Beiträge von Dexter

    Oh, das mit dem Hochhausverbot (kannte ich bisher gar nicht) find ich so schon ganz o.k.
    Aber Teile des Altstadtrings stauben schon sehr im Charme der 50er/60er vor sich hin. Der Abriss des Schandflecks kann also nur einen weiteren Auftrieb geben, schließlich sind mit dem Neubau auf dem Areal des Klausfelder Kaufhauses und den möglichen Ausbauplänen des DB-Museums zwei weitere Projekte in nächster Umgebung entweder schon fast fertig oder in Planung. Wenn nun endlich auch mal die Baulücke an der Tanke verschwinden würde...


    Es bleibt spannend. Vielleicht wird die GFK ja Teile dorthin verlagern?


    D.

    Hallo Kent,


    Einen Teil deiner Kritik an der "Ideenlosigkeit" oder uninspiriertheit von Moscow City kann ich durchaus nachvollziehen. Aber irgendwie ist es vielleicht das Dilemma eines jeden Großprojektes, das es mit steigendem Umfang insgesamt langweiliger, weil stimmiger daher kommen muss.


    Ein berühmter Autodesigenr meinte mal, es sei viel schwieriger große Limousinen zu designen als kleinere Autos. Eben weil die Proportionen mit dem Design dann immer schwieriger in Einklang zu bringen sind.


    So ist es vielleicht auch bei einem Projekt wie Moskau-City. ich bin schon fast froh das es "relativ konservativ" daher kommt, so das eben nicht wieder eine bleibende Wunde ins Moskauer Stadtbild reist. Allerdings bin ich gespannt was in der nächsten Zeit in kleinerem Maßstab noch so verwirklicht werden wird. Gerade in der Innenstadt wirds interessant. Derzeit kopiert man Baustile der Vergangenheit ja radikal um einen harmonischeren Gesamteindruck herzustellen.


    Aber was wird jenseits des Gartenrings? Ich werd versuchen mal auf die Pirsch zu gehen um Eindrücke festzuhalten. Geb mir mal Tips von denen du weißt das es da was zu sehen gibt.
    Gestern war ich beispielsweise in der Botschaft um "Einheit" zu feiern. Da werden teils schon sehr interessante Wohngebäude errichtet, die du nie und nimmer in Westeuropa verwirklichen könntest - alleine schon wegen ihrer Größe.


    D.

    ...handelt es sich doch eher nicht um ein Projekt von der Güte wie zB. der Donau City.
    ...Vergleich zu asiatischen Prestigeprojekten zu.
    ...das bei der Banalität der Gestaltung der Massstabslosigkeit, und dem fehlenden Anspruch einer Neudefinierung, eher ein Projekt herauskommt, das nicht unbedingt zu den großen europäischen städtebaulichen Projekten gezählt werden kann.


    Natürlich ist das Projekt in seinen Maßstäben aussergewöhnlich und sprengt die Dimension vieler europäischer Städte.
    Moskau ist auch nicht München oder Lille oder Amsterdam oder oder oder, es ist Moskau.
    Und Moskau hat seit Jahrhunderten eine besondere Gateway-Funktion nach Asien. Als sie dann auch noch die Hauptstadt "des Weltproletariats" wurde, war sie stets baulichen Eingriffen unterworfen, die das Gesicht Moskaus nachhaltig veränderten. Natürlich nicht immer zum besseren.
    In den 30er Jahren bestellte man Corbusier mit einem Plan zum Umbau der Stadt, der wollte schon damals fast alles abreisen. Stalin war für sowas aber dann doch zu konservativ. Gottseidank möchte man meinen.
    Denn das Zentrum innerhalb des Gartenrings hat sehr viel potential!


    Moskva City liegt ja für die Russen schon ausserhalb, da nicht mehr innerhalb des Gartenrings. Verbunden an die neue Stadtautobahn, gelegen an mehreren Bahnlinien, entwickelt auf einem ehemaligen Gewerbegebiet.
    Da in Moskau so viele Stile nebeneinander bestehen, fällt es hier sichtlich schwer sich auf eine Linie festzulegen.
    Viele europäische Städte pflegen gekonnt ein gewisses architektur-image, welches dann durch besondere neubauten bewusst gebrochen werden soll - so zum beispiel Paris mit der ganzen Hausmann-Pracht und dem gegenüber der futuristischen La Defense...


    Wie gesagt, Moskva City ist ein projekt für sich und sollte sicherlich auch den Aufbruch in die moderne der Stadt ausdrücken. Wie wir wissen, hat Peter der Große St. Petersburg auch von europäischen Architekten entwicklen lassen. Ich denke das Ergebnis konnte und kann sich sehen lassen, auch wenn es das typische russische Element in der Gestaltung einfach links liegen ließ
    Moskva City knüpft an dir russische Tradtition an, Architektur zum Ausdruck eines erstrebenswerten Lebens in diesem Land zu inszenieren.
    Daher waren die Projekte immer zehn Nummern größer als in anderen europäischen Städten, in denen Konsensbildung beim Umbau/Weiterbau von Städten gefragt war. Das war zu Stalins Zeiten so, das ist heute unter Bürgermeister Luschkow (immerhin seit ich glaube 14 jahren Bürgermeister hier und verheiratet mit der reichsten Frau Russlands - eine Bauunternehmerin) nicht anders.


    D.

    Im €uro! In gemeinsamer Europa Flagge, Hymne, gleichem Nummernschild, Pass, gleichem Raum (Schengen Abkommen) und lateinischer Schrift. Politisch sowieso: gleiches Parlament, EZB, EU Kommission, Rechnungshof, Europäisches Gericht.


    Es geht um den Grad der Verflechtung und die Anzahl der Schnittmengen. Die sind unter den 27 EU Staaten deutlich höher in politscher, wirtschaftlicher, sozialer, und durch die letzten 50 Jahre, historisch/kultureller Hinsicht. Verteidungspolitisch ist Russland ebenfalls kein Partner.



    Wenn Europa nur schon halb so weit wäre wie du hier schreibts.


    - Der Euro ist in den meisten Mitgliedstaaten nicht Währung


    - gleiches Nummernschild? Hast du schon mal ein belgisches Kennzeichen, oder ein schwedisches gesehen? Die Unterscheiden sich ganz deutlich zu erkennen. Die Belgier haben zum Beispiel ein dreiteiliges Kennzeichen.


    - politischer? da stimm ich zu. da trennen Russland und Westeuropa ne Menge. Im Osten, also Polen, Rumänien, Bulgarien wag ich das aber auch zu bezweifeln.


    - wirtschaftlich? Ich denke die wirtschaftliche Verflechtung ist zwischen Deutschland und Russland größer - und vorallem wichtiger - als die mit Malta, Bulgarien oder Zypern.


    - sozialer? das kommt wohl allmählich, aber auch davon ist die EU noch weit entfernt. Da Russland ausserdem Europaratmitglied ist, können die russischen Bürger auch vor dem europäischen Gerichtshof klagen - und tun dies ausgiebig.


    - der gleiche Raum? ja, und da liegt der eigentlich Punkt. Russland liegt einfach draussen und der gesellschaftliche Austausch und das nicht-wissen von- und übereinander ist wirklich tragisch.


    zu Europas Symbolen: Die Hymne ist nichts offizielles. Sie sollte in der gescheiterten Verfassung festgelegt werden, aber wie wir wissen kam die nicht durch.
    Die lateinische Schrift auch nicht, man denke an Griechenland und deren schriftweise (auf jedem Euro zu finden). Das kyrillische - wie es in Russland benutz wird - wird man wohl bald in Europa offiziell gleichstellen, den Bulgarien benutzt diese Schreibweise auch.




    Aber wie auch immer.
    Allen die hier nun diskutieren sollten eines bedenken, Russland ist eine Föderation mit über hundert nationalitäten. die russische ist die dominante und tonangebende - und ist europäisch. da gibts nichts zu rütteln. Die Russisch Föderation ist aus zwei Imperien hervorgegangen, die den Osten, also Asien, kolonisiert haben.
    Russland hat im Gegensatz zu den anderen europäischen Staaten seine Kolonien einfach in seinen Staat eingegliedert, ganz einfach weil diese räumlich integrierbar waren (anders als bsp. GB Indien, Frankreich hat es immerhin bei Algerien versucht)



    Daher ist Russland heute durchaus eine eigenständige politische Einheit, die zur EU möglichst gute Beziehungen pflegen sollte.




    Und nun zurück zu Moskau City:
    Nach der Fertigstellung stellt Moskau City eine "eigene Nummer" da. Es sprengt bei weitem die Größe des Potsdamer Platzes und die von La Defense. (Der Vergleich zu La Defense stammt nicht von mir sondern aus dem wissenschaftlichen Diskurs der georgraphen)
    Dabei ist Moskow City von Anfang an als eigene Stadt neben der bestehenden konzipiert worden und ist konzeptionell nicht mit dem Postdamer Platz zu vergleichen, der eher als durchaus interessanter Versuch moderner Stadtreparatur angesehen werden darf.
    Auch die Vielfalt des Projektes Moscow City, auf das ich bei Gelegenheit noch näher eingehen möchte ist bei weitem größer als hier offenbar vermutet wird. Es ist keine Bürostadt. Es ist wirklich eine eigene, neue Stadt in der kulturelle, politische, residentielle, wirtschaftliche Bedürfnisse Platz finden.



    hier zwei Visuliserungsvideos:


    http://de.youtube.com/watch?v=NNiSL6ZS2B8&feature=related


    http://de.youtube.com/watch?v=KjLmCblDOic




    Dem Beitrag von Dvorak stimme ich voll zu, die neue Architektur wird auch hier vor Ort heftig diskutiert und erhitzt die Gemüter.




    D.

    ich finde es übrigens immer wieder bemerkenswert wie man so per hintertür in derartigen themen immer gerne moskau in einem atemzug mit europa verbinden will um es so kulturell moderner scheinen zu lassen, meisstens von pro russischer seite.


    zur not wird da halt dann geographisch begründet, als ob es ein signifikanter kultureller maßstab wäre.


    Entschuldigung, aber du solltest dich fragen ob nicht du etwas kulturell zu Begründen versuchst, was anders eben schwer gelingt! (geographisch, politisch). Da schwingen in meinen Augen eher politische Berührungsängste mit.


    Ich empfehle allen, die solche Gedanke pflegen eine Reise nach Moskau oder St. Petersburg.



    Sind die Schweizer und Norweger keine Europäer weil sie nicht der EU beigetreten sind? Die EU mit europäisch zu verbinden ist schwierig.
    Bei genauem Hinsehen ist da wenig gemeinsames, geschichtliches.


    Wo liegen denn die kulturellen Gemeinsamkeiten zwischen Portugal und Finnland, wo die zwischen Irland und Griechenland.


    Russlands kulturelle Identität war mit Europa schon in regem Austausch, als man Welten ausserhalb des Kontinentes noch kaum kannte. Die Russen gehören unzweifelhaft zur den europäischen Völkern auch wenn ihr Land nicht an Europas Grenzen endet. Russische Kunst ist dabei immer ein wichtiger Teil der "gemeinsamen europäischen Identität" gewesen, man denke an Tolstoi, Dostojewski, Tschaikovski und und und.



    Unzweifelhaft gibt es große kulturelle Differenzen zwischen Russland und Deutschland. Ganz richtig. Aber die sind mit Sicherheit kleiner als die zwischen Lissabon und Berlin oder Malta und Stockholm.



    D.

    Allerdings bin ich wirklich erleichtert das der Altbau nun endlich renoviert und einer Nutzung zugeführt wurde. Das recht hübsche Gebäude gammelte ja Jahre nur so vor sich hin.


    Die Neubauten find ich amüsant. Nix für die Ewigkeit, aber angenehm entspannt.


    D.

    So viel ich weiß wurden die neusten Wägen der Straßenbahn, welche derzeit ausgeliefert und im Fahrbetrieb getestet werden, mit einer Art Akku ausgestattet.
    Dieser erlaubt es, über mehrere Hundert Meter ohne externe Stromzufuhr zu fahren. Wie man in einschlägigen Foren zum Nahverkehr in Nürnberg lesen kann, ist die Altstadttram beschlossene Sache. Die Ausstattung der neuen Wägen bestätigt dies im Grunde.


    Ich finde die Idee mit der U3 Abzweigung in die Fürther Südstadt mit Einfädelung in die U1 besonders gut. So bekommt die Südstadt, die sich in den letzten Jahren ja unglaublich positiv verändert hat, einen Direktanschluss in die Fürther- UND die Nürnberger Innenstadt.


    Auch der Stadtbahn-Tunnel ist ne tolle Sache, wird aber logischerweise nur dann kommen, wenn Erlangen endlich ein Stadtbahnkonzept entwickelt. Ansonsten wird die Stadtbahn wohl als U-Bahn vom Hauptbahnhof (Ausfädelung aus der U1) nach Zabo verwirklicht werden können.


    D.

    Zitat von Lear1:
    "Für mich ist Moskau = Russland & nicht Europa.


    Europa bedeutet heute eher unsere Europäische Union (EU), gewissermaßen die 2. Heimat nach Deutschland. Dagegen verblasst der Geographie-Begriff Europa
    immer mehr.


    Ergo, die Türme in der Moskauer Innenstadt sind also die höchsten in Russland und nur dort! Das gleiche gilt für Istanbul und die Türkei."


    Geographisch liegt Moskau ganz klar in Europa.
    Politisch liegt es ausserhalb der Europäischen Union, ist aber Mitglied im Europa-Rat.
    Historisch gehört es auch ganz klar zu Europa, weil Russland sich seit über 300 Jahren - und das ganz gleich unter welchem politischen System - immer am Westen orientiert, meist auch gerieben hat.


    Aber die Diskussion führt wohl sehr weit Weg... seis drum.


    Geographisch betrachtet, und das ist es was hier wohl zählt, werden die höchsten Türme Europas eben hier - in Moskau - verwirklicht.


    D.

    Also Moscow City ist denk ich die geläufigste internationale Bezeichnung, aber "Moskwa City" ist natürlich passender.


    Übrigens ist der allgegenwärtige und unermüdliche Bürgermeister der Stadt nicht recht zufrieden mit dem englischen Namen. Er regte schon Umbenennungen an (kann mich leider an keine mehr erinnern), die setzten sich aber nicht durch.
    das Projekt heißt also weiter wie Eingangs benannt.



    Ja, ich bin seit kurzem in Moskau und bleibe für fast ein Jahr. Für Recherche hab ich also Zeit. Leider kenne ich mich mit den zukünftigen oder derzeit im Bau befindlichen Projekten (noch) nicht so gut aus, also wer mir Hinweise geben kann ist herzlich Willkommen!



    Zur Bauqualität hier: Sie war zu spät-sowjetischen Zeiten wirklich miserabel. Ich geh derzeit in einer der bekanntesten Unis des Landes (MGIMO) ein und aus, und das Gebäude (es muss wohl aus den späten 70ern oder frühen 80ern sein) ist baulich eine einzige Katastrophe.



    Quelle: Dexter


    Noch nicht mal die Treppenstufen sind einheitlich! Die Bauausführung, aber auch die Feinabstimmung bezüglich der Einfügung von Gebäudetechnik ist zum schreien. Leider. Da werden die teuersten Materialen, wie der hier überall anzutreffende Marmor, schlecht verlegt, Klimaanlagen auf die aufwendigsten Aussenfassaden draufgeschraubt und und und.


    Noch schlimmer ist allerdings, das das heute nicht immer besser gemacht wird. Oftmals arbeiten auf den Baustellen die ungeliebten Ex-Sowjet-Genossen aus den "Stan"-Ländern (Kasachstan, Tadschikistan,...), die verfügen über keine handwerkliche Ausbildung oder ähnliches.
    Europäischer Standard (diese Worte werden hier so benutzt) sind in Moskau sehr teuer, da das Handwerk entweder aus dem Ausland anreist (natürlich nur bei den sehr Wohlhabenden Moskauern) oder das einheimische wenn gut eben teuer, weil selten ist.


    Verfolgt man die Diskussion im Berliner Subforum über die vermeintlich zu hohe Quantität bei gleichzeitig zu niedriger Qualität bezüglich der Neubauten in den letzten 15 Jahren, muss man den Berlinern mal den Besuch von Moskau ans Herz legen. Hier lernt man die deutsche Gründlichkeit bei Abstimmung auf den Gebäudestandort und letztlich auch bei der Bauausführung wirklich zu schätzen. Nicht umsonst sind deutsche und österreichische Baufirmen bei Großprojekten hier gern gesehen. So war Strabag mit der Bauausführung von "gostiniza Moskwa", der Kopie eines kürzlich abgerissenen, stalinzeitlichen Hotels gegenüber des Kremls, beauftragt.



    Ich werde natürlich in der nächsten Zeit einiges zu Moskau posten. Natürlich mit Bildern!


    D.

    Der NVEP für Nürnberg, welcher die Verkehrsentwicklung bis 2025 auf die Bedürfnisse der Stadt abstimmen soll, kommt langsam in fahrt.
    dazu schreiben die Nürnberger Nachrichten NN:


    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=885330&kat=10


    ausserdem bestellt die VAG neue 14 U-Bahnen für 82 Millionen Euro, die sowohl für die beiden automatisierten Linien U2 und U3 als auch für die bisher manuell gesteuerte U1 benutzt werden können.
    Der Kniff liegt offenbar in der flexiblen Einrichtung einer Fahrerkabine.
    Eine Automatisierung der U1 ist nicht vor 2018 realisierbar, da der Wagenpark nur allmählich ersetzt werden kann.
    hierzu schreibt die Nürnberger Zeitung NZ:


    http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=890610&kat=11


    und ein Bild des Modells ohne Fahrerkabine:

    Bildquelle: VAG Nürnberg
    D.

    Also von links nach rechts:


    "Nabereshnaja Tower" (mit der geschwungenen Fassade), "City of Capitals" (Bauklötzchen-ähnliche Türme), "Imperia Tower" und dahinter "Federazija" (wird nach "Rossija" der zweithöchste, 360 Meter hohe Turm und darüber hinausragendem, insgesamt 506 Meter hohem Mast)


    Interessant ist beispiesweise, das "Imperia" als Wohntürme mit dazugehöriger Infrastruktur (Schwimmbäder, Fitnesscenter u.ä.) verwirklicht werden. Der höhere der beiden symbolisiert Moskau, der kleinere (sie werden nicht gleich hoch) St. Petersburg.
    Der Stadt mangelt es an wirklich erstklassigem Wohnraum, und da es nicht an Kapital seitens der ökonomisch starken Oberschichten fehlt, werden hier Wolkenkratzer mit reiner Wohnfunktion errichtet.


    Und das, obwohl es an freiem Bauland, teils sogar im Zentrum, in Moskau weiß Gott nicht mangelt. Prestige ist da das Stichwort. Ausserdem sind die Besitzrechte der ehemaligen Gewerbegebiete innerhalb der Stadt nicht geklärt, daher liegt noch immer viel Brach.


    Moscow City entsteht ebenfalls auf einem ehemaligen Gewerbegelände, dass schon seit den 70ern entwickelt werden sollte, aber nie finanziert werden konnte. Das Regierungsgebäude von Premier Putin befindet sich in Sichtweite, ausserdem die stalinistische Prachtstraße "Kutosovski Prospekt", welche zum Aussenministerium führt.


    Der Russia Tower ist tatsächlich noch nicht zu sehen, wie auch ein ganzer Schwung weiterer geplanter Hochhäuser, die aber alle bis 2012/13 im großen und ganzen errichtet werden sollen. Zum Beispiel zieht auch die Stadtverwaltung in einen eigenen Turm.


    Ausserdem sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsanbindung geplant. Eine Metro-Verbindung wurde schon verwirklicht, jetzt soll es eine weitere geben, so wie auch eine "Schnellbahnverbindung" (wie auch immer die aussehen soll) zu den Flughäfen der Stadt.

    mir ist es wegen der großen Entfernung (Moskau/Nürnberg) leider nicht möglich wirklich mit Liveberichten zu dienen.
    Mein Lebensmittelpunkt in Deutschland ist ausserdem Berlin und ich bin nur noch evtl. 4 mal im Jahr in Nürnberg, aber hier mal eine Liste der Dinge von den ich weiß das sie "in der Pipeline" sind:




    - Ausbau/Umbau, evtl. Umzug des DB-Museums bis zum Jubiläum der ersten Eisenbahn Deutschlands (Nürnberg-Fürth 1835) 2010.


    - Umbau des Schauspielhauses (derzeit im Gange)
    http://www.competitionline.de/…10.php?wettbewerb_id=3334


    - Weiterbau der U3 mit zuerst 2 Stationen (im Bau) und dann 3 (Klinikum Nord, Nordwestring), evtl. 5 (Großreuth, Kleinreuth, Gebersdorf).


    - weiter Planungen bezüglich der Verlängerung der U-Bahn in den Fürther Landkreis (Zirndorf und Oberasbach) und nach Stein / Nürnberg-Eibach.
    dazu heute in der presse:
    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=885330&kat=10


    - Bau der Stadtbahn nach Kornburg und evtl. nach Erlangen.
    (ein Teil der Strecke Richtung Erlangen ist bereits beschlossen und der Bau steht bevor)


    - Umbau des Frankenschnellwegs (Verlegung in Röhren), wodurch eine vollständig neue Eingangsituation in die Innenstadt entsteht (Planungen laufen)


    - Augustinerhof-Areal (siehe forum)


    - ehemaliges Sebaldus-Druck-Areal (Innenstadt). Da wird doch auch meines Wissens gearbeitet, aber wo sind die Bilder über Baufortschritte?


    - Neubauten hinter dem Weißen Turm, zu denen ich leider keinen link finde.




    Ausserdem werden in Nürnberg derzeit verstärkte Bemühungen auf die Entwicklung von ehemaligen Gewerbeflächen gelegt. Unter anderem die Gegend der Bruneckerstraße soll für Geschoss- und Einfamilienhäuser entwickelt werden, inkl. U-Bahn Anschluss (bestehende Strecke fährt bisher ohne Stopp unter dem Gebiet durch, Neubau eines Bahnhofs ist angedacht) und Straßenbahnverlängerung.
    Mit der U-Bahn wäre die Gegend in 7 Minuten vom Einkaufszentrum um die Lorenzkirche entfernt.
    Die Einwohnerentwicklung Nürnberg verläuft weiter positiv, sodass die Zahl trotz der demographischen Probleme in Deutschland konstant bleibt.


    http://wegweiser-kommune.de/da…/prognose/Prognose.action


    da Wohnen in der Stadt dank vielfältiger Gründe (Kosten für PKW, Nähe zu kulturellen Angeboten) wieder an Boden gewinnt, bin ich da zuversichtlich das da was passiert.


    D.

    Moscow City

    Also wie sicherlich jeder spätestens seit dem "Spiegel" Artikel zu Moskau weiß, ist:
    Hier wird geklotzt.
    Das größte Bauprojekt ist zweifelsohne Moscow-City, welches sicherlich das größte seiner Art in Europa darstellt. Nach fertigstellung werden hier die höchsten Gebäude Europas stehen. Der Rossija Tower, von Norman Foster entworfen, soll immerhin 612 Meter werden.


    In der geographischen und stadtsoziologischen Fachliteratur wird das Projekt oftmals mit La defense in Paris verglichen, verfügt es doch auch über eine gewisse politische Aufladung.


    Hier ein Bild von dieser Woche:
    (ich hoffe ich bekomm das hin, bin hier ganz frisch dabei)

    Bild: Dexter

    Bildgröße wurde angepasst, üblich sind bei uns 800x600. Das nächste Mal bitte mit Urheberrechtsvermerk wie oben. Wahnsinnsbild! Gruß, Mod Wagahai

    also ohne Leipzig klein zu machen,


    aber im wesentlichen durch die üppige Engemeindungspolitik wurde die Einwohnerzahl der Stadt konstant gehalten
    Zum Vergleich:


    Leipzigs Ausdehnung: 300 km2 bei 511 000 Einwohnern



    Nürnberg hat den turn-around nach starker Suburbanisierung zugunsten der Kleinstädte drumrum Ende der 90er durch Zuzüge wett machen können.


    Nürnbergs Ausdehung: 187 km2 bei 503 000 Einwohnern



    Nürnbergs größtes Manko ist dessen fehlende Uni auf dem Stadtgebiet. Leipzig profitiert sehr von seinem Unileben. Die UNI-Erlangen-Nürnberg sitzt aber leider zu großen Teilen in Erlangen, wodurch die zuziehenden, auswärtigen Studierenden versuchen, in Erlangen zu leben. Schließlich sind die Verkehrsverbindungen bislang nicht die besten.


    Nürnberg sollte starker seine überaus stolze Vergangenheit vermarkten und seine kulturellen wie auch bildungsbezogenen Eigenheiten besser vermarkten. Schließlich war die Stadt das Zentrum des europäischen Humanismus des 15./16. Jahrhunderts und nach Köln und Prag die größte Stadt innerhalb des deutschsprachigen Raumes.
    Wer weiß davon wenn er heute von Nürnberg hört?


    Die im Vergleich zu Leipzig - aber auch zu vielen heute größeren Städten - große Altstadt ist ein Zeugnis davon. Dort werden immer wieder Bauprojekte verwirklicht, die hier im Forum leider nie auftauchen oder zu wenig behandelt werden.


    Nürnberg hat trotzdem sein Forum verdient. Die Stadt spiegelt wie kaum eine andere deutsche Großstadt die Geschichte mitteleuropäischer Stadtentwicklung wieder.


    Aber die Nürnberger sollten sich hier mal ein wenig mehr bemühen, keine Frage.


    D.

    Der U-Bahnhof Fürth-Hardhöhe wurde am 08.12. 2007 eröffnet, womit die U-Bahn Linie U1 ihren vorläufigen Endpunkt erreicht hat. Planungen sehen einen weiteren, aber derzeit nicht dringlichen Bahnhof in westlicher Richtung vor.


    Bilder sind hier zu finden:
    http://www.cityverkehr.de/bhf/u1_hf.htm


    Ausserdem befindet sich die Linie U3 seit dem 14. Juni in Betrieb, die sehenswerten, meines Erachtens sehr gelungen Bahnhöfe Maxfeld, Sündersbühl und Gustav-Adolf Straße wurden mit einem großen Fest begangen.
    auch hier lohnt ein Blick auf die Seite:


    http://www.cityverkehr.de/


    Besonders hervorzuheben ist an der offensichtliche Versuch, Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Ästhetik möglichst gut aufeinander abzustimmen. Ich denke es ist gelungen.


    D.

    Als Debütant möchte ich mich auch gegen die Auflösung des Subforums wenden.


    Es mangelt in Nürnberg weiß Gott nicht an Projekten, vielmehr an aktiven Mitgliedern die aus der Stadt breichten.


    Zur neuen, 600 Millionen schweren U3 mit samt ihren Bahnhöfen wurde hier kein Wort berichtet.
    Der NVEP der Stadt, welcher sich gerade in einem neuen Planungsstadium befindet, ist durchaus der Berichterstattung wert. Besitzt Nürnberg doch das wohl vielseitigste Nahverkehrsnetz einer deutschen Stadt dieser Größe (vollwertige U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn, bald offenbar auch Stadtbahn).
    Meine Heimatstadt vermag mit ihren Pfunden mal wieder nicht ordentlich zu wuchern. Die Leipziger machen es vor, wobei sich die Stadt strukturell eigentlich mit Nürnberg nicht auf Augenhöhe befindet. Nürnberg wächst, die Wirtschaft der Stadt ist vielseitig aufgestellt und das Messezentrum eines der bedeutendsten Europas.
    Heute wurde auch in der Lokalpresse berichtet, das ADIDAS seinen neuen Firmensitz in Herzogenaurach (Nachbargemeinde) bis 2010 für bis dahin 210 Millionen Euro ausbaut. Auch dazu war hier noch nichts zu lesen. Fotos davon wurden auch gepostet.
    siehe hier:
    http://www.nn-herzogenaurach.d…p?art=892413&kat=15&man=3


    Also Nürnberger, ran an die Tasten! Zeigt was die Stadt zu bieten hat!