Beiträge von rakete

    Mit dem Kerb und dem Manifesto im Playce neben dem großen Food Court in der MOB scheint mir das Konzept Fresshalle im Umfeld Potsdamer Platz ein bisschen übergewichtet, zumindest solange ansonsten kein wirklicher Anker erkennbar ist.

    DaseBLN Danke, darauf zielte ja meine Frage, ob die Tramgleise berücksichtigt würden, und wie. Wenn man da jetzt einfach Pflaster verlegt um es hinterher wieder aufzureissen, ist das ja wenig sinnvoll, insbesondere vor dem Hintergrund, dass zum Jahresende die Stilllegung der Gleise auf der Marktstraße droht. Es wäre doch viel vernünftiger gewesen, die Gleise schon zu verlegen, ungeachtet der ohnehin drohenden Stillegung hätte man die die eigentliche Verschwenkung dann in kurzer Zeit zum Ende der Bauarbeiten realisieren können.

    Ja, das ist doch der ganze Irrsinn. Das wird seit kurz nach der Wende geplant, dreimal musste die Planung aufgrund der Inkompetenz der Planer ausgelegt werden, die bestehenden Gleise wurden nicht gepflegt, weil sie eh durch den geplanten Trassenverlauf überflüssig würden, die neue Trasse baut man aber nicht, stattdessen werden mit den Vorplätzen Tatsachen geschaffen, und die Zweigleisigkeit hätte man doch gleich im Zuge der Bauarbeiten in der Karlshorster Straße herstellen können. Es geht doch nicht, dass man die Sache einfach jahre- wenn nicht jahrzehntelang aussitzt.

    Naja eben, Johannes_9065, genau das meine ich ja. Das ist ein und derselbe Verlauf: Von der Karlshorster /Marktstraße kommend soll es direkt unter die Ringbahngleise gehen. Also genau da, wo jetzt dieser Vorplatz gebaut wird. An der Planung hat sich ja nichts geändert. Oder andererseits: Wenn das nichts wird, was ja auch ich befürchte, warum arbeitet dann niemand an einem Plan B, der ja oben auch schon diskutiert worden ist (Sanierung und Zweigleisigkeit in der Marktstraße, Verlegung des Haltepunktes nach Westen)?


    Die mögliche Tram auf der Südseite des Bahnhofs ist ein ganz anderes Thema, das wird in den nächsten 20 Jahren sehr sicher nichts werden.

    Was ich jetzt nicht so ganz verstehe: Da sollen doch die Gleise der Tram 21/22 entlangführen? Die planungsrechtlichen Probleme, die zur Verzögerung geführt haben, sind ja bekannt, aber nach wie vor wird an der Planung des Trassenverlaufs durch die Sonntagstraße über Ostkreuz zur Marktstraße festgehalten. Wie mir scheint, ist die Straßenbahn bei dieser Vorplatzgestaltung aber überhaupt nicht berücksichtigt. Soll das Ganze dann etwas umgehend wieder aufgerissen werden, sobald es fertig ist? Und darüber hinaus: Seit einige Monaten steht im Raum, dass der Betrieb der Tram 21 im Bereich Marktstraße ganz eingestellt werden muss, da die Gleise dort aufgrund der anstehenden Verschwenkung zum Ostkreuz über Jahre auf Verschleiss gefahren worden sind. Das würde bedeuten, über viele Jahre einen temporären Endpunkt der Tram 21 am S-Bahnhof Rummelsburg zu schaffen, mit einem höchst unattraktiven Umstieg von einer 20-Minuten- auf eine 10-Minuten-Taktung (und umgekehrt), da die seit Jahren überfällige 22 unter diesen Umständen wohl erst Recht nicht starten wird. Man hätte doch im Zuge dieser Vorplatzgestaltung ganz einfach den planungsrechtlich unstrittigen Teil der Gleise von der Karlshorster Straße zum Ostkreuz einfach gleich verlegen können, und damit zumindest einen 10-Minuten-Takt zwischen Ostkreuz und Blockdammweg oder darüber hinaus sicherstellen können.

    Die Frage ist ja eher, ob das ICC sich betriebswirtschaftlich überhaupt rechnen muss, oder ob es nicht vielmehr Berlin als internationalen Kongressstandort derart stärken könnte, dass die volkswirtschaftlichen Effekte überwiegen. Ich behaupte gar nicht, dass es so sei, aber möchte den Gedanken beitragen, dass internationale Kongresse auch ein Türöffner für mehr Langstreckenverbindungen sein könnten. In den letzten Jahren haben wir zudem erlebt, dass viele Megastars einen Bogen um Berlin gemacht haben, weil die Kapzitäten von Uber-Arena und meinetwegen noch Waldbühne und Olympiastadion nicht ausreichen.

    Der stotternde Projektverlauf bei den anderen Wohnhochhausprojekten (Hines, Max&Moritz, Monarch) deutet jetzt nicht unbedingt auf eine überbordene Nachfrage hin, da finde ich diesen Plan schon recht ambitioniert. Ausnahmsweise muss ich dem gebenedeiten Baustadtrat aber mal zustimmen, das ist nicht nur ein Gewerbebiet, sondern Berlins prominentester Ausgehstrich. Wie viele Berliner Bars und Clubs sind untergegangen, weil ein einziger Neumieter sich am Geräuschpegel gestört hat?

    Grundsätzlich finde ich den Plan sehr begrüßenswert: Zusammen mit Edge und einem (oder besser zwei) Hochhäusern auf dem RAW und möglichst ergänzt durch die Tamara-Danz-Höfe könnte das da sehr spannend werden.

    Es gibt Neuigkeiten zum geplanten und überfälligen Ortsteilzentrum am Blockdammweg. Aufgrund einer schriftlichen Anfrage von Andreas Geisel erklärt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Gründe für die erhebliche Verzögerung zunächst mit der seitens der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie abgelehnten Planung der in das Einzelhandelszentrum integrierten Kita. Nachdem man sich diesbezüglich einig werden konnte, sei im Zuge der Auswirkungen des Krieges eine weitere Umplanung erforderlich geworden: "Unter anderem mussten Flächen reduziert und Rationalisierungen an Fassade und Tiefgarage vorgenommen werden". Die sogenannten Rationalisierungen an der Fassade lassen schlimmes befürchten. Zwar finden sich nach wie vor online keine neueren Renderings, aber ich habe ein pdf des Projektträgers vorliegen, das in Etwa die weiter oben gezeigten Entwürfe mit einer hochwertig wirkenden Klinkerfassade, die sich an den Bauten der Parkstadt orientiert, zeigt. Ich hoffe inständig, dass sich diese "Rationalisierungen an der Fassade" optisch nicht allzu deutlich bemerkbar machen werden, möchte meine Hoffnungen aber nicht zu hoch aufhängen.


    Weiter geht aus dem pdf hervor, dass mit den Ankermietern Edeka und dm bereits Mietverträge unterzeichnet worden seien.


    Entsprechend der Antwort der SenSBW sei mit einem Baubeginn vor Sommer 2025 zu rechnen, gleichzeitig habe das Bezirksamt die Frist zur Fertigstellung bis zum 01. März 2026 verlängert. Wir sehen, es liegen sportliche Ambitionen vor. Bisher jedenfalls liege anscheinend noch keine an die Umplanungen angepasste Baugenehmigung vor. Nunja, wir werden sehen. Bonava ist ja bekannt dafür, schnell bauen zu können.

    Danke, sehr schön. Ich hoffe, der Baustart setzt eine Dynamik in Gange, die auf die die Planungen auf den umliegenden Grundstücken (Spreeküste, Blockbuster, Ortsteilzentrum Blockdammweg), die ja allesamt gerade noch ein wenig in der Luft hängen, ausstrahlt. Insbesondere würde ich mich sehr freuen, wenn es bei der Entwicklung des eigentlichen Funkhausareals mal voran ginge. Ich bin dort unlängst mal wieder spazieren gegangen, und wundere mich ein bisschen über den Stillstand. Zwar scheint das Funkhaus selbst gut und rege genutzt zu sein, auch wenn ich mir neben Zola und Milchbar noch das eine oder andere Angebot für den Publikumsverkehr wünschen würde. Ansonsten herrscht noch Betriebsamkeit im E-Surfer-Shop und in der SUP-Station, der Rest befindet sich in einem seltsam anmutenden Dornröschenschlaf. Südlich des Funkhauses rotten alte DDR-Bauten vor sich hin und harren des Abrisses. Vor ein Rätsel stellen mich aber zwei Gebäude im Norden des Funkhauses, vielleicht gibt es hier jemanden, der weiß, was es damit auf sich hat. Zum einen der Neubau unmittelbar südlich des Hafens Rummelsburg. Das sieht aus, als sollte es im EG einmal etwas gastronomisches oder ein größeres Ladengeschäft beherbergen. Der Bau scheint annähernd fertig gestellt, aber hier und da fehlt etwas. Auch ist unklar, ob es bereits genutzt wird und wofür. Und zum anderen der Altbau mit dem fehlenden obersten Stockwerk direkt an der Nalepastraße schräg gegenüber dem Poggendorfweg. Hier sind vor Jahren mal neue Fenster eingesetzt worden, seitdem steht das Haus seltsam unfertig in der Gegend herum, wirkt dabei aber auch nicht ungenutzt. Insgesamt macht das Gelände den Eindruck, als wäre den Investoren das Geld ausgegangen (oder die Ideen), aber das scheint angesichts der hochtrabenden Pläne ja eher nicht der Fall zu sein. Kann zu diesem Sachstand hier irgendjemand etwas sagen?

    Die Entwürfe empfinde ich als sensationell. Nicht nur würde die Baumasse in dieser momentan noch sehr zerklüfteten Ecke einen Bezugspunkt setzen und gut mit den monumentalen Kraftwerksbauten harmonieren, auch die Fassade fügt sich hervorragend in den Bestand ein. Es böte zudem langfristig einen guten vorläufigen Abschluss der Spreeküste in Richtung Parkstadt; eine Entwicklung des dazwischenliegenden von einem Recycling-Betrieb geprägten Gewerbegeländes wäre dann fast zwangsläufig.


    Nur leider haben wir die Rechnung ohne den Denkmalschutz gemacht. Die oben gezeigten Entwürfe stießen leider schon vor Monaten im Baukollegium auf eine sehr deutliche Ablehnung, eine zu starke Dominanz gegenüber dem historischen Bestand und dem geplanten zentralen Eingangsplatz zur Spreeküste wurde bemängelt.


    Inzwischen wurde das Bauprojekt dem CDU-Bezirksnewsletter zufolge umfassend überarbeitet und trägt nun den Titel „Blockdammweg 2-6“: "Geplant ist ein 11-geschossiger, quaderförmiger Bau mit Backsteinfassade, dessen Gestaltung auf die umliegenden Baudenkmäler abgestimmt werden muss.", so heißt es. Eine weniger massive und optisch gegliederte Fassadengestaltung, sowie eine Zurücksetzung des Baukörpers werde seitens des Denkmalschutzes favorisiert.


    Es sieht also leider danach aus, dass letztendlich das bestehende Baurecht ausgeschöpft und die Chance vertan wird, an diesem Ort etwas wirklich gutes zu schaffen.

    Ich freue mich ja immer über Polemik, dominikberlin, aber die hinkt in diesem Fall. Die Direktverbindung stellt ja niemand in Frage. Es geht um die zusätzliche Anbindung, sei es als Ringlinie, oder als Verlängerung über HBf nach Gesundbrunnen und Ostkreuz. Wir reden da ja auch nicht über Pinneberg, sondern über zwei für den Norden und Osten bedeutende Umsteigebahnhöfe. Dass die derzeitige Verbindung zwischen Ostkreuz und Flughafen Luxus ist, ist mir bewusst, aber diesen Luxus geben wir ungern wieder her. Wenn ich das richtig lese, wird der FEX auf der jetzigen Relation ersatzlos gestrichen, RB23 und RE8 werden durch RB24 und RB32 ersetzt. D.h., statt bisher 6 Verbindungen plus S9 / Stunde gibt es dann nur noch zwei. Das dürfte für den größten Teil der Stadthälfte östlich der Warschauer Straße eher eine Verschlechterung darstellen.

    Verstehe ich das richtig, dass der FEX dann nicht mehr über Ostkreuz fahren wird? Das halte ich jetzt nicht unbedingt für eine Verbesserung. Mit einer Ringlinie hätte man große Teile Berlins optimal an den Flughafen anbinden können.

    Katzengold Naja, ich schließe mich eigentlich allen bereits genannten Kritikpunkten an. Die Proportionen mit dem Sockelbau passen nicht, dieser Park-Inn-Klon obendrauf ist langweilig, und das wird für mich umso deutlicher, wenn man den drittplatzierten Entwurf anschaut. Gerade der Alex hätte mehr Mut zu aufregender Architektur verdient.

    Ich fänd ja grds. son Cluster mit ner schönen Skyline auch ganz schön. Aber diese Entscheidung hätte man doch vor 25 oder 35 Jahren treffen müssen. In der Zwischenzeit sind fast alle potentiellen Standorte mit Türmchen vollgestellt worden: Am Alex beschränken wir uns am Fernsehturm, am Potsdamer Platz und in der Europacity hatte man prädestinierte Standorte, wollte aber nicht nennenswert über die 100m. In der Mediaspree wurde m.E. auch viel Potential liegen gelassen, es gibt zwar noch Hoffnung auf die Hellweg-Metro-Fläche, aber wenn wir realistisch sind, werden wir da im allerbesten Fall 2x150m bekommen. Das Ding ist ja, dass ein solches Hochhauscluster politisch nicht gewollt ist,

    Alles ist besser, als der Status Quo, aber das hier ist eine Konservierung der zerstörten Stadt. Hier wurden alle Chancen vertan, eine urbane Mitte wiederherzustellen, Stadträume zu verbinden, und die zentralen Bauwerke Rathaus, Fernsehturm und Schloss gegenüber den DDR-Abscheulichkeiten abzusetzen. Ich plädiere für eine Widmung des Areals als Katrin-Lompscher-Gedächtnispark.

    Auf den Bildern wirkt es wertiger als in der Realität. Bestenfalls erinnert dieses Gebäude an einen Schulneubau. Wir müssen ja nicht noch mal das Fass aufmachen, dass hier ergänzend zu den Treptowers ein Hochhaus hingehört, aber diese belanglose Kubatur mit Billigfassade bleibt deutlich hinter ihren Möglichkeiten. Ich würde sagen, hier haben sie zu guter Letzt das schlechteste Gebäude zwischen Elsen- und Oberbaumbrücke geschaffen.