Beiträge von Immobilienmogul

    Naja, der "mutige Investor" hat derzeit wohl ziemlich die Hosen voll, handelte in den letzten Jahren eher nach dem Motto "Augen zu und durch" und wird das Denkmal noch viele Jahre in den Büchern haben. Diese Mammutinvestition war einfach nicht mehr zu stoppen und wird für viele Jahre /Jahrzehnte auf der Zeil einmalig bleiben.


    Bei einem Weiterverkauf, als Beweis für den Erfolg und wie ursprünglich vorgesehen, müßten intern erst noch Abschreibungen in hoher dreistelliger Millionenhöhe verkraftet werden ... die werden wohl lieber über ein paar Jahre gestreckt mit den Mieteinnahmen .....


    Zum Glück haben wir es hier mit der MAB/ Rabobank mit einer sehr solventen Gruppe zu tun, in etwa den holländischen Raiffeisenbanken. Andere hätten zwischendurch schon schlapp gemacht.

    Habe es heute leider nur gegen 17:00 für 10 min geschafft mal unten durchzulaufen, einfach tolle Architektur! Vor lauter Trubel nicht hoch gewagt, zu voll, mußte wieder zurück ins Büro, als nix wie hinten raus am Palais vorbei, da wurde es auch schnell ganz leer.


    Kaum die Läden beachtet, war wie in den Museen vor Jahren, als auch dort die Hülle interessanter als die Auslegeware wurde. Das Raumgefüge im Innern ist klasse, man kann sich nicht satt gucken, wie es sich windet und weitet. Morgen gibt es eine längere Tour.


    Forget die Europapassage in HH, das hier ist besser. Die FünfHöfe in München ist auch vom Besatz her, aber vor allem wegen der Standortqualität dort eine andere Liga.


    Wer kann sich noch an früher erinnern, als man dort in die Post und später in den riesigen Telekomladen ging ?

    zu 575:
    zum Abregen hilft dem Frankfurter vielleicht ein Besuch in Prag: der monumentale Interconti-Klotz dort mitten in der Altstadt ist kaum zu toppen ...... und ist trotzdem gut besucht von Russen und Asiaten.... dort ist das Hotel aber wirklich ein Stachel im Fleisch!


    Da die meisten "Interconti-Kisten" in den letzten Jahren mit Fremdkapital noch und nöcher beladen wurden von irgendwelchen Heuschrecken-Konstruktionen, würde ich mir auf absehbare Zeit keine Hoffnung machen, daß da Luft für Refurbishments bleibt.


    Wirklich häßlich in der Ecke finde ich auch nur die kleinere Interconti - Dependance gegenüber, die Tanke und das Ex DinersClub -Gebäude ..... da tut und tut sich nix ...

    Wikos, welche "Minimalforderungen einer stadtgerechten Architektur" werden denn durchbrochen? Die Maßstäblichkeit und die Geschoßigkeit im Verhältnis zur Umfeldbebauung können es doch nicht sein, oder ? Die Notwendigkeit der Verjüngung des Kapitalstocks auch nicht.


    Auch sollte die neue Nutzung im Quartier "stadtverträglich" sein und für eine Belebung sorgen. Ok, die betriebswirtschaftlichen Abläufe, optimiert und kostengünstig bei einem Hotel, erfordern halt eine gewisse Monotonie, die sich auch ruhig in der Fassade widerspiegeln dürfen. Bei einem Bürogebäude ist das auch so. Und wie bei einem Bürohaus gibt es bei auch bei einem Hotel Nutzer, Betreiber und Investoren, die was Chices suchen und bei anderen ist das Budget knapp. Und das bei einem Drei-Sterne-Haus die Fassade seltener einen Preis kriegt als die von einem Fünf-Sterne-Haus ist auch keine Überraschung, das wird auch nach 2010 noch so sein...


    Ferner schreibst Du, die Verwahrlosung und der Niedergang ist vor allem das Ergebnis eines bevorstehenden Immobilieninvestments. Ursache und Wirkung funktionieren hier aber anders. Die kleinteilige Struktur im Viertel ist endgültig in den frühen 90ern mit dem Niedergang des Pelzgewerbes verloren gegangen. Wertige Nachfolgenutzungen siedelten sich nicht an, die kommunalen Mittel konnten auch die Wohnnutzung nicht festigen. Parallelen zu ziehen zum Häuserkampf der 70er, wenn es denn so gemeint ist, sind daher arg weit hergeholt.


    Per Order Mufti diese Hotellerie ins Gewerbegebiet drängen zu wollen schadet dem Wirtschaftsstandort Frankfurt, außerdem, was habe ich bei der Ludwigsstraße noch nicht bemerkt, damit eine bessere Eingangssituation zur Ludwigsstraße gefordert kann?

    Sorry, aber die Aufregung um die zwei abgerissenen Wohnhäuser und die Neubebauung mit einem Kettenhotel finde ich ziemlich lächerlich. Was erwartet ihr denn von der Ecke da? Lauschiges Nordend/ Bornheim Flair ? Flaneure, die sich dort an den EG - Auslagen erfreuen?


    Die Häuser mit den belanglosen Stuckandeutungen an den Frontfassaden hatten längst ihre wirtschaftliche Lebensdauer überschritten und liegen an einer absoluten Rennstrecke mit entsprechender Lautstärke. Die Grundrisse der Wohnungen waren bescheiden und die Sozialstruktur ist höchst fragil da, um es mal so zu nennen. Wer soll denn da investieren? Die Wertigkeit, die hier aufgerufen wird, gibt der Standort (noch) nicht her.


    Das Hotel wird aber zur Innenstadterweiterung und zur Aufwertung des Scharniers Bahnhof / Europaviertel beitragen, weil der Messestandort günstige, moderne Zimmer (mit Parkplatz) in fußläufiger Entfernung zur Messe braucht.

    Die beiden Grundstücke wurden von den Projektentwicklern bereits seit über 15 Jahren "entwickelt". Mitte der 90er hatte der Offene Immobilienfonds der Deutschen Bank etliche Grundstücke im Karree eingesammelt und wollte dort nach Abriß einen repräsentativen Bürokomplex zur Mainzer Land und zur Rudolfstraße errichten. Die Wohnungsmieter wurden für gutes Geld aus den Wohnungen gelockt und man wollte die Büromeile und den CBD durchgängig bis zur Galluswarte durchziehen (und da bog er auf einmal am Platz der Republik zum Messeturm ab ...).


    "Schuld" waren auch Kommunalwahlen, danach hatte ein rot-grüner Magistrat mit stadtplanerischen Maßnahmen die Wohnnutzung im Block festgeschrieben und aus war der Traum. Viele Jahre fand dort auch eine Zwischennutzung mit Wohnhilfeprojekten statt und der Fonds trennte sich wieder von den Parzellen.


    Die alten Häuser hatten wirklich nichts besonderes, mit dem Hotel wird sich endlich was tun, was den Straßenblock wieder attraktiver macht.

    Xalinai meint wahrscheinlich den hohen Riegel aus den 70ern nach dem Kaiserlei Rondell auf der linken Seite auf der Berliner Straße Richtung Offenbach.


    Das Gebäude steht seit vielen Jahren leer nachdem es Siemens freizog und in die Hochtief Projektentwicklung ging. Es war mal im Bestand des Degi Fonds. Mal gespannt, ob es eines Tages revitalisiert oder abgerissen wird.


    Siemens hat, da es der Kraftwerksparte gut geht, den 2. BA gemietet, der derzeit gebaut wird.

    Finde es fazinierend, daß hier so früh das Thema Oederweg angegangen wird. Wenn es nur um die Erneuerung der Fassade ginge, hätte das ja wohl noch Zeit gehabt.


    Da steht wohl eine Umnutzung (und Aufstockung) der dahinterliegenden Flächen an. Die standen ewigst leer und nun geht man das Thema wohl Richtung Büro (?) an.

    Naja, nachdem derzeit viele Kanzleien sehr gut damit beschäftigt sind, zu prüfen, inwieweit alle möglichen Verträge aus den Boomtagen zu knacken sind, wäre es zumindest keine außergewöhnliche Sensation, wenn der eine oder andere Miet- oder Pachtvertrag eben gar nicht erst angetreten werden muß.


    Von daher heißt es weiterhin zittern und hoffen, ein Hyatt-Turm würde sich da ja sehr gut machen (will auch endlich da mal einkaufen gehen)!

    und bitte noch etwas zur Ehrenrettung des Investors (GWH/ Helaba) und der ersten freiwilligen Bewohner, die hier kaufen sollen und trotz allem Immobilienmarketing-Gedingse: Das Projekt wird letztlich im Gallus stehen und sich nur ins "Europaviertel" orientieren.


    Da muß man Selbstzahler erst mal hinkriegen! Dafür find ich die Architektur ruhig und gelungen. Ist doch nicht jeden Tag eine IBA mit fettem Budget!

    Äh, Bosch wird in den nächsten Monaten leider besseres zu tun haben, als sich um diese Wiese zu kümmern.


    Bosch ist deswegen so riesig und gewaltig (wären Bosch an der Börse und nicht eine Stiftung, wäre man ganz, ganz oben im DAX-Olymp), weil Bosch als Schwabe gut rechnen und wohl auch gut mit Risiken umgehen kann.


    Leider haben sie in 2007/08 dann doch keinen finden können, der ihnen für gutes Geld endlich das Filetgrundstück abnimmt und darauf spekulativ ein Hochhaus errichtet. IVG wird drei Kreuze machen, dass sie das nicht auch noch an der Backe haben.


    Und wir sind froh, daß dieses Grundstück noch in stabilen Händen ist und nicht auch noch den Immobilienmakt belastet.

    "Schmarotzer-Gemeinde" finde ich zu arg und negativ. Als Korrektiv gesehen, kann man da viel Positives abgewinnen (ohne Eschborn Süd, West, Ost zu mögen ....).


    Wir sollten froh sein, daß es jeweils Umlandgemeinden gibt, die dem jeweiligen systembedingten gierigen lokalen Kernstadt-Fiskus die Grenzen aufzeigt. Steuerwettbewerb ist per se notwendig und nutzt dem Bürger (und hält Betriebe in Rhein-Main).


    Da wir in Deutschland nun mal als einzige wesentliche kommunale Steuerhoheit und Gestaltungsmöglichkeit nur die unterschiedlichen Hebesätze für die "Gewerbesteuer" kennen, ist dies die Chance für eine Kommune, sich zu profilieren. Wenn wir hier die Steuerhoheit weiter auf die Kommune runterbrechen könnten, würde der Staat sich viel Gestaltungspotential und Legitmiation holen. Er traut sich nur nicht.

    Damit hat ja endlich ein Projekt, daß mit dem letzten Hype 2000/01 eigentlich schon vermarktet werden sollte, endlich seine Mieter gefunden (wer hätte damals gedacht, daß da mal Finanzbeamte landen..). Zog sich dann auch in 2008 noch ewig hin mit der OFD und der eingeschaltetetn OFP/Helaba-Connection. Immerhin, Glückwunsch!


    Der Abschreibungsbedarf bei Bouygues/ Aareal dürfte gewaltig gewesen sein. Schade, daß sich hier kein kommerzieller Erfolg eingestellt hat, das Haus ist echt gelungen und die Lage ist gar nicht so unattraktiv. Also, keine Häme für die armen Franzosen, daß sie hier so viel Geld in den Sand gesetzt haben - finde es bedauerlich, daß in Frankfurt wieder kein internationaler Entwickler reüssieren konnte.


    Bin mal gespannt, welcher Endinvestor jetzt auf niedrigem Niveau und mit langfristigen, bonitätsstarken Mieter einsteigt....