Beiträge von IsidorStraus


    Wilhelminenstraße 29 - Das Objekt scheint entmietet zu werden oder bereits zu sein, da man bei Sonnenschein bestens erkennen konnte, dass im Haus zahlreiche bewohnbare Wohnungen leerstehen und das Haus war bis vor kurzem auch noch belebt. Allgemein gibt es in dem Areal viele Häuser, die bald wieder saniert werden (müssen), wo teils deutlich der Putz von Fassaden bröckelt, viele Fassaden wurden in den 90ern und 200ern oft billig saniert und entstuckt (damals war Rettung vor "Schönheit" noch üblich).


    --------------------

    So genau wollte ich es eigentlich hier nicht reinschreiben, aber wenn ich schonmal unmittelbaren Einblick habe: in dem Haus wohne ich höchstselbst und tatsächlich stehen momentan "nur" 4 (offiziell 3) von 15 Wohnungen leer - allesamt Richtung Wilhelminenstraße, deshalb sehr auffällig. Bisher hat unser Vermieter nichts dergleichen geäußert, obwohl ich regelmäßig zu ihm Kontakt habe - Entmietung (oder Verkauf) würde ich dennoch nicht auszuschließen, da verschiedene Dinge 30 Jahre nach der letzten Sanierung erneuert werden müssten, und da scheinen momentan die nötigen Ressourcen nicht vorhanden zu sein...

    [...] Und wer sich darüber noch freut, der scheint das Glück zu haben, seine täglichen Ziele gut mit den Öffentlichen zu erreichen und gut laufen zu können. Herzlichen Glückwunsch. Das Glück hat aber leider nicht jeder.

    "Gut" zu erreichen ist in meinem Fall übertrieben, da ich nach Halle pendele - und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten wurden weiter oben ja bereits erläutert. Zuvor habe ich eine Weile in Halle gewohnt, wo man sein Auto fast täglich umparken muss wegen tageweisem Halteverbot - irgendwann hatte ich soweit weggeparkt, dass ich mit der StraBa hinfahren musste, danach habe ich das Auto schon bald verkauft und seither auch keines mehr. Tatsächlich habe ich den Luxus einer guten, wenn auch beschwerlichen, Anbindung zwischen Leipzig und Halle; und bin auch gut zu Fuß. In meinem Haus wohnen mehrere Rentner, die alle keine Autos mehr haben; meine Nachbarn direkt über'n Flur habe ich sogar überzeugt, Teilauto und Cityflitzer zu nutzen, was sie auch sehr regelmäßig tun - es gibt ja Gott sei Dank eine Menge verfügbarer Fahrzeuge im Umkreis von 500 Metern. Aber klar: wer auch das nicht mehr schafft, ist auf Hilfe oder besser verfügbare Parkplätze angewiesen - das streite ich garnicht ab! Und ein komplettes Halteverbot war und ist natürlich Schmarrn, das sehe ich ebenso. Man könnte auf Seiten der Verantwortlichen sicherlich kreativer denken: warum werden Discounter nicht verpflichtet, ihre Parkplätze über Nacht/außerhalb der Geschäftszeiten zur Verfügung zu stellen? Warum gibt's kein privilegiertes Anwohnerparken im gesamten Stadtgebiet, und gleichzeitig noch mehr P+R-Stellplätze im Außenbereich (da gibt's ja inzwischen sogar eine Rückentwicklung, in Wiederitzsch wird auf absehbare Zeit alles allmählich überbaut)? Oder Vergünstigungen für Anwohner bei der Nutzung von Carsharing? Oder verlässliche Vergünstigungen für Pendler hinsichtlich Öffi-Nutzung (Thank god for the Deutschlandticket!)? Vermutlich klingt das alles wieder einmal zu sehr nach Sozialismus...

    Anlass für meine Aussage ist das Vorgehen der Verwaltung (und eben nur dieser - und nicht Land und Bund) ganz konkret in der kompletten Wilhelminenstraße in Eutritzsch. Einmal komplett halbseits bestückt mit absolutem Halteverbot. Die Straße sei nach 40 Jahren auf einmal zu schmal geworden. [...]

    Ich wohne zufälligerweise in der Wilhelminenstraße: im vergangenen Sommer fuhren die Müllfahrzeuge nicht mehr durch den westlichen Abschnitt, weil sie dort angeblich nicht mehr durchpassten. Deshalb wurden die Mülltonnen dann 3 oder 4 Wochen nicht geleert und es stank sprichwörtlich zum Himmel - fast schon New Yorker/Pariser Zustände...Ob die Straße grundsätzlich zu eng ist, oder ob es an den vielen Falschparkern liegt (bevorzugt: Transporter im Kreuzungsbereich...) - keine Ahnung. Seit dem Halteverbot ist jedenfalls auch das Ordnungsamt öfter unterwegs, manchmal sogar sonntags - was ich durchaus mit einer gewissen Schadenfreude beobachte...

    Die LVZ berichtet (hinter der Bezahlschranke) über die aktuelle Überlastung in S5 und S5X.
    https://www.lvz.de/lokales/lei…NEXFECVJVWRMFX7KH2NI.html


    [...]

    Habe dann kurz einen Lokführer angesprochen - man kann wohl nur mit reduzierter Wagenzahl fahren, weil es nicht genug Reserven und Reparaturmaterial gibt... . Was eine kurzsichtige und peinliche Mangelwirtschaft.

    ...diese Mangelwirtschaft existierte bereits von Anfang an, sprich: seit Eröffnung des Citytunnels. Als Pendler ist man das Chaos ja gewöhnt, mir tut es eher um Spontan-/Gelegenheitsreisende leid, die durch die Situation abgeschreckt werden. Momentan habe ich das Gefühl, die MDV hat die Strecke grundsätzlich aufgegeben und gibt sich keine Mühe mehr nachzubessern - denn im kommenden Jahr übernimmt dann ja eh ein anderer Betreiber: https://www.laenderbahn.com/ak…der-schiene-nach-leipzig/

    ^ Nope. Das liegt am Personalmangel - der (nicht nur) gefühlt immer schlimmer wird. Fast alle S-Bahnlinien fahren seit Oktober nur noch auf Sparflamme - ich kann die Durchsage "auf Grund eines kurzfristigen Personalausfalls" schon nicht mehr hören...gestern bei Abellio das gleiche Problem: 10 (!) Bahnen zwischen Leipzig und Eisenach fallen hintereinander aus, nicht etwa wegen eines Unfalls oder Streckenstörung oder weiß der Geier was, sondern abermals wegen "kurzfristigem Personalausfall". Der mitteldeutsche Bahnverkehr ist ein personeller Trümmerhaufen...


    Unsinniges Zitat des Vorposts gelöscht.

    Einen Bauvorbescheid zur Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses in der Delitzscher Straße 54 gab es außerdem

    Das schockt mich jetzt doch ein bisschen - die Nr. 54 ist vielleicht nicht unbedingt hübsch und liegt auch nicht in einer Linie mit den Nachbargebäuden, aber es scheint doch immerhin einer der wenigen erhaltenen Altbestände in diesem Bereich zu sein (oder täusche ich mich da?). Und das wird jetzt einfach so plattgemacht?!

    Meines Wissens wurden während Sanierung die Dacharbeiten umfangreicher, so dass dort im Herbst kein Unterricht stattfinden wird. Ich weiß auch nicht ob überhaupt Schule stattfinden würde, da direkt nebenan das Gymnasium wächst. Das kann man ja eig. keinem Schüler antun neben einer Neubaustelle zu lernen.

    Das zurückliegende Jahr und die gegenwärtige Situation zeigen ziemlich akut, was man Schülern so alles "antut" ;)


    Trotzdem schön zu sehen, dass es dort voran geht!