Die kurze Neubaustrecke wurde 1999 fertig gestellt, Fördermittel sind später (!) auf 25 Jahre Bindefrist ausgereicht worden, so dass im Jahre 2024 selbst das Problem längt obsolet wäre. Restbindungen sind wie Abschreibungen zu behandeln, so dass selbst ein hypothetischer früherer Baubeginn keine riesigen Verluste bringt. Einzelne Elemente z.B. Haltestellenbaugruppen usw. können weiter verwendet werden. Fahrtechnisch wird die Strecke nach ca. 25 Jahren ohnehin arg verschlissen sein.
Die Station "An den Tierkliniken" liegt so weit von deren Eingängen entfernt, dass es irrelevant ist, ob diese Station um wenige Meter verschwenkt auf der heute grünlich schraffierten Fläche liegt. Darunter leidet auch nicht die Zugänglichkeit rund um die HÄMA-Investitionen.
Die Haltestelle "Deutsche Nat.Bibliothek" liegt von allen Zielen maximal entfernt und durch lange Gängelgeländerwege auch in der Wirkung auf Fahrgäste und Potenzial abweisend. Dementsprechend niedrig ist die Frequenz, die liegt deutlich unter 1.000 Einsteiger am Tag.
Die Tierklinik wäre sinnvoll mit einer weiteren Station der 74 anbindbar, an ebenjener Straße. Davon würde auch ein 11-Geschosser auf der anderen Seite profitieren. Generell gehören auf diese Achse wesentlich mehr Buslinien!
Die Linie 2 ist an ihrer Station "Deutsche Nat-Bibliothek" sogut wie gar nicht frequentiert. Auch dort wäre eine günstigere Anordnung der "74" die günstigere Lösung.
Die Station "Johannisallee" ist als einzige der langen Bündelungsstrecke aus 16 und 2 wirklich gebündelt. Logisch, dass dort viel Andrang herrscht. Doch jeder gehe mal rundherum spazieren und schaue auf die Uhr, wie unattraktiv weit und lang die Fußwege sind. Dass die Uni-Areale einen 200 m weiteren Weg hätten stimmt, auch hier darf an Bus 60 (und weitere nötige Linien) erinnert werden. In der anderen Richtung bekommt das Reclam Gymnasium (4-zügig), eine Grundschule und eine Schwimmhalle einen wertvollen Anschluss.
Die ganze Achse der Straße des 18. Oktober insgesamt bekäme endlich Anbindung und mehrere Zugänge mit kurzem Weg. Die Trasse Ph-Rosental-Straße kann entfallen.
Das Areal MPI und Biocity + DNB bekämen eine städtebaulich hochattraktive Station vor deren Toren!
Der Hit-Markt als Frequenzbringer bekäme eine Station direkt am Eingang.
Wenn ernsthaft das Ziel verfolgt werden soll, den Marktanteil des ÖPNV auf 23 bzw. 25% zu erhöhen, dann gehört die nutzbare Anbindung von Zielen zum Einkaufen, Arbeiten, Freizeit zwingend dazu. Fußwege zwischen 500 und 1000 m locken keinen Autofahrer an.
TauLei
Du gehst mit ausstrahlender Sicherheit davon aus, dass Verluste und Gewinne von Fahrgästen sich die Waage halten. Wie groß sind deine Werte konkret, die du geschätzt hast?