Disneyland ist, wenn ich etwas so aussehen lasse, als wäre es etwas anderes. [...] Eine Fassade macht aber genau das.
naja, der sinn einer fassade ist doch allgemein, einer sache eine oberflaeche zu geben, die diese fuer den menschlichen betrachter irgendwie attraktiv, oder eben nicht, erscheinen laesst. ausgerechnet bei der architektur eine ausnahme zu machen, ist doch willkuerlich. warum sollte ein haus denn nicht 'schoen' sein?
aber natuerlich kann man ein haus auch absichtlich heasslich gestalten, etwa um aufsehen zu erregen, den nachbarn zu aergern oder wenn man es nie wieder verkaufen will, 
also stellen wir fest, dass die grundidee einer fassade die verschoenerung des objektes ist. auch modernistische stararchitekten definieren ihren erfolg letztlich ueber die FASSADEN. denn die innenliegende konstruktion duerfte doch bei allen haeusern mehr oder weniger identisch sein. und die innenraeume selber werden auch wieder verkleidet und dekoriert, man hat zwar in den 70ern versucht, mit quasi rohbau zustand raumgestaltung zu inszenieren, hat aber wohl doch nicht soooo erfolg gehabt. heute ist as zumindest gott sei dank vorbei.
also halten wir fest, dass wir grundsaetzlich fassaden, oberflaechen bekleiden, um die konstruktion zu verschoenern. ergo gilt:
FORM IS FUNCTION
Bsp:
nicole kidman und michael jackson: wenn du da die schminke und kleider fassade wegnimmst, kommt das bei den leuten sicher nicht mehr annaehernd so gut an
auf jeden fall gilt bei nicole: form is function
mein porsche: wennste (letztlich funktionsfreie) kotfluegel, tuer-aussenverkleidungen, zierleisten, lampenschmuck usw alles wegnimmst, glaub mir, faehrt zwar so auch ohne, aber dann auch ohne mich, sieht das teil scheisse aus ist es beinahe nutzlos: form is function
deine badeshorts: wennste die schoen transparent gestaltest, damit man alle guten vorgaenge INNEN auch von AUSSEN sehen kann, dann kommst auch du sicher nicht mehr annaehernd so gut an
also besser schoen undurchsichtig und vorne zu: form is function
diese idee, eine absichtlich karg, banal, formen reduziert zu bauen, war anfangs (1920) ein toller trick, um aufsehen und ruhm zu erlangen.
mittlerweile hat dies sich aber so verselbststaendigt, dass jeder karl-ar... von der uni kommt und den 1mio.sten schockerbau bringt.
wie langweilig.
wenn halt der x-te moechtegernkuenstler in ne alte badewanne kotzt, und sich dann fuer beuys und nen intellektuellen ueberflieger haelt, dann ist es leider trotzdem zu spaet, der effekt ist dahin.
so ist das auch in der architektur. hat nur laenger gedauert. aber irgendwann ist halt immer schluss. wenn man zBsp den Ernst Reuter Platz nimmt und den Kaethe Kollwitz Platz, so wird kein Buerger der Stadt laenger als 5 millisekunden in der entscheidungsfindung verharren, wo er denn lieber sitzt und sein bier trinkt, eis lutscht und der freundin nicht zuhoert.
form is function:)