Beiträge von Der blaue Baron

    Gut gesehen Baufrosch. Das hatte auch ich nicht bemerkt. Es handelt sich also um zwei Staffelgeschosse, vor die eine schräge, begrünte Konstruktion gesetzt wird. Bleibt zu hoffen, dass die Begrünung auch so wie gezeigt funktioniert, sonst könnte es durchaus etwas seltsam aussehen.

    Danke für die super Fotos. Direkt angrenzend wird das UmweltQuartier entstehen, anscheinend mit geschlossenem Blockrand in diese Richtung. Das Umweltquartier soll die "Nutzungsarten Wohnen, gefördertes Wohnen, Studentenwohnen, Gewerbe und eine Kindertagesstätte kombinieren" (Quelle) und wird durch die UmweltBank entwickelt. Aktuell wird das Baugenehmigungsverfahren durchgeführt.

    Weder CBT noch Sparda-Turm noch Präsidium noch Millennium Turm sind im großen Modell im Stadtplanungsamt (um welches es hier in Beitrag #54 ging) mit drinnen. Vielleicht meinst Du das kleine Modell zum HH-Rahmenplan aus Beitrag #53?

    Das hier ist die einzige Info die ich hier im Forum finden konnte. Dort schrieb Schmittchen, dass die Commerzbank als Eigentümerin der Liegenschaft diese sanieren möchte. Aber ja, eine ansprechende Repositionierung der Immobilie inklusive passender EG Nutzung bis in die Abendstunden birgt Potential für die Ecke.

    Meinem Empfinden nach hat der optisch beste der drei ersten Plätze verdient gewonnen. Zum Glück ist es nicht der zweitplatzierte geworden.

    Wie der Wochenendausgabe des Tagesspiegels (und der Pressemitteilung) zu entnehmen ist, fand die Festlegung auf den ersten Platz einstimmig statt. Die beträchtlichen baulichen Sicherheitsvorkehrungen sind außerdem so konzipiert, dass sie in der Zukunft wieder rückgebaut werden könnten. Vorausgesetzt die Sicherheitslage/Einschätzung ändert sich. Eine wie ich finde schöne Geste, in welcher Hoffnung auf eine bessere Zukunft mitschwingt.

    Dichter – dichter – dichter:

    die Skyline betrachtet aus Richtung Junghofstraße / Einmündung Schlesingergasse. Laut Hochhausrahmenplan darf auch der niedrige Glaskasten im Vordergrund zukünftig den Platz für ein weiteres Hochhaus räumen.


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    Eigene Aufnahme

    Center for Humanities


    Der Neubau ist im Rohbau wohl (fast) fertiggestellt. Daher hier einige Eindrücke:


    Ansicht vom Campus kommend (aus Richtung Süden) im Kontext des direkten Nachbarn DIPF:

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    Eigene Aufnahme


    Aus erhöhter Position. Auf der Ecke und über zwei Stockwerke erstreckt sich ein Ausstellungsraum, welcher die Dauerleihgabe einer Installation des Künstlers Ai Weiwei beheimaten wird. Neben einer Probebühne entstehen auch Arbeitsplätze für ca. 200 Personen.

    Gut zu sehen ist ebenfalls, dass der Vorplatz an der Ecke Miquelallee / Hansaallee recht groß ist. Hier ist zu hoffen, dass ein vorzeigbarer kleiner Platz entsteht, bei Beibehaltung von möglichst viel des vorhandenen Grüns. Dank der beiden großen Straßen dürfte es aber schwer werden Aufenthaltsqualität zu schaffen.

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    Eigene Aufnahme


    Das EG des Übergangs von DIPF zum Neubau (Nordseite / Miquelallee):

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    Eigene Aufnahme


    Und noch eine Ansicht mit der neuen Ecksituation an der Kreuzung der beiden Alleen:

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    Eigene Aufnahme

    Kleiner Einschub zur Wiesenhüttenstrasse 1. In diesem wunderschönen Gebäude war ich neulich. Ich fragte mich schon lange was dort vor sich geht und als einmal die Türe offen stand und jemand rauchend davor stand, habe ich die Gelegenheit genutzt, die Person angequatscht und gefragt ob ich mich mal innen umsehen darf. Durfte ich und erfuhr vom Herrn der mir Einlass gewährte (ein Mitarbeiter eines Immobilienunternehmens), dass aktuell ein neuer Büromieter gesucht wird. Also auch hier Leerstand. Innen ist das Haus übrigens mindestens genauso schön wie von außen. Wer auf der Suche ist für sehr repräsentative Räume für eine mittelständische Kanzlei (durchaus einiges an Platz und sicherlich nicht ganz günstig) o.ä. würde hier fündig werden.

    Ich kann den Entwürfen grundsätzlich durchaus etwas abgewinnen! Ein Europaviertel welches bspw. mehr auf diesen Stil gebaut hätte, könnte ich mir gut vorstellen. Auch als Ergänzungsbau in anderen Vierteln hätten alle Entwürfe ihre Qualitäten (je nachdem in welchem Viertel). Direkt neben dem Römer, als Ersatz für einen grundsoliden, in Teilen denkmalgeschütztem Bau, empfinde ich diese Entwürfe und die Ausschreibung insgesamt jedoch geradezu als Frechheit. Vielleicht versuchen die Entwürfe ja einen Bogen zu spannen zur nördlichen, westlichen und südlichen Umgebung? Das würde zumindest einiges erklären.

    Ich laufe tatsächlich manchmal einen kleinen Umweg um an der Villa vorbeizulaufen weil ich sie so schön finde und habe mir dabei immer überlegt was daraus gemacht werden könnte. Freut mich wenn dieser Bau nun wieder aufgewertet wird und der aktuelle Zustand und die gegenwärtigen Nutzer und Nutzerinnen (der Vortreppe und des Gartens) an dieser Stelle bald in Vergessenheit geraten. –Kann dann weg–

    Wunderbare Serie epizentrum! Da Du ja darauf eingegangen bist, dass Du kein Gruppenfoto hast (auch wenn ich finde da waren einige gute dabei), erlaube ich mir hier noch eines beizusteuern. Aufgenommen im Frühjahr 2022 aus dem Central Park.


    Von links nach rechts (nur die aus dieser Perspektive größten): 432 Park Avenue, 53 West 53rd Street (halb verdeckt von), 111 West 57th Street (Steinway Tower), One57 (157 West 57th Street), Central Park Tower (217 West 57th Street) und 220 Central Park South.

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    Aufnahme von mir

    Das liegt allerdings leider, wenn ich das richtig sehe, an der schlechten Performance der Konkurrenz. Auch Frankfurt hat sich im Vergleich zum letzten Ranking in absoluten Zahlen leicht verschlechtert, profitiert aber im Kampf um die vorderen Plätze von der teils deutlich schlechteren Entwicklung bei der direkten Konkurrenz.

    Leider muss ich wegen des Namens Gloria etwas richtigstellen. Herr Benzing von Hendricks & Schwartz (Anbieter von strategische Beratung und verantwortlich für die Durchführung der Informationsveranstaltung) hat mich netterweise darauf hingewiesen, dass es sich bei "Gloria" vorerst nur um den internen Projektnamen handelt. Mea Culpa.

    Wie der Turm am Ende wirklich heißt, dass wird sich noch zeigen. Ich fände Gloria allerdings durchaus charmant.

    Am Rand der Informationsveranstaltung zum Projekt Gloria hat jemand der es wissen muss bezüglich des Four gesagt, dass dort unterirdisch (Gründung, Bodenplatte, Untergeschosse) etwa genauso viel "Bausubstanz" verbaut wurde wie oberirdisch. Ich hoffe das ist hier noch nicht aufgeführt worden, ich empfinde das zumindest als sehr bemerkenswert.

    Gloria

    Zur "Informationsveranstaltung & Beteiligungsmöglichkeit" Hochhausprojekt Kaiser-Karree

    Am heutigen Abend fand, bzw. findet gegenwärtig noch die Dialogveranstaltung zum oben genannten Hochhausprojekt statt. Ich fasse hier noch mal einige der Informationen die mir mitgeteilt wurden oder die ich anderweitig gehört habe zusammen, auf die Gefahr hin, dass einige schon bekannt sind.

    Die Veranstaltung fand in der ehemaligen Schalterhalle der Kaiserstraße 30 statt. Um ein Modell welches den aktuellen Hochhausrahmenplan zeigt (siehe unten), waren am Rand einige Plakatwände positioniert. An diesen konnte man mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Beteiligten ins Gespräch kommen. Neben den Projektpartnern Commerz Real und Tishman Speyer waren auch AS+P und das Planungsdezernat anwesend. Letztere unter anderem in Person des Planungsdezernenten Prof. Gwechenberger, der fachlich sehr fundiert, freundlich und ausdauernd Fragen beantwortete.


    Hier werde ich nur auf einige der Plakate eingehen, die Rechte für deren Inhalte liegen bei Commerz Real und Tishman Speyer.



    Starten wir mit der städtebaulichen Bedeutung, hier gibt es für aufmerksame Mitforisten nicht viel neues zu erfahren. Insgesamt bitte ich die Aufnahmen zu entschuldigen, es war doch einiges los und ich musste mich bemühen keine anderen Personen mit auf die Bilder zu bekommen.

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    Foto von mir



    Die Historie wurde hier im Strang auch schon teilweise aufgearbeitet, aber schon alleine für die schönen Fotos des alten Frankfurts lohnt sich dieses Plakat. Die Vorvor-Bebauung an der Kreuzung Kaiserstraße / Neue Mainzer war wirklich spektakulär. Die Frage um den Umgang mit dieser Ecke (Kaiserstraße 28) wird hier auch schon beantwortet, wir kommen aber gleich noch ausführlicher darauf zurück.

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    Foto von mir



    Folgendes Plakat zum Umfeld wäre eigentlich nicht übermäßig spannend gewesen, wenn sich dort nicht etwas versteckt hätte was ich bisher nirgends gelesen oder gesehen habe...

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    Foto von mir.


    ...der vermeintliche Name des neuen Turms: Gloria. Gloria??? mögen sich jetzt einige vielleicht fragen. Es gibt jedoch tatsächlich eine Verbindung zum Ort. Denn von 1927 bis 1981 befand sich genau an der Stelle, an der in einigen Jahren ein neuer Turm die frankfurter Wolken kratzen wird, ein Kino, der Gloria - Palast (Quelle). Dieser hatte einen Kinosaal mit 700 Plätzen, ein Bild und weitere Infos auf englisch gibt es hier.



    Doch kommen wir zu den an dieser Stelle etwas relevanteren Punkten. Als erstes: die Einbindung des Bestands.

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    Foto von mir.


    Das Eckgebäude Kaiserstraße / Neue Mainzer Straße wird abgerissen und neu bebaut. Hier bitte nicht von der schematischen Darstellung irritieren lassen, es wird keinen kleinen Platz geben, sondern der Blockrand wird wieder so geschlossen sein wie heute. Wie genau dies umgesetzt wird, dass liegt dann im ermessen der Architekturbüros. Kurzer Einschub zu diesen. Es wurden bereits 12 Architekturbüros für den nichtöffentlichen Wettbewerb eingeladen, um welche es sich handelt ist noch nicht bekannt, wird aber bald kommuniziert.

    Weiter mit dem Eckgebäude. Was allen Beteiligten sehr wichtig schien, die Traufhöhe der Kaiserstraße wird beim Sockelgebäude wieder eingehalten werden, ob angelehnt an den historischen Bestand als Schrägdach oder als Flachdach, liegt an den Architektinnen und Architekten und deren Entwürfen. Ich persönlich kann der aktuellen Bebauung durchaus etwas abgewinnen und würde mich über historische Anleihen und eine ähnliche Materialauswahl sehr freuen, auch wenn dies (so Aussagen aus Gesprächen zu entnehmen) unwahrscheinlich ist.



    Das Nutzungskonzept. Auch hier ist schon einiges Bekannt. Diese Darstellung des Turms fand ich interessant (ist nur ein Konzept!). Was wohl als gesetzt betrachtet werden kann, ist die langsame Auskragung im unteren Bereich. Angedacht ist auch ein markanter Dachabschluss, aber auch für diesen gilt: es liegt in der Hand der Architektinnen und Architekten. Ich persönlich würde mich ja über einen spektakulären Dachabschluss freuen, Flachdächer gibt es in der frankfurter Hochhauslandschaft schon genug wie ich finde.

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    Aufnahme von mir.



    Noch ein Punkt zur Schalterhalle. Um diese und das gesamte Ensemble im Sinne der Hochhaus-Promenade aus dem HH-Rahmenplan 2024 besser mit der Wallanlage zu verbinden, gibt es die Überlegung bis zu zwei der großen Bogenfenster zu Türen umzubauen und somit eine Erschließung auch aus Richtung Wallanlage zu ermöglichen.



    Abschließend noch das Modell des HH-Rahmenplans für die Nachbarschaft des Projekts (der Turm in Frage ist selbst noch nicht integriert). Mit roten Punkten ist das Ensemble markiert. Die historischen Gebäude (auf denen die Marker sind), werden zwar restauriert, aber für den Hochhausbau nicht substantiell angetastet. Ferner: die Gebäude mit blauem Punkt sind im HH-Rahmenplan enthalten, befinden sich aber noch nicht in Planung.

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    Aufnahme von mir.


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    Aufnahme von mir.


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    Aufnahme von mir.

    Grüneburgweg 105 (oder: Geduld & hermeneutisches Wohlwollen)


    Vor ein paar Monaten bin ich den Grüneburgweg entlangspaziert und musste ziemlich schlucken. Denn die Hausnummer 105 wurde gerade entstuckt. Einige Zeit später war der Zustand der folgende und ich dachte ob der abgebauten Gerüste, dies müsse wohl der Endzustand sein und war darüber etwas frustriert (siehe Bild). Ich war schon kurz davor meinen Unmut über die Sanierung hier herauszuposaunen. Doch ich dachte mir etwas mehr Geduld um sicherzugehen, dass da nichts mehr kommt schadet nun auch nicht mehr.


    Der besagte Zustand nach der Sanierung (Februar):

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    Eigene Aufnahme


    Und siehe da, ich wurde eines besseren belehrt. Es tat sich doch noch etwas und ich wurde erinnert, dass etwas weniger Aufregung und etwas mehr Geduld und Wohlwollen sich manchmal auszahlen, bzw. Bauprojekte erst nach der Fertigstellung bewertet werden sollte.


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    Eigene Aufnahme