Hallo Joseph, schön mal wieder etwas von Dir zu lesen. Historische Fotos von Chemnitz gibt es zuhauf auf Facebook unter Unser Chemnitz und Karl-Marx-Stadt zu sehen. Die solltest Du kontaktieren und um Unterstützung bitten, was bei Facebook-Abstinenz auch unter der Mailadresse unserchemnitz@gmx.de möglich zu sein scheint. Ich hoffe, dass die mit der Zusendung eines Fotos einen Suchaufruf auf ihrer Facebook-Präsenz starten würden, der bei 28804 Followern größere Erfolgschancen verspräche als hier im Forum.
Beiträge von lguenth1
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Hat Kengo Kuma denn irgendwo anklingen lassen, dass er auch die Kosten für die Brücke übernehmen würde? Die bekannte Idee eines Brückenbaus war ja nur bei mir aufgrund der an der Stelle fehlenden Sinnhaftigkeit auf Ablehnung gestoßen, einziger Grund für die bisher fehlende Umsetzung dürften aber die Kosten gewesen sein. Und daran würde sich durch einen interessierten Architekten nichts ändern, solange der nicht (etwas) Geld mitbringt.
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Könnt Ihr Euch noch daran erinnern, dass das ursprüngliche Konzept bei der Umgestaltung des Schornsteins vorsah, eine eine LED-Kette spiralförmig um den Schornstein zu legen, und dass das technisch nicht umsetzbar war? Wenn man schon an ein paar Lampen gescheitert ist, wird die eins einen Teufel tun, jetzt unzählige Millionen Euro für einen Skywalk mit Aufzug auszugeben, mal ganz abgesehen von den sicherheitstechnischen Probleme wie bspw. den Fluchtwegen (dürfen nicht nach wie vor nur ein Handvoll Besucher in den Roten Turm?). Vor allem müsste dann auch permanent die Standsicherheit der Esse investiert werden, was regelmäßige große Investitionssummen erfordern würde. Man muss das einfach mal realisitisch betrachten, und dann ist diese Idee zum Scheitern verurteilt. Klar, träumen kann man, aber ich bin nach wie vor für einen Abriss, auch nach dem Aufbringen von ein paar Klecksen Farbe auf diesem Relikt der DDR-Umweltsünden.
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Es gibt keine Mehrheit für die Verlängerung und somit auch keinerlei Baubeschluss dafür. Aktuell hat das nur den Status einer losen Idee ohne jede Aussicht auf Umsetzung.
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Die Stadt Chemnitz kauft die Bundesrepublik für 251.550 Euro aus der Brach- und Parkplatzfläche an der Augustusburger Straße (Google Maps) heraus, über die eine Verlängerung der Dresdner Straße als "Innerer Stadtring" verlaufen könnte (Beschlussvorlage, Freie Presse mit Bezahlschranke). Dass ich diese Verlängerung für völlig überflüssig halte, habe ich wiederholt geschrieben, aber falls man sich davon irgendwann mal endgültig verabschieden könnte, eröffnet das jetzt ungeteilte Eigentum an der Fläche perspektivisch die vielversprechende Möglichkeit sinnvollerer Nutzungen. Ich könnte mir an der Stelle eine Bebauung sehr gut vorstellen, wobei man für die Fläche sicherlich mehr als die 503.100 Euro erlösen dürfte, mit der das Grundstück jetzt bilanziert sein muss. Aktuell wird über einen Wohnmobilabstellplatz diskutiert, was auf jeden Fall eine hoffentlich nur vorübergehende Mindernutzung darstellen würde.
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Bezugnehmend auf die Diskussion neulich zu den Baukosten liefert die aktuelle Information zu Vergaben über 50.000 Euro für das 3. Quartal 2023 interessante Fakten. Die Zuschläge für Baumaßnahmen wurden fast durchgängig zu Preisen vergeben, die teils deutlich (22,7 %) bis überdeutlich (68,4 %) unter den geschätzten Kosten lagen (abgesehen von Elektroinstallationsarbeiten). Allein in dem Quartal ergibt das eine siebenstellige Einsparung, wofür als Gründe u. a. die Unterauslastung und damit niedrigere Angebotspreise genannt. Für öffentliche Bauherren ist momentan also eine optimale Zeit für Investitionen, wodurch auch das unerwünschte Wegbrechen von Baukapazitäten verhindert werden könnte.
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Nein, der Zöllnerplatz liegt nicht mehr in einem Sanierungsgebiet. Das Sanierungsgebiet Brühl-Nordviertel, das auch den Zöllnerplatz umfasste, wurde 2016 aufgehoben. Grund laut chemnitz.de (Interpunktionsfehler vom Original übernommen): "Das Sanierungsgebiet „Brühl-Nord“ erfuhr viele Aufwertungen und die wesentlichen Sanierungsziele sind erreicht." Den Eindruck hat man aber weder auf dem Zöllnerplatz noch auf der Müllerstraße.
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Weikert hat gestern aber auch gesagt, dass aus Gründen "der Nachhaltigkeit keine neuen Stadien, keine neuen Stätten" gebaut werden "können". Das schließt alle Diskussionen über Hamburg und das Ruhrgebiet von vornherein aus, weil die Leichtathletik die absolute Kernsportart der Olympischen Spiele ist, und die nun mal nur in den beiden vorhandenen Olympiastadien in Leipzig oder München stattfinden kann. In der Absolutheit ist das aber eine unfassbar dumme Aussage: Es gab schon Medienberichte über die überschaubaren, aber vorhandenen Lücken in den Berliner Sportstätten, und in München sieht das nicht anders aus. Sich zu dem sehr frühen Zeitpunkt, zu dem es noch gar kein detailliertes Sportstättenkonzept geben kann, so weit aus dem Fenster zu lehnen, ist der kürzeste Weg dazu, sich später berechtigterweise als Lügner bezeichnen lassen zu müssen.
Für Leipzig dürfte diese Absolutheit das aber neue Optionen bieten, sich (eventuell auch durch temporäre Nutzung des Messhallen) für alle Sportarten ins Spiel zu bringen, die in Berlin oder München nicht abgedeckt werden können. Dummerweise weiß durch das aktuelle Larifari niemand, welche das am Ende sein werden, womit eine wesentliche Schwäche der aktuellen DOSB-Herangehensweise offensichtlich wird. Mit Beliebigkeit wird man niemanden überzeugen, sondern nur mit Fakten über ein tatsächlich rundes und nachhaltiges Konzept, meinetwegen auch für zwei potentielle Kandidaten.
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Ich habe immer noch nicht verstanden, wie man aus einer (angeblich) privaten Finanzierung in den USA irgendeinen Rückschluss auf die Pläne in Deutschland ziehen kann. Es wird auch keine Olympischen Spiele geben, die über das ganze Land verstreut sind, das scheint mir ein Missverständnis zu sein. Dem würde das IOC sowieso sofort einen Riegel vorschieben, weil es dem genialen Konzept der Olympischen Spiele der Neuzeit widersprechen würde, dass sich die Jugend der Welt an einem Ort zum sportlichen Vergleich trifft. Und dann sind wir wieder ganz schnell bei Berlin als Ausrichter, wo es ganz ohne Neubauten nicht gehen wird. Vor allem eine Olympische Schwimmhalle dürfte dort unvermeidlich sein.
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^Von 100 % privater Finanzierung war nie die Rede. Wie kommst Du denn darauf? Es geht bei Sportstätten um öffentliche Einrichtungen, die selbstverständlich vom Statt finanziert werden müssen. Aber jede der anstehenden Investitionen wäre sowieso mindestens wünschenswert, meist aber dringend erforderlich gewesen. Und von jeder aufgemöbelten oder neuen Sportstätte profitiert die deutsche Gesellschaft noch viele Jahrzehnte - siehe das neue Leipziger Stadion, dass auch größtenteils von Bund und Stadt bezahlt wurde. Wer würde den Bau trotz der damals gigantischen Kosten heute noch rückgängig machen wollen? Und so ist es eigentlich bei jeder Investition: Vorher viel Geschrei, nach der Fertigstellung sind alle zufrieden.
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Zwei großartige Nachrichten für den deutschen Leistungssport, und letztlich aufgrund der Vorbildwirkung auch für den Breiten-, Kinder- und Jugendsport. Eine Berliner Olympiabewerbung wäre für den deutschen Sport eine absolute Initialzündung und ein Paradebeispiel für eine nachhaltige Großveranstaltung, weil der absolute Großteil der nötigen Sportstätten vom Olympiastadion bis hin zur Wildwasseranlage bereits zur Verfügung stehen und auch danach weiter genutzt werden würde. Das Olympische Dorf würde anschließend ebenfalls glückliche Mieter finden. Ich gehe zwar hundertprozentig davon aus, dass in Deutschland selbst so eine idealtypische Bewerbung massiv bekämpft und sabotiert werden würde, aber das Bekenntnis dazu freut mich sehr. Die Trainerausbildung ist zwar weniger öffentlichkeitswirksam, ist aber von der Bedeutung kaum weniger wichtig.
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In der denkmalgeschützten früheren Strumpf- und Handschuhfabrik Heidenheim, Oppenheim und Co. an der Bruno-Salzer-Straße 2 soll ein Dokumentationszentrum zum Terrornetzwerk "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) eingerichtet werden. Dafür stehen jetzt eine Drei-Millionen-Förderung fürs kommende Jahr sowie ein Zuschuss von fünf weiteren Millionen für den Folgezeitraum zur Verfügung (Freie Presse). Es wird aber nur von einer Interimslösung gesprochen, so dass unklar ist, ob eine dauerhafte Nutzung für diesen Zweck geplant ist. Wofür genau die Summe genutzt werden soll, konnte ich auch noch nicht herausfinden, somit bleibt der Sanierungsumfang der ziemlich großen Fabrik vorerst rätselhaft. Acht Millionen könnten möglicherweise für eine Komplettsanierung reichen, aber wie sieht es mit Betriebs- und Personalkosten aus?
Fotos: (dwt).
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Straßenbaumaßnahmen sind schon in Ordnung - allerdings ist es gerade bei diesem konkreten Beispiel keine sinnvolle Investition in die nächsten 10 Jahre sondern lediglich die Sanierung einer unnötigen Straße der Stadt. Die Straße spielt im Verkehrsgefüge der Stadt nur eine sehr geringe Bedeutung. Mehr war da nicht.
Die Einschätzung der Sinnhaftigkeit der Investition würde ich lieber den Experten von Stadt und Versorgern überlassen. Du wirst den Zustand des Leitungsnetzes schon gar nicht beurteilen können. Der Stadtrat scheint auch keinen Zweifel an der Investition gehabt zu haben. Und wie unwichtig die Straße ist, lesen hunderte Anwohner und das ASB-Pflegeheim sicher gern.
Du hast mir eine "unsachliche, lückenhafte und vermutlich rein ideolgisch begründete Argumentation" vorgeworfen - dabei habe ich die Baumaßnahme samt Kosten beschrieben. Du hast dich dann sofort auf die Netze eingeschossen "die in Kombination mit der Erneuerung anderer dringend benötigter Infrastruktur in diesem Straßenabschnitt angegangen werden muss" - so als wäre dies Bestandteil der Kosten. Ist es aber nicht. Wo habe ich dann lückenhaft oder ideologisch argumentiert? Das hätte ich gerne geklärt, weil dieser Vorwurf nicht stimmt.
Unsachlich, weil Du diese Investition als überflüssig darstellst, ohne speziell zum Zustand des Leitungsnetzes Fakten vorlegen zu können. Lückenhaft, weil Du die Kanalarbeiten als wahrscheinlichen Hauptgrund der ganzen Baumaßnahme überhaupt nicht erwähnt hast.
Was die Kosten für den Straßenbau angeht: Was soll dann an der Kostenschätzung der Stadt für die Parkstraße falsch sein bitte? Das ist Blödsinn - und du bist derjenige der hier permanent ideologisch pro Straße und pro Parkplätzen argumentiert.
Ich habe nichts davon geschrieben, dass die Kostenschätzung falsch wäre. Fakt ist aber, dass die Stadt erst nach dem Stadtratsbeschluss verbindliche Angebote einholt. Kaufmännisch muss man dann so herangehen, dass man mögliche Risiken einplant und eher einen höheren Preis mit einem gewissen Sicherheitspuffer annimmt. Zwangsläufig wird man die Kosten auch mal unterschätzen, aber die Mehrzahl der Vergaben im Jahr 2023 über 50.000 Euro im Baubereich waren zu teuer geschätzt worden (was gut ist):
Außerdem schreibst du richtig, dass die ganzen Netze hier erneuert werden müssen - wie kommst du auf die Idee, dass die Baustelle "nur ein paar Tage" dauern soll?
Da Du die Kanalarbeiten verschwiegen hattest und somit die Maßnahme als eine reine Fahrbahnerneuerung erschien, habe ich verglichen, was der Unterschied zwischen dieser verzerrten Darstellung und der Realität ist. Eine reine Fahrbahnerneuerung der kurzen Strecke wäre zweifellos in ein paar Tagen möglich gewesen.
Die Spekulation ist falsch. Die Netzbetreiber sowie der AZV sind für die Erneuerung ihrer Leitungen selbst vollumfänglich verantwortlich - inklusive Erdarbeiten (in der Bauausschreibung steht dies auch geschrieben). Schließlich verdienen die auch Geld damit. Das preisen die in ihren Bilanzen schon mit ein, keine Angst. Die Stadt Chemnitz hält mit 117 Kommunen in der Umgebung einen Anteil an der Eins Energie (INetze) von 51%. Die restlichen Beteiligungen hält die enviaM AG und die Thüga AG. Warum sollte die Stadt dann die Kosten übernehmen, wenn sie nur teilweise die Anteile hält, die Envia aber am Gewinn beteiligt ist? Das ist ja quatsch. Und wenn die Stadt Kosten übernehmen würde, müssten diese Kosten in der oben angeführten Tabelle aufgeführt sein. Die Kosten in anderen Positionen zu verstecken geht nicht. Nach Abschluss der Arbeiten muss die Stadt sämtliche Originalrechnungen bei der SAB (Sächsische Aufbaubank) einreichen, diese prüfen die Rechnungen und Kosten und erst dann erfolg die Förderung der Maßnahme durch die SAB. Wenn in diesen Rechnungen Kosten der Netzbetreiber versteckt werden - so wie du es implizierst - verspielt die Kommune ihre gesamte Förderung. So dumm ist keine Stadt. Davon abgesehen wäre das Fördermittelbetrug und damit strafbar.
Eine glasklare Trennung der Verantwortlichkeiten ist unmöglich. Die Fahrbahndecke und der Oberbau müssten sowohl für die reine Fahrbahnerneuerung als auch als Voraussetzung für die Kanalarbeiten entfernt werden. Die Baustelle muss auch aus beiden Gründen abgesichert werden usw. Da die Stadt das übergeordnete Interesse an einer grundlegenden, gemeinsamen Infrastrukturerneuerung sowie den möglicherweise einfacheren Zugang zu Fördermitteln hat , fände ich es völlig legitim und logisch, wenn sie solche nicht trennscharfen Arbeiten übernimmt. Ich glaube nicht daran, dass die Stadt vorrechnet, dass sie die Baustelle nur ein Fünftel der Zeit absperren müsste, wenn keine Kanalarbeiten gemacht werden und den Rest dieser Position den Versorgern aufdrückt, während die dann sagen, dass sie von 50 % ausgehen und die Arbeiten auch gerne in zwei Jahren machen können, so dass die eben sanierte Fahrbahndecke wieder aufgerissen werden muss. Wie genau die Aufteilung und der vertragliche Abgrenzung der Posten aussehen, wirst Du ebenso wenig wissen wie ich.
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Wenn Du so für Investitionen bist, warum greifst Du diese Investition dann so scharf an? Und wo habe ich behauptet, dass die Netzkosten in der Summe enthalten wären? Richtig, nirgendwo. Offensichtlich führt der Mehraufwand aber trotzdem dazu, dass die Kosten der Stadt erheblich höher liegen als bei einer sonst nur erforderlichen Deckensanierung mit Abfräsen und Neuteeren. Anders lassen sich die Einzelkostenpositionen nicht erklären:
2 Baustelleneinrichtung, baubegleitende Leistungen 68.340
3 Verkehrssicherung an Arbeitsstellen 64.705
4 Erdbau, Bodenerkundung, Entsorgung 141.260
5 Oberbau 273.255
7 Landschaftsbau 9.500
8 Ausstattung 1.500
zuzüglich Planung LP 1 – 8, örtl. Bü, Baustoffprüfung 63.799
Die Positionen und Summen legen den Schluss nahe, dass die Stadt hier auch Aufgaben übernimmt, die zumindest in der Höhe aus dem Mehraufwand durch die Leitungsarbeiten resultieren. 65.000 Euro für die Baustellensicherung würden sich bspw. wohl kaum ergeben, wenn man nur in ein paar Tagen die Decke abfräsen und neu teeren würde. Würde man Voraussetzungen wie die Erdarbeiten für die Kanalarbeiten aber den Netzbetreibern aufhalsen wollen, würde das die Bilanzen dieser Träger belasten und Infrastrukturerneuerung wohl grundsätzlich unmöglich machen. Vermutlich wird das individuell vereinbart und in dem Fall so viel wie möglich von der Stadt Chemnitz als Straßenbaulastträger übernommen, da es sich bei den Netzbetreibern eh um kommunale Beteiligungen handelt und man dadurch bestimmt auch höhere Summen gefördert bekommt. Das ist aber Spekulation, eine grundsätzliche oder Einzelfallklärung wäre höchst interessant.
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Was für eine unsachliche, lückenhafte und vermutlich rein ideolgisch begründete Argumentation gegen die Straßenbaumaßnahme in der Parkstraße, die in Kombination mit der Erneuerung anderer dringend benötigter Infrastruktur in diesem Straßenabschnitt angegangen werden muss. Aus der Beschlussvorlage:
- "Der gebundene Oberbau der Parkstraße (4.BA) zwischen Beckerstraße und Katharinenstraße befinden sich in einem schlechten Zustand. Die Straße ist mit Flickstellen, kleinen Schlaglöchern sowie Längs- und Querrissen überzogen. Der Fahrbahnbelag ist uneben. Eine Instandsetzung ist daher dringend erforderlich."
- "Der ESC beabsichtig den schadhaften Kanalbestand einschließlich der Anschlusskanäle zu erneuern bzw. zu sanieren."
- "Zwischen der Beckerstraße und der Herderstraße ist auf einer Länge von ca.150 m die Auswechslung der Leitung DN 300 durch die inetz Sparte Trinkwasser geplant (Neuverlegung in DN 300 Gussrohr). In diesem Abschnitt ist eine zweite Leitung (DN 125, Ringschluss Parkstraße/ Herderstraße) mit zu verlegen. Zwischen der Herderstraße und der Katharinenstraße ist auf einer Länge von ca. 230 m die Auswechslung der Leitung DN 100 GG in DN 125 PE vorgesehen. Die Sparte Strom der inetz benötigt eine Straßenquerung mit Leerrohren mit 6 x DA 160 in Höhe Parkstraße 13b/15 parallel zur vorhandenen Querung. Weiter soll eine Verrohrung mit 4 x DA 125 in Höhe der Trafostation Parkstr. 13 vorgesehen werden."
- Es fließen immense Fördermittel, die Eigenmittel der Stadt betragen nur 155.590 Euro. Verschweigst du das bewusst? Zudem muss man erst abwarten, ob die Angebote wirklich den Kostenannahmen entsprechen, in den letzten Informationsvorlagen zu den Vergaben zeigte sich eine Tendenz, dass die Stadt da übervorsichtig kalkuliert.
Wozu jahrzehntelanger Investitionsstau bei der deutschen Infrastruktur führt, kann man landesweit beobachten, unter anderem bei Autobahnbrücken und dem Schienennetz. Übrigens bringen solche Maßnahmen wie bei der Parkstraße anders als behauptet dank der doppischen Haushaltsführung einen direkten Mehrwert für die Stadt, der in den Folgejahren dann wieder abgeschrieben wird. Wer den Verfall der Infrastruktur fordert, stellt sich aktiv gegen die Chemnitzer Einwohner, ganz zu schweigen von der irr(ig)en Forderung nach Straßenausbaubeiträgen.
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Die 2500 Wohnungen bezogen sich wie von (dwt), geschrieben auf wohnen-in-chemnitz.de, das Onlineangebot der GGG. Da ich mir die Zahlen regelmäßig notiert hatte, kann ich präzisieren, dass der der höchste Wert bei 2231 freie Wohnungen lag, und zwar Anfang 2015. Das liegt nicht zufällig vor der großen Flüchtlingswelle - die Stadtverwaltung wäre sehr dumm, wenn sie die ihr zugewiesenen Asylbewerber nicht vorrangig in ihren eigenen Wohnungen unterbringen und dadurch zusätzliche Mieteinnahmen aus anderen Töpfen generieren würde. Deswegen liefern diese Zahlen auch einen verzerrten Eindruck der Nachfrage.
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Ergänzung: Laut OB Schulze, der in der Freien Presse (Link mit Bezahlschranke) zitiert wird, lebten im Sommer über 33.100 Ausländer in Chemnitz. Das sind immerhin fast 3000 mehr als im vierten Quartal 2022 (siehe oben verlinktem Quartalsbericht). In einem knappen halben Jahr ist das natürlich schon ein sehr starker Anstieg. Fortgeschrieben wären das 6000 Personen pro Jahr, und aktuell stiegen die Zahlen eher weiter an. Wenn Jahr für Jahr 6000, 8000 oder 10000 Ausländer nach Chemnitz ziehen, dürfte es tatsächlich nicht lange dauern, bis das auch auf dem Wohnungsmarkt Probleme verursacht.
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In dem Artikel wird immerhin ein konkreter Aspekt genannt:
Die anhaltende Bürokratie im Rathaus ist für die Union der größte Hemmschuh. "Wir bemühen uns schon seit Jahren, beim Stadtplanungsamt die Erteilung von Baugenehmigungen zu erleichtern"
Es wird wohl niemand hier beurteilen können, wie schnell in Chemnitz Baugenehmigungen ausgestellt werden. Da kann man der CDU nur die Empfehlung geben, anstatt eines abstrakten Vorwurfs einen konkreten Einzelfall mit allen Details in die Öffentlichkeit zu bringen.
Die große Wohnungsnot sehe ich auch nicht. Die Mehrzahl der zuziehenden Asylbewerber und Ukraine-Flüchtlinge wird zuerst in günstige, vom Staat bezahlte Wohnungen ziehen, die es nach wie vor massenweise gibt. Die Daten des Statistischen Quartalsberichts gehen zwar nur bis zum letzten Quartal 2022, aber selbst da sieht man schon einen Rückgang des Wanderungssaldos von zuziehenden Ausländern, was sicherlich am nach der massiven Welle zu Kriegsbeginn gesunkenen Migrationsdruck aus der Ukraine liegt. Die vielen Wortmeldungen aus der Politik lassen zumindest denkbar erscheinen, dass auch der Anstieg der Asylbewerberzahlen zukünftig geringer werden könnte oder gar gestoppt wird.
Die Nachfrage nach hochwertigen Wohnungen kann nicht steigen, weil die deutsche Bevölkerung sinkt und der Sterbeüberschuss steigt. An den Problemen dieses Marktsegments, nämlich steigenden Zinsen und Baukosten, kann die Stadt eh nichts ändern. Aufgrund der demografischen Situation werden die Sterbefallüberschüsse weiter steigen, und aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung (zuletzt die Schließung der Gießerei im Schönherr-Areal) wird auch kein wanderungsbedingter Druck auf das hochwertige Wohnungsmarktsegment entstehen.
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^Das hat mich mal veranlasst, mal über mögliche Lücken im S-Bahn-Netz nachzudenken, die man problemlos schließen könnte. Als erstes und bisher einziges fällt mir dabei die Anbindung des BMW-Werks ein, wo offensichtlich schon Gleise vom Bahnhof Mockau hinführen, die vermutlich für den Güterverkehr genutzt werden (?). Dort für die tausenden Arbeiter einen Zug zum Hauptbahnhof hin- und herfahren zu lassen, sollte keine unüberwindbare Hürde sein. Das aber nur beim schnellen Blick auf die Karte ohne Detailkenntnisse hergeleitet und zur Debatte gestellt.
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In dem übrigens laut Freier Presse (Link mit Bezahlschranke) 26 möblierte Apartments eingerichtet werden sollen. Die Gäste checken online ein und bekommen einen Code für den Eingang, es gibt keine Rezeption. Dieser Mieter wird dort als Neuigkeit verkauft und wäre mir jetzt auch nicht in Erinnerung gewesen. Rewe und Diakonie mit einem Altersheim waren schon bekannt.