^ Es gibt immernoch das Förderprogramm Jung kauft Alt, was den Erwerb von Eigentum fördert (mit der sinnvollen Verknüpfung sich eine Bestandimmobilie zu kaufen), es kommt wohl nur nicht so recht an, habe ich gelesen.
Ich kann mir schon vorstellen, dass es in der Theorie die Unterschiede, die ihr hier aufzählt gibt und sie klingen auch ganz logisch. Meine Erfahrung zeigt aber vor allem, dass Eigentumsimmobilien oft "besser" dastehen, weil es (mal mehr, mal weniger) Leute im Haus gibt, die das Thema interessiert. Andere sitzen in den WEG-Versammlungen und sagen kein Wort oder kommen einfach jahrelang gar nicht. Manche quatschen dort viel und rühren selbst keinen Finger. Man kann die ganze Arbeit ja einfach mit Geld bezahlen. Umgekehrt sieht man gerade in Berlin auch haufenweise Mieter, die vor "Ihren" Läden oder vor "Ihren" Häusern fegen, Beete pflanzen und auch Reparaturen (am fremden Eigentum) vornehmen. Ob das dann allen und vor allem dem Vermieter gefällt, steht auf einem anderen Blatt. Zu sehen ist es aber sogar in den unbürgerlichen Stadtteilen häufig.
Als ich selber mal nach Eigentum gesucht habe, habe ich auch schon Protokolle von WEGs gelesen, in denen ein so schlechtes Miteinander herrschte, dass man sich auf keine Erhaltungsmaßnahmen einigen konnte. Es wurden dann vom Verwalter Zwangsmaßnahmen angedroht! Schwer vorstellbar, wenn es um den Erhalt oder gar die Aufwertung des Eigentums geht. Da möchte man als halbwegs engagierter Mensch dann auch kaum noch dazu ziehen...
Ich bleibe noch dabei: Autonomie, ökonomische Eigenverantwortung und Verbundenheit mit der städtischen Gesellschaft und dem Staat insgesamt hängen für mich nicht am Besitz von Wohneigentum.