Hallo Zusammen,
im Wesentlichen stimme ich mit meinem untenestehenden Beitrag den hier bereits geposteten Überlegungen zu, was das Nachnutzungskonzept des Kaufhofs angeht. Das habe ich auch so in der Freien Presse kommentiert:
Ich sehe es eher als Chance, denn als Verlust. Zum Einen: Was wäre denn aus der Filiale geworden, wenn man sich ausdenkt, die Firmengruppe hätte sich pro Erhalt entschieden!? Die Firmengruppe hat keine Antworten bzw. ein Konzept, wie sich eine Warenhausgesellschaft den Herausforderungen des Einzelhandels im 21. Jhd. stellen kann. Das Konzept allein ist ein Relikt aus dem 19. Jhd. Der Anspruch, alle Warengruppen bei geringer Warenvielfalt und -tiefe anzubieten, funktioniert nicht mehr. Die Leidenschaft und Individualität (was sich der Kunde wünscht) funktioniert nicht bei solch einer oberflächlichen Vielfalt. Es wird sich bei der Konkurrenz um Regalplätze der Lieferanten auch nicht umsetzen lassen. Eine Herkulesaufgabe mit ungewissem Ausgang.
Die Chemnitzer Immobilie ist angemietet und nicht Eigentum der Firmengruppe, was eine Nachnutzung einfacher macht.
Denkbar wäre ein Markthallenkonzept im EG (Marktstände, die sonst auf dem Markt anbieten dort in Dauerverkaufsstände umwandeln) ergänzt um kulinarische Feinheiten lokaler und internationaler Herkunft. Dazu zwischendrin Sitzgelegenheiten und eine Vielfalt aus kleineren Mittagsangeboten sowie Open Bar Charakter am Abend (Siehe Konzept Markthalle Berlin Moabit oder Markthalle Hannover am Landesparlament). Unten müsste man dann Fassaden-technisch eine Offenheit, Durchlässigkeit und Zugänglichkeit herstellen. Für Lichtdurchflutung in der Mitte sorgt allein die Architektur (Rolltreppenschacht). Das 2. und 3. OG könnte Räumlichkeiten für Behörden abbilden. Stichwort: Freistaat! Die Landesherren in die Pflicht nehmen.
Die oberste Etage je nach Schnitt und Raumkonzept könnte aus 8-10 Penthouse Wohnungen bestehen. Oder aber Büros. Der Blick auf das Rathaus ist doch recht prominent...
Die Dachterrasse lädt zu einem Konzept à la Uferstand ein. Ich meine, dass es solch ein Konzept auf dem Dach des Parkhauses in den frühen 2000er Jahren auch schon einmal gegeben hat.