Es folgt ein kleiner Bilderbericht über den Stand der Dinge an der Villa Zimmermann, die ja momentan saniert wird. Der repräsentative neogotische Villenbau am Bahnhofsvorplatz entstand 1865-67 für den Werkzeugmaschienenfabrikanten Johann Zimmermann und gehört zu den besterhaltenen Zeugnissen seiner Art in Deutschland. Die letzte grundhafte Wiederherstellung erfolgt erst 2007/2008, wobei das historische Erscheinungsbild aber nur vereinfacht wiederhergestellt wurde - der Investor war aber schon nach einem jahr insolvent und das Gebäude stand wieder leer; das Nutzungskonzept war nicht aufgegangen. Damals gab es auch Auseinandersetzungen mit der Denkmalbehörde bzgl. der Authentizität der Sanierung, weshalb die Arbeiten zwischenzeitlich für längere Zeit ruhten.
Nun also ein neuer Anlauf mit neuem Investor. Das Äußere wird nun originalgetreu wiederhergestellt, u.a. werden die (zweifelsohne schönen) schmeideeisernen Balkonbrüstungen wieder durch Sandsteinbrüstungen ersetzt; auch kommen weitere Fialen hinzu. Auf dem Grundstück des 2007 (auf Drängen des damaligen Investors) abgerissenen Hotels Carola, welches zwischenzeitlich als schnöder Parkplatz genutzt wurde, entsteht ein Neubau. Das kleine Jugendstilportal, welches einst die Villa mit dem Hotel verband und den Abriss 2007 überlebte, wurde abgebaut, eingelagert und wird in den Neubau integriert werden. Der Neubau selbst ist furchtbar, gibt aber zumindest dem Bahnhofsvorplatz seine Gebäudekante zurück.
Der Blick aus der Carolastraße:

Die kunstvollen Gitter sind scheinbar nicht historisch authentisch und werden durch Sandsteinbrüstungen ersetzt werden:

Ein Bild der Bautafel: Neben der Villa Zimmermann und dem Neubau auf dem Grundstück des Hotels Carola (zu erkennen ist dort das integrierte Jugendstilportal) in der Bahnhofstraße scheint auch die Villa Carolastraße 7 (ganz links auf der Tafel) Teil des Projekts zu sein:

Der Blick aus Richtung Bahnhofsvorplatz. An der Fassade wurden bereits zahlreiche Sandsteinplatten erneuert.

Die Baugrube für den Neubau. Die Fassade der Villa im Hintergrund war seit der Errichtung des Verbindungsbaus zum Hotel Carola zu Beginn der 20. Jahrhunderts verdeckt und wurde erst jetzt durch den Abbau des Jugendstilportals wieder freigelegt. Da der Neubau frei stehen wird, wird man dieses Fassadenstück wohl rekonstruieren.

Auf der anderen Seite des Blocks, an der Straße der Nationen, wird momentan das Projekt "Contor Haus" (Bindestriche scheint es nicht mehr zu geben) umgesetzt - man saniert die Straße der Nationen 58, wobei Etagenwohnungen und eine Gewerbeeinheit entstehen: http://www.chemnitz-sdn58.de/contor-haus.html

Im größeren Zusammenhang; links das Hauptgebäude der TU:

Und nochmal in ganzer Pracht, weil's so schön ist:
