Beiträge von Jöran

    Die Freiburger Debatte war kaum weniger aufgeregt und populistisch, gab da einen Artikel in der SZ zu. Die meisten Menschen in München wissen sicherlich, dass es einen Zusammenhang zwischen Neubauzahlen, Wachstum und Mietpreisen gibt, dementsprechend habe ich da gute Hoffnung, dass sich die schweigende Mehrheit durchsetzen würde - und diese schweigende Mehrheit eben nicht aus veränderungsresistenten Senioren besteht.

    Ich versteh auch nicht, warum man sich von so einem geriatrischen Mob die Politik diktieren lässt. Als Mietpreisbetroffener möchte ich, dass auch meine Interessen wahrgenommen werden. Muss man wohl bei der Kommunalwahl entsprechend seine Stimme vergeben.

    Wie MiaSanMia schon schrieb, im Gasteig (DAS meistbesuchte Kulturzentrum Europas) ist ja nicht nur die Philharmonie drin sondern auch die VHS, die Stadtbibliothek inklusive sehr gut besuchter Kinder- und Jugendbibliothek und Teile der Musikhochschule. Wo sollen die hin?


    Wenn Berlin schon auftaucht, Berlin hat drei Opernhäuser. Sollten die nicht auch geschlossen werden? Oder lebt die Stadt nicht vielmehr vom Mit- und Nebeneinander von Hochkultur und Subkultur und ist gerade dadurch auch touristisch so attraktiv?

    ^Seehofer und Reiter hatten sich doch schon darauf geeinigt, dass kein neuer Konzertsaal kommen würde, sondern beide Orchester weiterhin im renovierten Gasteig auftreten würden? Durch den darauffolgenden Aufschrei kam es doch überhaupt erst zum Konzertsaal?!


    Was das Gründen betrifft, bin etwas in der Szene aktiv, da ist München recht stark aufgestellt. Rocket Internet ist nebenbei bemerkt ein Drecksladen ohne eigene Ideen. Gibt gute Startups in Berlin, aber auch ziemlich gute in München. Hier dafür wesentlich stärker aus dem Ingenieursbereich. Natürlich ist das Image von Berlin in dem Bereich wesentlich besser - wenn man möchte, dass sich das in München alles wieder ändert, müsste man wohl auf den Zusammenbruch von ein, zwei Großkonzernen hoffen. Linde ist ja auf dem besten Weg.

    ^ Die wenigsten Gebäude in dem Gebiet sind älter als fünfzig Jahre, warum deren heutige Bedenken vor fünfzig Jahren nicht galten werde ich nie verstehen.


    Letztlich ist es purer Egoismus und das Gegenteil eines gesamtgesellschaftlichen Denkens.

    Würde ich mir auch wünschen. Andere Verglasung so dass es transparenter und heller wirkt, andere Bodenbeläge und Freitrappen zur Isarseite mit Eingang zur Philharmonie an der Stelle sowie eine Verbesserung der Zugangssituation von der S-Bahn würden mir eigentlich reichen. Die meisten Verbesserungen an Architektur nach vierzig, fünfzig Jahren wirken oft sonst wie drangeflanscht und damit inkonsistent. Dann lieber das Original als Zeichen seiner Zeit.


    Ach so, eine Öffnung der Dächer für Gastro etc. wäre noch hervorragend.

    Laut meiner Prognose sollen die Preise bis 2040 um -50 bs +50% steigen oder fallen. Eventuell auch mehr. Oder weniger.


    Eine solche Langfristprognose ist doch unseriös. Die jetzt kommende oder schon da seiende Rezession hat doch auch kein Wirtschaftswissenschaftler Anfang dieses Jahres prognostiziert. Prognosen im Gesellschaftsbereich liegen eigentlich immer daneben.


    Im übrigen würden alleine 30 Prozentpunkte bis 2030 auf die Inflation (bei 2% Annahme) entfallen.

    Wirklich interessant, dass das Gebäude jetzt einhellig gelobt wird, es aber bei der Vorstellung komplett verrissen wurde (man möge nur einmal die früheren Seiten hier durchlesen als die ersten Renderings auftauchten).


    Vielleicht ein Problem mit den Renderings, dass sie Photorealismus versprechen, aber niemals dieses halten.

    Aus der Rathausumschau vor ein paart Tagen:


    ^^ Absolut. Einerseits die Zahl der Neubauwohnungen reduzieren um dem Wachstumsdruck zu begegnen, andererseits massive Gewerbegebiete ausweisen. Ist eigentlich eine Frechheit.


    Für eine sinnvolle Regionalentwicklungsstrategie bräuchte es eigentlich ein Groß-München-Gesetz mit großflächigen Eingemeindungen. Wird natürlich nie kommen, aber so kann das alles nicht funktionieren.

    ^ Die Regel ist nicht neu, meines Wissens existiert das schon seit Jahrzehnten und ist im Bayerischen Baugesetzbuch(?) abgelegt. Im Prinzip könnte man sagen, dass Schinkel schon die Prämisse vertreten hat, dass die Gebäude so hoch wie die Straßen breit sein sollten.


    Tunnelklick oder Jai-C werden aber sicher auch gleich einwenden, dass es mannigfaltige Umgehungen dafür gibt.

    Was mich dabei schockiert sind die anvisierten Eröffnungszeiten für die Tramverlängerungen:


    Westtangente 2027
    Nordtangente 2025
    Bayernkaserne 2026


    In der Bayernkaserne sollten dann längst tausende von Menschen wohnen, hoffentlich. Warum dauert jedes Schienenprojekt in München zehn bis zwanzig Jahre?