Ich halte dies für eine spektakuläre Meldung - dieser Ausbruch aus alten Dogmen und eine Korrektur im positiven Sinne sind in dem letzten 10+ Jahren in Berlin Beispiellos und könnten hoffentlich zu einer positiven Dynamik und Signalwirkung beitragen. Immer immer immer würde nur verkleinert, verkürzt, verlüschert, verschlimmbessert, bis am Ende eine schlechtere Minimallösung rauskam. Jetzt endlich Mal angemessen größer zu denken, und dann auch noch einen sich verjüngenden Turm, und dann auch noch das Alexanderplatz Cluster organisch in eine sinnvolle Richtung erweiternd... Großartig. Freue mich sehr!
Beiträge von Humphey Cordonnier
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Komisch, der Linden-Thread wird mir eigentlich direkt als drittes Suchergebnis angezeigt.
Welche Frage beantwortet der von dir verlinkte Beitrag jetzt konkret nicht?
Jetzt am Laptop mir auch - Suche auf dem Handy hat mir nur Threads über Polnische Botschaft, Schloss und co geliefert, warum auch immer.
Keine Fragen mehr nachdem ich den Artikel gefunden habe - eigentlich nur Enttäuschung und Resignation. Schönheitsempfinden allgemein und auch Selbstanspruch an ehemals gängige Standards (Dinge schnell, gut und effizient umzusetzen) sowie ein gewisser Stolz oder ein Pflichtgefühl den hier Lebenden Menschen gegenüber scheinen die Akteure die unser Umfeld Gestalten leider nicht mehr zu haben. In Paris wäre es vollkommen unnöglich dass die bekannteste und eine der wenigen noch wirklich sehr schönen Prachtstrassen Jahrzehnte lang niemals als vollendet und im ganzen wahrgenommen werden kann. -
Kann hier jemand kommentieren, wieso es bis heute scheinbar gar keine Anstalten gibt aus Unter den Linden endlich wieder durchgehend Unter den Linden zu machen? Sollten nicht eigentlich nach Abschluss der U5 Bauarbeiten die Bäume zurückkehren?
Ich finde es extrem peinlich, lieb- und stillos dass in der guten Stube der Hauptstadt eines sich stets als Naturfreundlich gebenden Landes so etwas nicht selbstverständlich und schnellstmöglich umgesetzt wird.
Bitte gerne Verschieben falls es einen besseren Thread gibt, ich fand trotz Suche keinen entsprechenden U5 bauttread obwohl ich mich an einen solchen zu erinnern glaube.
Edit: Ich habe folgenden Artikel auf Entwicklungsstadt gefunden. Klingt sehr nach weiteren 20 Jahren Baustelle und einem wahrscheinlich auf Lebenszeit nicht voll bewachsenen, schönen Unter den Linden:
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Ich finde das ist ein umwerfend gutes Ergebnis mit relativ einfachen gestaltungsmitteln - locker einer meiner Lieblingsbauten der letzten Jahre. Großartiges Beispiel dafür wie sich mit relativ simplen mitteln eine harmonische, gleichzeitig moderne aber auch ins historische Ensemble einfügende Wirkung erzielen lässt.
Ganz ganz toll, hoffe das Architekturbüro bekommt mehr deutsche Aufträge! -
Okay, wenn wir hier gemeinsam so tun wollen als würden wir das Wort - das meiner Erfahrung nach auch von Anderen sehr häufig auch in diesem eigentlich dem Begriff fremden Kontext benutzt wird - an dieser Stelle erklärt brauchen: Eines der Hauptmerkmale von Autismus sind "Probleme beim wechselseitigen sozialen Umgang und Austausch (etwa beim Verständnis und Aufbau von Beziehungen)."
Hier sprechen wir über ein Gebäude das sich architektonisch pur ums Auffallen und Herausstechen, nicht aber um einen baulichen Austausch oder eine harmonische Beziehung mit den Nachbargebäuden und der Umgebung bemüht. Ein solches "Verhalten" wie hier symbolisch baulich in die Umgebung gesetzt wird bei Menschen oft autistisch genannt in paralelle zu dem sich so ausdrückenden bekannten Entwicklungszustand.Sinnlos-Zitat gelöscht.
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Sehr autistisches Gebäude aber dennoch mit einer durchaus tollen Wirkung. Vor allem die durch die vertikalen Lamellen horizontale Gliederung und die durch die vielen Fenster und deren verteilung verspielte Fassade gefallen mir gut. Endlich Mal keine pure Rasterliste.
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Ich ebenfalls. Jetzt sieht man was dabei rauskommt ständig allen "reichen Investoren" das Leben möglichst schwer und kompliziert zu machen - und es ist kein Gewinn für die Stadt, ganz im Gegenteil.
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Nein es ist noch nicht fertig - es fehlt noch die schon lange angekündigte (und für mich sehr attraktive und definitv fehlende) Veränderung des Daches in einen Glasaufbau. Die oberste Etage lässt schon lange nicht mehr zum schnieken Erst des Kaufhauses und ich finde der moderne Touch passt besser als der Status quo. Etwas historisoerendes, feingliedrigeres werden wir ja leider nicht bekommen.
Hoffe es geht jetzt los - weiss jemand mehr?
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Ungeachtet aller oben genannten Argumente möchte ich die Idee hassen weil ich die Galeries Lafayette und die Idee der Friedrichstraße als zentraler Premium Shopping-Straße liebe und es für mich ein rabenschwarzer Tag werden wird wenn sie aus Berlin wegziehen, auch für den ganzen Standort Berlin fände ich es sehr enttäuschend.
Dennoch muss man sagen es liest sich so zusammengefasst wie ein großer Wurf. Nun Frage ich mich, wenn man denn Träumen dürfte - würde nicht in einer perfekten Welt die Bibliothek hier einziehen, und das Lafayette einfach direkt ein Haus weiter, in das chronisch leere und traurige aber wunderschöne und für Edelshopping ausgelegte
q207q206? Es würde auf einen Schlag dieses wunderschöne Gebäude für die Offentlichkeit retten und zurück bringen, und auch den Galeries durch die Bibliothek helfen. Ich würde sogar behaupten die Restaurant Abteilung würde stark von der Bibliothek profitieren. Auch die ganze Friedrichstraße und das Gendarmenmarkt Areal wären plötzlich "wieder da" weil zwei Schwächelnde Standorte gestärkt würden.Ich halte es für unrealistisch da man auf ein klares Bekenntnis der Galeries zum Standort Berlin und Friedrichstraße (verständlicherweise) weiterhin warten muss und auch solch ein Umzug hohe Umbaukosten verursachen würde... aber bei Gott würde ich mich freuen!
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Ich bin ja heidenfroh dass hier Hochbauten erst gar nicht in Frage kamen, diese tolle Himmelspanorama zu verbauen wäre eine Schande gewesen!
Ich verstehe die Ökonomische Realität und mir ist auch bewusst dass vielen Entscheidungsträgern Ästhetik entweder egal oder sogar etwas negatives ist, dennoch denke ich aus der baulichen Tragödie kommen wir nur mit einer Mischung aus mehr spezifischen gestalterischen Vorgaben sowie einer gleichzeitigen Reduzierung der Pflichten auf ein ökonomisch vertretbares Mindestmaß heraus. -
Ich möchte Deinen Kommentar eigentlich nicht mögen weil ich es so unendlich erfrischend fände wenn (viel viel) mehr genau so gebaut würde, dennoch finde ich Du hast einen guten Punkt. Ich finde vor allem diese Formulierung sehr schön und feinfühlig: "Sie bedienen sich z.T schematisch deutlich repräsentativer klassischer Fassadenstrukturen und verweigern sich dann aber jeder Zartheit und Opulenz, die das ganze auflockern und nähren würde"
Für mich ein gutes Sinnbild dafür wie unglaublich viel besser ein bisschen Gestaltungswille neue Architetur machen kann, aber auch wie unfassbar viel mehr darüber hinaus an Kunstfertigkeit, Geschmack, und menschlicher Dimension völlig außerordentlich gemacht worden ist, und wie weit wir uns von inspirierender oder auch nur heimelig-menschlicher baulicher Expression entfernt haben. -
Ich finde ein Steakhouse sehr passend und freue mich drauf, das Fischer & Lustig ist auch schon ein tolles (in der etwas piefigen Ecke unerwartetes) Restaurant geworden.
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Wie soll denn bei einer im Wasser endenden Treppe die Sicherheit für Kleinkinder gewährleistet werden? Geländer davor? Aber was bringt dann eine Treppe? Ich bin Vater eines Kleinkinds, würde da eher erwarten dass die Treppe Treppe bleibt und ich Aufsichtsverpflichteter und Verantwortungsträger.
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^Diese Person. So kann man seinen Geschmack auch ausdrücken.
Ich freue mich riesig über das Projekt, eines der besten Neubauprojekte seit sehr langer Zeit..
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Gibt es irgendwelche Aussagen zur möglichen Überschneidung mit dem angekündigten Masterplan Mitte? Ich gehe große Hoffnung auf einen richtigen Plan mit einer zukunftsweisenden Bebauung und finde die Aussicht hier weiterhin eine ungerahmte, marginal schönere Grünfläche zu haben so mittelgut.
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Ich habe dazu von einer der großen Real Estate Agencies noch letzte Woche gehört es gäbe Baustopp weil es an Ankermieter fehlt. Wie verlässlich das ist kann ich nicht sagen.
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...da gab es ferner doch noch dieses Gedankenspiel mit dem Riesenrad am Bahnhof zoo, später dann mit den Hochhäusern auf selbigem Grundstück, ferner der vergraulte abermillionenschwere Google Campus in Kreuzberg, der Flachbau am Bahnhof Zoo wo nun Primark drin ist von dem der Investor explizit sagte den Kamp eine Hochhausplanung zu versuchen wolle man sich sparen, die Aufstockung des (nun auf absehbare Zeit weiterhin potthässlichen, die ganze Gegend verschandelnden) Hutmacherhauses, die abgelehnte Aufstockung des Kantdreiecks, die Tragödie mit der verschwenkung der Leipziger Str und wiedernutzung der Gertraudenbrücke, die geplanten Hochhäuser auf der Fischerinsel die jetzt mit dem vielleicht enttäuschendsten neuen Gebäude Berlins ersetzt wurden (nicht, dass ich die gerne haben wollte..)...
Bei allem geplanten, auch bei allem was tatsächlich gebaut wurde, waren gezeter, kritik, verbots- verhinderungs- und blockier-reflex das allererste (und zweite, und dritte, und vierte...) mittel der rotrotrotgrüngrünen stadtpolitiker. Bei allem, egal wo, der Kommentar zu viel Höhe sei nicht gut, etc. etc.
Wer glaubt dass so etwas nicht präventiv auf Investoren wirkt, der hat nichts, aber auch wirklich gar nichts (vom Leben), verstanden. Rechts- und Planungssicherheit ist einer der Hauptfaktoren für Wirtschaftliche und Gesellschaftliche Vitalität. Wer Gestalten wie Florian Schmidt's, Regula Lüscher und co. ein prominentes Veto- oder sogar mitwirrecht gibt, braucht sich über die Konsequenzen nicht wundern.
Herrgott, am Alexanderplatz ging ewig nichts (!!!) voran, und der erste wirklich groß Publikumswirksame Akt zum Alexanderplatz der Senatsbaudirektion ist die bestehenden Pläne ZU VERSCHLECHTERN indem sie erstmal die zigfach geplanten und diskutierten und vereinbarten Höhen (=Rentabilität) einiger, aber nicht aller Gebäude, aus hahnebüchenden "Gründen" reduziert? Wer einmal die Bauversammlung zum Hines Tower und dessen Fassaden gesehen hat weiss darüber hinaus wie viel Schwachsinn sich Experten und Investoren sonst so noch alles von einem nicht gewählten und nicht repräsentativen Gremium anhören mussten.
Machen wir es doch bitte mal andersrum: Wie viele Hochhäuser wurden relativ positiv willkommen geheißen in den letzten 10 Jahren? Und bitte klammert hier mal diese totgeburt Holzhochhaus in kreuzberg aus, welches völlig an geltendem Recht vorbei geplant wurde (Höhe von Holzbauten, Brandschutz, soweit ich mich erinnere)
Edit: Um Bogarts Kommentar aufzunehmen: Max & Moritz, Hines, und Kreisel sind tatsächlich wohl eher nicht der Politik anzulasten und deshalb schlechte Beispiele. Da muss ich zustimmen, trotz aller Aufregung meinerseits. -
Ich würde mich freuen wenn Mal jemand Vorschläge, die tollen Berliner Brunnen der Moderne auf den Platz vor dem Rathaus zu stellen. So fände ich den Brunnen der Völkerfreundschaft vom Alexanderplatz angemessen, eventuell eine Kopie davon, so passt es zum sozialistischen Ensemble und dem modernen Geist der Gegend. Wenn man etwas symbolischeres für die Versöhnung von Ost und West möchte könnte man stattdessen den Wasserklops vom Europa-Center nachbauen. Wäre sogar echte gleichheit, weil so beide Teile der Stadt an diesem modernen Brunnen Freude haben können.
Der Neptunbrunnen könnte dann endlich weg.
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Unfassbar schade. Das war für mich seit dem Potsdamer Platz und evtl den Hackeschen Höfen der schönste Entwurf seit dem Krieg in Berlin.
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Abwarten, mit dem neuen Masterplan Mitte kann sich schnell wieder was tun. Ich hoffe es.