Beiträge von lguenth1

    Die Entwicklung der Plattenbaugebiete wird sicherlich eine der spannendsten Fragen der nächsten 10 Jahre. Mittlerweile wird ja oft von einer zweiten Leerstandswelle gesprochen, die durch die demographische Entwicklung (Absterben der in der Alterstruktur homogenen Plattenbaubevölkerung, mangelnder Neuzuzug) auf die Gebiete zurollt. Dazu paßt die heutige Meldung, daß das 1999 im Chemnitzer Heckert-Gebiet eröffnete Vita-Center mittlerweile in Turbulenzen gerät und wichtige Anker-Mieter verliert: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1987516.
    Und der heutige Tag hält noch weitere positive Meldungen bereit. Heute erfolgte der erste Spatenstich für den Umbau des Chemnitzer Hauptbahnhofs. Mit Investitionen von 150 Mio. Euro werden nicht nur Gleise, Weichen und Brücken erneuert und ein neues Stellwerk errichtet, sondern vor allem die Verbindung zwischen Straßenbahn und Regionalverkehr wird wesentlich verbessert (Chemnitzer Modell). Da ich aber nicht gleich zu optimistisch werden will, empfehle ich noch folgenden lesenswerten Artikel zum Abriß des Hotels Carola auf dem Bahnhofsvorplatz: http://www.cfc-fanpage.de/arch…_detail.php?nid=2575&cp=0

    dj tinitus:

    zum artikel in der sz:
    je länger altbauten leer stehen, desto mehr verfällt deren bausubstanz. umso grösser wird der aufwand, sie zu sanieren. wenn diese sanierungskosten nicht mehr mit den zu erwartenden mieteinnahmen reingeholt werden können, wird auch nicht saniert. wem soll man denn daraus einen vorwurf machen?


    Erstmal keinem, irgendwann ist wirklich jedes unbewohnte Haus abrißreif. Raum für Vorwürfe sehe ich aber bei denjenigen, die Mittel und Wege hätten, durch Nachfragesteuerung den Weg in diese Situation zu verhindern. Also der Politik, soweit bin ich mir mit LEgende einig. Denn bei allen wirtschaftlichen Zwängen sollte es doch möglich sein, das oft propagierte "Schrumpfen der Städte von außen nach innen" auch durch eine dementsprechende Ausgestaltung der Fördermittel und Sanierungsmaßnahmen im oftmals stadteigenen Wohnungsbestand zu untermauern. Wenn klargemacht würde, daß man in die Plattenbaugebiete, für die es ohnehin keine wirkliche Nachfrage von Zuzüglern mehr gibt, eben nicht mehr investiert, sondern stattdessen mit aller Macht die urbanen Viertel fördern will, dann würde das genau jene Sanierungsanstrengungen auslösen, die ich zumindest in Leipzig zu beobachten glaube.
    Und wenn Du ehrlich bist, läßt Dich der Abriß von 3300 denkmalgeschützten Bauten auch nicht kalt, sonst würdest Du kaum hier schreiben, oder?

    Da hier bereits das Spannungsfeld zwischen Plattenbausanierung und dem Abriß denkmalgeschützter Häuser thematisiert wurde, paßt auch der Artikel, den die SZ heute unter der Überschrift "Abrissbagger nehmen Kurs auf Baudenkmäler" auf ihre Internetseite gesetzt hat, meiner Meinung nach hierher: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1984089.
    Bis 2007 wurden in Sachsen sage und schreibe 3300 denkmalgeschützte Bauten abgerissen, wie jetzt eine Anfrage des grünen Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Gerstenberg aufdeckte. Das sind Zahlenwerte, die mich wütend machen und ehrlich gesagt auch ein bißchen an unserem demokratischen System zweifeln lassen - ganz einfach weil ich mich als einer der leider nur wenigen architektonisch interessierten Bürger völlig hilflos dieser Abrißorgie gegenübersehe. In jeder betroffenen Stadt gibt es nur eine Handvoll Bürger, die erkennen, was uns allen hier genommen wird. Diese wenigen sind unorganisiert und stehen einer gleichgültigen Öffentlichkeit und mächtigen Interessen gegenüber. Wenigstens die Grünen scheinen sich des Themas anzunehmen, auch in Chemnitz hatten sie einen Stand bei der Ausstellung "Die Stadt als Beute" aufgebaut. Dennoch werden wohl noch viele Bauten verlorengehen, die mit einer konsequenten Politik wiederbelebt werden könnten.

    Ich hatte den Hauptsinn der Wächerhäuser so verstanden, daß vor allem Zeit gewonnen werden soll - eben weil bei finanzschwachen Eigentümern entweder kein Markt für einen Verkauf des Objektes besteht oder finanzkräftigere Eigentümer aktuell keine Nachfrage nach den sanierten Wohnungen erkennen. Der Eigentümer im Videobeitrag spricht ebenfalls von einer "Zwischennutzung, bis bessere Zeiten kommen".
    Da das Konzept der Wächterhäuser in Leipzig schon längere Zeit zu existieren scheint, hatte ich eben gedacht, daß eines der so geretteten Objekte auch einem Investor ins Auge gefallen wäre. Wenn letztendlich keines der Wächterhäuser einer Sanierung zugeführt worden wäre - denn nur das kann im Endergebnis Sinn und Zweck der Sache sein - müßte man das ganze Konzept rundweg für gescheitert erklären...

    Nach längeren Bestrebungen, die Leipziger Idee der Wächterhäuser auch in Chemnitz zu etablieren, gibt es jetzt offensichtlich ein erstes konkretes Objekt. Einen Videobeitrag dazu findet man beim sachsen-fernsehen: http://www.sachsen-fernsehen.d…x?ID=1095&showNews=295689 Die Zietenstraße ist auf dem Sonnenberg. Es handelt sich dabei um die Hauptverkehrsstraße des Gebietes, wirklich dramatisch finde ich persönlich den Straßenverkehr dort aber nicht.


    Wie waren denn generell in Leipzig die Erfahrungen mit den Wächterhäusern? Sind diese Objekte auch von der Sanierungswelle erfaßt worden?

    Die Frage der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung ist tatsächlich der Kernpunkt für alle zukünftigen Planungen der Stadtentwicklung. Den Eindruck einer weiter stark schrumpfenden Bevölkerung und nennenswerter Fortzüge gerade junger Menschen, den einige hier offensichtlich gewonnen haben, kann ich aber glücklicherweise widerlegen. Aktuell ist die Bevölkerungszahl nur minimal rückläufig, wofür der Sterbefallüberschuß verantwortlich ist. Chemnitz zieht wie auch Dresden und Leipzig Einwohner aus den ländlichen Regionen Sachsens an. Zudem steigen die Geburtenzahlen (aktuell werden die Geburtenzahlen des Vorjahres etwa einen Monat vor dem Zeitpunkt des letzten Jahres erreicht). Was dabei zu wenig betrachtet wird, ist, daß mit den nach Westdeutschland abgewanderten Personen ein immenses Potential weiterer Zuzüge existiert.
    Die Kernpunkte einer Pressemitteilung der Stadt Chemnitz vom 25.07.2007 zusammengefaßt (http://www.chemnitz.eu/de/face…oher=1&jahr=2007&monat=07:(


    -Bevölkerungsprognose für die Stadt Chemnitz im Jahr 2020: Zwischen 225.800 und 232.600 Personen (aktuell 244.553)
    -Einwohnerverlust im Jahre 2005 war zu 70 Prozent durch die natürliche Bevölkerungsbewegung und nur noch 30 Prozent durch Wanderungen über die Stadtgrenze bestimmt. Der Bevölkerungsverlust 2006 in Chemnitz von 987 Personen resultierte sogar ausschließlich aus der natürlichen Bevölkerungsbewegung (3.053 Sterbefälle, 1.851 Geburten), während die räumliche Bevölkerungsbewegung (7.879 Zuzüge, 7.623 Fortzüge) der Stadt einen Bevölkerungszuwachs in Höhe von 256 Einwohnern brachte.


    Was ich leider nicht wirklich mit Statistiken belegen kann, sind die Auswirkungen auf die Stadtentwicklung. Aus persönlichen Gesprächen habe ich aber den Eindruck gewonnen, daß Zuzüge in die Plattenbauviertel nicht stattfinden, stattdessen fast eine "Flucht" Richtung Kaßberg stattfindet. Hochwertig sanierter Wohnraum wäre hingegen stark nachgefragt und entsprechend knapp. Wie gesagt, statistisch belegen kann ich diese Eindrücke nicht.

    Ursprünglich war ich auch mit einem weit schlechteren Gefühl nach Chemnitz gefahren, da ich vorrangig die allerschlimmsten Ecken rund ums Stadion immer wieder vor Augen habe. Beim Rundgang habe ich dann aber auch gesehen, welches Potential im Sonnenberg steckt. Auch einige hübsch sanierte Gründerzeitbauten haben Hoffnung gemacht. Über Fotos würden wir uns sicher freuen, Alextine.
    Die Chemnitzer Gründerzeitviertel sind außerordentlich kompakt, der Sanierungsstand aber extrem unterschiedlich. Die Sanierungstätigkeit war dabei vorrangig auf den Kaßberg konzentriert, während bspw. auf dem Sonnenberg die unsanierten Häuser wohl in der Mehrzahl sind. Zur GGG gibt es einen zwei jahre alten Artikel, der alle Kernpunkte zusammenfaßt (http://www.welt.de/print-welt/…ehne_herausgebrochen.html). Bis heute geht der Kleinkrieg weiter. So war eine öffentliche Präsentation von schockierenden Abrißbildern des Fotografen Michael Backhaus geplant, die von der Stadt mit allen Miteln verhindert werden sollte. Letztendlich wurde sie gestern - und nur gestern - auf dem Neumarkt gezeigt. Und was macht die Stadt? Sie läßt es sich nicht nehmen, eine eigene Ausstellung mit positiven Bildern entgegenzusetzen, um den Bildern ihre Schlagkraft zu nehmen und das Entstehen einer Diskussion im Kein zu ersticken. Auf dem vorletzten Bild ist die Situation zu erkennen (in der Mitte die Gegenausstellung, rechts im Schatten des Kaufhofes die eigentlichen Fotos).


    P.S.: Ich würde den oder die Moderatoren darum bitten, dieses Thema wieder in den Bereich "Leipzig/Dresden" zurückzuverschieben (bzw. diesen dazu umzubenennen). In einer inhaltlichen Trennung der drei sächsischen Großstädte kann ich keinen Sinn erkennen und befürchte, daß im weitgehend ungenutzten Bereich "Osten" kein Leben in diesen Strang gebracht werden kann. Zudem erwarte ich zukünftig ein weiteres Zusammenrücken gerade der Wirtschaftsregionen Leipzig und Chemnitz, wozu hauptsächlich der Bau der A72 beitragen wird. Außerdem sollen doch die Verantwortlichen der Leipziger Stadtbau AG unproblematisch die riesigen Möglichkeiten in Chemnitz entdecken können :). Danke.


    Hallo lguent, willkommen im Forum und vielen Dank für die informative Chemnitz-Schau. Deine Befürchtung, dass Chemnitz im Forum "Osten" weniger beachtet wird als im L/DD-Strang kann ich gut nachvollziehen. Trotzdem gibt es nun mal diese Abgrenzung, weshalb alle Themen, die nicht mit Dresden oder Leipzig zu tun haben, auch nicht in dieses Subforum gehören. Das noch junge L/DD-Forum, dass sich mit der vergleichbaren Einwohnerzahl begründen lässt, startete vor ca. einem dreiviertel Jahr, und es ist der regen wie stetig steigenden Beteiligung der User zu verdanken, dass sich das Forum inzwischen so resonanzstark entwickelt hat. Ich bitte dich um Verständnis, dass ich auch auf Rücksicht anderer Städte in der Region (wie z.B. Zwickau) kein L/DD/C-Forum einrichten werde. Falls du zu meiner Entscheidung noch Fragen oder Anregungen hast, bitte ich dich, mir dies über die Persönliche Mitteilung (PN) bekannt zu geben. Gruß, Cowboy.

    Ich denke, Dein Eindruck ist soweit korrekt. Die wirtschaftliche Entwicklung ist dabei wirklich der Pluspunkt - ohne daß dies außerhalb der Stadt wirklich wahrgenommen würde, weil einfach die für die überregionalen Medien interessanten Leuchttürme fehlen. Auch die umliegenden Orte tragen wesentlich dazu bei (z.B. Komsa in Hartmannsdorf, Roth und Rau in Hohenstein-Ernstthal, Freiberg als Vorzeigestadt im Osten etc.) Diese Kleinteiligkeit macht aber auch resistenter gegen Krisen wie jetzt in Dresden, wo in der Chipindustrie und bei KBA in Radebeul auf einen Schlag tausende Arbeitsplätze verlorengehen.
    Die Innenstadt ist vor allem als Zweckbau im Kampf gegen die vorherrschenden Einkaufszentren auf der grünen Wiese zu sehen. Sie reiht sich in in den deutschlandweiten Trend zu Shopping-Malls in Innenstadtbereichen ein (siehe Höfe am Brühl in Leipzig). Städte wie Leipzig hatten eben ganz andere Startbedingungen, weil dort Krieg und "Wiederaufbau" eben halbwegs intakte urbane Zentren übriggelassen haben. Man kann gerne über die Aufenthaltsqualität der Chemnitzer Innenstadt nachdenken, wenn man sich statt der Neubauten dort die vorherige riesige Brachfläche vorstellt...

    Stadt der Moderne - Stadt im Umbruch

    Zuerst möchte ich dem Forum und seinen Nutzern ein Kompliment aussprechen: Es ist gelungen, die derzeitigen Umbrüche in Leipzig hier lebendig werden zu lassen. Wenn man bei der Welt liest, daß Leipzig seit der Wende 40.000 Einwohner vom Stadtrand ins Zentrum gelockt hat, dann muß das zur hier gezeigten Vielfalt von anspruchsvollen Sanierungen führen. Und auch wenn wir alle wissen, wie weit der Weg noch ist, wie schwierig die wirtschaftliche Lage bleibt, so muß es doch derzeit eine Freude sein, Bürger Leipzigs zu sein.
    Ich selbst sehe das aus der Perspektive eines Bewohners einer der vielen wunderschönen, aber nach der Wende darniederliegenden Kleinstädte im Herzen des Sachsendreieckes, der mehr oder weniger Beziehungen in alle drei Oberzentren hat. Weit mehr als Leipzig ist für mich jedoch Chemnitz zweite Heimat. Diese ewig zu kurz gekommene Stadt soll deshalb in diesem Thema etwas näher beleuchtet werden.
    Das heutige Chemnitz hat seine Rolle vor allem in der Gründerzeit gefunden, als mit der einsetzenden industriellen Revolution sein lärmendes Herz aus Fabriken, Schloten und Maschinen zu schlagen begann. Chemnitz wurde zum sächsischen Manchester, zum Ruß-Chemnitz. Innerhalb von nur 30 Jahren verdreifachte sich die Einwohnerzahl auf 300.000 Personen. Dies ging einher mit einer völligen Überformung mit Gründerzeitbauten. Historische Bauten sind hingegen absolute Mangelware.
    Seit den zwanziger Jahren hat die Stadt jedoch eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen müssen. Schon durch die Weltwirtschaftskrise getroffen, haben die angloamerikanischen Bombenangriffe mit dem Höhepunkt am 5. März 1945 der Stadt fast den Rest gegeben. Sage und schreibe 95 % der Innenstadt wurden zerstört. Der Wiederaufbau der neuen sozialistischen Musterstadt, die seit 1953 den Namen von Karl Marx trug, geschah unter völliger Mißachtung des historischen Stadtgrundrisses. Den Planungen der SED-Bonzen verdanken wir heute die Verbauung der innenstadtnahen Bereiche mit Wohnblocks in Großplattenbauweise. Und während die Gründerzeitviertel mehr und mehr verfielen, begann 1974 der Bau des riesigen Plattenbauviertels namens "Fritz-Heckert-Gebiet". Dieses saugte bis zu 90.000 Chemnitzer auf.
    Mit der Wende setzte erneut eine dramatische Entwicklung ein. 20 Prozent der Einwohner verließen die Stadt, deren bauliche Hülle für 400.000 Einwohner konzipiert war, aber nur noch 250.000 beherbergt. Bis heute haben die Stadtoberen kein schlüssiges Konzept gefunden, wie sie auf diese Entwicklung reagieren sollen. Vor allem die stadteigene GGG setzte und setzt vor allem auf die Sanierung ihrer riesigen Plattenbaubestände, während denkmalgeschützte Gründerzeitbauten nahezu wahllos aus Häuserzeilen herausgerissen werden. Das Ergebnis ist beiderseitig verheerend: Die Gründerzeitviertel sind bis auf die leuchtende Ausnahme Kaßberg noch immer verfallen und perforiert, trotzdem ist der Bevölkerungsschwund in den Plattenbaugebieten unaufhaltsam.


    Den Chemnitzer jedoch scheint all das nur wenig zu interessieren. Deshalb befürchte ich auch, dass dieses Thema bald wieder im Nirvana verschwindet. Ich kann mich jedenfalls aus Baden-Württemberg nicht wirklich darum kümmern.


    Jetzt zu den heute gemachten Impressionen aus Chemnitz. Ihr könnt meinen Weg gerne bei Google Earth mitverfolgen. Hauptsächlich war ich auf dem Sonnenberg, einem übel beleumundeten Gründerzeitviertel, und in der Innenstadt unterwegs. Beginnen wir in der Reinhardtstraße. Hier will die GGG kurz vor knapp schnell noch die Häuser Reinhardtstraße 18 und 20 und Palmstraße 21 wegreißen:


    Reinhardtstraße (die Sanierungswürdigkeit steht bei einem Blick ins Innere außer Frage)




    Palmstraße 21


    Solcherlei Abrisse bieten fantastische Einblicke ins Stadtgebiet und werten auch die umliegenden Gebäude auf. Vor allem der Abriß von Eckgebäuden ist empfehlenswert.





    In der Sebastian-Bach-Straße waren vor Jahren schon große Sanierungspläne in der Zeitung. Wer kennt solche Ankündigungen nicht. Das ist daraus geworden:


    Doch auch auf dem Sonnenberg gibt es Lichtblicke – folgende Sanierungen sind allesamt von der Firma Wahl + Partner in Angriff genommen worden. Die scheint für meinen externen Blick die Chemnitzer Entsprechung zur Leipziger Stadtbau AG zu sein. Auf allen Baustellen wurde tatsächlich gewerkelt.


    Sebastian-Bach-Straße 20


    Würzburger Straße 43



    Markustraße


    In den Kasernen auf der Heinrich-Schütz-Straße sollen demnächst mehrere Schulen untergebracht werden. Mal schauen...




    Vielleicht wird das Ergebnis ähnlich sehenswert wie die Humboldtschule:


    Ein Beispiel für sehenswerte Industriearchitektur (Hofer Straße)


    Der Hort des Bösen (GGG in der Clausstraße, bezeichnendes Foto):


    Auch das Gebäude Humboldtstraße 50 wird fallen – trotz der ruhigen Wohnlage und des guten Zustandes. Hier habe ich aber auch eine Unterhaltung von zwei Rentnern aufgeschnappt, die sich über 10 Chaoten und ihre laute Musik ereiferten. Man darf nicht vergessen, dass 30% der Sonnenberg-Bewohner Hartz-4 beziehen. Nur wenige schwarze Schafe darunter reichen aus, um allen umliegenden Häusern das Leben zur Hölle zur machen.


    Abschließend noch ein paar Eindrücke der Innenstadt, die seit einigen Jahren wieder aufgebaut wird. Man darf nicht vergessen, dass hier vorher wirklich eine große Leere war. Es gab schlicht und ergreifend kein urbanes Zentrum, die Kaufkraft war komplett in die neuen Einkaufscenter auf der grünen Wiese abgewandert – eine politische Entscheidung der Nachwendezeit, unter der die Stadt bis heute bitterböse zu leiden hat.


    Der zentrumsnahe Volksfestplatz. Dieser ist gerade erst für eine Million Euro hergerichtet worden und wird jetzt wohl wieder für den Neubau eines Porta-Möbelhauses geopfert. Porta sucht seit sage und schreibe neun Jahren einen Standort – damit ist alles zu den stadtplanerischen Leistungen der Stadtspitze gesagt.


    Vermutlich wird auch die Hartmannfabrik weichen müssen, das Herz der Chemnitzer Industriegeschichte. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Ruine, für die ich keine sinnvolle Nutzung sehe. Schwierige Entscheidung...


    Der vorletzte Neubau der Innenstadt ist dieses abscheuliche Parkhaus. Aber wer mit dem Chemnitz-Center konkurrieren will, muß für günstige Parkmöglichkeiten sorgen.


    Die eigentliche Innenstadt mit Galerie Roter Turm und Markt: