Dass Herr Tschentscher auch nur ansatzweise eine Flexibilität in Hinblick auf einen möglichen geänderten Entwurf des Elbtowers äußert, ist tatsächlich neu. Bisher ist immer sehr streng betont worden, dass es den Elbtower nur in seiner ursprünglich geplanten Form geben kann.
Eine finanzielle Beteiligung der Stadt ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Gleichzeitig kann man Herrn Kühne sicherlich in dem Punkt zustimmen, dass das Signal der Stadt sich finanziell zu beteiligen, sich sicherlich nicht abschreckend auf potentielle Investoren auswirkt.
Der Spiegel-Artikel vom 19.7. ist gut recherchiert und spricht ein wesentliches Problem an, das der Elbtower zur Zeit zu haben scheint: Es gibt keine Mieter, bzw. sind alle wichtigen Büromieter mittlerweile abgesprungen.
Daneben schreibt der Spiegel, dass auch das geplante "Konsortium" von Herrn Becken bis jetzt noch nicht zu Stande gekommen ist und - entgegen früherer Informationen - ein Angebot erst im September abgegeben werden soll. Diese "Spur" zur Rettung des Elbtowers scheint aus meiner Sicht also doch eher kalt zu sein.
Eine von Herrn Kühne geforderte großflächige Anmietung der Stadt von Flächen im Elbtower zu marktüblichen Konditionen wäre dennoch aus Haushaltssicht geradezu "verschwenderisch" und politisch kaum zu rechtfertigen. Daneben müssten allerhand Bauleistungen in aufwändigen Vergabeverfahren neu ausgeschrieben werden, wenn die öffentliche Hand mit dem Elbtower plötzlich beabsichtigt, neue, eigens zu mietende Flächen zu beschaffen.
Es bleibt also ziemlich kompliziert. Ein positives Signal ist sicherlich, dass es noch andere Interessenten gibt. Mal schauen was die nächsten Wochen bringen.