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Beiträge von Arwed
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Mit dem Entwurf von Stellwerk habe ich nicht so große Probleme. Das Haus ist etwas überambitioniert. Die komplizierte Dachgeometrie führt zu einer Unruhe, die hier fehl am Platz ist - aber keine Katastrophe in meinen Augen. Gern würde ich aber auch hier sehen, wie das Haus nach Süden hin aussehen soll!
Schlimm finde ich, wie gesagt, die gequetschten Geschosse an der langen Front am Neumarkt. Die Geschossebenen stimmten einst mit denen des Regimentshauses überein. Besonders am Zwischenbau fällt mir besonders übel ins Auge, wie sich hier die Fenster drängen und wie sie in den Proportionen gestaucht werden. Seit dem Spätbarock versuchte man ja das Platzbild mit gleichen Trauflinien und der Aufnahme von Gesimshöhen zu vereinheitlichen. Das wird hier komplett ignoriert.
Auch die massive Ansammlung großer Dachgauben zum Neumarkt stört mich sehr.
Alles in allem meine ich, dass hier durch eine Aufnahme von Gestaltungselementen der (wenig bedeutenden) Vorkriegsbebauung darüber hinweggetäuscht werden soll, dass im Grunde schlechte Architektur entsteht. Hoffentlich dürfen Rehwaldt Landschaftsarchitekten richtig große Bäume auf das Gewandhausgrundstück pflanzen, dann sieht man das Elend nicht so.
Anbei noch ein Link zu einer Visualisierung vom Jüdenhof: http://communities.bentley.com…-97-attachments/bild6.jpg -
Die Diskussionen zu den einzelnen Quartieren am Neumarkt machen mich etwas ratlos. Einerseits gibt es erbitterte Wortmeldungen zu den Bauvorhaben der CG oder der KIB, doch das für den Neumarkt so viel prägendere Quartier VI der USD läuft komplett unter dem Radar der Öffentlichkeit.
Momentan wird hier schon die Baustelle eingezäunt und die Baugrube beräumt, doch zumindest mir ist noch keinerlei offizielle Planung zum Quartier bekannt.
Von folgender Visualisierung war mir bislang nur ein Ausschnitt bekannt: http://images.google.de/url?sa…uPL_52VVIw_secR07-FFE9ufg
Doch ob das tatsächlich so gebaut wird, weiß niemand oder es schert offenbar zumindest keinen. Wenn das denn so tatsächlich geplant ist, hätte ich schon ein paar Bauchschmerzen wegen den verzerrten Proportionen der ursprünglichen Bebauung (reduzierte Geschosshöhen zur Unterbringung einer zusätzlichen Etage).
Jedenfalls finde ich die Diskussionen über das Moritzhaus im Vergleich zum USD- Projekt geradezu marginal. -
Über den Rang, den der Neumarkt in Dresden einnimmt, bin ich mir absolut im Klaren. Nichts geht in unserer Stadt über die Bebauung dieses Areals.
Wogegen ich mich aber verwehrt habe und es auch weiterhin tue, das ist die absolute Deutungshoheit über das Wie des Wiederaufbaus, die einige Gruppen und Personen für sich in Anspruch nehmen. Um das einmal ganz klar zu sagen, ich liebe den Wiederaufbau des Neumarktes und bin im Wesentlichen zufrieden mit dem Erreichten. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als es hier nur Grünflächen und die Regale mit den sortierten Trümmern der Frauenkirche gab. Es zieht mich sehr oft an den Platz, um ja nichts von den Bauarbeiten zu verpassen und Stück für Stück mitzuerleben, wie sich die Stadtstrukturen wieder ausformen, die ich nur von alten Fotos kannte. Ich brauche wirklich keine Erinnerung daran, dass dies nur hier in Dresden so möglich sein wird, egal wo sonst in der Stadt auch noch großflächig wieder aufgebaut werden mag.
Doch es stört mich gewaltig, dass einige keine Diskussion darüber zulassen wollen, was das richtige Maß an Rekonstruktion sein mag.
Ich möchte an dieser Stelle auch einmal daran erinnern, dass zu Beginn der Planungen am Neumarkt noch der gruselige Anbau der Polizei an genau dem Ort stand, der nun von der CG bebaut wird. Es war meines Wissens damals nicht selbstverständlich, dass dieses Areal einmal für die nun anstehende Bebauung frei wird. -
Die Legitimation als Interessengruppe aufzutreten, hat also nur die größere Gruppe? Das ist aber wirklich eine schlechte Nachricht für z.B. die kleineren Parteien im Bundestag.
Also ich sehe das anders. Ich denke, das Recht zur Meinungsäußerung haben alle.Die Bevorzugung von Mitgliedern der Zeitgenossen bei den Gestaltungswettbewerben am Neumarkt ist mir allerdings auch schon negativ aufgefallen, da bin ich ganz bei dir.
Die größere Kompetenz dagegen pauschal bei der GHND zu sehen, halte ich für ausgemachten Unsinn! Herrn Hertzigs Werke schätze ich sehr und nehme sie mir immer wieder zur Hand. Doch die Leute in der GHND sind eben nun mal in der Regel keine Architekten und können daher bei Planungswettbewerben nicht teilnehmen - auch Herr Hertzig nicht, Fachwissen zur Baukunst des Dresdner Barock hin oder her!
Zu Herrn Kimmerle möchte ich nur sagen, dass ich froh darüber bin, dass ein derart ambitionierter Bauherr hier ein Quartier errichtet und wünschte es gebe mehr davon hier und auch anderswo in der Stadt. Zu seinen Äußerungen über die Kommission sage ich erneut, dass wir auch hier die Hintergründe nicht kennen. Herrn Kimmerles Meinung ist hier ja durchaus von seinen eigenen Motiven geprägt. Um etwas deutlicher zu werden: Sein nach eigenen Vorstellungen erarbeiteter Vorschlag für die Fassade an der Rosmaringasse fand ich unglaublich kitschig. Da bevorzuge ich definitiv die Planung von Stellwerk.
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Wenn die Zeitgenossen eine Lobbygruppe contra historisierende Gestaltung am Neumarkt sind (klar, das sind sie ganz sicher), dann betreibt die GHND die Arbeit in die andere Richtung. Wo ist das Problem? Besitzt denn die eine Gruppe mehr Legitimation als die andere?
Genauso sieht es mit der Zusammensetzung der Gestaltungskommission aus. Ich wünsche mir hier eine ausgewogene Gruppe von kompetenten Fachleuten, deren Intentionen aus allen Spektren kommen. Herrn Glaser dabei eine "negative" Meinung zu unterstellen, weil er eine reine Rekonstruktion des Neumarktes ablehnt, halte ich für falsch.
Keiner in diesem Forum war je bei einer Beratung der Kommission dabei und kennt die Hintergründe. Wir wissen alle nicht, welche Alternativen es zu den letztendlich abgesegneten Entwürfen gegeben hat.
Alle Leute aus dieser Gruppe kenne ich nicht. Denen die ich kenne, unterstelle ich, dass sie als Gruppe wohl jeweils das Beste herausgeholt haben. -
Es ist vielleicht eine naive Auffassung der politischen Welt, doch ich glaube schon, dass es Möglichkeiten gibt, an der Besetzung dieser Gremien etwas zu ändern. Der Bauausschuss wird von den Parteien bestimmt, denen wir als Wählern das Mandat übertragen haben. Die Gestaltungskommission wurde ebenfalls vom gewählten Stadtrat besetzt. An dieser Stelle möchte ich auch einmal ganz allgemein sagen, dass mir das endlose Bashing der Kommission wirklich enorm auf die Nerven geht. Ich glaube nicht, dass diese Leute wirklich für all das verantwortlich gemacht werden können, was man ihnen so vorwirft. Da sind (oder waren) Leute dabei (z.B. Glaser und Magirius) die sich für die Baukultur unbestreitbar verdient gemacht haben. Ist folgender Link eigentlich bekannt? https://www.dresden.de/media/p…itsbericht_2005_2012_.pdf
Zum Stimmungsbild der Dresdener frage ich nochmal, wie das denn geäußert werden soll? Soll die Politik die Leserbriefe in der SZ lesen oder in den Internetforen mitlesen? Wo ist das Meinungsbild der Leute denn zu erfahren? Was passiert, wenn die Fachleute in den Gremien nun zu einer anderen Meinung gelangen, als die unrepräsentativ befragten Bürger sie geäußert haben?
Was mich betrifft, finde ich die getroffene Auswahl der Fassaden gar nicht mal schlecht. Eine Rekonstruktion der Alten Post und des Palais Riesch hätte ich schön gefunden. Doch auf welcher Grundlage hätte man unter der geltenden Rechtslage die CG zwingen können, diese Fassaden zu rekonstruieren - selbst wenn die Jury dafür plädiert hätte? -
Für die Entscheidung, wie die Fassade des neuen Palais Riesch gestaltet werden soll, braucht es Gremien. Diese Gremien gibt es in unserer Stadt. Wenn uns diese in ihrer Besetzung nicht gefallen, können wir Bürger das ändern.
Wenn wir Bürger unsere Meinung zum Ausdruck bringen sollen, bevor die Jury ihre Entscheidung trifft, stellt sich die Frage nach der Plattform auf der das stattfinden soll (Bürgerentscheid, Internetvotum, Gästebuch, Tonscherben in Krüge?) und nach der rechtlichen Grundlage.
Auch wenn es uns (auch mir!) überhaupt nicht gefällt, bei vielen Entscheidungen nur Zaungast zu sein, müssen wir doch akzeptieren, dass wir einfach nicht überall mitreden können. Wir haben uns die Strukturen geschaffen, nach denen diese Prozesse ablaufen und müssen nun nach diesen Regeln leben.
Als Bürger hätten wir zwar die Möglichkeit das zu ändern, dann aber auch überall und nicht nur zum Bauen am Neumarkt.
Ich möchte nochmal betonen, dass ich am Entscheidungs- und am Informationsprozess zu diesem Quartier nichts auszusetzen habe. Am Postplatz betreibt die CG viel weniger Arbeit am Bürger, einmal ganz zu schweigen von z.B. der USD oder Herrn Blobel im Quartier VI. -
Ich frage mich wirklich, was ihr für Vorstellungen bzw. Erwartungen an einen derartigen Planungsprozess habt! Euch ist das zu intransparent? Wie soll das denn ablaufen? Die Bearbeiter aller 10 Büros werden in ein Zelt auf dem Altmarkt gesetzt und während sie skizzieren, können die Dresdner vorbeischauen und Kritik an den Zwischenergebnissen äußern bzw. ihr Veto einlegen??
Welcher Planungswettbewerb wurde denn je offener gestaltet?
Es gab eine erste Bürgerversammlung zu den Grundrissen (da war ich dabei). Dann wurden die Fassaden geplant und der Bevölkerung präsentiert. Dabei fiel die Fassade des neuen Rieschs bei den Leuten durch.
Jetzt gibt es für diese Fassade eine zweite Runde, die wiederum auch nochmal mit einer Zwischenpräsentation dem Gestaltungsbeirat (ist der nicht auch mit einem von der GHND vorgeschlagenen Mitglied besetzt?) und Vertretern des von den Dresdner Bürgern gewählten Stadtrates präsentiert wird. Man darf jetzt nicht denken, dass es dazu jetzt schon schicke präsentable Visualisierungen etc. gibt - das ist nur eine Zwischenpräsentation.
Jetzt geht es in eine weitere Runde, deren Ergebnis (ja, auch mit einem Sieger) erneut den Bürgern präsentiert wird und danach sicher auch wieder entsprechend dieskutiert wird.
Also: Was erwartet ihr? -
Deinen Argumenten stimme ich weitestgehend zu! Wie schon gesagt, würde auch ich den Umzug an den Schlossplatz bevorzugen. Wenn sich die Stadt Berlin damit die Sanierung bezahlen lässt, wäre das clever (wobei ich die Kosten für eine reine Restaurierung schon etwas geringer einschätzen würde). Mir ist es aber eben auch wichtig, was mit seinem heutigen Standort geschieht. Die Wiedergewinnung eines Ensembles zu Lasten eines anderen wäre für mich eben ein Problem.
Übrigens wäre der zentrale Platz im Rathausforum durchaus ein Ort, wo man über ein Einheitsdenkmal nachdenken könnte. Schlechter als vor dem rekonstruierten Schloss wäre er jedenfalls nicht. Gab es eigentlich irgendeinen plausiblen Grund für die Lage des Denkmals an der Schlossfreiheit, außer dem verwaisten Sockel? -
Ich fände es schön, wenn man sich bei diesem Thema auf eine sachlichere Diskussionsebene begeben könnte - bei den Entscheidungsträgern und auch hier im Forum.
Natürlich gibt es auch rationale Gründe dafür, alles da zu lassen, wo es heute ist! Abgesehen davon, dass es viel Geld kostet die Kunstwerke umzusetzen, tragen sie eben auch wesentlich zur Qualität ihrer heutigen Standorte bei. Anders sieht die Situation für mich bei den Skulpturen aus, die heute im Lager herum stehen. -
Ich würde den Umzug des Brunnens an seinen ursprünglichen Platz sehr begrüßen, genauso wie auch den der anderen einst im Schlossumfeld stehenden und heute noch erhaltenen Kunstwerke.
Allerdings frage ich mich, was denn dann den heutigen Standort des Neptunbrunnens besetzen könnte? Eine zeitnahe Bebauung dieses Bereiches halte ich für unrealistisch. Wenn aber der Standort des Brunnens frei bliebe oder nur provisorisch belegt würde, wäre das in meinen Augen eine schmerzhafte Beschädigung des heutige durchaus beliebten Ortes. Abhilfe würde m.E. nur ein Kunstwerk / Brunnen schaffen, welches die Berliner ebenso annehmen und nutzen könnten, wie den heutigen Brunnen. -
Auf der Seite der Stadt ist auch das Werkstattverfahren dokumentiert, aus dem Kulka als Sieger hervorgegangen ist:
http://www.dresden.de/de/stadt…ren-Zinzendorfstrasse.php -
Euren Pessimismus kann und will ich nicht teilen! Erstens hat von den genannten Büros vor allem Mäckler bewiesen, dass er gute Fassaden gestalten kann. Aber auch die beiden anderen erwähnten Büros, auch Kulka, sind herausragende Büros. Die bisher gezeigten ersten Visualisierungen sehen für mich dann auch schon vielversprechend aus. Vermutlich sind das aber auch erst einmal nur die Vorschläge von Kulka. Die versprochene und auch sehr wünschenswerte Durchmischung mit den Entwürfen anderer Planer ist da wohl auch noch gar nicht eingeflossen.
Ein Wunder erwarte ich in diesem Gebiet dann aber auch nicht. Die von Kulka genannte Anlehnung an die Dresdner Neustadt (oder gar die Bebauung am Central Park) finde ich zwar nett, aber wohl unerreichbar. Die Neustadt lebt von Ihrem Nutzungsmix und vor allem auch von Ihrer sozialen Durchmischung. Das wird kaum auf dieses Viertel aus der Retorte übertragbar sein. Die Bewohner werden relativ homogen aus einer eher solventen Schicht stammen. Kleinere Handwerksbetriebe, Künstler, usw. werden sich eher nicht hier ansiedeln. Doch das wäre auch wirklich kaum steuerbar und liegt auch nicht an der Qualität der Fassaden (am Neumarkt ist es diesbezüglich ja noch viel schlimmer).
Doch stellt für mich schon allein die Tatsache, dass in diesem jetzt noch vollkommen toten Gebiet der Innenstadt ein derart dicht bebautes Stück Stadt geplant wird, einen Grund zum Feiern dar.Ergänzung:
Schon seit geraumer Zeit sind auf der Website von Mäckler Architekten Entwürfe für Gebäude im Bereich der Cockerwiese zu finden, Link: http://www.chm.de/staedtebau/stadtensemble.html?project_id=3
Sollten Mäcklers Gebäude auf dem Bauabschnitt entlang der Zinzendorfstraße in diese Richtung gehen, hätte ich überhaupt nichts dagegen. -
Der Durchbruch in der dargestellten Form wäre wohl tatsächlich der Kompromiss, der notwendig wäre, um eine Entscheidung pro Wiederaufbau des Hotel Stadt Roms zu bekommen. Die Leute, die für den Erhalt der Wohngebäude sind, bekämen ihren Wunsch. Gleichzeitig würde sich eine Situation ergeben, die (wie das Arstempano- Team ja gezeigt hat) auch von den Rekonstruktionsbefürwortern Zustimmung bekommen würde.
Leider bezweifle ich aber eben, dass der Durchbruch überhaupt so ausführbar ist. Ich bin zugegeben kein Tragwerksplaner, doch würde ein diagonaler Durchbruch durch dieses Haus die Struktur wohl so zerstören, dass ein Abbruch und Wiederaufbau der oberen Etagen über dem Durchbruch wohl einfach billiger wäre.
Wenn man das aber macht, stellt sich mir dann aber doch die Frage, ob dann nicht die vom Büro DD1- Architekten gezeigte Lösung eher Sinn machen würde. Hierbei würden zwar auch die äußeren beiden Gebäudeabschnitte noch fallen, aber die überbaubare Fläche an den Anschnitten zu den angrenzenden Gebäuden könnte das ganze wirtschaftlicher machen.
Ich befürchte aber, dass die ganze Sache auch nur dann wirtschaftlich würde, wenn die Baulinie auch noch nach Süden wandern würde. Damit würde man aber den Befürwortern des Status quo an der Wilsdruffer Straße auf die Füße treten. Außerdem hätte man dann auch zu Recht die Forderung nach Rekonstruktion des Palais des Saxe auf dem Tisch und alle Hoffnung auf eine bezahlbare und kompromissfähige Lösung würde in Rauch aufgehen.Doch ich würde mich wirklich ehrlich darüber freuen, wenn sich hier doch etwas tun würde.
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calabrone
Zuerst mal meinen großen Dank und mein Kompliment für Eure phantastische Arbeit!Das Hotel Stadt Rom ist schon ein schwieriger Brocken. Hier bin ich nach Jahren noch zu keiner abschließenden Meinung gelangt. Vom Grunde her würde ich mir den Wiederaufbau absolut wünschen. Das Gebäude ist architektonisch herausragend und wäre eine enorme Bereicherung für den Platz. Es würde den Neumarkt in dieser Ecke vervollständigen. Die Moritzstraße und die Kleine Kirchgasse wären zumindest im Ansatz wieder auch oberhalb der Bordsteinebene spürbar. Zudem würden die Rückseiten der Wohnbauten aus den 60ern verdeckt. Die Tatsache, dass das Haus nicht in voller Tiefe rekonstruierbar ist, wäre zwar schade, aber doch verschmerzbar.
Doch was mir bei einem Wiederaufbau wirklich Bauschmerzen bereiten würde, ist die in meinen Augen momentan nicht lösbare Anbindung nach Süden zur Wilsdruffer Straße hin. Das Haus formt mit dem Hotel de Saxe quasi eine Torsituation, die dann aber in einem Hinterhof endet. Die heute tatsächlich vorhandene und funktionierende Anbindung über die heutige Kleine Kirchgasse würde durch das Hotel Stadt Rom aber quasi verbaut. Die Ideen zum Durchbruch durch die Wohnzeile finde ich zwar ganz charmant, aber leider völlig unrealistisch. Der Durchbruch ist in dieser Form nur mit Umbauarbeiten möglich, die einen Erhalt dieses Gebäude(teile)s in Frage stellen würden.
Ob ich mir die ganz große Lösung wünschen soll, die den Abbruch der Wohnbauten bedeuten würde, dazu kann ich mich in Anbetracht der Qualität dieser Gebäude und der weitaus brennenderen Fragen in der Stadt nicht durchringen. -
Grundsätzlich muss ein Gebäude so realisiert werden, wie es genehmigt wurde. Gleichzeitig gibt es immer die Möglichkeit für Änderungswünsche einen Tekturantrag zu stellen. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Tektur_(Bauplanung)
Ist dieser dann genehmigt, gilt dieser neue Stand.
Wie weitgehend Stellwerk beauftragt war, weiß ich leider nicht. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Büro mit seiner Leistung aber bestimmt längst fertig und das Büro, dass die Werkplanung macht, hat die Dachfenster bearbeitet. Für den Auftragsumfang nach dem gewonnenen Fassadenwettbewerb sind aber alle Varianten denkbar. -
Für das Haus am Postplatz gibt es eine eigene Website in der folgende Broschüre zu finden ist: http://www.haus-postplatz.de/pdf/Haus-Postplatz-DE.pdf
Gibt nicht allzu viel Neues her, ich stelle den Link trotzdem mal rein.
Interessant fand ich vor allem, dass es scheinbar für das Gelände hinter dem Knererschen Hotelbau auch schon einen Marketingnamen gibt: die Annenhöfe (warum auch immer, die Annenstraße liegt ja gar nicht an). -
Chris, Deine Häme finde ich ein wenig übertrieben! Schaut man sich den Wohnungsgrundriss (Wohnung 18) auf der Seite von Kimmerle an, sieht man, dass in diesem Bereich das Bad liegt. Der Wohnungskäufer wird schlicht und einfach auf ein Fenster im Bad bestanden haben. Außerdem glaube ich, dass Stellwerk nur den Fassadenentwurf geliefert hat. Die Ausführungsplanung macht die Ipro. Kritik an den Details müsste also an dieses Büro gerichtet werden.
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Der ältere Entwurf hatte etwas skizzenhaftes, er wäre so 1:1 sicher nicht umsetzbar gewesen. Doch zumindest hatte er etwas besonderes, wie eine große Plastik. Die neue Planung sieht für mich einfach nur banal aus. Klar, habe ich schon schlechteres gesehen. Doch das ist Standardware, da hatte ich mir von Zander etwas mehr erwartet.
Die Lücke zum Häuschen mit dem Fotoladen ist ein Witz. Da soll ein Wandbild dran? - ich lach mich tot.