Beiträge von Dominik

    Man muss nun eben auch erwähnen, dass die zusätzlichen Beschlüsse nun eine Überplanung nötig machen. Das dauert vier Jahre. D.h. wir sind 2029 auf dem gleichen Stand wie die Planung der unterirdischen Variante seit Vorliegen der Beschlussvorlage Mitte 2024. Erst dann kann es in die Leistungsphasen gehen, die nun direkt begonnen werden könnten.

    Ein kleiner Rückblick über drei ausgewählte Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs 2024:


    #RingFrei wurde beinahe vollendet. Am Hansaring, Barbarossaplatz und Salierring wurden Lücken geschlossen und restliche schmale Schutzstreifen in breite Radfahrstreifen umgewandelt.


    Vor dem Hansagymnasium entstanden neben einem Radfahrstreifen, breitere Gehwege auch viele Radabstellanlagen auf Fahrbahnniveau.

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    Die Vorgebirgstraße in Zollstock erhält derzeit einen 2 Meter breiten Schutzstreifen. Ein Radfahrstreifen war nicht möglich, da das (geduldete) Schrägparken in der Mittelallee nicht aufgehoben werden sollte. Die Autos müssen somit beim Ein- und Ausparken den Fahrradschutzstreifen überfahren.

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    Von der Deutzer Brücke wurde eine Rampe in Richtung Deutzer Freiheit gebaut. Konflikte mit dem Fußverkehr an der Ampelanlage werden somit entschärft.

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    (alle Fotos eigene Aufnahmen)

    Die Bonner Straße nimmt langsam erste Formen an. Die Fertigstellung der Stadtbahntrasse wurde nach weiteren Bombenfunden 2023 / 2024 weiter stark verzögert. Nun soll es bis 2028 weitergehen. Eine Herausforderung für die Straßengestaltung ist definitiv die heterogene Bebauung und die Rücksprünge der Gebäude. Teilweise wird dort eine neue Form des Parkens "Blockparken" realisiert. Schönes Detail: Bordsteine werden an Zufahrten nicht mehr abgesenkt, sondern ein- und ausfahrende Autos müssen fahren etwas unkomfortabler über einen Kantstein. Die Baumscheiben sind mit einer Breite von teilweise einem Meter nicht zukunftstauglich meiner Meinung nach. (eigene Aufnahmen)


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    Diese Planungen gab es meines Wissens nach schon vor dem Projekt Bahnknoten Köln. Also unabhängig davon werden diese erweitert. Ob direkt das S-Bahn Gleis berücksichtigt wird, ist mir nicht bekannt.

    Das ist halt ein Punkt, der in der Diskussion gerne verschwiegen wird: Soweit ich weiß, sind die unterirdischen Haltestellen Heumarkt, Neumarkt und Rudolfplatz durch zusätzliche, bislang nicht öffentliche Ebenen schon für die Ost-West-Achse vorbereitet. Soll heißen: Kommt der Tunnel nicht, hätte man diese damals entstandenen Mehrkosten komplett in den Sand gesetzt.

    Ich habe keine Quellen parat, doch meine gehört zu haben, dass die Bauvorleistung am Rudolfplatz nicht mehr genutzt werden kann, deshalb tiefer gegraben werden müsste als eh schon und am Neumarkt habe ich noch nicht gehört, dass es eine gibt.

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    Die unterirdischen Stadtbahnhaltestellen im östlichen Abschnitt sind schon auf 90 Meter Züge ausgerichtet, hier muss es vereinzelt noch zu Brandschutzsanierungen kommen.


    Die Aachener Straße im Bereich Lindenthal / Weiden wird hingegen ebenfalls umgebaut, dazu gab es bereits Öffentlichkeitsbeteiligungen, die Lagepläne können alle auf der Website der Ost West-Achse abgerufen werden. Teilweise müssen da die angrenzenden Knotenpunkte neu geordnet oder Verkehrsbeziehungen etwas verschoben werden. Aber alles in allem ist das kein Problem. Einen großen Eingriff in den Baumbestand wird es wohl aber hingegen in Junkersdorf geben.

    Citysurfer


    Die Aachener Straße wird im innerstädtischen Bereich nur noch eine Nebenstraße sein, denn die Verkehrsströme des Kfz-Verkehrs werden auf der Richard-Wagner-Straße gebündelt werden, wenn die Ost-West-Achse umgestaltet wird.

    Schau dir die Machbarkeitsstudie an. Es ist möglich, wenn Spuren des Autoverkehrs oder die Grünfläche an der Deutzer Werft in Anspruch genommen werden. Finde es an sich auch schade, weil Busse nicht so gut angenommen werden, aber vom Verhältnis des Bauaufwands her doch nachvollziehbar. Mit dem Rad am Rhein entlang sind es fünf Minuten zum Deutzer Bahnhof.

    Übrigens auch schrecklich, wie der komplette Platz der MesseCity mittlerweile als riesiger kostenloser Parkplatz genutzt wird. Offiziell ist dort ein Verkehrsberuhigter Bereich angeordnet (Parken illegal). Nur da dies kein öffentlicher Raum mehr ist, scheint dies nicht kontrollierbar zu sein bzw. der Investor hat wohl kein Interesse daran, zu kontrollieren oder Schranken aufzustellen.

    Hier ein aktueller Thementalk zu verschiedenen Themen der Parkstadt Süd, vor allem zum Bauprojekt SechtM der GAG.


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    In Köln-Deutz, unweit der MesseCity, wird derzeit ein neues Gymnasium mit Sporthalle und Bürogebäude gebaut. Das Projekt liegt an der Straße "An den Gelenkbogenhallen". Die Brachfläche wurde lange als Parkplatz und auch als Geflüchtetenunterkunft genutzt. Meinem Eindruck nach ist dies kein städtisches Projekt, sondern wird dann wohl eine Privatschule werden. Im Internet kann ich nichts dazu finden.


    (Eigenes Foto)

    Die nördliche Domumgebung ist seit wenigen Tagen stark verkehrsberuhigt, die Arbeiten sind noch nicht komplett abgeschlossen. Erfahrungsgemäß braucht es immer ein paar Wochen, bis sich alle Verkehrsteilnehmenden an die neuen Regelungen gewöhnt haben. (Alles eigene Fotoaufnahmen)


    Die Komödienstraße zwischen Marzellenstraße und N/S-Fahrt ist nun eine Richtung Friesenplatz führende Einbahnstraße. In Gegenrichtung wurde ein Radfahrstreifen markiert. In der Mitte der Straße wurde die wohl längste Ladezone Kölns markiert.


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    An der Ecke zur Marzellenstraße wurde die Ampelanlage abgeschaltet und durch Zebrastreifen ersetzt. (Anmerkung: Alle Autos, die auf dem Fotos zu sehen sind, dürften dort nicht fahren).


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    Der Tunnel Trankgasse ist als Fahrradstraße beschildert worden. Der allgemeine Autoverkehr darf hier nicht mehr durchfahren, es gibt jedoch wenige Ausnahmen: Zufahrt zum Hotel Ernst frei, touristische Busfahrten frei sowie Ausfahrt Dom-Tiefgarage Richtung Rheinuferstraße frei.


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    Dementsprechend mussten auch viele Zufahrten angepasst werden.


    Von der Altstadt kommend:


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    Von der Marzellenstraße kommend:


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    Von der Rheinuferstraße kommend:


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    Mittelfristig soll der komplette Straßenzug neugestaltet werden. Da die Stadt aber derzeit neue Großprojekte kritisch sieht, könnte dies noch einige Jahre dauern.

    Warum man die da hingesetzt hat ist mir schon klar, aber geht es nicht etwas dezenter und chiccer? Kugeln z. B. oder etwas kleinere Abgrenzungen und auch nicht jeden Meter eine. Die Masse an Pollern zerstört den gesamten positiven Eindruck der Freitreppe. Köln lässt oftmals das Gespür für ein bisschen Ästhetik vermissen. Schlimm.

    Kugeln oder ähnliches sehen zwar schick aus, hat man früher so gemacht, sind aber wiederum Stolperfallen und verbaut man eher nicht mehr. Aber ja, besonders der Abstand könnte doch echt größer machen. Mir fällt auch keine gute Lösung ein. Man wollte wohl nicht abwarten, bis das erste Auto da runtergefahren ist?