Beiträge von Arwed

    Die Ausbildung einer eher geschlossenen Kante zum Ring ist ganz sicher dem geschuldet, dass man hier eine Abschirmung gegen den Verkehrslärm auf der St.-Petersburger-Straße schaffen will. Eine stärkere Öffnung nach Osten zum Blüherpark und nach Süden zur Bürgerwiese macht Sinn. (Nebenbei gesagt, waren da vor 1945 noch viel weniger Straßen- und Wegeanbindungen vorhanden.)
    Die eine Straße in der Achse des Museums und damit in der Flucht der Hauptallee des Großen Gartens finde ich sehr gut. Damit gäbe es eine Achse von der Altstadt bis nach Gruna, auf der dann das Museum und das Palais im Großen Garten liegen würden.


    Zur Idee, die Flächen nördlich des Hygienemuseums zu bebauen, verweise ich auf die Abhandlung im folgenden Link: http://www.google.de/url?sa=t&…iw&bvm=bv.117218890,d.bGs
    Auch wenn von der hier einstmals vorhandenen Fläche nur noch Teilbereiche übrig sind, handelt es sich doch um eine wirklich bedeutende Gartenanlage, der ich eine Arrondierung eben nördlich des Hygienmuseums sehr wünschen würde.

    Also zumindest mir war es bisher nicht klar, dass die Fassade des Chiapponischen Hauses nicht rekonstruiert wird!
    Ich kenne den Bebaungsplan (wurde der rechtsverbindlich beschlossen?) und in dem steht, dass die Fassade an der Frauenstraße zu rekonstruieren ist! Klar wäre die zusätzlich entstehende Fassade zur Galeriestraße eine Herausforderung. Da es ja aber keine Rekonstruktion des Grundrisses geben sollte, wäre die Aufgabe lösbar!
    Es kotzt mich an (Entschuldigung wegen der Ausdrucksweise), wie sich auch hier wieder die Stadtplanung zum Büttel des Investors macht. Hauptgrund für die Abweichung von den ursprünglichen Plänen ist definitiv die Gewinnung von Geschossflächen. So springt eben einfach eine weitere Etage dabei heraus.
    An der Planung des Architekten habe ich nichts auszusetzen. Der hat sicher keinen Anteil an der Streichung der Rekonstruktionspläne. Allerdings überlege ich mir gerade ernsthaft, ob ich aus Karrieregründen nicht bei den Zeitgenossen beitreten sollte. Das scheint eine Grundbedingung zu sein, um vom Stadtplanungsamt für Werkstattverfahren ausgewählt zu werden!

    Da ich von der Genauigkeit der Recherche der SZ eine nicht allzu hohe Meinung habe, vermute ich eher, dass die eine zweigeschossige Tiefgarage meinen.
    Das Grundstück liegt ja nicht im Bereich der Festungsmauer, sondern zu guten Teilen schon auf dem Areal der Bastion, siehe hier: http://web.tu-dresden.de/Darst…m/diplom/SchusterPlan.jpg
    Ich bin jedenfalls gespannt, was davon noch übrig ist (zumindest in dem Bereich, der nicht vom Telegraphenamt überbaut war, sicher einiges). Ich kann mir aber schon wieder gut vorstellen, dass man (Achtung Ironie!) völlig überrascht sein wird vom Erhaltungszustand und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und des fortgeschrittenen Planungsstandes leider nur wenige Reste wird erhalten können. Es wäre ja nicht das erste Mal.

    Chris, solltest Du damit Recht haben, dass das Stadtplanungsamt die Knickvariante weiterplant, würde mich das wirklich nicht mehr wundern. Das würde wirklich gut zu den städtebaulichen Entwicklungen der letzten Jahre passen. Für meinen Geschmack wäre diese Planung allerdings ein Witz.
    Was würde man damit denn gewinnen? Eine jetzt vorhandene Sichtachse würde verbaut, die entstehende Allee hätte als Blickpunkt nur den Atriumklotz der Cityherberge. Anstatt einer großen Achse also nur ein großer Murks!
    Das zu gewinnende Bauland in dem dreieckigen Bereich, der in die heutige Achse springt, würde ich lieber dem Blüherpark zugeschlagen sehen.
    Außerdem stellt sich die Frage, wie man dann am Ostende der Allee verfährt. Bei der Variante Herkulesallee läuft die Bauflucht in gerader Linie weiter bis zur Lennéstraße über die Cockerwiese. Bei der Variante Lingnerallee müsste man dann entweder doch wieder nach Norden verspringen oder aber Flächen bebauen, die selbst vor dem Krieg nicht bebaut waren.
    Tatsächlich die einzige Argumentation, die mich überzeugen könnte, den Vorkriegsstädtebau wiederzubeleben, wäre, das wirklich konsequent zu tun - was dann zwingend den Durchbruch der ungeknickten Lingnerallee bis zum Ring bedeuten würde!

    Eine Bebauung entlang der Lingnerallee / Johann- Georgen- Allee ist ja an und für sich überlegenswert. Wenn man aber den Gedanken durchspielt, würde man am Block mit der City- Herberge, spätestens aber an der Rückseite des zur Erhaltung vorgesehenen Gebäudewinkels an der St.- Petersburger- Straße nicht weiterkommen. Würde man hier darauf setzen, dass diese Gebäude irgendwann einmal verschwinden, dann würde man für Jahre, wenn nicht Jahrzehnte eine absolut unbefriedigende städtebauliche Situation schaffen.
    Dem gegenüber steht alternativ die Bebauung entlang der verlängerten Herkulesallee. Diese Bauflucht ist komplett frei und würde die direkte Verbindung (auch Sichtverbindung) von der Altstadt zum Großen Garten darstellen.
    Ich kann deshalb nicht verstehen, wieso es überhaupt Verfechter der Lingnerallee- Lösung gibt.
    Das im Artikel erwähnte Haus des Großvaters ist ganz bestimmt nicht das Prachtstück an der Ecke Blüherstraße. Sollte es das doch sein, glaube ich im Leben nicht daran, das dieser Investor bereit wäre, den Wiederaufbau dieses Hauses zu finanzieren.
    Die Firma Max Wiessner wirbt sicher nur mit dem Foto dieses prächtigen Hauses, um die Bebauung auf den alten Parzellen zu untermauern. Die dargestellten Visualisierungen sehen ja dann auch eher nüchterner aus. Diese Bebauung könnte Wiessner auch auf den Parzellen errichten, die sie aus dem Umlegungsverfahren bekämen. Das Ganze erscheint mir eher als Methode, um die eigene Verhandlungsposition mit der Stadt Dresden zu stärken. Das ist legitim, sollte letztendlich nur nicht dazu führen, dass hier auf weitere Jahre die Wiedergewinnung eines Innenstadtviertels verhindert wird.

    Das Tortenstück zwischen Lommatzscher und Kötzschenbroder Straße hätte sich wunderbar als Torgebäude mit einer Höhenakzentuierung angeboten. Das kann die Lagerhalle von Höffner nicht leisten, egal wie man die Fassade gestalten wird.


    Was mir dann aber überhaupt nicht in den Kopf gehen will, ist, wie das Stadtplanungsamt zur selben Zeit zwei Bebauungsplanverfahren starten kann, von dem eines (MiKa) direkt auf den Entwurf des Büros Machleidt aus dem Werkstattverfahren Bezug nimmt - während das andere (Höffner) diesem komplett zuwider läuft!

    So ganz ernst gemeint, war der Vorschlag zur Fassadenbegrünung sicher eher nicht. Eher nach dem Motto: Granate werfen, ducken, schauen was passiert ist!
    Als Initiatoren von den "Architekten" zu sprechen, ist mir mal wieder ein wenig zu pauschal!
    Es gab sicher gute Gründe über Pro und Contra beim Humboldtforum zu reden, meinetwegen kann man das rückwirkend auch ewig weiter treiben. Doch Eines ist sicher: bei diesem Bauvorhaben sind alle wesentlichen Weichen längst gestellt.

    Beim Stöbern im Archiv der Fotothek bin ich auf folgende interessante Luftaufnahme des Grundstücks zwischen Ring und Gewandhaushotel mit der damals freiliegenden Festungsmauer gestoßen:
    http://fotothek.slub-dresden.d…bika129_0000255_motiv.jpg


    Dazu mal ein kleines Gedankenspiel:
    Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass man die Grundrisse der geplanten Hotelbebauung so anlegt, dass man den leicht schrägen Verlauf der Mauer in allen Geschossen aufnimmt.
    Im Erdgeschoss und im Untergeschoss könnte man die Mauer zum Ring hin, d.h. zum ehemaligen Festungsgraben, freilegen und über die volle Länge des Gebäudes eine Halle als Hotellobby und z.B. Bar anlegen. Die Sandsteinwand wäre dann die Rückwand dieser Halle (plus Ergänzung der Wand im EG in ähnlicher Form). Das Ganze wäre natürlich auch in Teilen der Gasamtlänge möglich, vielleicht sogar besser. Wichtig wäre nur, dass man den Verlauf der Festungsmauer auch noch im Erdgeschoss wahrnimmt.
    (Ich hoffe man kann meinen Gedanken folgen?)

    Da das Thema in einem anderen Thread gerade mal wieder hochkam:


    Gibt es irgendeinen Nachweis dafür, dass für die Betonfertigteile im Treppenhaus des Neuen Museums tatsächlich die zermahlenen Marmorreste der Stülerschen Treppe als Zuschlagstoffe verwendet wurden?
    Dies wird zwar immer mal wieder behauptet, kommt mir aber eher wie eine moderne Schauergeschichte vor. Abgesehen davon, dass die spärlichen Reste der Treppenstufen wohl kaum wiederverwendbar gewesen wären, wenn man sich die Fotos der Ruine ansieht:
    http://www.rotary1940.de/berli…ues_museum_treppe1943.jpg
    http://www.stadtrandnotiz.de/w…ites/4/2015/06/642830.jpg


    Bei den benötigten Mengen an Zuschlagsstoffen hätte das sowieso wohl nur ein symbolisches Spiel mit dem Thema Spolie sein können:
    http://www.museumsportal-berli…-friedrich-august-stuler/

    Architektenkind, ich habe Dich völlig verstanden und teile Deine Meinung zu Luther voll und ganz.
    Er war enorm wichtig für die Emanzipation der nord- und mitteldeutschen Lande von der römisch- katholischen Kirche und natürlich vor allem auch für die Entstehung der modernen deutschen Sprache. Auf der anderen Seite ist mir sein Antisemitismus suspekt. Ganz wohl ist mir jedenfalls bei ihm definitiv nicht.
    Die extreme Heldenverehrung für Luther hängt eng mit dem deutschen Nationalismus im 19. Jahrhundert zusammen.
    Ein Lutherdenkmal in der fast völlig von Spuren der Geschichte beraubten / bereinigten ehemaligen Staatsmitte der DDR kann man definitiv als Anachronismus verstehen. Das es an seinen angestammten Platz zurückkehrt, begrüße ich ja durchaus. Doch eine getreue Wiederherstellung seines ursprünglichen Sockels und seiner Begleitfiguren könnte ich mir aber keinesfalls vorstellen.

    Der Kritik am Einkaufszentrum muss ich leider absolut zustimmen. Es ist ja nicht so, dass ich allzu viel erwartet hatte, doch die Visualisierung sah ja doch ganz ordentlich aus. Doch das Ergebnis wird dem leider nicht gerecht. Die Metallfassade insgesamt wirkt überhaupt nicht hochwertig. Die Verkleidung des oben aufliegenden Büroriegels unterscheidet sich zu wenig von der unteren Fassade. Die Büroverglasungen haben einen derart hohen g- Wert, dass sie kaum transparent wirken. Das schlimmste ist für mich aber das Technikgeschoss auf dem niedrigen Teil - mit einer Wellblechfassade, die an einen Container erinnert. Diesen Dachaufsatz hatte man in der Visualierung auch komplett weg gelassen. Es ist ja m.E. in Ordnung, untergeordnete Bauteile nicht mit darzustellen. Doch das Ding ist absolut nicht untergeordnet und die Perspektive ist ansonsten fotorealistisch. Wenn dann noch die ganze Werbung für die Filialisten außen dran kommt, wird es richtig übel.
    Insgesamt bin ich froh, dass am Straßburger Platz etwas Dichte entsteht. Leider ist das Ding nicht der richtige Weg, wenn es auch hätte viel schlimmer kommen können.

    Danke, interessante Meldung! Das Parkhotel in dieser Form aufzustocken, darauf wäre ich im Leben nicht gekommen.
    Doch warum nicht? Das Haus kam mir schon immer etwas seltsam proportioniert vor. In Bezug auf seine Länge ist es deutlich zu niedrig, auch deutlich niedriger als die beidseits anschließenden Gebäude. Es hat in der heutigen Form eher etwas von einer Pavillonbebauung.
    Bei der Aufstockung kommt es jetzt sehr auf die Ausführungsqualität an. Das vertraute Bild am Ortseingang des Weißen Hirschs würde sich natürlich gravierend wandeln. Mir scheint aber durchaus zum Positiven!

    Bei den Fensterprofilen tippe ich auf Baubronze, eventuell eloxiertes Aluminium. Kunststoff wäre an dieser Stelle (eigentlich an jeder) ein Frevel. Die Fassade soll wohl Natur- oder Kunsstein sein, was man an der dezenten Fugengliederung bei der Detailansicht sieht. Insgesamt also ein sehr hochwertiger Eindruck. Den Entwurf finde ich gut. Es wird schwer sein die Entstehungszeit des Hauses zu erkennen, wobei das für diesen herausragenden Standort wohl angemessen ist.


    Mir scheint, dass die Wettbewerbsvorgaben sehr umfangreich waren. Die Entwürfe warten alle mit exakt der gleichen Anordnung der Fenster und Arkaden, sowie der Dachausformung (einschließlich der Deckung mit Kupferbahnen) auf.
    Ein wenig seltsam wirkt für mich, dass die Fensterachsen der Obergeschosse nicht recht mit denen in der Sockelzone korrespondieren (3 Achsen oben, treffen auf 2 unten). Das hat nur ein Büro geändert (RKW), wobei das bei denen dann unproportioniert wirkt.

    Mit Bürgerbeteiligung meinte ich das Vorstellen des jeweiligen Planungsstandes an die Interessierten - keine Bürgerbefragung als Entscheidungsgrundlage für den Investor.
    Es werden ständig Grundstücke und Gebäude in der Stadt verkauft, ohne das jedes Mal die Leute gefragt werden, wie sie es finden, was da gebaut werden soll.
    Es gab ein B- Plan- Verfahren für einen wichtigen Teil des Areals. Dort konnten sich die Bürger äußern. Für den Rest gibt es meines Wissens keine Grundlage einer weiteren direkten Entscheidung durch die Bevölkerung.
    Ich wiederhole mich: Die CG macht ihren Planungsprozess hier wirklich sehr transparent, vor allem verglichen mit anderen Bauvorhaben am Neumarkt und anderswo (was die CG z.B. am Postplatz macht, ist für mich ein großes Mysterium).


    Die "äußerst grobe Visualisierung" beim ersten Termin im Hotel Suitess (bei der auch ich war) war deshalb noch schematisch, weil mehr damals einfach noch nicht geplant war. Damals gab es nur Baukörper und die Grundrisse.


    Die Behauptung, viele Dresdner hätten ihren Wunsch nach einer historischen Bebauung schon kundgetan, der Investor würde diese Meinung aber aus Profitgründen ignorieren, finde ich unter Berücksichtigung einer Einwohnerzahl von 550.000 Menschen etwas gewagt. Es kann unter den gegebenen Umständen überhaupt keine repräsentative Meinungsäußerung der Dresdner geben. Der Investor kann mit den geäußerten Meinungen also auch tun, was er will. Es sei denn, die Stadträte kämen zu einer geänderten Auffassung.


    Ich möchte nicht falsch verstanden werden:
    Ich wünsche mir eine originalgetreue Rekonstruktion der Fassade des Palais Riesch, möglichst mit einer Wohnnutzng in den Obergeschossen und einer gewerblichen Nutzung in EG und 1. OG. Wenn dies aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist, plädiere ich für eine Fassade, die sich harmonisch einfügt.
    Ich weiß aber, dass ich nichts zu entscheiden habe.
    Ich fühle mich vom Investor ausreichend informiert, halte ihn aber für einen ausgebufften Profi, der mein Meinungsbild durchaus zu beeinflussen in der Lage ist. Gleichzeitig halte ich mich aber selbst auch nicht für völlig unbeleckt in der Planungsthematik, um mir eine eigenständige Meinung zum Thema bilden zu können.

    Auch wenn mir das Zwischenergebnis (?) für die Riesch- Fassade nicht gefällt, finde ich am Planungsprozess und der Bürgerbeteiligung absolut nichts auszusetzen! Die CG hat das Areal gekauft und mit der Planung begonnen. Danach wurden die Entwürfe für die Grundrisse präsentiert. Das wurde kürzlich mit den Entwürfen der Fassaden wiederholt. Momentan läuft noch der Prozess beim Riesch. Was soll der Investor denn noch tun? Etwa eine Bürgerbefragung aller Dresdner (dazu vielleicht noch aller Besucher und Freunde der Stadt?) durchführen, was er auf seinem (!) Gelände bauen soll? Herr Gröner hat wohl recht wenig Lust auf den ganz großen Krach. Nur so ist m.E. zu erklären, wieviel er sich in den Planungsprozess hinein schauen lässt. Im Vergleich dazu möchte ich mal an das für das Bild des Neumarktes wesentlich prägendere Quartier VI erinnern. Die USD und auch Herr Blobel lassen sich im Unterschied zur CG überhaupt nicht in die Karten sehen.
    Die beiden in den Presseartikeln genannten Vereine haben selbstverständlich jedes Recht, ihre Kritik zu äußern. Sie sind aber deshalb noch lange nicht in der Position, als Vertretung für alle Dresdner Bürger zu sprechen. Dieses Recht gestehe ich nur dem Stadtrat als Mehrheitsvertretung zu!
    Im Übrigen finde ich die verwendete Abkürzung für die Gestaltungskommission überhaupt nicht witzig!

    Ins gleiche Horn bläst mit gewohnt reißerischem Titel auch das andere Dresdner Käseblatt: http://www.sz-online.de/nachri…-fehlbesetzt-3318800.html
    Wo die SZ bei "Stadtbild Deutschland" und dem "Korrektiv" Experten ausmacht, ist mir nicht klar. Wenn Interesse an Dresdens baulicher Entwicklung dazu ausreicht, ist diese Stadt jedenfalls voller Experten.
    Zwar bin auch ich überhaupt nicht glücklich mit dem vorliegenden Entwurf für das neue "Riesch". Mit der Maximalkritik an allen an der Entscheidungsfindung beteiligten - vom Investor, über die Architekten, die Gestaltungskommission bis zum Baubürgermeister - wird man aber m.E. nichts erreichen.

    Mit einer kompletten Bebauung des Baufeldes, also auch der Fläche zum Rathausplatz hin, würde das auf jeden Fall eine Bereicherung und Vervollständigung der Ringbebauung darstellen. Den Entwurf fand ich eigentlich recht gut. Ob es denn nun unbedingt noch ein Hotel sein muss, das lasse ich die Sorge des Investors sein.
    Die Festungsmauer in der Tiefgarage versauern zu lassen, fände ich allerdings wirklich schade. Definitiv ja, sie existiert noch - und wie!
    http://www.stadtbild-deutschla…&postID=186885#post186885

    Bei einer Verzerrung der Fassadenproportionen des Palais Riesch hätte ich Bauchschmerzen. Entweder man kann die Fassade genau rekonstruieren (was ich denke) oder man lässt es und baut statt dessen eine Fassade, die eindeutig keine Kopie ist. Als Beispiel fällt mir hier die Fassade des Hotel de Saxe ein, die zwar stark an den Vorvorgänger erinnert, ihn aber eben nicht nachbaut.
    Mir ist klar, dass für den überwiegenden Teil der künftigen Betrachter das wohl absolut egal wäre. Für mich, als am Detail interessierten, sind derartige Ungenauigkeiten aber ärgerlich.