Zur Info, dass im Freie-Presse-Artikel folgendes steht: "Sowohl städtische Straßenbahnen als auch Überlandstadtbahnen des Chemnitzer Modells und selbst Fahrzeuge des Güter- und Personenfernverkehrs können dort betreut, gewartet und instandgesetzt werden."
Für die Fläche in Hilbersdorf gibt es einen im Sommer beschlossenen Bebauungsplan, dort ein Gewerbegebiet einzurichten. Das hätte natürlich nicht ausgeschlossen, dort den Betriebshof zu errichten, aber einige Nachteile und Risiken mit sich gebracht:
- Die Flächen für den Betriebshof stünden nicht mehr für Gewerbeansiedlungen zur Verfügung.
- Eigentümer ist eine private AG, von der man erst Flächen hätte erwerben müssen. Man hätte die also mit viel Geld dazu überreden müssen, und das wäre auch nicht von einer Tasche der öffentlichen Hand in die andere geflossen.
- Ein Schienenanschluss hätte über eine der uralten Brücken über die Emilienstraße erfolgen müssen. Es dürfte kaum Zweifel daran geben, dass die ohne millionenteure Sanierung nicht mehr tragfähig sind.
- Die Brache am Bahnhof bestünde weiter.
Die Nachteile dieser Fläche überwiegen meines Erachtens deutlich, außerdem sollte man erst mal davon ausgehen, dass die beteiligten Experten zu qualifizierten und wohldurchdachten Ergebnissen gekommen sind. Ich fände es allerdings auch wünschenswert, wenn man die Variantenuntersuchungen veröffentlichen würde, aber in der Praxis würde sich das keine Handvoll Leute wirklich anschauen, und wahrscheinlich nicht einmal die, die wegen irgendeiner fehlenden Grünen Welle am lautesten schreien.
waldkauz empfehle ich zum Thema SPNV-Investitionen eine Google-Suche nach "Nutzen-Kosten-Untersuchung", aber bitte mit anschließendem Lesen der gefundenen Ergebnisse. Ein grundlegendes Verständnis für Förderprogramme wäre auch nicht verkehrt.