Beiträge von Baukörper

    Nimm einen andere Quelle und du kommst auf eine andere Reihenfolge.

    Ich sprach auch nicht von Sehenswürdigkeiten sondern von Präsenz.

    Ich gucke mir das Brandenburger Tor auch lieber an, zumal ich da auch ne Menge Erinnerungen damit verbinde, aber sehen tu ich den Fernsehturm öfter (und ich finde das nicht störend).

    Verzockt ist hier wahrlich der richtige Begriff. Man sollte dem Bau aber nicht zu sehr hinterher trauern. Der Standort ist m.A.n. ähnlich wie bei Hines - Turm schlecht gewählt.

    Ein niedrigeres Gebäude, das die Sichtachse nicht beeinträchtigt und vom Platz aus, jenseits der Grunerstraße, abgeschnitten vom ÖPNV, nicht ganz so viel Verkehr verursacht, wäre möglicherweise die bessere Wahl.

    Von der medialen Präsenz her, würde ich aber eindeutig sagen, dass der Fernsehturm weit vor dem Brandenburger Tor liegt. Ist praktisch in jedem Film der in oder über Berlin handelt, zu sehen, bei der Bildersuche im Internet, ist es ähnlich.

    Liegt sicher auch daran, dass er stärker das heutige Berlin repräsentiert.

    Das Brandenburger Tor ist mehr ein Symbol für die wechselvolle Geschichte Berlins und ein bisschen die Gute Stube.


    Der Vergleich, Gedächtniskirche - Fernsehturm hinkt. Die KWG hatte nie diese Fernwirkung, auch nicht im nachkriegs West - Berlin, da sie selbst, überwiegend, außer von den, auf sie zulaufenden Straßen, nur von erhöhten Punkten aus zu sehen ist. Hat sich also kaum was geändert, durch die beiden neuen Hochhäuser. Man kann sie vom Platz und auch Tauenzien aus genauso ansehen, wie eh und je.

    Aber die Fassade des Stadtschlosses trägt sich doch selbst, der Betonkern dahinter ist ein eigenständiges Bauwerk und nicht das Tragwerk für die Fassade, daher auch die, oben schon beschriebene, Konstruktion des Kranzgesimses mit Ausgleichsgewichten. Sonst hätte man gerade das ja einfach auf den Betonkern dübeln können. Die Verankerungen zwischen den beiden Teilen dient nur der Versteifung und hat keine Tragfunktion.

    Bei der Ecke der BA ist es ähnlich, diese hängt auch nicht an der Stahlkonstruktion, würde aber ohne diese z.B. bei Wind ins wanken geraten.

    Und ein Riss, der entlang von vorbestehenden Fugen verläuft, kann leider genau so aussehen.

    Hoffen wir einfach, dass da nicht mehr passiert.

    Ist das denn eine Dehnungsfugen, oder doch ein Riss?

    Wenn es eine konstruktive Dehnungsfuge ist, hätte man ja erwarten können, dass der Adler auf dem anderen Bauteil, der Südfassade, Schaden nimmt, da er dort übersteht.


    Soweit ich weiß, ist die Fassade, bis oben zur Balustrade, selbsttragend aufgebaut, ebenso wie die Ecke der Bauakademie.

    Mist, warum bin ich nicht darauf gekommen. Macht unsere Städte doch einfach schön! Wen stört schon unterschiedlicher Geschmack, Herkunft, Einkommen, Bedürfnisse.

    Schönheit löst alle Probleme.


    Lasst uns einfach alle ein wunderschönes Gebäude anschauen und alle Sorgen fallen von uns ab...


    Ich würde da eine wunderschöne Villa oder auch Wohnsiedlung im Bauhausstil bevorzugen und da gehen die Probleme schon wieder los 😕

    Hier war aber die Ausgangslage etwas anders. Es gibt eine große Schenkung, die ein Ausstellungsgebäude verlangt. Da dann noch das ganze Umfeld umzuplanen, ist wahrscheinlich zu viel verlangt.


    Möglicherweise wäre es besser gewesen, dafür einen Solitär an anderer Stelle zu planen und die Brache noch zu belassen.


    Schwierig ist aber nunmal auch, dass die Straße eine des Bundes ist, was alle Veränderung schwieriger macht.

    Hurra... vor Jahren gab es auch Mal so Leute die jubelten, weil es nicht mehr so viele Kinder in Deutschland gibt und die "freie Bürgerschaft" sehr viel von dem schönen Geld sparen könne, weil man ja nicht mehr so viele Kindergärten und Schulen braucht ...

    Vorsicht bei den einfachen Lösungen, die können sich schon bald als zu kurz gesprungen herausstellen.

    Der Wegfall des "Scheunentors" an der Potsdamer Straße befürworte ich sehr. Hier war m.A.n. nie der natürliche Ort für einen Eingang, von daher hielt ich das Konzept, von dort aus Passanten hereinzuleiten, von Anfang an für unsinnig.

    Auch den Wegfall des Tunnels zur Nationalgalerie, kann ich begrüßen. Das hätte ja auch wieder Eingriffe in dieses gerade frisch sanierte Baudenkmal erfordert. Ein Übergang oberirdig und der Wegfall der Straße ist hier die bessere Lösung.

    Schade dagegen, ist der Wegfall des halbrunden Platzes um den alten Baum herum, hin zu einem einfachen eckigen.

    Die Fassade wirkt jetzt leider langweilig, bleibt abzuwarten, wie das im Detail aussehen wird und ob die Begrünung auch im Winterhalbjahr wirkt.


    Beim Dach wäre ich für eine Kombination aus grossflächiger Solaranlage und dennoch Lichtdurchlässigkeit, ähnlich wie beim HbF.

    Ich finde nach wie vor nicht, dass die Kartusche passt, aber insgesamt ist es schon okay.


    Bis auf die fehlenden Statuen ist die Westseite ja nun komplett und wirkt alles in allem stimmig.


    Ein wenig störe ich mich noch an dem Farbunterschied der beiden Fassadenhälften, aber gut, auch das sei verziehen :lach:

    Aber wie ein gealtertes Original sieht es aber nun mal leider gar nicht aus, eher wie farblich nicht abgestimmt.

    Handwerklich ist das sicher dennoch eine große Leistung, aber ich glaube nicht, dass das nicht auch anders gegangen wäre. Was hat denn gegen blankes Kupfer gesprochen?

    Diese Diskussion ist aber ja nicht neu. Es geht hierbei doch um entscheidende Fragen zum äusseren Erscheinungsbild, wie es sie auch schon bei der Farbgebung der Fassade, den Fensterrahmen, der Textur des Sandsteins u.a. Details gegeben hat. Im Grunde hat man bei vielen Details, die Katze im Sack gekauft. Die schönen, verklärenden schwarz - weiss Bilder, zeigen halt nur den Zustand eines "alten gebrauchten Gebäudes". Jetzt steht da ein Neubau und das ein oder andere Detail überrascht, weil es so gar nicht nach dem aussieht, was zuvor mittels der Fotos angepriesen wurde ( leider wie bei sehr vielen Neubauten üblich).

    Im konkreten Fall, finde ich das ärgerlich, weil die Kartusche wie ein Fremdkörper an dieser Stelle und überhaupt nicht harmonisch wirkt. Schade!

    Es ist enttäuschend, dass das an sich handwerklich hochwertige und stadtbildprägende "Schloss", durch manche Ergänzung, wie das blaue Spruchband und jetzt die unpassende Kartusche, in seiner Wirkung beeinträchtigt wird. Hier wäre m.A.n. eine sorgfältigere Vorbereitung unter Einbeziehung der Öffentlichkeit und vlt. auch eine Diskusion über die Details und deren Gestaltung sinnvoll gewesen um frühzeitig zu erörtern, was da an Schmuckelementen kommen sollte. Jetzt hängt die Brosche dort und man guckt besser nicht so genau hin...


    Immerhin haben wir jetzt ein schönes Beispiel mehr für wilhelminischen Geschmack...

    Also, ich finde ja gerade die Ostfassade sehr erhaben und wohltuend ruhig. Eine irgendwie künstlerische Gestaltung der kahlen Seitenflächen hatte ich aber vor Jahren Mal hier angesprochen. Einen Anbau als Gebäudeerweiterung sehe ich da aber auf beiden Seiten nicht. Auch eine Begrünung halte ich für kontraproduktiv. Welche Pflanzen bieten sich da wirklich an? Glyzinien, Efeu, Wein? Sehen alle ganz schön aus, werden aber selbst beim wintergrünen Efeu ne Menge Biomasse ab, haben einen hohen Pflegebedarf und die Fassade kann man dann irgendwann sanieren.


    Eine partielle Überdachung könnte stattdessen ne Menge Vorteile bringen, Beschattung und sogar Berieselung wären möglich, die Sicht auf die Fassade bleibt frei, die notwendigen Flächen auch, die Nutzung der Flächen wurde verbessert, durch Schatten und Regenschutz zugleich und sogar eine Begrünung ist möglich. Und wenn es richtig gemacht wird, kann es richtig gut aussehen.

    Aber gerade auf der Südseite wäre ein kühnes Glasdach, das einen Teil des Schlossplatzes überspannt und die Möglichkeit zur Beschattung bietet, vielleicht ein Weg, dem Platz das zu geben was ihm derzeit noch fehlt, ohne die Sicht auf die Fassaden zu sehr einzuschränken und die Notwendigen Flächen für allerlei Zwecke zu berücksichtigen.