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Na, in welchen Straßenzügen ist denn das Parken oder sogar Halten neuerdings komplett verboten in Leipzig?
Nur ist es doch so: es sind die Parteien / Vereinigungen, welche den Stadtraum gerechter auf die Verkehrsarten verteilen wollen, ja auch diejenigen, welche den ÖPNV ausbauen, stärker finanzieren und günstiger machen wollen. Jene Parteien / Vereinigungen, die aber gegen jeden Meter Radweg und jeden neuen Straßenbaum kämpfen und darauf verweisen, dass erstmal der ÖPNV besser sein sollte, sind auch diejenigen, die den Ausbau des ÖPNV blockieren, damit sich ja nichts am Status Quo ändere.
Ob das nun Voten gegen Planungen der Südsehne auf kommunaler Ebene, nicht-Durchreichung aller Regionalisierungsmittel an die Zweckverbände auf Landesebene, oder die starke Erhöhung der Trassenpreise aufgrund der durch die Schuldenbremse nötigen Eigenmittelerhöhung der DB INfraGO auf Bundesebene sind.
Die Stadt Leipzig hat es während des letzten Stadtrates geschafft, beim ÖSPNV eine kleine Wende einzuleiten (deutliche Angebotssteigerungen seit letztem Fahrplanwechsel, deutlich geringere Ausfallquoten, und ich will gar nicht an die um Wochen zu langen "Ferienfahrpläne" erinnern. Und Netzerweiterungen werden zumindest geplant statt nur offengehalten).
Das gleiche lässt sich auf Landes- und Bundesebene nicht sagen, und eine nochmalige Verschlechterung ist in Sicht. Das sind doch aber die Ebenen, in denen der SPNV zum positiven oder negativen beeinflusst werden kann. Und da sehen die Merheitsverhältnisse nunmal anders aus.
Mal als Frage zurückgestellt: Welche Entscheidungsspielräume hat denn die Stadt / der Stadtrat in der Hinsicht? Denn das sind ja diejenigen, die du Nuperus in deinem ersten Satz kritisierst. Die Kritik müsste meiner Meinung nach an die Ebenen darüber gehen.