Beiträge von Der Schüler

    Gibt es noch mehr Bilder vom Gewinnerentwurf? Ich finde im Netz immer nur das Bild mit der Ansicht kommend von Potsdamer Platz und das von einem Atrium im Inneren.

    Wenn der Entwurf so umgesetzt wird und das Endresultat nicht mehr stark abweicht, wird das zumindest von der äußeren Erscheinung ein interessantes Gebäude und wird zu einer massiven Aufwertung der Gegend führen.


    Wenn ein Gebäude dermassen auftrumpft und dann noch in Solitärstellung daherkommt, erwarte ich schon rein nur durch diese äusseren Faktoren bedingt auch eine besondere Nutzung im Inneren.


    Ich kann deinen Einwand zwar nachvollziehen, Camondo, aber ich sehe nicht so recht, wieso das ein Problem sein soll. Auch wenn das Gebäude einer schnöden Büronutzung zugeführt wird, ist sowohl für das Stadtbild, als auch für die Menschen, die in dem Gebäude arbeiten werden zwecks höherer Motivation bei der Arbeit, ein Gebäude wie das vorliegende doch besser als ein weiteres schnödes Bürogebäude.


    Natürlich ist es sinnvoll, dass Gebäude, deren Nutzung einen außerordentlichen Stellenwert haben, dies auch nach außen verkörpern. Aber das heißt nicht, dass sich alle anderen Gebäude dem unterordnen müssen. Wenn man diesen Anspruch an öffentliche Gebäude stellt, sollte man versuchen, den gestalterischen Anspruch dieser besonders hoch zu setzen und nicht den für andere Gebäude nach oben zu begrenzen; möglichst mit einer so tief angesetzten Schranke, dass alle öffentlichen Gebäude, nicht gerade Stangenware-Architektur sind, als besonders durchgehen. Mir ist natürlich klar, dass du das auch gar nicht forderst. ;)

    Diese Erker stören finde ich die Sicht in die Straße. Und wieder mal Glas und Blech, also Schlechtwetter-Farbgebung.


    Gerade die Erker mit ihrer Kurvatur machen doch den Reiz dieses Gebäudes aus. Und ich denke nicht, dass sie die Sicht auf der Straße signifikant versperren werden. Ich für meinen Teil finde den Entwurf ziemlich gut gelungen und jedenfalls eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Bestandsgebäude.

    ^ Mir persönlich gefallen die Balkone (zumindest auf den Fotos) sogar sehr gut, bei der Solitärwirkung schließe ich mich deinem Eindruck aber an, insbesondere was die nackte Brandwand vom anliegenden Gebäude betrifft, welche von städtebaulicher Perspektive nicht optimal ist (und auch für die Bewohner dieses Gebäudes wenig erfreulich sein dürfte). Dennoch halte ich das Gebäude, vor allem für sich betrachtet, alles in allem für recht gelungen.

    Ich kann mich der Einschätzung von RianMa Wort für Wort anschließen. Ich finde das Bauvorhaben zumindest für sich genommen (wenn man mal die Wirkung auf die Friedrichwerder'sche Kirche außer Acht lässt) sehr gelungen und fände es gut, wenn mehr Projekte in einem vergleichbaren Stil ausfallen würden. Die "Trashigkeit", die dem BV von einigen hier vorgeworfen wird, leuchtet mir nicht wirklich ein, aber vielleicht kann mir einer erklären, inwiefern dieses Attribut hier zur Beschreibung zutrifft.

    Ich finde den Entwurf für den Wolkenkratzer nach wie vor super, ich finde nur, dass er (zumindest auf der Visu) etwas verloren im Nichts steht. Ich fände es besser, wenn das Hochhaus näher an Zoofenster und Hutmacher-Haus rücken würde, um eine bessere Cluster-Wirkung zu erzielen. Entweder das, oder man baut noch weitere Hochhäuser auf dem Hardenbergplatz, was ich sogar noch besser fände. Eventuell müsste man dann darüber nachdenken, die Höhe ein wenig zu reduzieren.


    Was die Entwürfe der Pyramidenhochhäuser (wieder von Langhof! :D) betrifft: Architektonisch finde ich diese durchaus ansprechend, obwohl diese stilistisch dem Hardenberg sehr ähnlich wären. Im Falle einer Realisierung besteht die Gefahr, dass zu wenig Abwechslung gegeben wäre. Außerdem stört mich auch bei diesen Häusern wieder, dass diese verloren in einem öden Nichts stehen und dadurch keine urbane Ensemblewirkung entfalten können. Vielleicht würde es helfen, wenn diese statt auf einem leeren Platz in einem kleinen Park stünden... zumindest in etwas mit Rasen und Bäumen, das im Freiraum zwischen den Gebäuden durch Landschaftsgestaltung vermittelt.

    Die Ostfassade wirkt entgegen meinen ersten Erwartungen auf diesem letzten Foto sehr gut: Zeitlos, massiv-wertig und auf eine angenehme Weise monumental. :) Hat irgendwie was von einem altägyptischen Tempel. Es macht wirklich Freude, den Fortschritt dieser Baustelle zu verfolgen.

    immer dann, wenn man glaubt: schlimmer gehts nimmer..wird man eines besseren belehrt(;-


    Naja, bleiben wir fair, den architektonischen Tiefpunkt auf diesem Areal bildet immer noch das Meininger. Ehrlich gesagt finde ich die Fassade von Bertha auch interessanter als die vom Kennedy-Haus. ;) Aber ich verstehe und teile natürlich deine Enttäuschung über die Bebauung dieses Areals; jetzt wo mit Bertha die Fertigstellung in die Nähe rückt.

    Ich persönlich kann dem Europa-Center ja nicht so viel abgewinnen. Ich finde das versprüht irgendwie eine leicht schmuddelige Atmosphäre. Aber gut, da hast du wohl einfach einen anderen Geschmack als ich. Ich persönlich finde das Upper West mit seinem Vorbau (zumindest, soweit man das jetzt beurteilen kann) besser gelungen, trotz kleinerer Aspekte die mich etwas stören. Konkret die sichtbaren Fugen im Vorbau finde ich ehrlich gesagt nicht soo furchtbar, da finde ich die merkwürdigen Kanten am Upper West schon wesentlich störender.

    ^ Bei aller Liebe und bei allem Verständnis für deine Kritik, die ich ja durchaus teile, aber um "nackten Beton" handelt es sich nun wirklich nicht. Es sieht auvh nicht so aus. Es ist Naturstein (Kalkstein).


    Danke für den Hinweis, und meine Ignoranz sei mir verziehen. ;) Aber wo du schon ansprichst, dass es nicht wie Beton aussieht: Gibt es nicht spezielle Betonmischungen, mit denen man auch so eine marmorierte bzw. Naturstein-Optik erzielen kann?

    Ich halte mich noch mit einem abschließenden Urteil zurück, aber ich bin vorerst etwas enttäuscht. Auf Grundlage der Visualisierung hatte ich erwartet, dass die Fassade aus Metall und wesentlich heller wird, eher im Stil des Moneo in Europacity. Das hätte ich besser gefunden, da, sofern ich mich nicht irre, schon alle anderen Gebäude dieses Blocks (bis auf das Meininger) eine Naturstein(-artige) Fassade haben, womit die Monotonie dieses Block nicht aufgelockert, sondern noch verstärkt wird. So eine Fassade hätte auch filigraner gewirkt und dem Gebäude etwas Wuchtigkeit genommen, die es schon allein aufgrund der Maße hat.
    Versteht mich nicht falsch, ich kann nacktem Beton durchaus etwas abgewinnen, aber in diesem Fall entfaltet das Gebäude eine sehr brutale (oder brutallistische ;)) Wirkung.


    Ich denke, ich kann mich mit dem Gebäude durchaus noch anfreunden, mal sehen, wie es wirkt, wenn es ganz fertig ist... und wenn die Sonne scheint. Eines muss man dem Gebäude auf jeden Fall lassen: Es ist ziemlich beeindruckend (zumindest auf den Fotos).

    Haus Eisenzahn und Palais Holler gefallen mir wirklich ausgesprochen gut, insbesondere Letzteres. Hat eine klassische Anmutung, aber diese geschwungene Steinfassade wirkt dennoch sehr untypisch und modern. Ich für meinen Teil finde diesen Architekturstil keineswegs langweilig, sondern im Gegenteil sehr ansprechend, zumal schon allein durch die detailreicheren Fassaden dieses historisierenden Stils mehr Möglichkeiten zur abwechslungsreichen Gestaltung bestehen, welche hier auch gekonnt genutzt werden. Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass mehr BV in diesem Stil entstehen, dieser ödet mich persönlich nicht so schnell an wie andere, die in aktuellen BV in der Hauptstadt stärker vertreten sind.

    Der Tagesspiegel hat ebenfalls einen Artikel über die BND-Zentrale veröffentlicht, welcher den Leser sogar mit einem Bild vom Inneren des Gebäudes erfreuen kann; nach Angaben des Tagesspiegels das einzige, welches zur Veröffentlichung freigegeben wurde.

    Meines Erachtens ein kleines, aber (sehr) feines BV, die Architektur lässt eindeutig Gestaltungswillen erkennen. Ineinander geschobene Quader sind vielleicht nicht sehr innovativ, aber das Gesamtresultat ist meines Erachtens solide und wirklich gut gelungen, gerade auch durch die Wahl der Materialien; bei der großen Masse an Neubauten mit öden Putzfassaden Balsam für die Augen.