Ja, schon schlimm, diese Kritiker. In Preußen war ja noch alles besser, aber jetzt ist es echt schlimm, gibt sogar Frauenwahlrecht, freie Presse und Gewerkschaften...
Beiträge von Baukörper
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Die Gesamtzahl der (Klein-) Spender ist halt leider für den Spendenverein nicht so interessant, sondern der Schwerpunkt der Würdigung liegt bei den Großspendern und wenn da nunmal welche durch radikale Ansichten auffallen, fällt das stärker ins Gewicht.
Bei anonymen Spenden ist es schlussendlich egal, wer gespendet hat. Somit fallen dem Verein, aber auch dem ganzen Projekt, die öffentlichenn Spenden und der Umgang damit auf die Füsse.
Die Sichtbarmachung der einzelnen historischen Etappen des Schlosses, wäre sicherlich ein interessantes Zukunftsprojekt, die Darstellung von Kriegsschäden mit Details zum Ereignis (RAF Sprengbombe ...) schießt aber voll übers Ziel hinaus und wird höchstwahrscheinlich missverstanden.
Temporäre Installationen, wir Verhüllung, Bildprojektionen oder Ausstellungen wie in den Rotunden in den 90 iger Jahren halte ich aber für geeigneter.
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Für mich klingt das eher nach anprangern und konnte missverstanden werden. Nicht die RAF (britische Luftwaffe) und die USAAF (amerikanische Luftwaffe) sind für die Zerstörung ursächlich verantwortlich, sondern das völlig irre Naziregime.
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Also wegen mir muss es keine Vollrekonstruktion sein, aber das Argument mit der Fensterhöhe, bzw. Tiefe, ist doch eher ein Scherz aus Schilda, oder?
Ich denke, die ganze Sache sollte einfach beerdigt werden, da sie völlig totgeritten ist.
Vielleicht tut's da eine Grünanlage mit ein paar Bäumen auch.
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Oh doch, wenn der Spendenempfänger weiss, wer gespendet hat, dann ist es nicht egal. Und als ebenfalls nicht Kleinspender, ist es mir gar nicht egal, wenn mein Name auf einer Spendentafel möglicherweise neben bekannten Nazianhängern steht.
Das ist dann für mich Grund genug, nicht weiter zu spenden und die Freude an dem Projekt zu verlieren. Zumal ja lange genug über diese Problematik diskutiert wurde.
Zum Grundgesetz ist hier nur zu sagen, dass es Hass und verfassungsfeindliche Gesinnung nicht schützt. Gleichberechtigung für Rechtsradikale und Hassprediger wird es nicht geben. Wenn du magst, kannst du deinen Standpunkt da ja mal überdenken.
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Mir ist das nicht egal, woher das Geld für die Schlossfassade gekommen ist und das betrifft auch alle anderen Projekte.
Die Millionenspenden irgendwelcher Ewiggrstrigen entwerten die Spenden der vielen demokratischen Kleinspender und nehmen auch mir Freude an dem Projekt.
Hier wurde im wahrsten Sinne des Wortes, der Bock zum Gärtner gemacht.
Man hätte besser auf diese Spenden verzichtet, auch wenn dadurch die Fertigstellung verzögert worden wäre, denn dieser sorglose Umgang bringt keinen Vorteil, ich denke gar, er verhindert eher weitere Rekonstruktionsprojekte.
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Grundsätzlich empfinde ich diesen Abschnitt der Alexanderstraße, zwischen der Kreuzung zur Otto-Braun-Str. und der Karl-Liebknecht-Straße völlig trostlos.
Es ist Praktisch ein Hinterhof des ausufernden Alexanderplatzes und wer da strandet, also an einer Stelle als Fußgänger aus der Tiefgarage kommt, fühlt sich verloren.
Der Pavillon spielt da praktisch keine Rolle, zwischen all den Straßenverkehrsflächen und Hochhäusern.
Rein architektonisch ist aber der sanierte Gebäudekomplex Haus des Berliner Verlags zur Zeit weit und breit der einzige Lichtblick, das ändert aber nichts an der Gesamtsituation und wirft schon ein seltsames Licht auf die Stadtentwicklung im 34. Jahr nach dem Ende der DDR.
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Ich kann mit diesen Tetris Gebäuden immer noch nichts anfangen
und ich verstehe nicht, warum man Gebäude scheinbar oben breiter baut als unten.
Ich tippe mal drauf, dass der Enturf für das Hochhaus, bei der erstbesten Gelegenheit, also jetzt gerade, in die Tonne kommt.
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Die Idee mit der Schwebebahn, wäre ja ganz gut, wenn sie ernst gemeint wäre, da es sich aber um einen Vorschlag der CDU handelt, gehe ich mal davon aus, dass es um die Bindung von Ressourcen geht, damit schlussendlich alles beim Alten bleibt, heißt viel Platz für Autos
Ansonsten müsste es eine sinnvolle Strecke geben, am besten wo es noch nichts anderes gibt aber der Bedarf hoch ist, aber bestimmt nicht z.B zwischen Erkner und Bernau oder als innerstädtische Parallelstrecke zu bestehenden U- und S-Bahnen. Da bleiben also fast nur Teststrecken, wobei wieder die Bindung von Ressourcen in den Vordergrund tritt.
Selbst die frühere Planung für den Transrapid hatte ja auch den großen Nachteil, dass die Verknüpfung zum Bestandsnetz der Bahn schwierig war und das Umsteigen einen großen Teil der Fahrzeitgewinne aufgefressen hätte.
Stattdessen müsste ernsthaft und energisch in das Bahnnetz investieret werden. Da sind die Realisierungszeiten heute einfach viel zu lang.
Als ich vor 30 Jahren in Bergisch Gladbach wohnte, hieß es, die S-Bahn von Köln dorthin solle zweigleisig ausgebaut werden. Was ist seitdem passiert? Nix, außer noch ne Vorplanung und wieder eine Vorplanung... Mittlerweile fahre ich lieber mit dem Auto nach Köln, trotz Stau!
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Mein erster Gedanke war: Oh eine Luftschiffhalle...
Wenn sich das im Berliner Volksmund durchsetzt, würde es doch ganz gut passen
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Das ist auch alles nichts neues, aber außer um die Museumsgebäude anzugucken, gibt es da für Vorbeikommende keinen Grund zu verweilen und das kann man aus dem Auto oder Bus gut genug.
Das kann sich durch das neue Museum immerhin dahingehend etwas ändern, dass von der Bundesstraße abgeschottete Plätze entstehen, auf denen eine Aufenthaltsqualität entstehen kann.
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Da stimme ich dir voll zu. Mir geht es nur um den verwinkelten Anbau. Hier wäre es möglich, indem der historische Straßenraum nicht überbaut wird, alten und neue Flächen zu verbinden.
Ich befürworte auch die Entscheidung, die Landsberger Str. nicht wieder herzustellen.und aus dem Planwerk zu streichen.
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Was ich etwas schade finde ist, dass man nicht wenigstens versucht, den letzten Rest alter Bebauung und Straßenverläufe sichtbar zu machen. Der verwinkelt an den Altbau angesetzte Neubau, steht wieder quer bzw. über ehemaligen Straßen.
Interessant aber auch ernüchternd: Der Altbau stand mal drei Blocks vom historischen Alexanderplatz entfernt.
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Ich finde ja, dass es etwas einfacher ist, als dargestellt.
Der Neptun-/Schlossbrunnen macht auf seinem jetzigen Standort eine gute Figur und es gibt durchaus auch ästhetische Sichtbeziehungen zwischen Brunnen und den ihn umgebenden Gebäuden, vor allem den vier großen: Rathaus, Marienkirche, Fernsehturm und Humboldt-Forum.
Hinzu kommt, dass diese Konstellation für die Lebenden greifbar ist und sich damit sicher auch genug persönliche Erinnerungen verbinden.
Das hat dann im Jahr 2023 auch gar nicht mehr so viel mit der DDR zu tun, die selbst Vierzigjährige kaum noch kennen können.
Im Gegensatz dazu steht dann ein Wunsch nach Rekonstruktion eines Zustands von vor über 80 Jahren, der selbst bei bestem Willen überhaupt nicht erreichbar ist. Die Anforderungen an die Fläche sind heute ganz andere, daher würde die Raumwirkung auch mit Brunnen ganz anders sein, als auf den Fotos von früher.
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Ich bin da gelegentlich sehr gerne, weil es mir immer wieder ein freudiges Grummeln im Bauch macht, so wie als Kind kurz vor Weihnachten.
Das hängt mit meinen Vorwendeerfahrungen und denen aus der Zeit des Um- und Aufbruchs Anfang der 90er zusammen.
Gepaart mit den schwarz/weiß Bildern im Kopf aus den 20er bis 60er Jahren, finde ich die Atmosphäre dort schon "ziemlich geil" und das gibt's sonst nur noch am Checkpoint Charlie und am Brandenburger Tor und ist somit ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt.
Aber genau dafür muss man schon ziemlich tief in historische Details einsteigen, um das auch so zu empfinden.
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M.A.n. ist das Hauptproblem der Verkehr. Der war zwar vor dem Krieg auch schon sehr stark, aber halt völlig anders als heute.
ÖPNV und auch etwas Regionalverkehr, findet praktisch nur unter der Erde statt, die meisten oberirdischen Flächen sind vom MIV geprägt. Von den paar Buslinien abgesehen.
Der gemeine Fußgänger muss sich da etweder durchquetschen oder ebenfalls unterirdisch abtauchen. Da bleibt wenig Platz für flanieren zwischen den Teilbereichen der Doppelplatzanlage.
Und dann kommt natürlich erschwerend hinzu, dass es kaum was gibt, was es nicht woanders auch gibt.
Verglichen mit dem oft geschmähten Rathaushausforum, wo jeder Fußgänger, egal ob Anwohner oder Fremder, völlig unbehelligt vom MIV, essen, trinken, abhängen, Sport und Spiel tätigen kann und auch noch ins Kino gehen kann, fehlt da schon einiges.
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Ich sehe das mehr unter dem Aspekt der Daseinsvorsorge und da gehören objektive Informationen bestimmt dazu. Das ist vielleicht heute noch gar nicht so aktuell, weil viele noch aus Zeiten sind, in denen es noch üblich war, die Informationen die man brauchte, in Bibliotheken zu suchen und zu finden und das auch mit Internetquellen können.
Heute recherchiert fast jeder aber erstmal im Internet und da ist die Ausbeute an guter, also objektiver Information m.A.n. zunehmend katastrophal. Das sieht man bei allerlei Verschwörungstheorien, dem Krieg in der Ukraine aber auch dem aktuellen Süddeutsche Zeitung - Aiwanger - Problem.
Daher wäre eine zentral gelegene Bibliothek in so einem besonderen Gebäude, wo man vlt. auch mal spontan hin geht (wie zum Bsp. auch bei der ähnlich zentral gelegenen Stadtbibliothek in Köln) eine gute Sache um wenigsten die Möglichkeit zu haben, selber Quellen zu studieren.
Die Tage des Lafayette sind wohl gezählt. Die Friedrichstraße als zweiter Ku'damm hat nie funktioniert, vielleicht klappt es aber als Kulturstandort besser.
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Mir gefällt die Idee gut und Bibliotheken werden zwar vielleicht nicht mehr die erste Anlaufstelle für Informationen, aber für alle die ungefilterte Quellen suchen, sei es für Studium oder Beruf oder einfach nur um sein Hobby mit neutralem Wissen anzureichern, werden sie in Zukunft, bei all dem Informationsmüll, der im WWW kursiert, mehr brauchen, als je zuvor.
Ich kenne das Laffajette nicht sooo gut, kann mir grundsätzlich recht gut vorstellen, dass ein Kaufhaus als Bücherei genutzt werden kann. Es wurden ja sogar schon Kirchen zu Buchläden umgebaut...
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Demutsarchitektur??? Quatsch!
Das ist Funktionalität.
Hier geht es nicht um Repräsentieren von Macht, sondern, wie schon erwähnt, Präsentation von Büchern bzw. die Nutzung dieser Bücher und das im 21. Jahrhundert.
Im Übrigen ist für mich auch nichts demütiges daran zu erkennen. Der Saal ist nach wie vor groß, hell, hoch und aufwendig gestaltet.
Und bevor ich es vergesse: Theseus, vielen Dank für deinen wirklich guten Fotobeitrag
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Gab es nicht beim Humboldt-Forum auch eine Muster-Fensterachse mit den, so wie ich mich erinnere, ursprünglich geplanten ochsenblutroten Fenstern, die dann schließlich weiss wurden???
Ich habe dazu nicht mehr gefunden, ab das wäre die Erklärung, dass die Wirkung vor Ort und in Originalgröße, zu Änderungen führt.