Beiträge von Rainer Tee

    La Vie

    Ich bin heute kurz durch die neuen Höfe gelaufen. Fast alle Wohnungen sind bezogen. Das ganze wirkt durch die enge Bebauung und die Gleichförmigkeit aller Gebäude wie Mietskaserne 2.0. Besonders die zwei hinteren Höfe schließen mit der Brandwand des Nachbargebäudes ab anstatt diese zu bebauen. Auf der einen Wand steht dann passenderweise "c'est la vie" - anders ging es wohl leider nicht.:lach:

    My place self storage

    Der Kasten an der Prenzlauer Promenade/Am Steinberg wächst schnell in die Höhe. Wenn er fertig ist sieht er bestimmt so ähnlich aus wie der in der Perleberger Str., der ist auch von wkp Architekten. Erstaunlich ist für mich nach wie vor daß an dieser gut erschlossenen Ecke nichts wichtigeres enstehen konnte. :nono: Immerhin fährt direkt vor der Haustür die M2 zum Alex.




    (Die Fotos habe ich heute gemacht)

    Matthiasgärten

    [Gestern habe ich zufällig diese Baustelle gesehen und Fotos gemacht. Es werden gerade Kellergewölbe der Brauerei aus dem vorletzten Jahrhundert abgerissen und viel Sand bewegt. Enorme Mengen Ziegelsteine wurden da verbaut, das war bestimmt solide.


    An dem Grundstück Prenzlauer Promenade 9 ist die Höhe wohl erreicht. In der Heinersdorfer Str. wird mit dem Bau begonnen. Interessant wäre ob die historischen Bauten bis auf die Brotfabrik abgeissen werden wie auf den Visualisierungen angedeutet. Die Fotos sind von gestern und von mir.


    http://up.picr.de/22398717qk.jpg[/img]"]
    [
    http://up.picr.de/22398718wy.jpg[/img]"]
    An der Prenzlauer Promenade Ecke Am Steinberg entsteht jetzt wohl was größeres. Man kann noch nicht erkennen wer da baut oder was da gebaut wird.


    http://up.picr.de/22398719fs.jpg[/img]"]
    http://up.picr.de/22398720cd.jpg[/img]"]


    3928 € im EG mit Terrasse in so einem dunklen Hofschacht und 6168 € im 6. OG? Eine halbe Mio (ohne Kaufnebenkosten für 93qm) im 5.OG. Das geht nur noch als Oberarzt, Notar, westdeutscher Investor oder zugezogener Erbe.
    .


    Gut das auch andere das mal schreiben. Ich habe hier nur Spott geerntet wenn ich schreibe dass hier was aus dem Ruder läuft und wohin die Reise geht.:daumen:


    Bei den Bildern von Casa Onda sieht man gut wie viele Neubauten das EG vernachlässigen. Manchmal wirkt es burgartig wenn dort nur Türen, Einfahrten und Haustechnik oder Sperrmauern wie beim Hochwasserschutz untergebracht sind, jedenfalls nicht urban. Der Gehweg ist durch die Einfahrt unterbrochen, es entsteht der Eindruck man sollte hier nicht zu Fuß gehen.

    @Architektator, Camondo war schneller! Alle anderen Gebäude sind aus vorhandenen Ruinen und Resten wieder aufgebaut worden und sind keine Neubauten nachdem Jahrzehnte dort etwas anderes stand.


    Ein paar Antworten zu den Vorwürfen von Treverer:
    Die meisten genannten Bauten in anderen Ländern sind keine Kopien sondern Nachahmungen oder von Vorbildern inspirierte Gebäude an anderer Stelle und mit ähnlichem Gestaltung. Kopien oder Rekonstruktionen sehen immer (fast) genauso aus wie das Original. (Sonst wären ja viele Autos Kopien von anderen aber das ist ein anderes Thema).
    Kopien sind billiger wenn sie nicht genau so wie das Original gemacht sind aber so aussehen (z.B. Smartphone-Fälschungen)
    Den Neubau des Stadtschlosses mit einem antiken Bau wie das Pantheon zu vergleichen liegt mir fern und verstehe ich auch nicht.
    Die Attrappe bezog sich nicht auf das Schloß sondern als nicht so ernst gemeinter Vorschlag zur Schloßfreiheit. Deswegen gibt es diese Smileys:cool:, aber nicht alle verstehen Spaß.


    In der taz vom 6./7. 6. gab es auch einen interessanten Artikel: "Deutschlands seltsamstes Gebäude". Es läßt hoffen daß der Inhalt gut wird.


    sobald allerdings Ideologie hinzukommt wird die Sache unfein.


    Und das Stadtschloß ist ideologiebeladen daß mein überspitzt formulierter Text so hohe Wellen schlägt.
    In der Vor-und Nachkriegszeit und im 2. Weltkrieg wurde fast die gesamte Berliner Altstadt vernichtet. Warum wird ausgerechnet das Schloß aus einer bestimmten Epoche nachgebaut das ja auch Vorgänger- und Nachfolgebauten hatte und früher auch nicht als besonders gelungen galt?
    Der Neubau ist aus Beton und bekommt an drei Seiten eine Fassade die etwas anderes vorgaukelt. Das gibt für kommende Generationen die Illusion das Schloß sei immer da gewesen.

    Anschlag auf die Sinne

    Der Artikel ist ja manchmal nicht nachvollziehbar, aber in einigen Punkten die den Bau betreffen hat der Autor leider recht. Es ist eine billige Kopie des früheren Schlosses, aber nicht aus Stein gebaut sondern gegossen, ein Betonschloß. Es ist immer eine Frage was und wie man etwas aus früheren Epochen nachbaut. So kann man gleich noch die alte Häuserzeile der Schloßfreiheit, die der Kaiser hat wegfegen lassen, nachbauen. Aber bitte dann gleich gedruckt als Attrappe aus dem Computer.:cool:

    Vorher waren in den Höfen viele Büros, Ärzte, Handwerker, Künstler etc.. Ich habe einen älteren Artikel darüber gefunden: http://www.prenzlauerberg-nach…kein-geschaft-171024.html
    Im Vorderhaus zur Straße soll auch wieder Gewerbe rein. Ich bin mal gespannt wer die Miete zahlen kann.
    Mit den Nebenstraßen stimme ich Dir absolut zu. In den Hauptstraßen bleiben Ketten, Discounter und Showrooms übrig.
    Danke für den Tip mit picr. Ich versuchs nächstes Mal,

    Greifswalder Str. 34/35

    Hier ist ein gutes Beispiel für den Wandel in der Stadt. In diesem Gebäudekomplex gab es früher Wohn- und Gewerbermieter. Allen Mietern wurde gekündigt und Gewerbeflächen werden zu Wohnflächen umgewandelt. Im Innenhof entsteht praktisch ein Neubau (dort steht ein großer Kran), das Vorderhaus wird komplett umgebaut.
    Hier ist die Webseite des Maklers: http://immobilien.maehren-grup…nungen-prenzlauer-berg-2/
    Ein eigenes Foto hätte ich auch,hier ein Versuch https://model2.de/light/13373/dsc_0110y3ona.jpg


    Das Beispiel zeigt die Tendenz daß Gewerbe, auch Einzelhandel in der Innenstadt zurückgeht.

    Zum Cantianeck vom 28.12.14: Ich kann mich dem nur anschließen: wunderbar, herrlich. Und eine Ermutigung dafür, auch andere "schmale Tortengrundstücke" zu bebauen (wie etwa am östlichen Anfang der Torstraße/Ecke Karl-Liebknecht-Allee, wo eine Verengung der überbreiten Straßenräume Raum für spannende Eckbauten schaffen könnte)


    Ich finde es gut daß die Ecke bebaut wurde aber armselig zweimal fast das gleiche Haus in relativer Nähe zu bauen. Wenn man das Cantianeck und Ella miteinander vergleicht sieht man daß der Großeinkauf von Fassadenelementen wohl günstiger war.

    ^
    Es stand mal auf der Seite des Anbieters Paragon daß die Wohnungen für kurzfristiges Wohnen konzipiert wurden. Vielleicht sind sie davon wieder abgerückt.


    Es ist kein Gejammer wenn die Miet-/Kaufpreise und die Einkommensentwicklung immer weiter auseinandergehen. Wir steuern hier auf Pariser und Londoner Verhältnisse zu.
    Ganz normale ehemalige Mietwohnungen in lauter Lage an der Danziger Str.werden nach Luxussanierg zu unglaublich hohen Preisen verkauft: http://www.luxx-living.de/?portfolio=eg-links


    Bitte nur zitieren wenn es Sinn macht. Danke.
    Bato

    Ich wohne scräg gegenüber und vefolge den Bau schon länger. Was mich wundert ist daß keine Tiefgarage gebaut wurde. Auch auf dem Grundstück gibt es keine Stellplätze. Wie kann man rechtlich über 200 Wohnungen ohne Parkmöglichkeit bauen?
    Auch wenn viele Bewohner nicht längerfristig dort wohnen sollen werden doch einige ein Auto besitzen.
    Der Mietpreis soll übrigens bei 14,20€ liegen, das wird den Mietspiegel nach oben drücken und meine Miete indirekt erhöhen. Die Hausverwaltung ist dieselbe.

    In der Prenzlauer Allee 44 (zuletzt hier) ist Baubeginn für ein Wohn-und Geschäftshaus mit Lidl-Supermarkt im EG. Dieses Grundstück war nie bebaut. Hier sollte früher mal eine Straße hin. Im Areal weiter zur Winsstr. wurde die "Marie" als Spiel-und Sportpatz angelegt. An der Winsstr. steht seit ca. 1996 die Turnhalle der Grundschule an der Marie.
    Früher stand auch mal ein temporärer Bau mit Norma-Supermarkt auf dem Grundstück, dann war es bis zuletzt ein kostenpflichtiger Parkplatz. Eigentümer soll wohl Lidl selbst sein.
    Hier ist der Link mit Bildern :http://delusearchitects.com/de…uildings-commercial-unit/