Beiträge von Chandler

    Eben, das ist die Altstadt. Platz für ultra modere Architektur gibt es in der Stadt genug. Es wäre sinnvoll besser zu warten, ...............


    Da steht schon lange keine Altstadt mehr. Und es ist sinnvoll sich am Cubix zu orientieren da das nun mal in Zukunft dem neuen Gebäude gegenüberstehen wird.


    Den unteren Teil des Entwurfes mit der goldenen Schrift auf den schwarzen Platten finde ich in Ordnung. Die Verkleidung des oberen Teils wird aber in der Realität sicher viel dunkler wirken als auf dem Bild.


    Aus Sicht der Einzelhandelsbeschäftigten ist aber hier, (wie bei fast allen Neubauten) störend dass ihnen kein Tageslicht bzw. Ausblick zugestanden wird. Wobei es aber vermutlich einen Innenhof geben wird von dem aus etwas Licht in die Geschäfte fallen könnte.

    Schade, dass man nicht am zweiten Entwurf festgehalten hat. Die wesentlich vertikaler gegliederte Fassade mit der ausladenen Ladenfront hat dem Platz doch irgendwie besser getan. Die neue Fassade zieht den Bau für meinen Geschmack zu sehr in die Breite.


    Die Änderung der Fassade verbessert aber die Symmetrie des Platzes. Denn das Gebäude an der gleichen Stelle auf der südlichen Seite hat eine ähnlich in die Breite gezogene Fassade wie der neue Entwurf des linken Gebäudes des Neubaublocks





    Problematisch bleibt aber dass der Arkadengang auf der nördlichen Seite der Leipziger Straße weiterhin durch den unsanierten Altbau gegenüber des Bundesrates unterbrochen ist.

    Heute lag ein Faltblättchen zur Anwohnerinformation im Briefkasten. Es wird um Verständnis für die Belästigung durch Lärm und Schmutz in den nächsten Jahren gebeten. Der Rohbau soll bis Oktober 2012 fertig sein, die Fassade bis November 2013 und bis Januar 2015 soll es dann bezugsfertig sein.


    Die Abbildungen sind die gleichen die auf der vorigen Seite von Joking gepostet wurden. Die Fassaden sollen mit hellem Naturstein verkleidet werden. Die Gesamtkosten sind mit 208 Mio€ geplant.


    Die Flächenangaben sind. Grundstücksfläche 36.000 qm, Nutzfläche 40.322 qm, Bruttogeschossfläche 75.000 qm.
    Also anscheinend 35.000 qm für Flure und Treppenhäuser usw. oder die Tiefgarage?

    "So gesehen wäre das Bürgerforum die Repräsentanz der „Stadt Berlin“ innerhalb der „Hauptstadt Berlin“. "


    Hmm, nein, es wäre eine Repräsentanz des Bundes. Eine Repräsentanz der Stadt würde ja eher vor das rote Rathaus passen.



    " Denn egal was, wann und von wem dort gebaut wird, Hauptsache für mich ist, dass dort überhaupt etwas erträumt UND auch realisiert werden kann."


    Wer nicht weiß dass dort mal ein Gebäude geplant war wird dort wohl auch keines vermissen oder erwarten. Irrititierend für Besucher wirken nur die tiefen Straßengräben und fehlenden Fußgängerüberwege.


    Da man aus Angst vor Terroristen jetzt auch die Touristen aus dem Bereich um die Regierungsgebäude fernhalten möchte hat sich das Konzept auf absehbare Zeit ohnehin erledigt.

    ^ Ich kann auch nicht nachvollziehen warum man diese Platzverschwendung zulässt. ..


    Die seinerzeit von Schäuble vorgebrachte Begründung für den Neubau des Ministeriums war die höhere Terrorsicherheit gegenüber dem bisherigen Standort. Dementsprechend wird natürlich auch gebaut. Ich hoffe das wenigstens ein Fußweg zum Hauptbahnhof für die Öffentlichkeit (also mich;-) nutzbar sein wird.

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    Sehe ich nicht so. In das Erotik Museum gehen eher Touristen. Und ortsansässige unauffällige Männer die in Sex-Shops gehen stören eigentlich kaum jemanden.


    Die Obdachlosen, Drogensüchtigen usw. die sich an der Ecke aufhalten gehören nicht zur Beate Uhse Kundschaft und halten sich dort aus anderen Gründen auf.


    Trotzdem wäre es natürlich schön wenn das Gebäude aufgehübscht oder ersetzt würde.

    Der fabeau fashion blog weiß mehr


    Laut HGHI liegt die Vermietungsauslastung bei rund 80%. Vorvermietung: ZARA rund 2.000 m², Esprit 1.400 m², Gina Tricot 780 m².


    Hmm, ist doch eigentlich ein überflüssiges Projekt. Zara und Esprit gibts ja schon um die Ecke in den Postdamer Platz Arkaden, in der Friedrichstraße (Upper Eastside), im Alexa und jeweils gleich doppelt am Tauentzien. Das wird bei den übrigen Filialisten die dort einziehen gewiss ähnlich sein. Der 100xste H&M wird sicher nicht fehlen.


    Gehört wohl zum Revierverhalten der großen Filialisten sich einfach erstmal in jedes größere Neubaucenter für 10 Jahre einzumieten.


    Aber da es den Vorzug hat dass ich bequem durch den Park hinspazieren kann soll es mir recht sein. Allerdings wird es ja noch mindestens 2-3 Jahre dauern bis es dann so weit ist.

    Bei Sonnenuntergang sieht es von hier aus gesehen ganz passabel aus. ;) Es wirkt beinahe durchsichtig. Allerdings ist die optimal zum Abendrot passende Beleuchtung der oberen Stockwerke vermutlich nur Teil des Festival of Lights.


    Spannend ist auch ob zuerst die Siegessäule oder das Hochhaus abgerüstet wird.


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    Wenigstens
    - entspricht sein Farbspektrum den umliegenden Bauten
    - fügt sich die EG-Zone gut ein
    Es hätte also schon noch ein bisschen schlimmer kommen können.
    Vor allem jedoch besser...


    - Das Streifenmuster des Zierpflasters auf dem Platz wird in der Fassade aufgenommen und kunstvoll variiert.:lach:


    Ich mag es aber trotzdem nicht.



    Es dürfte sich also nicht um einen Neubau, sondern um eine renovierte Platte handeln. Deshalb auch die kleinen Fensterchen...


    Hmm, aber die neuen Fenster sind ein wenig anders angeordnet und haben eine andere Größe. Die Höhe des Erdgeschosses ist dann ja immerhin den DDR-Bauherren zu verdanken.

    Neues Hotel am Bethlehemkirchplatz.


    Nachdem das Gerüst abgebaut wurde tritt es in seiner ganzen Schlichtheit zu Tage. Der Trend zu möglichst kleinen Fenstern bei Hotelneubauten ist mir schon häufiger aufgefallen. Da scheint man wirklich mit jedem Cent bei den Bau- und Reinigungskosten zu knausern. Dabei ist es eigentlich in guter, zentraler und doch ruhiger Lage am Checkpoint Charlie.


    Hätte denn die Stadtverwaltung da nicht stärker eingreifen können?


    Hmm, ich glaube es ist ein 4Sterne Hotel und in den Plattenbauten und Hochhäusern in der Umgebung des Alexanderplatzes wohnen auch eher wenige Millionäre. Überteuerte Designerkleidung gibt es u.a. deswegen vorwiegend am Kudamm zu kaufen.


    Trotzdem wäre es natürlich schön wenn der Sockelbau wenigstens ein wenig aufgehübscht würde. Besonders der Abschluß in Richtung Hines Neubau.

    #435
    Bzgl. Fassadenpreis 2008 und den drei prämierten Häusern.


    Auf mich wirkt das Zusammenspiel aus der Farbgebung der Wände und den Poroportionen sowie der Anordnung der Fenster der beiden Wohnhäuser eher deprimierend bis beklemmend. Unter schlichter Eleganz stelle ich mir etwas anderes vor.


    Aber vielleicht wirken sie in der Realität angenehmer als auf den Fotos.

    An alle passionierten "Modernisten" und Wiederaufbaugegner:
    Schon einmal daran gedacht, dass sich manche Menschen einfach noch an Schönheit und Harmonie erfreuen können? Einfach nur daran und ohne irgendwelche ideologischen Hintergedanken.


    Wenn man die einzige Möglichkeit ein schönes und harmonisches Gebäude zu bauen im Wiederaufbau des Vergangenen sieht ist man aber schon sehr vergangenheitsbezogen und in der "früher war alles schöner" Falle gefangen. Mode wiederholt sich natürlich und Retrostil kann ja auch ganz nett sein. Aber es gibt ja auch reichlich Auswahl in der Vergangenheit.


    Ben
    Es geht ja nicht um einen Investorenbau sondern um ein öffentliches Museum bzw. eine Bibliothek. Und allzuviele öffentliche Neubauten dieser Größe in der Stadtmitte wird es in unserer Lebenszeit wohl nicht mehr geben. Das heißt "Geschichte wird gemacht".


    Bez. #372
    Und wenn man eine Reko grundsätzlich ablehnt, auch wenn es vielleicht wieder angesagt ist, dann ist man in der "Früher war alles Sch*"-Falle gefangen, oder wie?


    Interessante Frage. Ja, so ähnlich ist das wohl. Ich wollte an der Uni mal ein Seminar über die "Psychologie der Ästhetik" besuchen. War aber völlig überfüllt und der Prof weigerte sich zu beginnen ehe nicht mindestens 2/3 der Interessenten gegangen waren. Es waren übrigens auch viele sehr schöne Frauen anwesend. ;)


    Ich habe mich oft gefragt wie ich in den 50/60er Jahren über mir heute unsagbar häßlich und unpassend erscheinende Neubauten zwischen Gründerzeithäusern gedacht hätte.

    Weder gab es ein preußisches Kaiserreich; auch handelte es sich beim Stadtschloss nicht ....


    Geschenkt. Ich komme eigentlich aus Hessen usw.. Ersetzen sie einfach "zentraler Repräsentati..." durch Vergangenheit und Gegenwart.
    Schließlich ist ja das Tolle an Berlin "die ständige Veränderung" usw. usf. wie jeder Tourist zu berichten weiß.



    Übrigens: sowohl das Prinzessinenpalais, als auch das Kronprinzenpalais Unter den Linden waren vollkommen zerstört und wurden nach dem Krieg zunächst abgerissen. Erst Jahre später führte die DDR-Führung originalgetreue Rekonstruktionen der Aussenfassaden durch. Wussten Sie das?


    Naja, damals hat mich auch noch niemand nach meiner Meinung gefragt.;)

    DaseBLN + Kent
    Da schleicht sich mir ein breites Grinsen aufs Gesicht. Dass es beim Schloßwiederaufbau nicht um rationale Argumente sondern um Emotionen geht ist ja wohl offensichtlich.


    Im Artikel wird ja auch geschrieben dass man den Bau den zugedachten Funktionen [ 2 Museen und die Zentral- und Landesbibliothek] gemäß konstruieren sollte. Und selbst die Schloßbefürworter bestreiten wohl nicht das es da funktional bessere Lösungen als den Schloßwiederaufbau gäbe.


    Und was die Symbolkraft angeht ist der Unterschied zwischen "Wiederaufbau des längst vergangenen zentralen Repräsentativbaus des ebenfalls längst vergangenen preußischen Kaiserreichs" und einem zeitgenössichen Neubau als Repräsentativbau unserer Jetztzeit wohl auch ziemllich eindeutig. Mal ganz abgesehen von der absichtsvollen Auslöschung der ja historisch auch nicht ganz unbedeutenden DDR-Zeit an dieser Stelle.

    Naja, bzgl. des 'dicken Vollziegelmauerwerks' bilde ich mir zumindest ein dass es besonders im Hochsommer zu einem deutlich angenehmeren Raumklima führt als in vielen Neubauten. Also scheint es einen realen Vorteil zu bieten.


    Generell nehme ich an dass die Gründerzeitbauten im Vergleich zu den älteren engeren Fachwerkhäusern eine Verbesserung der Wohnbedingungen brachten. Ich nehme an deine Kritik beruht auf der Unterstellung dass man bei einer weniger aufwendigen Bauweise zu gleichen Kosten mehr Wohnraum hätte schaffen können. Hmm, mag ja sein.


    Bzgl. der Kosten der Fassade. Ich wohne derzeit in der sogenannten Bundesschlange. Für die Backsteinoptik die wir hier haben musste ja vermutlich auch jemand auf dem Gerüst stehen und jedes Steinchen einzeln ankleben. Also zumindest in diesem Fall gab es dann wohl schon ausreichend Spielraum für mehrere Gestaltungsoptionen und Materialien. Bei Hochpreis-Projekten wie den Park-Side-Appartments wäre vermutlich sogar der Spielraum für Raumhöhen über 3m vorhanden gewesen.


    Die polierten Steinplatten an vielen Bürogebäuden sind ja vermutlich auch nicht die billigst mögliche Alternative.


    Was die Behörden angeht will ich persönlich mich da auch gar nicht beklagen. Wenn sie etwa beim Mediaspreeprojekt dafür sorgen das es einen öffentlich begehbaren Weg am Spreeufer gibt oder verhindern dass jemand den Tiergarten zubaut bin ich ich ja schon glücklich. Man liest ja z.B. hier auch Meinungen die sich wünschen das der Platz vor dem Kanzleramt und die Wiese vor dem Reichstag bebaut werden. Dazu noch ein Ring von Bürogebäuden im Tiergarten usw.


    Da ist ein Gegengewicht schon wichtig.


    Edit: Ach ja, hatte ich schon erwähnt das die Kritik am Schmuck der Gründerzeitbauten meist von Leuten kommt die sich selbst dafür entschieden haben in eben solchen Häusern und Wohnvierteln zu wohnen und deshalb nicht ernstzunehmen ist. ;)

    Hmm, interessante Diskussion.


    Die allgemeine Verbreitung und Beliebigkeit des Fassadenschmuckes bis hin zu den Schauseiten billiger und menschenunwürdiger Wohnhäuser ist gewissermaßen ein Resultat der mangelnden baukulturellen Bildung der "Masse", die während der Gründerzeit erstmalig im großen Stil als Bauherr auftritt. Diese Entwicklung fiel aber wieder in sich zusammen, da allein mit der Masse des Schmuckes innerhalb der vielen Konkurrenten auch kein Staat zu machen war und da die äußere Erscheinung die bekannten inneren Mängel nicht dauerhaft übertünchen konnte.


    Letztlich war die Akzeptanz des beliebigen Ornamentes auch in der breiten Masse von kürzerer Dauer, als die später .......


    ....deren Halbwertzeit oft auch nicht länger als es die ursprüngliche einer durchschnittlichen Gründerzeitkaschemme ist.


    Ähm, Gründerzeithäuser zeichnen sich (neben der Fassadengestaltung) in der Regel durch dicke Vollziegelaußenwände, hohe Räume und große hohe Fenster aus.


    Einzige "Mängel" waren die aus heutiger Sicht unzureichende Sanitäre Ausstattung und die Ofenheizung. Wenn dies aber im Rahmen einer Sanierung behoben wurde sind die Wohnungen offensichtlich attraktiver als fast alles was in den 500 Jahren davor und den 100 Jahren danach gebaut wurde.


    Das kann man ja z.B. in Berlin in Charlottenburg oder Prenzlauer Berg unschwer beobachten.


    Das Wichtigste an der Fassadengestaltung sind auch gar nicht die jeweiligen konkreten Details sondern die Tatsache dass man sich im Gegensatz zu der Zeit von 1950 bis 1980 überhaupt bemüht hat eine attraktive Fassade zu gestalten.




    Andererseits zeigt sich der "mündige Bürger" von heute auch als ziemlich kompromisslos und uneinsichtig, was die Rahmenbedingungen und Erfordernisse der Neuzeit betrifft.


    Ich schätze der mündige Bürger spürt dass die "Sachzwänge" häufig nur als billige Ausrede für Fantasielosigkeit und Gefühllosigkeit des Bauherrn und Untätigkeit der Behörden dienen.


    Eine ähnliches Problem konnte man meiner Meinung nach z.B. auch bei der Gestaltung der Gehäuse von Computern und Mobiltelefonen beobachten. Viele Jahre lang waren die Entscheidungsträger offenbar der Meinung jegliche (auch nur gedankliche) Investition in ein attraktives Gehäuse sei Verschwendung von Gehirnkapazität und sonstigen Ressourcen.


    Da ich allerdings gelesen habe dass dir die Parkside Apartments am Potsdamer Platz besonders gut gefallen könnten wir wohl ohnehin keine Einigkeit über gelungene Architektur erzielen. Ich habe neulich erst eine Viertelstunde auf dem Rasen davor gesessen und sie auf mich wirken lassen. Nach wie vor erscheinen sie mir abweisend und unattraktiv. Ausreichende finanzielle Mittel für "unzeitgemäße" Alternativen aller Art standen da ja vermutlich auch zur Verfügung.