Beiträge von LevHAM

    Das ist irgendwie komplett Konträr zu dem, was im gestern Abend verlinkten Abendblatt Artikel von Hanse82 steht. Becken und Kühne scheinen komplett andere Anschauungen zu haben was die Lage betrifft. Der Elbtower ist leider längst zum Politikum geworden, was dem Projekt nicht dienlich ist. Mit dem Henne-Ei-Problem hat Kühne aber Recht, ich schrieb es ja Sonntag oder gestern schon. Ohne baldigen Weiterbau oder zumindest Anzeichen dafür ist ein nennenswerter neuer Mieter kaum denkbar.

    Die Stadt als Verkäufer des Baugrundes ist doch nicht verpflichtet eine Wirtschaftlichkeitsberechnung stellvertretend für den Investor durchzuführen und ...

    Grundsätzlich hast du Recht, in dem Fall finde ich aber schon, dass man der Stadt vorwerfen kann, Benko ausgewählt zu haben, da es ja deutliche Warnungen gab und ihm sein Ruf vorauseilte. Und an anderen Investoren hat es auch nicht gemangelt, waren es nicht mindestens zwei, die teilweise sogar mehr geboten haben?

    Ich muss dazu aber auch gestehen dass ich, als Fan des Projekts, auch nichts davon wissen wollte und einfach nur gehofft hatte, dass er den Bau noch gestemmt bekommt. Aber ich trage ja auch keine Verantwortung in der Stadt Hamburg.


    Ich glaube das ist es worauf möglichen Investoren warten (auch Kühne): dass der Verkauf scheitert, das Ding für ein Appel und ein Ei an die Stadt geht. Die Stadt wird nicht bauen wollen, aber auch nicht abreißen, daher wird die Stadt sich auf Investorensuche begeben.

    Und jetzt hat die Stunde geschlagen für die, die wirklich wollen. Ist doch logisch dass man nun einen viel, viel besseren Deal machen kann, da die Stadt den Verkauf viel nötiger hat und Aufgrund des geschenkten Rohbaus noch viel größeren Spielraum beim Preis hat.


    Waren es 350-400 Millionen die da schon verbaut sind? Wenn das Ding für einen Spottpreis an einen neuen Investor geht sieht die gesamte Kalkulation wahrscheinlich wieder ganz anders aus und das Projekt lohnt sich deutlich mehr.

    Was aber Mietquote etc angeht glaube ich dass wir hier ein Henne-Ei Problem bekommen, bzw schon haben.

    Wer wird denn jetzt groß Flächen anmieten wollen? Wo nicht ansatzweise bekannt ist wann es denn wohl fertig wird, und ob überhaupt.

    Bevor sich hier was bewegt muss der Bau weitergehen. Wenn jetzt aber eine bestimmte Mietquote vorausgesetzt wird sehe ich schwarz, außer es ist halt die Stadt.

    Wer weiß was hinter diesen Aussagen von Kühne steckt, der ja mit seinem eigenen Geld mit drin hängt in dem Schlamassel. Vielleicht möchte er so die Stadt ein wenig "unter Druck setzen", indem er nichmal ins Bewusstsein ruft, dass dort eine Ruine, ein Schandfleck, stehen bleibt, wenn man mit dem Naturkundemuseum nicht ausreichend große Flächen anmietet.


    Ich glaube auch, dass schlaue Interessenten und Investoren jetzt die Füße still halten. Denn der Insolvenzverwalter will natürlich so viel Geld wie möglich da rausschlagen. Die besten Deals kommen glaube ich erst zustande, wenn das ganze gescheitert ist, bzw wenn die Stadt vielleicht gar das Wiederkaufsrecht gelten machen musste und den Rohbau umsonst bekommen hat. In diesem Fall eröffnet sich für einen Verkauf ja ein viel, viel größerer Spielraum nach unten. Sofern die Stadt nicht selbst bauen will, aber das glaube ich kaum.


    Einen Abriss sehe ich als die nach wie vor mit Abstand blödeste Idee, in jeglicher Hinsicht.


    Schlussendlich war es doch die Stadt selbst, die mit ihrem Masterplan bzw Bebauungsplan für die HafenCity ein Gebäude diesen Formats dort haben wollte. Ich finde es in der Hinsicht ehrlich gesagt etwas fehl am Platze, sich derart und konsequent aus der Verantwortung zu ziehen für das, was da abgeht, besonders im Hinblick darauf, dass die Stadt das Projekt an Benko vergeben hat.

    Stellt sich dies so als wahr heraus wäre das nochmal ein echter Skandal in sich. Wahnsinn.


    Also bis Ende April muss es nun eine Einigung geben mit Becken, und was passiert sonst, geht der Elbtower dann unter den Hammer, oder greift dann dieses Kaufrecht der Stadt?


    Vielleicht ist das der Plan. Man möchte die Vergabe extra scheitern lassen um selbst zu bauen. Das muss aber natürlich "unfreiwillig" passieren, sonst Shitstorm.

    Langsam Frage ich mich, was hinter der Entscheidung für Becken steckt. Auch ich finde die Lösung am sympathischsten, keine Frage. Aber wie es in der Presse klang, hat man ja ab einem gewissen Punkt nur noch exklusiv mit Becken verhandelt, die anderen waren also raus, und sind offensichtlich nicht aus Gründen X und Y eigenständig raus, oder ist dies der Fall?

    Da es sich hier um zwei große Konzerne handelt(e) bin ich geneigt zu glauben, dass es hier keine Probleme bereitet hätte, die Kohle bereitzustellen.

    Ob die Entscheidung wohl aufgrund von "political correctness" gefällt wurde, oder um die möglichst höchste Akzeptanz der Bevölkerung zu erzielen? "Hamburger Investor übernimmt den Elbtower" liest sich ja angenehmer als "türkischer Baukonzern übernimmt den Elbtower". Das wäre ja wieder gefundenes Fressen für Wutbürger-Dieter.

    Das ist nicht spekulativ sondern Fakt. Und jeder, der nur halbwegs Ahnung hat von dem Thema wird zustimmen. Das macht für mich nicht den geringsten Sinn die Höhe beizubehalten, außerdem wurde das hier schon x mal durchgekaut und man kam jedes mal auch zu dem Schluss, dass es ein Urheberrecht des Architekten gibt und dieser auch schon abgewunken hat. Das läuft nicht.

    Richtig, Berliner Tor braucht meiner Meinung nach sogar ein Gebäude von mind 120-130m, damit würde das ganze im Gesamteindruck deutlich besser und aufgelockerter aussehen m.M.n.

    Wo es auch je mindestens ein 100m Hochhaus vertragen könnte sind einmal die City Nord und einmal der Hafen Harburg.

    Vielleicht nicht alle in der Größenordnung, aber ich stelle mir jetzt schon die Frage, was mit dem Baufeld 120 passiert, wo ja auch eine Hochbaute geplant war die die 100m Marke auf jeden Fall brechen sollte..

    Na da kommt dann 70m Hochhausstummel Nr 89 in Hamburg hin. Ich hoffe sehr, dass auf dem Baufeld erstmal gar nichts passiert. Sollte es da plötzlich losgehen sehe ich kein 120m Hochhaus, solange beim Elbtower keine klare Verhältnisse herrschen. Und wenn da erstmal etwas gebaut wird ist das Grundstück weg.

    Wenn jetzt eine Lücke von 200-300 Mio auftaucht, spricht vieles dafür, dass er bisher der einzige EK-Investor war.

    Würde es nicht Sinn ergeben auf jeden Fall erstmal weiter zu bauen mit dem vorhandenen Kapital? Denn je näher der Bau einer Fertigstellung entgegen kommt, umso wahrscheinlicher kommen weitere Investoren, die auf den Zug aufspringen möchten und vor allem auch Mieter, weil man immer besser mit der Fläche rechnen kann, je näher es der Fertigstellung kommt. Ein Gebäude wo der Bau ruht ist nicht gerade attraktiv.

    HALB TOWER das kann ja gut sein dass Sie eine solche Lösung als sinnvoll erachten, sie ist es aber nicht. Und wie schon mehrfach beschrieben ist es weder Sinnvoll noch möglich.


    Hanse82 das stimmt, in trockenen Tüchern ist noch nichts. Allerdings, wie tobert schon schreibt, ist die Aufgabe des Insolvenzverwalters, aus dem Projektverkauf so viel Geld wie nur möglich rauszuschlagen, von einem Käufer, wo die Kohle am Ende auch rüberwächst (also quasi nicht so einer wie Benko 🙄😅). Bedeutet, dass das Angebot und der Background des Konsortiums um Dieter Becken so seriös und stichhaltig sein muss, dass man es sich leisten kann mit den anderen beiden die Verhandlungen Ad Acta zu legen.


    Die Wahrscheinlichkeit, dass das jetzt nichts mehr wird, sehe ich persönlich als sehr gering an. Ich hatte ja schonmal geschrieben dass ich diese Lösung mit Dieter Becken sehr sympathisch finde, daher freue ich mich, dass es zu klappen scheint, und unser Elbtower ein echter Hamburger bleibt, bzw genauer gesagt wird.


    Was sagen denn die Experten, angenommen noch vor Weihnachten kommt es zu einer Unterzeichnung, wie schnell könnte weitergebaut werden, sofern Lupp weiter baut? Die müssen ja auch erstmal so viele Bauarbeiter ranschaffen. Die Leute werden sie ja nicht auf Standby haben, die sind doch sicherlich auf anderen Baustellen eingesetzt. Und die ganzen Geräte und Maschinerien müssen wieder rangschafft werden, Kräne müssen wieder aufgebaut werden. Woher nimmt man die, sind so kurzfristig wohl Kräne verfügbar? Ist ein Baustart/Weiterbau im Frühjahr oder Frühsommer realistisch?

    Und wie verhält sich das wenn die mit einer anderen Baufirma weiter machen wollen?

    Eine Verlängerung bis Bergedorf würde schon Sinn ergeben weil, wie schon geschrieben, unterwegs auch Boberg liegt (heute deutlich mehr besiedelt als noch vor 20 Jahren zB) und Lohbrügge, ein Stadtteil mit hoher Einwohnerdichte. Aber neben dem Bau der U5 und U4 m.M.n. völlig utopisch in den nächsten 20-30 Jahren. Ich vermute auch das ist schon Wahlkampf.

    Mopo Artikel


    Leider hinter Paywall. Der Bau der A26, jenseits der A7, also die Hafenauerspange, verzögert sich um zwei Jahre und wird teurer. Hoffentlich wird wenigstens das Stück zur A7 pünktlich in einem Jahr fertig, oder bin ich hier nicht auf dem aktuellen Stand?

    Ich Frage mich, wie lange Lufthansa da noch zuschauen möchte, oder haben die Hamburg bereits aufgegeben? Ich meine, das ist deren Heimatmarkt. Schon jetzt transportieren Emirates, THY und Qatar mehr als die Hälfte aller Passagiere auf dem ganzen Markt nach Asien, Ozeanien, Ostafrika. Der Teil, dem LH bleibt wird mit Etihad nochmal kleiner. Natürlich wird weiteres Aufkommen generiert und ein Teil geht auch Zulasten von Emirates und Co, aber ich denke der proportional größte Anteil kommt von Lufthansa und Konsorten.


    Wie lange man das noch hinnehmen will? Und es gibt ja heutzutage Mittel die kein eigenes Engagement verlangen. Zb ein Engagement von Singapore Airlines hätte zur Folge, dass Lufthansa dank des Joint Venture direkt mit im Markt wäre. Ein SIA Flug würde Emirates und Co empfindlich treffen.



    Bitte nicht jeweils den kompletten Vorbeitrag "zitieren". Der Bezug versteht sich von selbst.

    Wettbewerb ist immer gut für den Kunden, und besonders bei der enormen Größe des Marktes von Hamburg Richtung Asien/Ozeanien ist die Kapazität, die Etihad bereitstellen würde, nicht gerade groß.


    Aber sonst gebe ich dir voll Recht, Richtung Nordamerika und Fernost wäre mal wichtig.

    Nun wurde von Etihad offiziell verkündet was die Ziele sind und Hamburg ist nicht dabei. Wie kann sowas passieren? Entweder die sollten, wenn man schon United kopiert und solche Videos macht, nicht den Praktikanten ran lassen, oder sie haben zu spät bemerkt dass man doch keine Streckenrechte hat? Oder es kommt später ein Announcement? War damals bei Continental, wenn ich mich richtig erinnere, genau so.


    Edit:


    Einer auf airliners.net hat geschrieben, dass auf der ITB eine follow-up Expansion, vor allem mit den neuen A321LR, verkündet werden soll. Auf airliners.de schreibt einer dass es ebenfalls eine zweistellige Anzahl neuer Routen sein soll. Aber warum baut man Hamburg dann in ein Video ein, welches ganz klar Hinweise auf die zehn neuen Destinationen, die heute verkündet werden, hinweisen soll? Man weiß es nicht ...


    https://www.abendblatt.de/hamb…ke-flughafen-hamburg.html


    War wohl nix, zumindest vorerst?

    Da die Hinweise sich ja derart verdichtet haben, dass morgen eine für Hamburg große Ankündigung kommt, würde ich bereits den Etihad Airways Thread starten :) .


    Kleine Zusammenfassung für alle, die nicht auf den aktuellsten Stand sind:


    Bereits vor zwei Monaten machte Etihad Publik im November insgesamt zehn neue Routen für 2025 bekannt geben zu wollen, darunter eine wiederkehrende und neun komplett neue.


    Nun wurde vor ein paar Tagen durch Etihad ein "Spoiler-Video" mit verstecken Hinweisen geposted, die auf die Ziele hindeuten. Ganz so, wie United das schon seit ein paar Jahren macht.

    In Sekunde 17-18 des Videos sieht man eine Frau, die in einem Spa liegt, neben ihr auf einen Tisch ein Kärtchen wo "Wohlfühlen" drauf steht, darunter ein Bild von der Elbphilharmonie. Morgen, am 25.11., soll die Auflösung kommen.



    Das deutsche Wort Wohlfühlen deutet eindeutig auf eine deutsche Destination hin, und die Elbphilharmonie ... Tja, was soll man dazu noch sagen.


    Passend dazu hat Etihad Airways angeblich für nächstes Jahr Slots in Hamburg beantragt und auch bekommen:


    EY131/132 an HAM 08.05, ab HAM 10.25, täglich mit Boeing 787-9,

    mit Start zum Sommerflugplan am 30.03.2025


    Morgen sind wir schlauer!


    Spannend hier die "rechtliche" Lage, hieß es doch immer dass die Special Permission über die drei im Verkehrsabkommen zwischen UAE und Deutschland genehmigten Landeplätze FRA, MUC, DUS hinaus auch Hamburg anfliegen zu dürfen nur für Emirates gilt. Dem scheint nicht so zu sein, diese Sonderregelung scheint sowohl für Emirates als auch Etihad zu gelten, da beide "Flag Carrier" sind, Etihad hat bisher nur keinen Gebrauch davon gemacht.


    Was mich etwas stutzig macht ist dass es eine tägliche 787 sein soll. Angesichts der Tatsache, dass Etihad zB sogar Copenhagen nur viermal die Woche anfliegt (mit 787) erscheint mir das wenig realistisch. Tatsächlich ist es aber so dass eine Airline, wenn sie Slots für zB einen täglichen Flug bekommen hat, nicht alle Frequenzen direkt nutzen muss.

    Daher gehe ich persönlich davon aus dass wir zunächst 3-4 wöchentliche Flüge mit der 787 sehen werden. Wenn dann erstmal ein paar A321LR ausgeliefert sind, wovon ab Herbst 2025 insgesamt mindestens 30 zu Etihad kommen, kann ich mir einen Wechsel auf diesen Flugzeugtyp und damit tägliche Flüge vorstellen. Genau so ist das auch ab Ende 2025 in Copenhagen und Düsseldorf geplant. Nachteil an dieser Konstellation ist nur, dass die A321LR kaum Fracht mitnehmen kann, was in Hamburg schon ein Faktor ist.

    Aufgrund der hohen Steuern in Deutschland (Luftverkehrsabgabe) in Verbindung mit einer wohl deutlichen Erhöhung der Gebühren am Hamburger Flughafen streicht gerade eine Airline nach der anderen den Flugplan bei uns zusammen.


    Ryanair:


    Das Angebot wird um 60% reduziert, folgende Strecken werden eingestellt:


    Hamburg - Valencia (endet Ende Oktober 2024)

    Hamburg - Bergamo, Edinburgh, Málaga, Porto (enden Ende März 2025)


    Bleiben Dublin, London, Danzig, Alicante, Zadar und Palma, jedoch größtenteils auch mit Reduzierung.


    Dresden, Dortmund und Leipzig werden komplett eingestellt. Berlin um 20% reduziert.


    Eurowings:


    streicht insgesamt sieben Routen ab Hamburg, darunter Hamburg - Köln/Bonn.


    easyJet:


    Reduziert Basel leicht, die Flüge nach London deutlich.


    Das war sicher noch nicht alles. Interessant was der CEO von Eurowings dazu sagt:


    Diese Entwicklung wäre vermeidbar gewesen. Aber die Pläne des Flughafens für eine völlig unverhältnismäßige Erhöhung der Entgelte lassen uns keine Wahl. Es ist sehr bedauerlich, dass hier keine tragfähigen Lösungen angeboten worden sind.

    https://newscloud.eurowings.co…025-am-flughafen-hamburg/


    Mal gucken was noch folgt.