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ich wäre froh, wenn es bei so wenig bliebe! Die Befürchtung, dass doch an dummerweise empfindlichen Stellen unnütz Betongeld ausgegeben wird, treibt mich schon:
- Mittlerer Ring Südost, seit Jahrzehnten streiten zwei BIs gegeneinander. Letztlich sind beide Versionen fatal und richten enorme Schäden an Stadt-Landschafts-Substanz an. Logischer wäre doch, den Ersatz dazu (S-Bahn) erst mal qualitativ bis zum Ziel (P.C. und Umfeld) zu verlängern, dann kann sich MIV auch würdig verlagern.
- Mittlerer Ring Nord - wurde glücklicherweise beerdigt, als man einsah, dass die Parthenaue erhaltenswert ist. Der Druck nach irgendwelchen Aufbohrungen wird bleiben. Seltsamerweise rollt der Bus auf der Achse bis Taucha nur stündlich.
- Mittlerer Ring Nordwest - hier wurde auch darauf verzichtet, mit Brachialgewalt durch Siedlung und Elsteraue durchzubetonieren. Probleme wären damit auch nicht wirklich gelöst, sondern nur zu den Georg-Schwarz-Brücken weiterverlagert. Das wären 150 Millionen sinnfrei verfeuerte Euro
- Mittlerer Ring Süd - so belächelt wie er wurde, erste Fraktionen regen an, den Wolfswinkel doch irgendwie durch den Auenwald zu betonieren.
- Bypass Südvorstadt - Kaum jemand kennt die 4streifige Straßenverbindung parallel zur Eisenbahn von der R-Lehmann-Straße bis zur B2 Süd, dafür wurde extra ein breiter Streifen vorgehalten und eine verdeckte Bornaische Brücke mitgebaut (!)
- Georg-Schwarz-Brücken - sollen ähnlich wie die Berliner Brücke an der Theresienstraße so ein riesiges Betonbauwerk werden, die damaligen 70 Mio. Baukosten kann man inzwischen getrost in Euro umziffern. Dabei gäbe es eine elegante preiswerte Alternative: Die Brücken werden nur in Bestandsgröße saniert, die Hauptlast Straßenverkehr von Hupfeldstraße Richtung Auensee erhalten eine zweistreifige separate Straße, welche unter dem Barnecker Steg die Leipzig-Großkorbethaer Eisenbahn unterquert, dann parallel zu selbiger auf Bahnniveau führt, damit unter der sanierten Brücke (mit Straßenbahn obendrauf) hindurch um in Höhe Lise-Meitner-Straße mittels Kreisverkehr in die heutige Straße einzumünden. Die Linienbusse fahren oben lang, können dort abseits vom Lärm eine wichtige Verknüpfungshaltestelle Tram/Bus/S-Bahn bilden und die Dimensionen für alle bleiben stadtverträglich, menschlich.
- Allein die konkrete Maßnahme, am Kreuzungspunkt Schleußiger Weg/Eisnerstr./Wundtstraße wieder alle Fahrbeziehungen zuzulassen, bedeutet noch mehr stadtwärtigen Verkehr. Der dann die Harkortstraße zustaut oder den Zetkinpark. Clever ist anderes...