Beiträge von Nuperus

    ^ Das ist ne mega gute Idee! Alle lieben das Bild und sind froh, dass es bewahrt wurde.

    Jedem Menschen Gefallen getan, ist eine Kunst die keiner kann - oder so ähnlich :)
    Allerdings glaube ich schon, dass das Bild in der Bevölkerung sehr beliebt ist. Und ich kann mir durchaus gut vorstellen, dass die Leipziger es den Bannern aus dem Siegerentwurf im künftigen Park am Leuschi vorziehen würden - würde man sie fragen.

    An schlechten Journalismus ist man ja bei der LVZ gewöhnt, aber dass die Brücke offensichtlich ein Neubau ist sieht man lustigerweise auch auf deren eigenen Foto in dem Artikel. 😁

    Mich hat das auch eher verwundert. Denn man sieht auch auf Maps, dass dort keine Brücke mehr vorhanden ist. Allerdings gibt es tatsächlich auch im Leipzig-Lexikon und den dazu angegeben Quellen ambivalente Angaben.

    Also prinzipiell ist die Renaturierung eine schöne Sache und der Parkbereich Rietzschkeaue im Bereich der Wurzener Straße ist wirkich schön geworden. Die Freilegung der Endstrecke hingegen halte ich für Utopie. Ab Wurzener Straße beherbergt der Rietzschkekanal den 1. östlichen Hauptsammler der Stadt, der die Abwässer der gesamten äußeren östlichen Stadtteile ( entlang der östlichen Rietzschke) drainiert. Der müsste sozusagen parallel dazu neu verlegt werden. Das halte ich an dieser Stelle für realitätsfern

    Die östliche Rietzschke verläuft doch ganz sicher unter dem Rabet entlang. Dort könnte man sie doch ebenso ans Licht holen, wie hinter dem "Ihmelscampus" und so weitere Retentionsflächen innerhalb der Stadt schaffen. Die Abwasserabführung perspektivisch separat zu führen - soll das so problematisch sein? So richtig konnte ich nicht eruieren, ob die ö. Rietzsche in das Abwassernetz als Mischwasser abgeführt wird oder ob sie (wie laut maps ersichtlich, unter der Eisenbahnstraße und der B2 hindurch in die Parthe mündet) oder ob nur im Hochwasserfall in die Parthe abgeschieden wird. Aber wie auch immer: Wahrscheinlich muss der Abwasserkanal ohnehin auch mal saniert werden und meines Wissens trennt man nach und nach Regen- und Kanalisationskreisläufe voneinander - was absolut sinnvoll ist. Vielleicht hat die Stadt vor, die (teilweise) Offenlegung dann im Zuge dessen zu realisieren. Leider hat sich Herr Rosenthal hierzu nicht näher ausgelassen. Ich halte diese Idee für sehr reizvoll, Leipzig hat das Glück, viele solche Bachläufe und Flüsse im Stadtgebiet zu haben und sollte dies unbedingt (mehr) nutzen.

    Sorry, aber du kapierst es nicht! Es sind keine Mehreinnahmen, es sind Mehrausgaben. Zumindest der reine Aufwand/Erlös aus den Anwohnerparkausweisen. Und für eine Straßenseite (d)einer Wohnstraße macht ein Anwohnerparken auch überhaupt keinen Sinn!

    Es wäre schön, wenn wir hier im Forum sachlich bleiben könnten. Ich sehe das eben einfach anders und ich habe das oben auch erklärt und dann bleibt es eben bei verschiedenen Meinungen.

    Die Gebühren für Anwohnerparkausweise decken auch laut DUH nicht den Verwaltungsaufwand der Kommunen.

    Wenngleich sie die Kosten möglicherweise nicht decken, so sind sie dennoch eine Mehreinnahme gegenüber dem Status quo. Und es wäre eine kleine Erleichterung für die hier Wohnenden, die ihr Auto irgendwo abstellen wollen.

    berücksichtigen sind darüber hinaus nicht nur die Aufwendungen für Erteilung und Verlängerung, sondern auch für die Überwachung.

    Die Kontrolle der hier parkenden Kfz wird schon jetzt bereits sehr gründlich nachgehalten. Darüber mache ich mir keine Gedanken. Da ergeben sich keine zusätzlichen Wege 😉

    Wenn man annimmt, dass ein Bearbeiter vielleicht 20- 30 Minuten mit dem Vorgang beschäftigt ist

    30 Minuten finde ich nun wirklich zu hoch gegriffen, selbst in der öffentlichen Verwaltung arbeitet man nicht mehr mit Blaupapier ;). Zumal ein höherer Aufwand sicher bestenfalls für den ersten Antrag gilt, um Daten anzulegen. Zudem kann man die Beantragung inzwischen sogar online erledigen, was Termine weitestgehend entbehrlich machen kann. Auch deine Kostenrechnung mit den Bezügen halte ich für etwas abenteurlich. Ich glaube nicht, dass für diese eine Straße(nseite) zusätzlich Personal eingestellt werden würde, wenn zzt. nicht einmal das Bürgeramt personell besser aufgestellt wird (das des wahrlich nötig hätte). Das heißt also, zusätzliches Personal kommt dafür keinesfalls und die Strukturen sind zudem bereits vorhanden. In der Mikroökonmie würde man das vielleicht als reine Grenzkosten bezeichnen.
    Die Aufgaben kommen einfach on top, dann wartet der Antragsteller halt einfach eine Woche länger auf seinen Termin bzw. seinen Ausweis. Das ist eben der öffentliche Dienst und nicht das Fließband im BMW-Werk, wo bei höherer Stückzahl mehr Leiher eingestellt werden können.

    Wo bei ich wirklich glaube, dass es dringendere Problemstraßen in Leipzig gibt. Zum Beispiel ist die kürzlich erst lange gesperrte Käthe-Kollwitz-Str. eine bauliche und raumplanerischen Katastrophe. Sehr gefährlich für Radfahrer, Schlaglöcher ohne Ende., schlechte Haltestellensituation Höhe Marschnerstraße. Auch dringend nötig hätte es eine Wittenberger Straße, die zu Ende dieses Jahres von der 14 genutzt werden soll. Auch die Berliner Straße ist übel - nur um einige aufzuzählen

    ^fahre ich fast täglich dran vorbei, es quält meine müden Augen. Warum muss man die Fenster an der Front so grausam versetzen und dann auch noch in unterschiedlicher Breite? Egal was man da beabsichtigt hat - wie es wirken soll - das tut es nicht, einfach so gar nicht. Die oberen beiden Etagen des Kopfbaus machen es nicht besser. Das Staffeldach sieht man kaum, alles in allem eine absolute Katastrophe. Um auch etwas positives zu sagen: Der Bau war verdammt schnell fertig, im Gegensatz zur Bummelbaustelle gegenüber Mockauer- Ecke Volbedingstraße.

    Für einen stabilen und verlässlichen ÖPNV braucht es mehr Fahrzeuge, Fahrer, Instandhaltungspersonal und einen schnelleren Ausbau. Dafür wiederum braucht es sehr viel mehr Geld von Bund und Ländern und deutlich weniger Bürokratie für ausländische Personalakquisition. Es ist also ein großes "nur" ;)

    Das ist mir nicht neu. Aber was genau ändert sich daran, wenn ich eine Straße komplett für den ruhenden Verkehr sperre?

    ^^ich bin da gar nicht so weit von dir weg. Mich stört diese viel zu mächtige Lobby des Autos gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern in Deutschland ganz genauso. Nur leider hat sich die Bundesrepublik nun mal aus diversen Gründen über Jahrzehnte eine Autofahrernation herangezogen. Den Weg dort wieder hinaus finde ich absolut richtig. Aber man kann ihn auf mehreren Weisen bestreiten. Nur sollte es eben gerade nicht so wie am Beispiel Wilhelminenstraße laufen. Das ist in meinen Augen reine Willkür und nützt niemandem. Kein einziger Meter Radweg wird daurch gebaut. Kein Cent mehr kommt dadurch in die Stadtkasse. Warum wandelt man die Straße nicht in eine Einbahnstraße um, die nicht so breit sein muss. Warum führt man kein Anwohnerparken ein? Damit nähme die Stadt Geld ein und könnte diese der Sicherheit von Radfahrern zugute kommen lassen. Stattdessen erreicht man nur Frust.
    Was mir auch immer wieder ein wenig in Vergessenheit gerät bei dieser ganzen Diskussion ist, dass ein ganzes Infrastrukturnetz am Auto hängt. Im engeren Sinne Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Kfz-Glasereien, Autohäuser, KfZ-Aufbereitungservice, Sound-Firmen, Gutachter, Versicherungen; um nur einige zu nennen. Dort werden nicht wenige Menschen beschäftigt - und das vor Ort, d. h. es fließen Gewerbesteuern, Umsatzsteuern und anteilig Einkommenssteuern. Im weiteren Sinne ist es aufgrund der autolastigen Wirtschaft natürlich auch problematisch, wenn infolge der Verdrängung des Autos der Absatz der Autos zurück geht, die hier hergestellt werden. In einem Land, dass seine Wirtschaft über Jahrzehnte schlecht diversifiziert und (zu) sehr auf diese Branche ausgerichtet hat, hängen daran natürlich nicht nur überproportional viele Arbeitsplätze, sondern auch erhebliche Steuereinnahmen. Ich denke auch Leipzig partizipiert durch die örtliche Ansiedlung von BMW, Porsche & co.. Diese Steuereinnahmen finanzieren wiederum auch kommunale Vorhaben, wie eben beispielsweise den Radwegbau und die Bezuschussung des ÖPNV. Deswegen sage ich, Fingerspitzengefühl ist gefragt und nicht die Brechstange.

    Man könnte auf Seiten der Verantwortlichen sicherlich kreativer denken: warum werden Discounter nicht verpflichtet, ihre Parkplätze über Nacht/außerhalb der Geschäftszeiten zur Verfügung zu stellen? Warum gibt's kein privilegiertes Anwohnerparken im gesamten Stadtgebiet

    Ganz genau. Das ist es, was mir fehlt. Ein wenig out of the Box denken. Wir haben allein hier im Umkreis von 1 km zwei große Parkplätze von Discountern, die nachts leer stehen. Selbige könnten damit sogar Geld machen und man hätte im Sinne einer win-win-Situation eine Quasi-Quartiersgarage, die für die Spitzenzeiten, nämlich nachts, eine Alternative bietet. Mann könnte Anwohnerparken nur für 1 Auto pro Haushalt einführen. Damit kann man auch steuern, dass Transporter, Anhänger, Firmenautos aus reinen Wohngebieten verschwinden. Natürlich ist die Stadt keineswegs verpflichtet das zu tun. Aber es ist immerhin ein Signal, ein Abmildern des ohnehin wachsenden Frustes genüber jeglichen "progressiven" Maßnahmen, auf die die Menschen ja schon jetzt reflexartig gereizt reagieren und sich damit von den eigentlich sehr sinnvollen Dingen wie eine Verkehrswende abwenden.

    ^Dann sind wir Nachbarn. Die Mülltonnen wurden von den Hausmeisterfirmen an die Magdalenen- oder Haferkornstr. geschoben und wurden dort geleert. Das ging problemlos, daran lag es nicht. Die Müllfahrzeuge sind auch nicht auf einmal größer geworden. Rettungswagen und Feurwehren passen ebenfalls durch. Man hätte auch tageweise ein Halteverbot aussprechen können, wenn Kehrmaschinen oder Müllabfuhr kommen. Und ja - im Kreuzungsbereich oder zweiter Reihe oder auf dem Fußweg parken - das muss geahndet werden - und das wurde es ja auch. Fakt ist, es ging viele Jahrzehnte, nun auf einmal nicht mehr.
    Nur so wie es jetzt ist, kann man noch nicht mal etwas ausladen, wenn man bspw. vom schwedischen Möbelhaus kommt. Und natürlich zahlen wir alle Knöllchen ohne Ende. Aber eben nicht, weil wir zu faul zum Laufen sind (wie oben erläutert). Und wer sich darüber noch freut, der scheint das Glück zu haben, seine täglichen Ziele gut mit den Öffentlichen zu erreichen und gut laufen zu können. Herzlichen Glückwunsch. Das Glück hat aber leider nicht jeder.