sicherlich ist dasm thema wohnhochhäuser ein schwieriges, aber man muss da meiner meinung nach wirklich sehr unterscheiden zwischen den bankenviertel-vorzeige-projekten (still to come) und den frankfurter berg wohnsilos...
und grade für die akzeptanz von wohnhochhäusern ist der bau von einigen prestige-objekten wichtig, könnte sich damit doch auch die stimmung wenden entgegen dem hochhaus gleich assozial-bild.
allein vom leerstand oder auch dem fehlen dessen auf die wohnqualität zu schliessen halte ich für recht gefährlich. denn wenn bei gleichem mietpreis 30 millionen investiert werden, ist doch klar, dass das ganzeviertel attraktiver wird und sich manche leute überlegen, doch dorthin zu ziehen. dabei davon auszugehen, dass dies ein zeichen ist, dass die menschen das nun mehr akzeptieren als in den siebzigern scheint mir dennoch fraglich, weil im grunde der leerstand halt auch immer sehr vom mietpreis abhängt. und 4 euro erscheint mir nicht grade hoch!
ich persönlich mag übrigens die blockrandbebauung in bockenheim, lebe da schon seit jahren sehr gerne, weil es sich einfach städtisch anfühlt! dass am frankfurter berg vielleicht mehr grün ist, ist mir da völlig egal, dort würde ich selber nicht wohnen wollen, selbst wenn dort frisch renoviert ist. es geht im mehr als die wiese am haus, es ist ja das ganze qartier, was wohnen ausmacht und da kann mit den gewachsenen stadtteilen halt kaum etwas mithalten!
dennoch gibt es sicher leute, denen sowas total egal ist und die nie nach bockenheim zeihen würden. (z.b. meine freundin!) allerdings würde die mit ihrer tochter auch in kein wohnhochhaus der siebziger ziehen. ob man das nun als wagenburgmentalität bezeichen kann/muss, wage ich zu bezweifeln, dass sie sicherlich nicht unbedingt alle umgebungseinflüsse ungehindert auf ihre tochter einfliessen lassen will, ist auch so (und ich kann dem nicht unbedingt so viel schlechtes abgewinnen, dass man sich gedanken macht, wie und mit wem seine kinder aufwachsen. und ich spreche hier sicher nicht von abschottung etc, sondern einfach nur von der überlegung, wie man seinem kinde einen guten start in diese welt ermöglicht!)
deshalb denke ich, dass die idee der sozialen durchmischung in wohnhochhäusern grade in bezug auf familien ein traum ist, von dem ich selber ncihtmal weiss, ob ich ihn träumen will. aber wer mag, der kann ja...