieder aufzubauen, um die Portaldurchgänge schneller zu bauen, wäre im Endeffekt teurer geworden.


    Weil die Portaldurchgänge noch nicht fertig sind müssen Besucher zwar derzeit noch Umwege nehmen, aber das dürfte verschmerzbar sein. Und bei besserem Wetter wird auch die Fertigstellung der Durchgänge zügig voranschreiten.

    Warum denn keine Rheinquerung der Linie 13 auf Höhe des Gürtels? Der Stadtteil Köln-Poll, das Veranstaltungszentrum Poller Wiesen und das Industriegebiet in der Ecke können sicher auch eine bessere Anbindung an den ÖPNV und das Linksrheinische vertragen.


    Stattdessen soll die Führung über die U-Bahnstation Bonner Wall, eine Querung in Höhe der Südbrücke und der direkte Anschluss des Deutzer hafens wohl die Lösung "Eierlegende Wollmilchsau" werden...


    Damit erschließt man zwar ein paar Ziele mit hoher Kundenfrequenz, sorgt aber gleichzeitig für eine enorme Kostensteigerung. Denn der Bau eines Kreuzungsbahnhofes Bonner Wall, ein Rheintunnel in Höhe der Südbrücke, die Untertunnelung des Deutzer Hafens und insgesamt der Bau näher an der Innenstadt werden sehr teuer werden und auf heftigen Widerstand stoßen. Das sorgt dann am Ende nur dafür, dass der Bau in die fernste Zukunft geschoben wird.


    Genügend Umsteigemöglichkeiten wird es auch geben, wenn die Verlängerung der Linie 13 sich mehr einer echten Ringform annähert. Der Bau dürfte damit auch günstiger und realistischer werden. Zudem ist doch eine S-Bahnlinie S16 mit Haltestelle Bonner Wall und Rheinquerung über die Südbrücke und Haltestelle Deutzer Hafen geplant. Hier würde die Stadtbahnlinie 13 dann ja direkt daneben verlaufen, wenn man die Variante 2-A als Ausbauvariante wählen würde, welch Unsinn.

    So völlig unbespielt wirkt der Platz natürlich kahl und trostlos, aber diese völlige Leere wird die meiste Zeit des Jahres ja nicht herrschen. Zwischen Mitte November und Ende Dezember wird da zukünftig wohl wieder ein Weihnachtsmarkt aufgebaut, so dass Gottfried Kellers Gedicht wieder zu Ehren kommt.


    Garantiert wird man auch noch den ein oder anderen Pflanzkübel hinstellen, um Fußgänger zu kanalisieren und wild parkende Fahrzeuge zu verdrängen. Und sicher werden auch noch die ein oder andere Marktveranstaltung und diverse Pop-up-Cafes da ihren Platz finden. Das wird den Platz schon etwas bunter machen und beleben. Sicher wären ein paar Rabatten an den Rändern auch schön gewesen, die müssen aber auch gepflegt werden. Größere Rasenflächen hätten hier wohl eh keine Chance, bzw. würden sich schnell je nach Jahreszeit wahlweise in Schlamm- oder Staubwüsten verwandeln. Der Platz rund ums Humboldt Forum soll ja nicht nur adrett ausschauen, sondern eben auch intensiv durch die Öffentlichkeit genutzt werden.

    Genauso wird es sich mit dem Berlin Museum verhalten. Einige Rosinen werden im HF zur schaugestellt, damit aber die Sammlung im Märkischen Museum geschwächt, das sich auch noch gerade in Neuordnung und baulicher Veränderung befindet.

    Die ganze Museumslandschaft und Bibliotheken von Stadt und Land Berlin befindet sich ja im Umbruch. Wenn die das mal soweit hinter sich haben, zieht das Berlin Museum aus dem Humboldt Forum wahrscheinlich auch wieder aus, dann gibt es dort auch noch etwas mehr Platz für die außereuropäischen Sammlungen. Dann ist der Bund wahrscheinlich auch bereit den Berliner Anteil am Forum abzukaufen, er hat bis dahin (irgendwann in 15 Jahren...) ja auch seine Museumslandschaft in Berlin weiter geordnet und ergänzt.

    Es war sicher ungünstig, dass man fürs Stadtschloss fast schon verzweifelt nach Inhalt hinter den Fassaden gesucht hat. Da hat man dann Kompromisse machen müssen. Eine Nutzung als Gemäldegalerie hätte ich persönlich auch besser gefunden, aber der Widerstand wäre dann so groß geworden, dass der Bau nun immer noch nicht stehen würde.


    Von daher finde ich es auch nicht tragisch, wenn man im Berlin Museum nun die Highlights ausstellt, die sich am ehesten mit der Berliner Stadtgeschichte beschäftigen. Das Märkische Museum ist ja ein ziemliches Sammelsurium, da schließt sich die Sammlung mittlealterlicher, märkischer Skulpturen eher ans Bodemuseum an und andere Teile wären genausogut im Technikmuseum untergebracht. Auch die Spielzeugsammlung hat höchstens sehr indirekt mit Berliner Stadtgeschichte zu tun.

    Das Märkische Museum ist eben doch eher Landesmuseum als Stadtmuseum. Wenn nach dem Umzug der vorwiegend stadtgeschichtlichen Objekte ins Humbolt Forum, die anderen Sammlungen mehr Platz erhalten, wird dies nicht wirklich schaden. Es ist doch sowieso so, dass für Touristen das Märkische Museum eher auf den hinteren Plätzen der anzusteuernden kulturellen Institutionen steht. Aber bei denjenigen, die öfter in Berlin sind und die sich auch jedesmal Kultur vornehmen, wird es mit oder ohne die berlinspezifischen Highlights auf der "To visit"-Liste landen. Auch die restlichen Sammlungen und das Gebäude selbst ist ja sehenswert. Von daher halte ich es für unsinnig sich groß darüber aufzuregen, dass die Stadt Berlin ihre eigenen Sammlungen nun neu aufteilt, das sind sie nämlich in anderer Form auch.


    ...


    Ich freue mich jedenfalls, dass der Bau des Humboldtforums nun fast fertiggestellt ist. Bei der virtuellen Tour durchs Innere hätte ich mir allerdings gerne eine Rundtour auch durch die Ausstellungsebene gewünscht, selbst wenn dort noch nicht alles eingerichtet ist. Die paar eingestreuten Schnippsel vom Stream zur Eröffnung dazu musste man ja suchen. Ich finds halt unerträglich mir den ganzen Stream zur Eröffnung mit der ganzen Überfrachtung zur Geschichte des Ortes und Fragen der Kolonialherrschaft anzuschauen, wenn ich die Diskussion um den Bau und den Bau selbst ja ständig mitverfolgt habe. Ich möchte mir nun einfach gerne nur das Ergebnis anschauen. :)

    Sanierung Dominikanerkirche und nebenanliegender Neubau


    Das Gerüst am ehemals als Gotteshaus genutzten Gebäude ist inzwischen gefallen und alles erstrahlt wieder frisch. Der Neubau nebenan ist auch bald fertig. Hier zieht eine radiologische Praxis ein und im Erdgeschoss wird eine Filiale der US-amerikanischen Imbisskette "Five Guys" eröffnen.

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    (Die derzeitige Maskenpflicht hat einen gewissen Vorteil, man braucht die Gesichter der Passanten nicht mehr unkenntlich zu machen :)

    Neubau Bahnhof Ostseite


    Inzwischen ist beim Nordtunnel der Ausgang zum Bremer Platz wieder geöffnet. Hier ist mir aufgefallen, dass der Neubau doch einiges an Abstand zu den bestehenden Gleisanlagen hält, das war mir zuvor gar nicht so bewusst und ich habe da bei den Grundrissplänen auch nicht weiter darauf geachtet. Allerdings bekommt der Münsteraner Hauptbahnhof auch noch einen weiteren Bahnsteig, da das Gleis 21 im Zuge der Reaktivierung der Bahnstrecke der WLE bis Sendenhorst hierfür genutzt werden wird, so wird der Abstand später sicher weniger wahrnehmbar sein. Fotografieren ließ sich dies gegen die Sonne allerdings nicht. So also nur ein Übersichtsfoto vom entstehenden Gebäude aus der Richtung Bremer Platz: 20201124_120929evkuo.jpg