Beiträge von Sprotte

    @ Midas:
    Hier habe ich die beiden Städte HH und B miteinander verglichen. Das gilt für eine nationale Bewerbung und nicht aus internationaler Sicht.
    Wenn Steuergelder verwendet werden, dann soll das wirtschaftlcih und gesellschaftlich auch einen Effekt haben. So sehe ich das. Und hier könnte Berlin gegenüber HH wirklich noch einiges gebrauchen. Olympische Spiele würden (wenn man es richtig macht) Investitionen anziehen, Infrastruktur verbessern, den Wirtschaftsstandort aufwerten, Image aufbessern und auch städtebaulich Dinge anschieben, die ohne Olympia nicht durchsetzbar wären. Und hier ist Berlin eine komplette Baustelle und Hamburg eine gut aufgestellte (oder sagen wir: im Vergleich zu Berlin sogar sehr gut aufgestellte) Stadt.
    National hätte es wahrscheinlich eine Region wie das Ruhrgebiet am nötigsten. Aber darum geht es dann bei Olympia am Ende auch nicht - da hast du recht Midas. Aber wenn ich HH und B vergleiche, schaue ich nicht nur darauf, was die schöneren Spiele wären, sondern auch was olympische Spiele langfrtig bringen könnten. Sydney und Barcelona sind hier sicherlich super Beispiele. Athen wohl eher ein negativ Beispiel, das zeigt wie ein Olympia Effekt schnell verpufft.

    Für Berlin würde ich es mir wünschen, wenn die Stadt die Spiele beklommen würde, denn ganz ehrlich kann Berlin die Spiele viel viel besser gebrauchen als Hamburg.
    Ich glaube auch, dass man nahezu eine Hauptstadt (bzw. eine international bkannte Metropole - wie Sydney 2000) braucht um sich für Olympia zu bewerben. Hamburg ist sicherlich europaweit eine Nummer. Spielt aber international nicht Champions League.
    Wer weiß, vielleicht hat ja langsam das IOC erkannt, dass es nicht so weiter geht. Der Westen verabschiedet sich ja langsam von Olympischen Spielen, denn die Akzeptanz gegenüber dem Postimperailstischen Stil den das IOC an den Tag legt tendiert ja gegen Null. Siehe die Entscheidungen in München oder Sankt Moritz für bzw. gegen Olympia 2022. Auch Oslo wangt nun. So wie es aussieht stehen für Olympia 22 dann sage und schreibe zwei Kandidaten: Peking und Almaty in Kasachstan. Das wäre ein Gau für das IOC.
    Das IOC muss die olympischen Spiele neu erfinden. Weg vom Gigantismus hin zu mehr nachhaltigkeit und bezahlbarkeit.
    Hier wäre Hamburg der absolute Traumkandidat. Hamburg würden sicherlich Topspiele - kleiner, überschaubarer, am Wasser mit toller Kulisse - so wie es scheint auch nachhaltig geplant. Dazu in einer lebenswerten und sportbegeisterten Stadt. Ich bezweifle aber, dass das IOC schon so reif ist und eine solche weise Entscheidung mit HH treffen wird.
    Wenn Paris oder eine amerikanische Metroploe wie San Francisco oder Chicago den Hut in den Ring wirft, wird es Hamburg sehr sehr schwer haben. Hier könnte nur Berlin mithalten.
    In Berlin werden Spiele aber glaube ich nich durchsetzbar sein - wegen der grundsätzlichen Antistimmung gegen alles. siehe Tempelhof, Mediaspree etc. etc. (Mensch Berlin werd mal erwachsen).
    Ich fasse zusammen: Berlin hätte es nötiger und wohlmöglich international mehr Chancen - lokal aber keine Unterstützung.
    Hamburg würden die besseren, die moderneren, weil kleineren Spiele - international fehlt HH aber leider der Punch.

    Zum Alex:


    Ich würde Größe behalten. Mit Sockebauten und Hochhäusern wäre das eigentlich eine gute Größe.
    Ich würde den aber drüber nachdenken, ob man nicht zwei oder drei Pavillons für Gastronomie unterrbingen kann, Bäume und Bänke und durch eine neue Platzgestaltung (vielleicht mit unterschiedlichen "Ebenen", kleinen Treppen was acuh immer) das ganze besser fasst.
    Wo würde denn bei dir libero die Straßenbahn fahren?

    meine Anmerkungen:


    1) Alexanderplatz Bebauung: Wird der Platz dann nicht viel zu klein?


    2) Alexanderplatz Tor: Die Idee ist toll. Würde mich irgendwie an den Grand Arche in Paris erinnern. So wie du das in deinem Bild eingesetzt hast würde das glaube ich aber eher wie ein Riegel wirken. Hätte Sorge um Sichtachsen Richtung Karl Marx Allee. Vielleicht wäre es besser etwas in die Mitte der Straße zu setzen (verkehrstechnisch wahrscheinlich komplett daneben) so à la Stadttor Düsseldorf.


    3) Silhouette:
    Ich fänd es schön, wenn am Ende eine passende Silhouette herausspringen würde deren Zentrum/Fixpunkt der Fernsehturm ist. Cool, wäre es, wenn es sich dahin aufbauen würde. Wenn 10 Hochhäuser gleicher Höhe nebeneinander stehen, geht jedes in der Masse unter und auch die Skyline sähe eher aus wie eine Wand. Gutes beispiel ist Frankfurt. Hier baut sich alles zum Commerzbank Turm auf. Zumindest wirkt es so, aus einigen Perspektiven.


    Insgesamt glaube ich aber, dass Haus der Elektroindustrie nicht mehr weggkommt. Vielleicht könnte man hier über einen Druchbruch reden.


    Toll und urban fände ich es, wenn neben der Häuserschlucht irgendwo auch Raum für einen Stadtplatz wäre. Was ist mit Grünflächen außer den Bäumen?
    Weitere Parallelen die ich mir für Berlin wünschen würde: Freitreppe, Times Square, piccadilly circus

    Bethlehemkirchplatz

    Ich habe neulich mal gehört, dass es Überlegungen gibt, dass die Botschaft Bulgariens abgerissen werden sollten. Ein Bekannter von mir wohnt in der Borschaft und hat mir das erzählt. Finde leider nichts im Internet darüber. Hat einer weitere Infos? Oder ist das nur ein faules Gerücht?
    Wenn es so wäre und sich attraktive (vielleicht kleinteiligere Bebauung - zumindest gegenüber dem Bethelhemplatz) Nachfaolgebebauung anschließen würde, dann könnte mit dem Bethlehemplatz ein netter belebter Platz entstehen.


    Anschlussfrage: Bleibt auf dem Platz eigentlich das Gerüst der Kirche stehen?


    Vielleicht wäre das auch der Startschuss für ein attraktiveres Umfeld Richtung Checkpoint Charly. Eine attraktive Fassade würde natürlich auch die Leizoger Straße verbessern.

    Zeitschicht

    @ Konstantin: in Berlins Mitte sehe ich außer dem Rathaus und der Kirche und dem eigentlich nur eine dominierende Zeitschicht und zwar die Zeit der DDR.
    Fernsehturm + großzügige Sockelbebauung mit Platzgestaltung, Rathauspassagen, das Haus an der Panoramastraße 1 und den zwei großen Platten an der KLS. Es würde doch keinem weh tun, wenn die Platten an der KLS fallen. Es würde ja immer noch sehr viel Zeitgeschichte der DDR übrig bleiben. Mir würde erhlich gesagt der Fernsehturm sogar reichen, denn hinter den Bahnschienen am Alex ist ja noch reichlich DDR Architektur zu finden.
    Es fehlen hier vielmehr andere Zeitschichten.

    @ Libero

    stichwort Konflikte vermeiden:
    Genau das Beispiel Weltzeituhr zeigt ja schon in diesem Forum an was die Leute sich aufhalten. Genau solche Konflikte sollte man veruchen zu vermeiden, sonst wäre die Schlagzeile: Inverstor will Weltzeituhr vom Alex verschwinden lassen. Dann redet die Welt nur darüber und keiner über das wesentliche.


    gleiches könnte ich mir bei den Flügelbauten rund um den Fernsehturm vorstellen. Hier kann ich mir vorstellen, dass man kritikern nur eine Angriffsfläche bieteten würde, wenn diese knallhart wegfallen.

    libero

    Vielleicht solltest du in deiner Planung zwei Nebenbedingungen in deiner Planung bedenken:


    1) alles wird nicht von heute auf morgen geändert. Aleine aus verkehrstechnischer Sicht. Es sollte daher auch Stufenweise entwickelt werden können.


    2) offensichtliche Konflikpunkte vermeiden. Beispielsweise die Weltzeituhr vom Alex versetzen. Dein Konzept klingt schlüssig, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es für so etwas eine Mehrheit gibt.

    Platten

    Im schlimmsten Fall sind die Eigentumsverhältnisse so, dass die Wohnungen zig verschiedenen Eigentümern gehören und man sich dann nie einigt. Außerdem kann man mit einem 10 oder 12 Geschosser sicherlich auch ganz gut Geld verdienen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Dinger marode sind. so übel sehen sie leider nur nicht aus. und vermietet sind die scheinbar auch komplett.

    @ Bato: Ja klar ist das super teuer. Deshalb erwarte ich da auch nichts. in jedem Fall nicht in den nächsten 20 Jahre und dann müsste ja eh noch Planfeststellung und Bau passieren. Also selbst wenn es etwas geben würde, sicher ist 2040 noch zu optmistisch. eher 2050. und vielleicht macht man es dann aus anderen gründen nicht mehr.


    @ Bau-Lcfr ich finde das centre pompidou das genialste Gebäude überhaupt. Genau dieser Bruch ist der Hammer. Wenn ich in Paris bin, gehe ich da immer wieder hin, weil mich dieser Bruch so begeistert - und ja ich weiß sonst eine schäne Altstadt sehr zu schätzen und bin in vielen Bereichen für Wiederaufbau.
    Gäbe es gute Leitbauten aus der Vergangenheit im RF, wäre ich auch für ein oder zwei Rekos.
    In Berlins Mitte, hätte ich aber gerne auch einen modernen (keinen Klotz) Akzent. Einer Großstadt, Haupstadt würdig. Im übrigen halte ich ein Konzept das nur auf Historie setzt kaum für durchsetzbar. Daher suche ich nach einem Kompromiss. Es ist doch wohl ziemlich unrealistisch, dass sowohl der Moltkenmarkt, als auch das RF und das Marx Engels Forum alles nur kleinteilig bebaut wird.
    Allein schon weil es so viele Unterstützer der alten DDR Planungen gibt, die diesen ganzen Freiraum feiern, der aus meiner Sicht alles nur nicht urban ist.

    Super Ansatz

    Hallo Libero,


    großartig was du das entwickelt hast. Könnte ich definitv mit leben, wenn es so kommen würde. Ich möchte aber ein paar Dinge ergänzen bzw. vielleicht anregen.


    1) Forum:
    - die Form ist nicht ganz mein Fall. Egal. Hier fände ich es gut, wenn es einmal einen bedeutenden autofreien/verkehsfreien Platz in Berlin gäbe. Egal ob Alexanderplatz, Genarmenmarkt oder auch Breitscheidplatz überall fahren Autos oder Straßenbahnen.


    - zudem fände ich es gut, wenn es einen stärkeren Bezug zur Spree gäbe. Aölso tatsächlich Spreeterassen. Gerne auch ein Freitreppen ähnlich wie der neue Rheinboulevard in Köln.


    2)"Ost-West-Achse":
    - was soll dahin? Geschäfte - eine Fußgängerzone?
    hier hätte ich Sorgen, dass es zu schmal ist um metropolartig zu wirken. Ich würde mir einen Boulevard (autofrei) à la Esplanade in Helsinki wünschen mit großen Bäumen und Cafés.


    3) modernes, bedeutendes Gebäude:
    ich vermisse einen prominenten Platz für ein modernes Gebäude, was auch ein guter Kompromiss für alle Kritiker wäre.


    4) Leitbauten:
    - gäbe es vielleicht 2-3 bedeutende Leitbauten aus der Vergangeheit, die würdig wären wiederaufgebaut zu werden?


    5) KLS-Bauten/ Verlegung der Straße:
    ich fände es auch toll, wenn die Bauten fallen würden. Halte das aber komplett für unrealistisch in der derzeitigen politischen Gemängelage, der Wohnungsproblematik und natürlich der Verkehrssituation.
    Ich halte es im übrigen auch für möglich das Zentrum beruhigen zu können und auch als absolute Zielaufgabe, es dahin zu entwickeln. Aber selbst wenn man heute anfangen würde, würden die Planfesstellung für mögliche Tunnel etc. 10 + X dauern und dann noch die Bauzeit. Also die Verkehrssituation wird sich sicherlich nicht bis 2035 oder 2040 so ändern, dass man die KLS umbauen kann.



    Toll fände ich es im übrigen, wenn es wirklich duch deine Ideen, zu einer öffentlichen Debatte kommen würde.

    überflüssige Diskussion

    Ich glaube die Diskussion ist recht überflüssig. Berlin hat schon drei Welterbestätten (Museumsinsel, Schlösser und Wohnsiedlungen der Moderne). Gegenüber Gesamtdeutschland schon deutlich überrepräsentiert. Da sich Deutschland jedes Jahr nur mit einem Vorschlag bewerben kann, wird es wohl Jahre wenn nicht Jahrzehnte dauern bis Berlin nach den anderen Bundesländern wieder einmal am Zug wäre Kandidat zu werden. Alleine um auf die aktualisierte nationale Vorschlagsliste (Tentativliste) zu kommen würde es wohl lange dauern. Diese wird nach meiner Info 2015 aktualisiert. Hier mussten die Vorschläge aber schon 2012 eingereicht werden. Ist einer vielleicht vom Fach und kann hier ein paar Infos zu geben, wie realistisch das Unterfangen überhaupt wäre?

    Was ich einfach nicht verstehen kann...
    Da hat man mal einen Masterplan, der im Sinne hat etwas ganzheitliches zu schaffen, eine Ensemble Wirkung, weil ja das ganze Areal entwicklet werden muss und dann weicht man beim ersten Haus schon vom Masterplan ab. Warum verfolgt man den nicht konsequent? Warum stellt man diesen jetzt in frage, wo die ersten Investoren kommen. Nein stattdessen passt man den Bebauungsplan an. Da fehlt mir der Anspruch. Dann braucht man keinen Masterplan oder Bebauungsplan. Ich versthe das nicht. Das ist doch anspruchslos. Sicherlich ist der Masterplan 20 Jahre alt, aber es war doch ein guter Plan und zudem abgesegnet.

    Ich kann dem ganzen auch nicht so viel abgewinnen. Warum heißt es jetzt eigentlich plötzlich Wohntürme sind modern. Wer will denn in 100 Metern bei pfeifendem Wind auf dem Balkon sitzen. Wohntürme erinnern mich immer gleich an das Colonia Haus in Köln.
    Den Vergleich mit dem Beekman Tower hält der Vorschlag nicht stand. Der Beekman Tower wirkt elegant. Der Hines Bau dagegen eher klobig. Es hat nicht den Anschein, dass hier Berlin etwas neues schafft oder hier ein neues international beachtetes Wahrzeichen entsteht. Es scheint eher als ob die Macher die Idee aus NY einfach noch einmal vermarkten wollten.
    AM den Plänen passt der Tower sich nun dem Rest an: Alexa, Mitte oder auch Alea. Alleine diese Namen...
    Wann endlich kommt denn mal der große Wurf am Alex? Und was ich besonders bedenkswert finde, dass man den Masterplan wieder in Frage stellt. Wie will man denn da je eine Enseble Wirkung schaffen, wenn man alles dort erlaubt. Beim Alex fehlt mir der Anspruch.

    Was mich bei der ganzen Sache ja leicht amüsiert, ist die Tatsache, dass selbst die Mercure Gruppe ihr Gebäude scheinbar häßlich findet bzw. nicht vorzeigbar.
    Auf der Seite findet man an prominenter Stelle kein Foto von der Außenansicht des Hotels. Das sagt vieles, wie ich finde.
    http://www.mercure.com/de/hote…-potsdam-city/index.shtml


    Hier übrigens der neue Flyer zum Baugeschehen rund um Potsdams Mitte:
    http://www.potsdam.de/cms/doku…itte-2013%20deu%20WEB.pdf

    tut sich da noch was?

    Bei meinem letzten Besuch im November sah man neben dem Neubauprojekt wenig Aktivitäten. Das ganze Projekt umfasst ja die Sanierung sämtlicher Gebäude. Irgendwo habe ich gelesen, dass das ganze 2014 fertig werden soll. Das wird aus meiner Sicht sehr knapp. Schließlich sollen 300 Mio investiert werden. Das ist ja schon eine gewaltige Summe. und wenn ich mir die Gebäude angucke, wahrscheinlich auch nötig. Nach Baumaßnahmen in dieser Höhe sieht es aber nicht aus. Außerdem finde ich es komisch, dass im Netz nur Pseudopläne in form von "Aquarellen" kursieren.
    Wird das was oder ist das eher eine Luftnuimmer. Großangekündigt wurde es ja zumindest.