Beiträge von Andi_777

    PRINZ-ALBRECHT-PALAIS


    Errichtet 1737 in dreijähriger Bauzeit im Auftrag König Friedrich Wilhelms I. als Stadtpalais für den Baron Vernezobre de Laurieux.
    Dreigeschossiges Gebäude in der Wilhelmstraße 102 dessen zwei Flügel sich um einen Einfahrtshof schließen. Das Gebäude wurde nach de Laurieux auch von Prinzessin Anna Amalie bewohnt. 1796 dient es als Quarantänestation für die Pockenschutzimpfung.
    Nach drohendem Verfall kauft 1830 Prinz Albrecht von Preußen das Palais und lässt es von K.F. Schinkel renovieren. 1860 - 1862 erfolgt ein Umbau durch Adolf Lohse.
    Ab 1928 steht das Palais im Dienst der Reichsregierung, ab 1934 als Sitz der SS und des Chefs der Sicherheitspolizei Heydrich.
    Nachdem das Gebäude bei einem Luftangriff am 23.11.1944 stark beschädigt wird, erfolgt 1955 ohne Übereinkunft mit dem Denkmalamt die Sprengung.


    Seit 1987 ist das Gelände Standort der Gedenktstätte "Topographie des Terrors". Ein Dokumentationszentrum der NS-Geschichte ist geplant.


    Bilder und Infos auf http://www.topographie.de:
    http://www.topographie.de/de/pop_up/images/palais.jpg
    http://www.topographie.de/wilhelmstr/wh102/wh102.htm

    Hm - findet hier denn keiner den Würfel am Kennedyplatz deplaziert? So besonders kann der garnicht werden, dass diese Bühnenposition gerechtfertigt wäre. Irgendwie passt der garüberhauptnicht in's Konzept (kann natürlich wieder architektonische Absicht sein). Ausserdem darf er auch nicht "so besonders" werden. Aus dem gleichen Grund warum ich das Hochhaus hier ablehne: Der zentrale Bau ist hier der HBF und dessen Imponanz soll - meiner Meinung nach - nicht beeinträchtigt werden. Ein Hochhaus direkt davor würde ihn ja recht gut in den Schatten stellen. Abgesehen davon, dass mit dem Hochhaus hier an dieser Stelle ein markanter Sichtpunkt für das Viertel gesetzt würde der hier garnicht hingehört (alles meine! Meinung).

    Die Bebauung der Schlossfreiheit nach historischem Vorbild (betreffend die Baumassen) hielte ich für einen großen Fehler.


    Historische Stadtstrukturen waren schließlich auch nicht immer "gut". Eine Stadt kann auch schlecht wachsen, in dem Fall: zuwachsen. Es wollte innerhalb der Stadtmauern gebaut werden, das ergab natürlich (im Normalfall wünschenswerte) Enge. Hier ergibt das schlicht unschöne Fluchten, eine ungemütliche Enge zwischen dem prächtigen Hauptkoloss des Schlosses und der Stadthäuser gegenüber und eine verstellte Sicht. Die ganzen schönen Ansichten über's Stadtschloss mit dem Eosanderportal könnten wir nach der mühsamen Schlosswiederherstellung dann wieder nicht genießen, weil wir gegen irgendwelche Townhouses schaun würden.
    Ebenso historisch is schließlich auch die königliche Räumung der Schlossfreiheit und die Erbauung des Denkmals - in schöner symmetrischer Flucht, und zwar genau aus städtebaulichem Grund: weils halt schöner is so. So etwas in der Art muss hier auch geschehen.
    Ausserdem: Townhouses hätten hier schon ideologisch nix zu suchen. Das ist eine der wichtigsten öffentlichen Stätten Deutschlands. Das ThyssenKrupp Haus gegenüber steht meines Erachtens grade an der Grenze dieses imaginären Bereichs: nämlich auf der Fischerinselseite.


    http://www.stadtentwicklung.be…/schlossplatz/index.shtml


    Verstellte Sicht, gedrängte Strukturen:


    Bild von Wikipedia - Urheberrecht abgelaufen


    Ansehnlich:


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    Vielen Dank, Jo-King.

    Am schönsten - abgeshen vom ursprünglichen alten Schlossflügel - wäre den zur Spree abschließenden Gebäudetrakt komplett wegzulassen, also den Schlüterhof zur Spree hin zu öffnen und das als Forum zu gestalten. Das ginge natürlich nicht wenn der Schlüterhof auch wieder hergestellt würde, was ja mal im Gespräch war (und natürlich genial wäre).
    Nimmt allerdings einiges an Nutzfläche.

    GÖRLITZER BAHNHOF


    Klassizistische Ausführung.
    Baubeginn: 1865.
    Am 13. Juni 1866 fuhr der erste Zug ein.
    Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude beschädigt, es wurden aber noch bis 1951 Züge abgefertigt, Güterverkehr fand bis 1961 statt. Es folgte der Abbruch trotz Anwohner Proteste. Als Grund für den Abbruch wurde eine Neubebauung des nicht mehr nötigen Bahnhofareals angegeben. Die Neubebauung erfolgte 1980 mit dem Spreewaldbad und dem sog. Görlitzer Park.



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    Vielen Dank, Jo-King.

    Ist halt wieder ein Gerüst mehr an prägnanter Stelle - aber was hilft's - wer schön sein will muss leiden. Der Mode mit bedruckten Bauplanen lindern das Leiden auch sehr!

    Ehrlich gesagt ist's mir lieber Nordkorea lässt diesen Kasten stehen.
    Wenn dafür eintausend Menschen in Nordkorea weniger hungern ertrage ich den Anblick gern. Das Land ist nunmal wirklich pleite.


    Ausserdem wäre wohl ein Neubau bei deren Finanzsituation auch nicht sonderlich hochwertig denk ich mal.


    Mit der Botschaft der Republik China stimmt. Deutschland unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu "Taiwan" und erkennt den Staat auch nicht an.
    Lediglich der Vatikan unterhält in Europa diplomatische Beziehungen zu dem Inselstaat.


    Is übrigens mein erster Post hier... :) Bin vom Skyscraperforum eingeflogen, deswegen werden mich wohl auch paar kennen.