Nicht die Wände sind hellhörig, das geht bei einem Neubau gar nicht. Da gibt es strenge Vorschriften. Durch die dichte Bebauung hat man eben viele Balkone über, unter und neben einem. Durch die dichte Bebauung kann auch der Schall aus den Höfen nicht weg, sondern wird hin und her reflektiert.
Hier auch noch mal aus dem Artikel:
In Los Angeles werfen die Hellhörigen dann ihre White Noise Machines an. Preiswerter wäre natürlich bewegtes Wasser, aber dazu müsste sich auch die Luft bewegen, damit nix schimmelt. Das wäre dann allerdings ein Gemeinschaftsbudget, das der Immobilienhai in der militant eingefärbten Chinatown mobilisieren müsste. Alternativ wären vielleicht auch zentral geschaltete Lautsprecheranlagen mit Blockflötenmusik denkbar. OK, ich gebe zu, aus mir spricht der blanke Neid, zumal ich nachts nicht mal dass Schlafzimmerfenster unterm Dach schließen kann, wenn die Sommernacht mal weniger lau ist, ohne von Taubenschiss auf dem Fensterblech begrüßt zu werden. Selbst der Markusplatz ist weniger stark begangen als der Sims. Wenn man allerdings von den Ratten der Lüfte absieht, gilt: Laden Städte zum Flanieren ein wie beispielsweise San Francisco, gehen die Bewohner deutlich mehr zu Fuß und sind weniger übergewichtig. Günstig wäre natürlich langfristig die 60 Dezibel und damit das Infarktrisiko zu senken. Das könnten Walnüsse bewirken, die dann allerdings bei der Bebauungsdichte die DIN 5034 gefährden. Von der 40-Grad-Celsius-Marke der letzten Sommer angesichts der nicht grad hitze-reflektierenden Farben ganz abgesehen. Das schnelle Geld wird auf lange Sicht teuer.