Beiträge von efhdd

    Man, man, man... unglaublich.


    http://de.statista.com/statist…in-deutschland-seit-1991/


    Man, man, man... ich bringe hier zig Indikatoren und Statistiken, welche z.B. belegen, dass der beliebteste Stadtteil Dresdens etwa das Schönfelder Hochland ist und die Innenstadt... ich rede nicht von innerstädtisch... die Innenstadt steht absolut schlecht da steht... und dann kommen deine Einzelbeispiele....


    Google mal St. Petersburger Straße 22 und sag mir, wie gerne auch du dort wohnen würdest?


    Man, man, man....


    Gugg dir noch mal meine Statistiken an... da steht exakt welcher Stadtteil gut verdient, wenig Arbeitslose hat, eine hohe Eigentumsquote hat usw.


    Schau dir die Statistik zu der Anzahl der Single-Haushalte an...


    Die Städte sind früher geschrumpft, weil Familien schon immer "nach draußen" gezogen sind. Nicht alle, aber in der Mehrheit. Jetzt gibt es zunehmend Single-Haushalte. Zunehmend kinderlose Paare - sogenannte DINKS. Dafür werde ich dir keine Statistik liefern, aber dass der Begriff DINKS alleine schon in den 1970ern unbekannt war, sollte Beleg genug dafür sein. Ebenso wie die WELTWEIT mit am niedrigsten Geburtenraten in Deutschland. Alles andere als ein familien- und kinderfreundliches Land.


    Mittlerweile überlagert der Trend, Singles strömen in die Stadt, den Trend der Fortzüge der Familien an den Stadtrand und das Umfeld. Weil es immer mehr Singles und immer weniger Familien gibt.


    Ganz nebenbei neben den sogenannten Einpersonenhaushalten gibt es ja auch zunehmend mehr WGs in welchem auch öfters Singles leben.


    Der Trend ist auch so ein Internet-Phänomen. Wie du ja in deinem technikfeindlichen Pamphlet schon richtig erkannt hast, kann Technik auch Schaden. Wenn der nächste potentielle Partner nur ein Klick entfernt ist und womöglich 2 Prozent attraktiver, 3 Prozent intelligenter und 1 Prozent jünger ist, dann könnte man doch das aktuelle Date sausen lassen und...


    Na egal, zurück zu "Gruna..., Striesen-Süd" :)


    Der Bürobau steht nicht leer, stand nie leer, das ist eine gute Lage. An einer Verkehrsachse gelegen, für die zumeist mit dem Auto anfahrenden Büromitarbeiter. Eine Tiefgarage ist darunter... m.W. 2 Ebenen. In der Mittagspause in den Großen Garten...

    Lieber efhdd, ich glaube, du willst es einfach nicht begreifen. Warum muss deine Hadid & Koolhaas-Vision unbedingt an der Frauenkirche entstehen? Wenn die von dir propagierte Architektur wirklich so gut ist, kann sie auch in jedem anderen Dresdner Stadtviertel realisiert werden.


    Du bist geradezu wahnhaft darauf fixiert, daß deine Moderne unbedingt neben alte Architektur geklatscht werden muss. Es geht nur am Neumarkt und nur an der Frauenkirche. Es ist eine Krankheit, daß ihr Modernisten eure visionären Ergüsse immer unbedingt neben alte Architekur setzen müßt.


    Quatsch. Müssen muss gar nichts. Die Chance ist längst vertan. Das Areal erblüht schon längst in feinstem Kitsch-Beton-Barock. Ist doch ok. Thema damit beendet. Es wurde so gemacht wie es gemacht wurde und was passiert wäre, wenn dort das stilprägende europäische Stadtviertel des 21. Jahrhunderts entstanden WÄRE, werden wir NIE herausfinden. In irgendwelchen Stadtvierteln weiter draußen wird nie diese Unmenge an Geld in so kurzer Zeit zur Verfügung stehen. Diese Chance war einmalig und die wird es nicht wieder geben.


    Gibt es eigentlich eine Info, wie viel inkl. Frauenkirche insgesamt investiert wurden. Geht das schon in die Mrd. EURO? Für die Frauenkirche habe ich 182,6 Mio. EUR gefunden.

    Kann sein... oder auch nicht... wird man nie erfahren. Was wäre passiert, wenn dort ein modernes Viertel unter Federführung von Zaha Hadid, Koolhaas & Co. entstanden wäre? Vielleicht ein weltweit wirklich einzigartiges und einmaliges Projekt und Viertel?

    Eine moderne Architektur verwendet Architekturelemente, welche es früher gar nicht gab. Meist z.B. weil technisch früher nicht möglich, obwohl gewünscht. Man denkt nur an ein 2 bis 3 Meter langes Hebe-Schiebetüren-Element welche sicher fast eine Tonne wiegt.


    Nur weil ein Plattenbau bisserl zurückgesetzt von der Blockrandbebauung gebaut wurde, bleibt es ein Block wie eh und je.


    Naja und dann gibt es 08/15 moderne Investorenarchitektur wie die Hofgärten von Columbus. Für ein einfaches Wohngebäude sicher nicht schlecht. Und es gibt Stararchitekten, welche sich für einfaches Wohnhaus sicher zu schade sind, aber z.B. für den gesamten Neumarkt sicherlich ein stimmiges, modernes Gesamtkonzept hätten erarbeiten können.


    Wie das dann ausgesehen hatte, kann man sich natürlich nicht mal vorstellen. Da hatten mehrere Stararchitekten jahrelang daran gearbeitet und etwas einzigartiges erschaffen.


    Am Neumarkt sehe ich im Moment kein einziges modernes Bauwerk. Gut, vielleicht dieser Glasbau, welcher von den auf alt gemachten Fassaden links und rechts daneben erdrückt wird:


    http://www.staedte-fotos.de/10…082009-matthias-25188.jpg
    Der große Mittelteil dagegen ist in Form und Struktur nicht modern, nicht mal ansatzweise. Mansarddach, Gaupen, Schießschartenfenster sind die Formsprache des Barock.


    Oder hier:
    https://de.wikipedia.org/wiki/…en_Neumarkt_Quartier1.JPG


    Das Ontario mit Schießschartenfenstern, Staffelgeschosse statt Mansarddach, trotzdem typische Formsprache des Barock und nichts modernes dabei.

    ^ Na, verschluck dich mal nicht vor lauter Haß gegenüber den "Nicht-Leistungsträgern". Deine Selbststatistiken kannste dir sonstwo hinhängen. Mach doch mal ne Quellenangabe, dass die Innenstadt nur "Asoziale" beherbergt. Also: Quelle!!! Und bevor du dich weiterhin als toller "Leistungsträger" hälst, nur soviel: es ist nicht so. Ein großer Teil "unserer Leistungsträger" sind ganz erbärmliche und verantwortungslose Frevler an sich und ihrer Umwelt. Das ist nicht meine Meinung, das ist nachweisbar. Es liegt nicht (nur) am "System", sie sind tagtäglich selbst Entscheider ihres Tuns. Leistungsträger sind für viele folglich auch ganz andere: diejenigen, die wirklich was "leisten" - meist ist das was Sinnvolles.


    Meine Aussage bezog sich nur auf Blocks wie der direkt östlich vom Rundkino. Kann ich dir jetzt mit hochwissenschaftlichen Quellen belegen, dass dort eher wenige Erwerbstätige leben? Nö. Dann gibt es noch die Hotels und Shopping-Malls, dort leben ebenfalls keine Erwerbstätige. Direkt angrenzend an die Innenstadt, etwa das Gebiet um die Annenkirche oder die Seevorstadt-West sind auch eher einfache Lagen. Die Prager Zeile wurde m.W. für altersgerechtes wohnen ausgebaut?
    Ich habe übrigens keinen "Haß gegen Nicht-Leistungsträgern" und kann mit dem Begriff Leistungsträger jetzt auch nicht so viel anfangen. Was soll damit gemeint sein? Aufgrund ökonomischer Zwänge übe ich einen Beruf aus. :)


    Was B- und C-Lage ist, regelt der Markt und ist dann informeller Konsens innerhalb der Immobilienbranche. Was du als Einzelmeinung empfindest, ist für all diese Leute nicht von Belang. Ich komme da in Kürze eh nochmal vorbei und schau mal wer da drin ist. Es ist nicht gerade eine "wirklich schöne" Lage, ist das Haus doch dreiseitig von brausenden Verkehrsadern umgeben, wo stinkende Blechmassen sich entlangschieben. Der Dauerlärm ist hoch, die Luft mieserabel, kann sein, dass die doch recht banale Bude Leerstandsprobleme hat.


    Mach mal. Das Ding liegt verkehrsgünstig und näher an einwohnerreichen Stadtteilen wie Striesen. Der Markt hat es geregelt: kein Leerstand, noch nie seit Erbauung. Dreiseitig von Lärm ist da auch nichts umgeben. Karcherallee und Comeniusstraße sind wenig befahren an diesen Stellen, es gibt lediglich die Stübelallee. Und wenn du dir diese mal anschaust, gibt es auf der Verkehrsachse folgend Richtung Innenstadt sogar einige Wohnneubauten. Allem anschein stört die Straße also nicht so sehr, vor allem nie und nimmer einen Bürobau.


    Das Dresden als Stadt horrende Strukturprobleme hat, ist doch bekannt und immer noch Kriegsfolge. Daher versucht man heute, die sog. Gutverdienenden wieder in den Innenstadtbereich zu bekommen und das funktioniert - auch aufgrund verschiedener Trends - ganz gut, aber es könnte mehr sein. Es sind dann meist Zuziehende, nicht diejeniegen, die ne Villa in Klotzsche haben.


    Hier haste noch eine Quelle:


    http://www.fachkraefteportal.info/tycon/file.php?id=5309


    In der Innenstadt wohnen viele Rentner und wenig Familien mit Kindern. Familie mit Kindern wohnen vor allem außerhalb. Siehe Seite 3 und 4 von 25.


    Seite 5: Singles wohnen eher innerstädtisch, Familien eher außerhalb. Wir haben aktuell ein Trend zum Single-Dasein, daher auch der Trend in die Innenstädte.


    Seite 11: Gutverdiener wohnen außerhalb. Vor allem in Schönfelder Hochland, also am äußersten Zipfel von Dresden. Je weiter draußen, desto höher das Einkommen, mit Ausnahme eines gewissen Gebiets im Dresdner Osten (Prohlis, Reick, Leuben, ...).


    Seite 12: Indikator Wohngeldempfänger: Prohlis, Leuben, Gorbitz, Radeberger Vorstadt (???) und die Innenstadt.


    Seite 13: Indikator Grundsicherung: Prohlis, Gorbitz, Friedrichstadt, Johannstadt und Innenstadt


    Seite 14: ALG 2: Desto niedriger desto weiter heraus an den Stadtrand


    Seite 17: Eigentumsquote. Da der Großteil des Vermögens der Deutschen in Immobilien liegt, ist das sicherlich ein extrem starker Indikator.


    Ach das wird langsam langweilig. Es gibt so zigtausend Quellen, dass die Innenstadt und sämtlich Viertel drum herum überwiegend unattraktiv zum Bewohnen sind und die guten Wohnlagen in Dresden eher Blasewitz/Striesen oder Plauen oder Weißer Hirsch oder die zahlreichen Stadtrand-EFHs sind.

    ^^ Troll efhdd: du scheinst ja gar nichts zu kapieren: du reißt, wenns dir passt, alles aus dem Zusammenhang - das geht aber nicht so. Du pickst dir Einzelbeispiele aus eine ganzen Welt, die sonst entgegensteht, heraus, um deine Verzerrungen zu beweisen. Das geht so nicht. Du kannst nicht bei einem Aspekt mal bleiben, wo du dann schnell ad absurdum geführt wirst - du psychologisierst dann und holst weitere Themen rein. Das gehts so nicht. Du breitest hier permanent dein persönliches Baulobby-Geleier aus sowie den ganzen Kram aus dem Baustofflager, was naiv und unkritisch wiedergegeben hier NIEMANDEN interessiert. So geht das nicht. Für Häuslebauer und -bauernopfer gibts andere Foren, also geh dorthin. Auf all das und vieles vieles mehr wurdest du immer und immer wieder hingewiesen. Es wurde schon seit Anbeginn deiner Trolltätigkeit immer deutlicher, dass dir nicht zu helfen ist. Mit deiner Strategie des nun alles Zumüllens wirst du nicht durchkommen, oder man muss das Dresden-Forum beenden. Es gibt immer noch ein Mindestmaß an Anstand und Fachkonsens, den es zu tolerieren gilt. Deine fast durchgängigen Falschaussagen sind nur noch lächerlich, es interessiert hier WIRKLICH NIEMANDEN. Geh doch ins gelobte China, das Land wo man gepflegt im Einfamilienhaus wohnt.


    Ein bisschen Steuerung durch Moderation/Admins wäre tatsächlich nötig.


    Glaubst du das auch noch selbst? Erstens erbärmlich wenn man mit Argumenten nicht weiter kommt nach der Zensurkeule zu fragen.


    Zweitens war das hier eine durch und durch sachliche Diskussion bis Post 156. Post 157 hat dann wieder die übliche Leier angefangen von wegen alle müssen gleich sein und uniform und konform in Hasenställchen wohnen, Andersdenkende vergasen und der übliche Elli Knysche Spaß, welcher auf jeden normalen Menschen ziemlich befremdlich wirkt.


    Ich musste dann nur auf deinen Mist antworten. Hättest du dir deinen inhaltslosen Post 157 gebaut, wir hätten weiter beim Thema bleiben können.

    Du merkst es wohl selbst nicht, aber DU bist hier der Troll. Bis Post 156 blieb alles sachlich, bei Post 157 ging es mit den üblichen inhaltsleeren Klassenkampfparolen los und deinen Forderungen doch bitte alle Autofahrer zu vergasen. Dagegen ist PEGIDA harmlos.


    Tesla bietet das 7kWh-Akku-Pack für 3.000 EUR netto an. Damit fährt ein Kleinwagen auch ca. 100 km. Es ist auf 3.500 bis 7.000 komplette Ladezyklen ausgelegt, dementsprechend 350.000 bis 700.000 km für einen Kleinwagen.


    Nein, der Hauptbeweis ist eigentlich China. Dort gibt es Elektroautos in Größe eines Smarts für wenige tausend Euro Verkaufspreis mit Verbrauchs- und Verschleißkosten nahe null. Das kommt alles rüber mit der Zeit, ist nur eine Frage wie protektonistisch Deutschland agiert bzw. agieren darf. Denn sämtliche deutschen Hersteller haben hier komplett verschlafen, Marktführer die chinesischen Firmen, Renault-Nissan, Tesla, ...


    Fernwärme ist eine effiziente Art um mit fossilen Energiequellen ineffiziente Gebäude zu beheizen. Das war es auch. Windgas/Solargas/EE-Gas kann nur eine Lösung für absolute Spitzenzeiten und saisonaler Speicher für die dunkelsten und windfreien Tage sein, das kostet in der Herstellung 0,70 bis 1,00 EUR pro kWh. In Zukunft wird deine schöne Fernwärme, sobald man sich denn entscheiden sollte, es mit den Fossilien sein zu lassen, mit Biogas aus Massentierhaltung befeuert werden. Anders ist das wirtschaftlich nicht darstellbar, wenn du nicht in Zukunft bei einer kleinen Altbau-Wohnung 1.000 EUR Heizkostenabschlag pro Monat zahlen willst. Und wenn jede Stadt das so machen würde, dann braucht es ganz andere Dimensionen an Massentierhaltung, dann wird das Fleisch nur noch das Nebenprodukt neben dem Biogas werden und nicht wie jetzt anders herum. Aber ja, alles supi dupi durchdacht. Für mindestens 5-10 Jahre ist das voll und ganz zukunftsfähig. Weiter sollte man als politischer Entscheidungsträger auch nicht denken, dass wirkt dann irgendwie komisch als hätte man tatsächlich einen Plan.


    Nebenbei: Aus einer kWh_el macht eine Erdwärmepumpe 5 kWh_thermisch. Die kWh_el kostet per PV keine 10 Cent mehr, per Windenergie noch weniger. Kurzfristige wie langfristige Speicher sind das letzte Puzzleteil in der Energiewende, aber auch das kommt, siehe Beispiel Tesla. Wenn das dann aber soweit sein wird, dann sind Autos und Heizungen, welche als Input keinen elektrischen Strom nehmen, obsolet.


    Und nichts desto trotz heißt es immer noch: Die beste Energie ist diese, welche gar nicht erst verbraucht wurde. Eine Altbau-Etage braucht mehrere zehntausend kWh Gas, ein normaler Neubau mit Wärmepumpe begnügt sich mit 2.000 kWh Strom und ein Plus-Energie-Haus produziert mehr Strom als verbraucht wird.

    Du machst das sehr geschickt. Wenn die Moderne schlechte Architektur hervorgebracht hat, dann wird die Geschichte erzählt, dass diese schlechten Resultate überhaupt keine moderne Architektur darstellen würden. Das ist verblüffend. Kulturpalast und Plattenbauten sind also deiner Meinug nach keine moderne Architektur. Die Diskussion hier ist sehr unterhaltsam, denn du bist gerade dabei, die Geschichte der Architektur neu zu schreiben. :)


    Ich sage es nochmal, nur weil es zwischen 1945 und 2015 gebaut wurde, hat es mit moderner Architektur noch lange nichts zu tun. Es werden auch heute noch mediterran angehauchte Stadtvillen oder Wohnhäuser im Bauhaus-Stil gebaut. Der Umbau des militärhistorischen Museums ist ein Beispiel für modernes Bauen in Dresden.
    Plattenbau und Kulturpalast sind sozialistische Funktionalarchitektur. Das hat man damals sicher als modern bezeichnet. Das ist nicht das, was ich im Jahr 2015 mit modern meine. Da ich mich mit EFHs mehr auskenne: Schau dir die Häuser von Huf Haus an. Das ist modernes Bauen in Reinform - als Fachwerkhaus. Jetzt schau dir die Häuser von Town & Country an. Werden auch heutzutage gebaut, öfters sogar, haben aber mit modernem Bauen nichts zu tun.

    Striesen-Süd - Gruna
    und wie in der Antonstadt erwähnt: es werden einige Nachwende-Bürohäuser der B- und C-Lagen saniert. Oder sollte man nur von neuer Farbe und kleineren Erneurungen innen sprechen. Hier Bürohaus Stübelallee / B-Brecht-Allee


    Ich würde es nicht als B- oder C-Lage bezeichnen. Während dieses Bürohaus durchgängig vermietet war und ist, stehen in der Innenstadt zahlreiche modernere Bürobauten leer. Die Lage ist verkehrstechnisch besser (weil man nicht durch den Stau der Innenstadt auf Arbeit muss), es gibt Parkplätze und es ist näher an dem einwohnerreichen Stadtteil Striesen (vs. Innenstadt wo wenige Menschen wohnen und dann hauptsächlich Rentner und "nicht-Erwerbstätige" Personen in den Blöcken). Außerdem kann man in der Mittagspause einen Spaziergang im Großen Garten machen. Deutlich mehr A-Lage als das meiste in der Innenstadt.

    Striesen-Süd - Gruna
    die erste freie Nordfassade an der "Gartenstadt" wirkt schonmal ziemlich einfallslos. Das ist aber egal - Hauptsache "modern". (Ironie)


    Wie war das mit MFHs und dort gibt es angeblich richtige Fenster und keine Schießscharten. Das ist gruselig. Für den, der darauf schaut und für den der darin hausen muss.

    ^
    Deswegen baut Dresden massiv die Fernwärme aus, Großteile der Fördermittel gehen dorthin. Also nix Zukunft.


    Völlig richtig, nix Zukunft. Fernwärme wird mit Gas erzeugt, ist nebenbei, gerade bei gut gedämmten Gebäuden ziemlicher Mist und nix Zukunft und nix nachhaltig.


    Das übliche ist: nichts mit den Nachbarn zu tun haben, nur den seitlich nächsten, aber das sind eh nur 2-3 Wohnparteien, aber selbst dort: Guten Tag und guten Weg. Abends TV glotzen, Sonntags Auto vorm Carport putzen, den Flecken Rasen mit Sitzrasenmäher stutzen und dergleich mehr, das wars. Jeder Haushalt hält Unmengen an Groß- und Kleingeräten vor - eine Riesen-Ressourcenvergeudung. Solgan: Lieber im EFH in den Untergang, als dazulernen.


    Richtig, so kenne ich das aus dem Geschossbau. Nichts mit den Nachbarn zu tun haben, man grüßt sich auf der Treppe und wohnt im Prinzip mit fremden Menschen Wand an Wand. So ist das auch bei Freunden, wenn da mal über Nachbarn geredet wird, dann geht es darum, was der wieder schlimmes gemacht hat oder dass dieser Nachbar über jene Belanglosigkeit gemeckert hat und solche Sachen. Eine riesige Verschwendung an Nerven.
    TV wird, behaupte ich mal, in einem EFH mit Garten weniger geschaut. Von März bis Oktober sitzt man eh bei jedem Sonnenstrahl draußen, während der Geschosser vor seiner TV-Kiste sitzt. Der Flecken Rasen wird natürlich mit einem automatischen Mähroboter befahren ohne mein zutun. :) Nein mal schauen. Wir werden wohl hinter dem Haus ohne Vorgarten, Haus selbst, Nebengarten, Garage, etc. noch ca. 250-300qm Garten und Terrasse haben. Das reicht um genug Privatssphäre zu haben aber richtig geplant macht das kaum Arbeit. Gibt natürlich andere, die verwirklichen sich da quasi selbst im Garten.


    Seltsam: deine bunte EFH-Welt kenne ich nur aus dem Geschossbau, da lohnt sich die Gästezahl wenigstens - aber egal. Im EFH siehts aus meiner Erfahrung völlig trostlos aus, und da kann jeder allabendlich auch gerne durch diese Viertel spazieren - völlig gegenteilig aus.


    Nachbarin neben uns, Single, Mitte 30, hat einmal im Jahr zum Geburtstag Besuch das war es im Prinzip. Andere Nachbarin daneben, Mitte 40, Single, verlässt ihre Wohnung fast nie und hat nie Besuch. Nachbarin unten, Mitte 40, Single, 2 Katzen, hat ab und zu mal die erwachsenen Kinder im Haus, größerer Besuch auch selten. Nur die Familie oben in der großen Dachgeschosswohnung hat öfters mal Besuch da, vermutlich haben die auch weit über 120qm.
    Wenn wir früher in der DHH-Siedlung meiner Eltern bei stumfreier Bude eine Gartenparty gemacht haben, dann war das nie die einzige. Ist natürlich die Frage, wann du dort bist. Samstagabend wenn gerade kein Stadtfest oder ähnliches ist, sieht es ganz anders aus, also an einem Sonntagnachmittag der doch eher meist für Zeit mit der Familie reserviert ist.


    Aber ok, Erfahrungen können unterschiedlich sein, es mag auch den einen oder anderen Netten unter solchen Personen gehen, darum gehts hier nicht. Es geht eher um die Ressourcen- und Umweltfragen.


    Deswegen ein Neubau mit einem Primärenergiebedarf von wenigen tausend kWh/h (Standard) oder gar ein Plus-Energie-Haus, welches mehr Energie erzeugt als verbraucht. Etwas altes auf den aktuellen Stand zu bringen kostet mindestens 50 Prozent mehr als von null anzufangen, daher vermute ich mal, dass dort der Ressourceneinsatz um einiges höher ist.



    Kann bezweifelt werden, aber jedem seinen Irrglauben. Es gilt behauptet für deinen Fall, aber die große Mehrheit triffts anders. Genau deswegen ziehen auch aus dem Grund von hohen Mobilitätskosten immer mehr Leute IN die Städte - also meist in den Geschossbau. Dein Einzelfall widerspricht also dem deutlichen Trend.


    Der Trend ist nach wie vor raus aus den Städten. Ich habe vor kurzem dazu mal eine Statistik gesehen. Es ziehen mehr Leute von Dresden nach Bannewitz als von Bannewitz nach Dresden. Familien wollen an den Stadtrand oder raus der der Stadt. Dagegen ziehen junge Singles vermehrt in die Städte und wollen nicht an den Stadtrand oder raus aus der Stadt. Diese jungen Singles kommen aus Gegenden fernab der Stadt. Der Single-Zuzug überlagert mengenmäßig den Familien-Fortzug. Das geht auch konform mit dem heutigen Trend zum Single-Dasein. Gerade Deutschland ist ja eher familien- und kinderfeindlich. Wir haben kein Trend zur Stadt, wir haben einen Trend zum Single-Dasein.


    unterstell da mal nichts: das war bisher der einzige Punkt, wo ichs genauso sehe, aber das ist alles nichts besonderes. Bodentiefe Fenster gibts an jedem anständigen Geschossneubau auch, wenn nicht, sind die Bauherren genauso doof wie die EFH-Schießschartler.


    Bodentief ist nicht alles, es braucht auch die entsprechende Breite. Und es braucht den Blick auf was schönes und nicht nach 5-6 Metern das nächste bodentiefe Fenster vom Nachbarn wie etwa in der "Gartenstadt" Striesen. Gartenstadt.... Gartenstadt Striesen. Lächerlich.



    Also was man von "deinen Informationen" halten kann, ist ja nun hinlänglich bekannt. Die Fakten sehen genau andersrum aus. Etagenwohnen MUSS sogar billiger sein als das Hüttenwohnen in der Fläche. Das haben zahllose Institute, die sich mit Städtebau und Siedlungsentwicklung beschäftigen, glasklar und deutlich bestätigt.


    Dann werden die Käufer von vorn bis hinten komplett verarscht. Nein, ein MFH hat tatsächlich eine Reihe von Punkten wo es teurer ist. Würdest du bei einem 5-Geschosser die obersten 3 Geschosse weg nehmen, würdest du die unteren 2 Geschosse mit deutlich billigeren, weil weniger tragfähigen Steinen bauen können. Du hättest bei der Bodenpressung und der Bodenplatte geringere Anforderungen und du hättest geringere innere Schallschutzanforderungen, weil es keine Wohnungstrennwände gäbe sondern nur Innenwände. Das erste Geschoss wird noch komplett ohne Gerüst gemacht, ab dem zweiten Geschoss ist Fenstereinbau, Rollläden, Dämmen, Verputzen, Außenfensterbänke usw. aufwendiger. Die Statik ist in einem EFH bedeutend einfacher, da gibt es 1-2 tragende Wände im EG und das war es.



    Aha, es ist also doch ein "Problem". E-Mob-Entwicklung??? Fehlanzeige. Da versucht die Bundesregierung immer noch mit Massivzwangsförderung auf einen halbtoten Gaul zu setzen. Wir werden sehen. Letzter Stand war: es hängt an der Akku-Technik - und da kommt man verständlicherweise nicht ausm Knick, denn wo nix zu holen ist, gibts auch nix zu holen. Das ganze Geld sollte eher in tatsächlich intellligente Konzepte gehen.


    Tesla baut gerade eine Gigafactory und Gigafactory 2 und 3 sind bereits geplant. Die Akku-Entwicklung hat auch sehr von der PV-Entwicklung profitiert, welche sich vor allem auf EFH-Dächern abspielt. Es lohnt sich ja mittlerweile PV auf's Dach plus Akku in den Keller zu machen und dann keine 1.000 kWh Fremdbezug aus dem Netz zu haben - pro Jahr.


    Zu dem ganzen restlichen Auswurf an Falschaussagen schone ich mal meine Zeit.
    Fazit: Manche sind technizistisch entfremdet und unbelehrbar. Jeder, aber auch jeder deiner Irrglauben kann problemlos widerlegt werden, zur Selbsterkenntnis muss man allerdings mal aus den Lügenmärchen der EFH-Baulobby raus, also raus aus dem ganzen Schmarrn, den sie dir nur deswegen eintrichtern, nicht damits dir und Konsorten besser geht, sondern weils allein ums Kohle machen geht. Das EFH bleibt ein Relikt der Unvernunft und Bildungslücke, es ist aber typisch für eine entsolidarisierte Welt der Egozentriker des Konsum-Individualisten. Vollumfängliche Verantwortungslosigkeit außerhalb des Egos ist typischer Begleiter, auch da können die Fachleute ein Lied singen. Dieses Forum hat mit deinen subjektiv-verzerrten Falschaussagen nichts zu tun. Such dir endlich deine EFH-Foren, wie kürzlich gar erwähnt, und suhle dich weiter im fremdgesteuerten Verblendungszusammenhang. Fürs Privatleben sollte nun unverzüglich die Schlauchlösung Wirklichkeit werden.


    Ach Elli, dein kleinbürgerlicher Horizont reicht von Dresden-Cotta bis Dresden-Prohlis. Hast du in den letzten Jahren schon mal Dresden verlassen, nur so für eine Stunde? Das ist schon lächerlich. Habe noch nie einen so verbohrten EFH-Besitzer getroffen, der seine Lebensweise so sehr als die einzig wahre darstellt und alles andere ablehnt, aber bei Geschossbaubewohnern liegt da wohl einiges im Argen. Bleib du doch in deinem Hasenställchen wohnen und mach die Glotze an von 17h bis 24h, ich ziehe raus aus der Stadt und fahre bei Bedarf mit dem Auto wieder rein. Jeder hat seins und ist glücklich? Neee? Natürlich neee, deine Lösung ist die ultimative, jeder MUSS so leben wie du und nicht anders. Konformität erwünscht, Individualität fehl am Platz. Das ist DDR und deine immer wieder propagierte Schlauchlösung, also die absichtliche Vergasung von Menschen ist noch was ganz anders. Bin schon froh, wenn ich bald nur noch stundenweise in Dresden bin und mich nicht mehr so sehr mit dieser kleingeistigen PEGIDA-Welt auseinandersetzen muss.

    Es sei noch einmal klargestellt, dass das Einfamilienhaus sicher ein schöner Ego-Trip für Abhängige und Hamsterradler ist. EFHs sind numal auch und definitiv die unnachhaltigste Wohnform, verursachen einen gigantischen Ressourcen-Input (man lese sich nur mal die zahlreich nötige Mobilität zur Häuslebaurecherche an - einfach lächerlich), es verschwendet also die Lebenszeit der Leute - aber ok, selber schuld. Was heute nicht mehr geht, ist ein einfaches "Ich machs aber trotzdem" oder "Weiter so". Nein, das EFH ist keine "sinnvolle Investition" sondern Volksverdummung. Es ist eine entsozialisierende Art des Wohnens und Lebens. Geh ich durch solche Gebiete, bekomme ich Beklemmungen - aber das sei subjektiv. Es verursacht enorme Kosten für die Gesellschaft und bringt große Mengen vermeidbaren Autoverkehrs mit sich. Ich brauche hier keine Wiederkäuung von fragwürdigen Baudetails von Opfern der Bauindustrie. Wer heute noch diesem überkommenen (und sichtlich verkommenen) Prinzip frönt, hat nichts gelernt, bleibt einfach nur Opfer und verhält sich frevelhaft der Gesellschaft gegenüber. Künftig, so ist zu vermuten, werden zunehmend die externen Kosten für die Gesellschaft, die eben heute NICHT internalisiert sind, in weiteren Anreizen preislich dargestellt - sprich es wird sich noch weniger lohnen als heute. Allein was ein EFH an Ressourcen braucht, um erstmal DA zu stehen, ist grauenhaft. Das wird aber geflissentlich untern Tisch gefegt. Daher fordere ich schon für die Häuslebau-Recherche: Schlauchlösung. Ich und die "Geschosswohnmehrheit" brauche euren Dreck nicht in meiner Nase. Statt eure Zeit jahrelang am Hintern der Baustoffwerbung zu verbringen, wäre erstmal grundsätzliche Aufklärung im wenigstens minimal-aufklärerischen Sinne angesagt. EFH oder nicht bleibt also Bildungsfrage - analog: Mobilitätsverhalten. Es geht eben nicht mehr, dass so viele Leute ihre Verantwortung vor Mitmensch und Umwelt mit Füßen treten - dümmer gehts nimmer. Also immer und immer wieder: Schlauchlösung. Die Schlauchlösung besagt das direkte Einleiten der Schadstoffe zum Verursacher, um seine "Aufklärung" voranzubringen. Das wäre auch das Einzige, was man tun müsste, wenn die Erkenntnis nicht auf die Sprünge kommt.


    Die Zukunft der Energieerzeugung ist dezentrale Erzeugung (PV) und direkter Verbrauch und Minimierung des Fremdbezugs von Energie. Da versagt der dicht auf dicht gebaute Geschosswohnungsbau kläglich.


    Ich finde EFHs auch sehr sozial und nicht entsozialisiert. Haben wir doch früher die Partys auch immer gerne in Häusern gefeiert, wenn "sturmfreie Bude" war. Um ordentlich einzuladen und Platz zu haben, braucht es einfach ab 140-150qm plus 40-50qm Terrasse. Solche Wohnungen gibt es kaum, überhaupt würde die einzigen Wohnungen, welche unsere Wohnstandards erfüllen wohl Neubau-Penthouse-Wohnungen sein für 600k aufwärts. Oder eben 350k für ein EFH in Nickern oder Bannewitz. Entscheidung einfach.


    Die Erfahrung von vielen EFH-Bauherrn/Besitzern im Bekannten- und Verwandtenkreis: Man ist mehr draußen, man lädt öfters Freunde und Familie ein und man hat weniger Stress mit Nachbarn und die Nachbarn weniger Stress mit einem selbst (wenn man mal wieder die Anlage aufdreht, bis spät abends Besuch hat oder oder oder).
    Meine Erfahrung aus dem Geschossbau: Laute Volksmusik mit donnerndem Bass zur Mittagszeit von Nachbarn unter uns. Nachbarin beschwert sich, weil ich Freunde kurz nach 22h zu laut an der Tür verabschiedet habe, d.h. wir haben noch 3 Sätze gewechselt, währen die sich die Schuhe angezogen haben. Andere Nachbarin beschwert sich, weil ich 3h nachts dusche. Ja, möchte halt nicht stinkend ins Bett. Über uns trampeln dauern die Kinder, das finde ich nicht mal störend weil es für mich dazu gehört, aber stört sonst sicher viele andere.


    Meine Mobilitätskosten werden in Zukunft sinken, müsste ich mich bisher durch den Stadtverkehr von Striesen bis nach hinter Pirna quälen, wird der Weg künftig kaum über 10 Minuten sein. Meine Erfahrung in der Stadt: Deutlich geringere Mobilität, deutlich längere Wege in Minuten, deutlich mehr Stress in Sachen Mobilität.


    Geschosswohnungsmehrheit bezweifel ich auch mal, soweit mir bekannt leben knapp die Hälfte aller Leute Deutschlandweit in Wohneigentum und das ist zur großen Mehrheit ein EFH. Es leben vielleicht 60 Prozent im Geschossbau und 40 Prozent in EFHs/DHHs/RHs, wobei bei Befragungen regelmäßig mehr als 90 Prozent der Leute das EFH als für sie optimale Wohnform oder Ziel angeben. Klar, im Geschosswohnungsbau sind viele Singles, Studenten, Rentner, usw. für dich sich ein EFH in ihrer aktuellen Lebensphase nicht rechnet.


    Schlauchlösung, ja für die Diesel-Busse bitte. Und die Kohle-Abgase sammeln und in die Straßenbahnen und DB-Bahnen lenken. Ne, natürlich nicht, wäre echt doof, aber halt deine Idee zu Ende gedacht.


    Mobilität ist in der Tat eine Bildungsfrage, da hast du Recht. Eine höhere Bildung korreliert mit höherem Einkommen und höheres Einkommen korreliert mit höherem Besitz- und Nutzungsgrad von Autos. Wer klug ist, fährt nicht mit Bus oder Bahn!


    Ebenso nutzen Familien mit Kindern weit überdurchschnittlich oft und viel das Auto, das hatten wir ja alles schon mal. Pro Auto Politik ist also ganz klare Pro Familien Politik. Die hätte Deutschland auch ganz bitter nötig. Singles und DINKS sowie Rentner nutzen das Auto unterdurchschnittlich oft.


    Ach: und Holzfenster sind immer noch voll beliebt - zumindest bei denen, die noch ein Minimum an Geschmack bewahren konnten. Diese ganzen "wunderbaren" technischen "Möglichkeiten" heute, sind es meist nicht wirklich. Man kann nunmal das Rad kein zweites Mal erfinden. Ich könnte jetzt auf viele der o.g. Details eingehen, aber wozu? Da vergeht einem doch die Lust. Die "modernistische Entfremdung" des Menschen ging auch immer einher mit einem Irrglaube, dass schon die technischen Neuerungen das Weltenheil bringen werden. Damit baut sich ein weiteres Diskursschlachtfeld auf, denn Technik bedrängt heute die Menschen mehr als sie nützt. Immer wieder stellte und stellt sich dieser Irrglaube heraus. Man siehts derzeit ganz deutlich an wesentlich kürzeren Haltbarkeitsdauern von Gebäudeteilen oder Verkehrswegen. Wenn man sich dagegen die Leistungen der Vorfahren anschaut, die meist nur einen Bruchteil der Bauzeit zur Errichtung brauchten, wird klar, dass der heutige Irrglaube allein Auswuchs des vollumfänglichen Verwertungszwangs und Verblendungszusammenhang ist. Noch Fragen? Besser nicht - lieber zurück zur Johannstadt.


    Ich sag ja lange Haltbarkeit, deswegen ENTWEDER Kunststofffenster oder Holz-Alu-Fenster. Holzfenster sind das Gegenteil von lange haltbar.


    Und pfui Teufel, solche modernistischen Entfremdungen wie eine bodentiefe Dusche, große Glasfronten mit Blick in den Garten oder, oh Gott, einer Fußbodenheizung die effizienter als Heizkörper ist, komplett unsichtbar, nicht kaputtbar auf Menschen-Lebenszeit, nicht störend spürbar und viel wohngesünder ist.


    Und ein EFH baute man früher über 1-2 Jahre. Heutzutage massiv in 6 Monaten (normaler Bauunternehmer), evtl. 4 Monate (spezialisierte massive Bauunternehmer) oder gar 2-3 Monate (Holzständer-Fertigbauweise). Dabei ist die heutige Qualität selbst dem was vor 20-30 Jahren gebaut um das mehfache überlegen in allen Details. Die Bautechnik unserer Vorfahren? Historisch interessant, das war es. Was du da von dir gibst ist Volksfest-Stammtisch-Geblubber und hat mit der Realität am Bau heutzutage nichts mehr zu tun.


    Und noch eine Sache zu den Baukosten: Allen meinen bisherigen Informationen nach ist Geschosswohnungsbau teurer und daher unökonomischer. Und ich rede hier rein vom Vergleich der Baukosten pro qm. Statisch aber auch planerisch ist so ein Geschosswohnungsbau wohl einiges schwieriger, zudem möchten die Geschossleute ja auch fein ihre Tiefgarage haben um ja ins Auto zu kommen ohne einen Funken Berührung mit der Außenwelt zu haben statt das Auto in einer Garage daneben zu parken. Auch teuer. Alles in allem kostet der Geschosswohnungsbau pro qm Wohnfläche anscheinend mehr.


    Und die Mobilitätskosten? Ja, die bezahlt ja immer noch jeder selbst. Die Summe der Steuern auf Benzin und Diesel sind sogar höher als zur Kompensierung externer Effekte notwendig. Sagt zumindest die EU die einen Mindestsatz festlegt, welcher nach Ansicht dieser EU bereits alles internalisiert hat. Aber lass das Problem mal die Zeit lösen, Elektroautos entwickeln sich gerade massiv. Technologiesprünge in Sachen Effizienz/Kosten von 100 Prozent in 2-3 Jahre sind zur Zeit normal. In wenigen Jahren dominieren die Elektroautos sowieso das Feld, da diese schlichtweg an Anschaffungskosten (bald) und Kosten pro qm (extrem viel geringerer Verschleiß, lächerlich geringe Energiekosten) den konventionellen Verbrennern bald meilenweit überlegen sein werden. In China bauen sie bereits Elektro-Smarts für wenige 1.000 EUR Verkaufspreis mit Reichweite über 100km und Stromkosten pro 100km von unter 10kWh (entspricht 2,50 EUR pro 100km zur Zeit hier in DE). Das ist aber eh erst der Anfang der Entwicklung. Nächster Trend sind autonom fahrende Autos. Und die logische Weiterentwicklung sind autonom fahrende Elektroautos, wo man nur noch das Ziel angibt und sich zurücklehnt und von Tür zur Tür chauffiert wird. Ach ne, blöde , teuflische Technik. So wie mit dem Internet und den Smartphones.

    Ansonsten ist am Neumarkt wirklich so viel Sehenswertes entstanden, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass das jetzt nachträglich noch jemand ablehnt.


    Doch, doch. Gerade je mehr es voranschreitet, desto schauriger wird es. Jedes Mal, wenn ich dort bin, fühle ich mich mehr und mehr in einem riesigen Themenpark hineinversetzt. Das Wissen ist ja da - erbaut 1996 bis heute. Man weiß, dass es nicht echt ist, man sieht, dass es nicht echt ist (weil eine 100 Jahre Fassade eben heute Alterungserscheinungen hat bzw. nicht gleichzeitig komplette Straßenzüge neu gemacht werden) und wenn dann noch Weihnachtsmarkt ist, dann fühlt es sich an wie ein moderner Themenpark des Barocks. Die Frauenkirche fühlt sich schon echt an, nur so ein Gefühl, kann ich nicht genauer spezifizieren. :)


    Naja was soll es, bald ist der Themen-Park geschlossen bebaut, dann kann man dort entlang schlendern und sich vorstellen wie das wohl vor 100 Jahren mal war. Dafür sind Themen-Parks ja da, um sich in eine andere Epoche zu versetzen.


    Man, man, man.... zum Glück haben die Leute in der Renaissance, dem Barock, der Gründerzeit, etc. nicht an der guten alten Zeit im Mittelalter erinnert und das damalige rekonstruiert.


    Alles halb so schlimm, es ja funktional.

    In der Nachkriegszeit hat man fast auschließlich modern gebaut.


    Hat man nicht. Man hat die Konzepte wie eh und je gebaut, eben in Plattenbauweise. Modern und großzügig wurde in der DDR nichts gebaut.


    Was soll moderne Architektur neben der Frauenkirche für einen Sinn haben?


    Was hat der Stachel im militärhistorischen Museum für einen Sinn? Ich habe natürlich kein Patentrezept für eine moderne Bebauung um die Frauenkirche, da hätte eine Gruppe von Stararchitekten jahrlang daran brüten können und wären mit einer sicherlich weltweit einzigartigen Gestaltung daher gekommen.


    Hallo, das Stadtzentrum einer 500.000 EW Stadt gestalten? Das hätten Libeskind, Hadid, Koolhaas & Co. für Lau gemacht des Prestiges wegen. Aber fein, jetzt wurde das Stadtzentrum halt von der FIRA Fassadenbau und der Baywobau gestaltet.


    Du hättest in deiner Linkliste auch den grottenschlechten Dresdener Kulturpalast aufzählen sollen.


    Das ist völliger Quark. Nur weil das Baujahr zwischen 1945 und 2015 liegt, ist es noch lange keine moderne Architektur. Wie gesag, ALLES was USD bisher gebaut hat ist mehr oder minder eine Adaption des Gründerzeit-Stils, schlecht gemacht halt. ALLES von USD hat nichts mit moderner Architektur zu tun. Nichts davon!


    Als Kontrast dazu die Hofgärten von Columbus. Die sind moderne Architektur, natürlich längst nicht die Spitze, sondern 08/15 moderner Geschosswohnbau.


    Ich bin mittlerweile auch gereift. Und deswegen weiß ich, das moderne Flachdächer unsinnig sind. Ich wohne in einem Bungalow mit Flachdach, einem Gebäude der Moderne, gebaut in den 70er Jahren. Wer ein Haus mit Flachdach besitzt, weiß, wovon ich spreche. Flachdächer sind immer wieder undicht. Die Folge ist, daß Wasser in den Wohnraum tropft.


    Das ist Baupfusch. Ein Flachdach vom Profi ist auch dicht.

    Die modernen Neubauten am Neumarkt haben mitnichten kleine Schießschartenfenster - aber wie gesagt, man braucht auf solchen Schmarrn nicht eingehen.


    Wo gibt es am Neumarkt Hebe-Schiebetüren-Elemente mit mindestens 2,50m Breite? D.h. eine 2,50m breites Doppelfenster ohne trennendes Wandelement? Habe ich es übersehen? Dann zeige mir wo, ich sehe dort nur Mini-Schießscharten wie bei den auf alt gemachten Dingern daneben.


    Früher waren solche 2,50m oder größeren Hebe-Schiebetüren technisch nicht möglich, dazu braucht es Kran und anderes Werkzeug (fast eine Tonne pro Fenster), aber heutzutage gehören solche Fenster in den GEHOBENEN Bau-Standard.

    Wo wurde modern gebaut? Kleiner Tipp, Plattenbau ist nicht modern sondern altbacken mit kleinen Fenstern, regelmäßig strukturieren Fassaden und geradlinigen Linienführungen. Das ist das Gegenteil von modern.


    UFA-Palast und militärhistorisches Museum wurden ja schon als Beispiele für moderne Bebauung in Dresden genannt. Die Hofgärten würde ich noch als halbwegs modern bezeichnen:
    http://www.columbus-dresden.de…ds/2015/03/HG_Projekt.jpg
    http://www.columbus-dresden.de…ds/2015/03/HG_Innen09.jpg


    USD beispielsweise hat bisher kein einziges (!) modernes Projekt in Dresden verwirklicht. Alle Projekte, ob in Südvorstadt oder Gartenstadt Striesen oder, oder, oder haben mit moderner Architektur nichts gemein.


    Aber, bis auf das militärhistorische Museum, ist da nichts wirklich kreatives entstanden. Hier mal Beispiele für moderne Architektur, wo bitte gibt es das in Dresden?


    http://www.architekturbuch.de/…_fassaden_innen2_arch.jpg
    http://www.visitvalencia.com/d…ages/cac_oceanografic.jpg
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%A6no
    https://de.wikipedia.org/wiki/…ien_02_Campus_WU_LC_a.jpg
    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Wikimania_2013_04404.JPG

    ^Nette Aufzählung, für alles was modern ist muss man gleich ganz schön in die Geldbörse greifen. Also ich zahl ganz durchschnittlich für meine Bude und hab noch nichtmal ein Bruchteil der von dir genannten Dinge und das ist nen 90er Bau der müsste doch modern sein und mittelalterliche Zustände sind bei mit zu Hause auch nicht :)


    Woher hast du diese Aufzählung oder hast du nur grad alles was teuer ist bei einer Wohnungsausstattung aufgezählt und willst uns das als modern verkaufen?
    Bei einigen von den Dingen würd ich sogar sagen das es reine Geschmackssache ist.


    Nenn doch mal deine Quellen weil ohne is nicht viel anzufangen mit deinem Kommentar!


    Die bodentiefe, geflieste Dusche habe ich glaube noch vergessen. Natürlich habe ich dazu keine direkten Quellen, beschäftige mich sicher schon über 1 Jahr mit dem Thema Hausbau, lese in den entsprechenden Foren mit, war in zahlreichen Musterhausparks, habe Bau- und Leistungsbeschreibungen verglichen, mit vielen Hausverkäufern und auch reinen Planern geredet. Wir haben hier und da mal Bekannte besucht, die das Thema Hausbau bereits angegangen sind oder sich zumindest Überlegungen gemacht haben (im direkten engen Freundeskreis hat bisher noch niemand gebaut). Mittlerweile habe ich da schon einen ganz guten Überblick.


    Natürlich ist das alles reine Geschmackssache: Ich bevorzuge beispielsweise Holzfenster gegenüber Plastikfenstern. Und die Heizkörper in meiner Wohnung stören mich jetzt auch nicht wirklich....


    Ich glaube Elli hat das ganz gut auf den Punkt gebracht: "Modern" wird gerade in der Architektur inflationär als leere Worthülle für die oftmals billigste/ wirtschaftlichste/ einfachste Lösung genutzt. Kritiker lassen sich dann recht easy als altmodisch oder rückwärtsgewandt abspeisen. Man sei ja schließlich modern.


    Von den tatsächlich modernen Beispielen im Beitrag von efhdd im Neumarkt-Strang ist man in DD doch leider sehr weit entfernt.. Mir fallen da spontan nur der UFA-Kristall, der Keil im militärhistorischen Museum und die SLUB ein. Ein großer Rest der "modernen" Dresdener Bebauung ist dann doch nur Durchschnitt oder Investoren-Schick.


    Holzfenster sind wirklich Geschmackssache, macht man heute eigentlich kaum noch bis gar nicht. Sind nur Thema bei Denkmalsanierung. Wenn Holz, dann normalerweise Holz-Alu-Fenster, weil das Holz außen sonst verwittert und wenn man neu und "modern" baut, dann möchte man nicht dauernd pflegen und neu streichen, sondern das Haus (oder die Wohnung) soll erst mal 20-25 Jahre weitestgehend ohne Erhaltungsaufwand stehen. Bei Holz-Alu-Fenstern hat man innen das "wohnliche" Holz und außen witterungsbeständiges Alu in verschiedenen Farben. Anthrazit wird häufig gewählt.
    Ansonsten werden meist eher Kunststofffenster verbaut, weil die auch witterungsbeständig und pflegeleicht sind, weniger kosten, besser dämmen (als Holz-Fenster) und auch außen foliert werden können, d.h. dann sind diese farbig (im Regelfall nur außen). Die weiße Farbe schafft eine angenehme, wohnliche Atmosphäre. Allerhöchstens beim anfassen fasst sich ein Holzfenster wärmer an, aber wer fasst schon dauernd seine Fenster am Rahmen an? Ebenso fasst sich das Werzalit ja wärmer an als Marmor-Fensterbänke, trotzdem baut sich das heute kaum einer in den Neubau, Marmor sieht einfach so viel besser aus.


    Das gleiche Thema sind ja Holzfassaden. In den ersten Monaten, evtl. Jahren todschick, nach ein paar Jahren verwittert.
    Heizkörper baut man im Neubau eigentlich nicht mehr ein. Einerseits sind Heizkörper inkompatibel mit modernen Heizungen (Wärmepumpen), d.h. wenn irgendwann mal wirklich Öl & Gas alle sind, dann braucht man eh effiziente Flächenheizsysteme. Andererseits ist eine Fußbodenheizung in einem modernen, gedämmten Gebäude nicht wirklich warm. Wenn eine Zimmertemperatur von 21 Grad erreicht werden soll, dann hat der Fußboden vielleicht 23 Grad. Die Fußbodenheizung funktioniert ohne Regelung (die ist und muss verbaut werden, richtig eingestellt muss dort aber NIE etwas bedient werden) und regelt sich über Außentemperaturfühler im Regelfall selbst. Es ist nicht so wie früher, wo man Fußbodenheizungen in schlecht gedämmte Gebäude eingebaut hat, die Fußbodenheizung auf 30 Grad heizen musste und der Boden warm war, evtl. sogar unangenehm war. Eine richtige Fußodenheizung in einem modernen, gedämmten Neubau ist ein System, um welches man sich nie wieder kümmern muss. Man bemerkt es nicht (2-3 Grad Unterschied zu Raumtemperatur), man sieht es nicht, man muss nie etwas einstellen und so eine Fußbodenheizung im Estrich überdauert im Regelfall die eigene Lebenszeit (im Gegensatz zum Heizkörper). Im EFH-Bau, wo es um langfristig sinnvolle Investionen und Wohnkomfort für einen selbst geht, werden Heizkörper eigentlich nur noch bei den billigsten von den billigsten Häusern eingebaut ("Stadt&Land" und das entsprechende Fertighaus-Pendant).

    ^
    Es gab am Anfang keinen Kontext und auch keine Pflicht zur Blockrandbebauung. Es gab die Frauenkirche und bisschen DDR-Block. Man hätte ALLES machen können, etwas einzigartiges. Etwas neues. Etwas, wo man sagen könnte, das war eines der Leitbauwerke der 2000er/2010er-Jahre. Stattdessen hat man etwas beliebiges hingebaut mit auf alt gemachten Fassaden, pseudo-moderne Brüche (Das sind nun wirklich keine Brüche sondern das alte Allerlei in leicht abgeänderter Form - DARAN ist nichts modern). Das militärhistorische Museum hat einen modernen Bruch. Am Neumarkt gibt es keine erwähnenswerte moderne Architektur.


    Nur als Beispiel die Fenster, das konnte man halt früher nicht besser. Oft gerade mal einen Meter in der Breite, dafür Fenster an Fenster an Fenster. Modern baut man heutzutage große, durchgängige Fensterfronten. Ja, das ist statisch schwieriger und und so eine Fenster wiegt mehr als eine halbe Tonne, kommt also nur mit einem Kran rein. Aber diese kleinen, pupsigen Schießschartenfenster selbst an den angeblich modernen Bauten, neee... da ist nix modern. Das ist einfach nur billig gebaut.


    Es macht keinen Sinn den vorigen Beitrag vollständig zu zitieren. Bitte die Zitierfunktion maßvoll einsetzen. Danke.
    Bato

    Ich zitiere aus der SZ:

    Für alle ist Sonnenschutz geplant.


    Boah toll. Das ist mittlerweile auch gesetzlich vorgeschrieben. Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass jede Wohnung mindestens eine Küche und mindestens ein Bad erhält?


    Schrieb ich doch, dasses die billigste Variante für die WGJ ist, also das Ganze ökonomisch begründet ist.


    P.S. Die Styroporpackung gibbet ja zusätzlich noch :lach:


    Solche Aufbauten, auch mal aus statischen Gründen, könnten auch Holzkonstruktionen sein. Und bei den erwähnten 9 Monaten Bauzeit... wir werden sehen. Aber selbst die bekommen Styropor außen dran und der Grund ist auch interessant: Mancher Holzhaushersteller pappen draußen ca. 4 cm Styropor dran, welches überhaupt nicht notwendig wäre, aber nur mit Styropor bekommt man einen ebenen Putz-Untergrund. Wer möchte, kann auch etwa Holzfaserplatten haben und anderes Material, aber kein anderes Material würde so einen ebenen Putzuntergrund und damit eine so gute optische Qualität des Putzes liefern wie Styropor.


    Also die SäZ schrieb ja von "um moderne Wohnungen zu schaffen...". Diese Bezeichnung von "modernem" wird hierzulande irgendwie des Häufigeren gebraucht und wirkt immer als rundumverbessernde Entschuldigung, dass man ja "modern" sei, "modern" wohne, "modern furze" ...ähm, tschuldige, aber ich frage mich immer: was soll das eigentlich sein - mit dem "modern", was meinen die nur?
    Es wird ja nie was dazu erklärt, nie was konkretisiert - es scheint beruhigendes Füllwort, wo man nichts Erzählenswertes oder gar Besonderes finden kann. In allerlei Bauartikeln von offensichtlich kenntnislosen Schreiberlingen unserer Lokalpresse gehts blumig um Anschlussleitungen, technischen Firlefanz, dass natürlich energetisch alles top wird, wo die Baufirma herkommt und was der Nachbar zu abend isst. Nie wurde mal über die Qualität der Architektur geurteilt, nie die Sinnhaftigkeit manch "moderner" Lösung in Frage gestellt oder dergleichen. Die Dicke der Dämmschicht bleibt ungenannt - aber es sei ja "modern". "Moderne" Fallrohre, "moderne" Kellertreppen und Plastefenster.
    Sehr entlarvend auch die Erklärung des WGJ-Vorstands Mutze: Man hätte die "beste Variante" aus mehreren Vorschlägen verschiedener Architekten ausgewählt. Nu genau, die banalste, billigste, häßlichste ... eben "modernste". Auch sei eine "kurze Bauzeit" mit "Fertigteilen" ein Aspekt gewesen - nur 9 Monate! Naja, also das hört sich für mich und bei Fertigteilen für arg arbeitsverweigernd an - aber egal. Hauptsache die 9 Monate sind "modern", dann ist ja alles gut und man kann sich weiter in der modernen Komfortzone ausstrecken.


    Übrigens: für alle aufmerksamen Nicht-Zeitungsleser: die WGJ beplant - so der letzte Absatz der SäZ - die Fläche neben dem ADAC-Gebäude an der Streisener-/ Ecke Thomaestrasse. Da fragt man sich doch, warum hat es der Flächengroßgrundbesitzer WGJ überhaupt nötig, eine der wenigen städtischen Flächen zu erwerben? Ach so, ist ja kein Platz mehr in Johannstadt. Ein Glück dass die Stadt keine eigenen Flächen mehr braucht. Aber ok, der Kauf fand wohl schon letztes oder vorletztes Jahr statt.


    Modern ist heutzutage eine offene Küche, weiße Kunststofffenster mit Edelstahl-Griffen, evtl. außen anthrazit foliert und Weißlack-Innentüren. Modern ist ein offener Wohn- Ess- und Küchenbereich von mindestens 50 qm zusammen. Eine Alternative zu den weißen Kunststofffenstern mit Außen-Folierung in anthrazit sind Holz-Alu-Fenster dunkel gestrichen innen und außen in anthrazit, aber das wirkt evtl. auf Dauer etwas dunkel innen. Nicht mehr modern sind reine Holzfenster oder Plastikgriffe an Fenstern. Modern sind Vinylböden, nicht modern sind Teppichböden. Parkett ist natürlich immer zeitlos, aber bitte aufgearbeitet und nicht seit 10 Jahren nichts daran gemacht. Modern ist Erdwärme, nicht mehr modern ist Fernwärme. Modern ist großzügig und offen, nicht mehr modern ist der WSB-70-Wohnungsgrundriss mit vielen, kleinen Zimmern. Modern sind Außenfensterbänke in Granit, nicht modern ist Alu. Der Trend bei Innenfensterbänken geht klar zu Marmor, Werzalit ist eher 90er Jahre. Modern ist es, Wände direkt auf Malervlies (wirkt nochmal zusätzlich glättend) zu streichen, nicht modern sind Tapeten. Modern ist eine Fußbodenheizung und überhaupt wenig heizen und damit nicht so eine abgestande, trockene Heizungsluft zu haben. Modern sind wohnlich warme Wände. Nicht modern ist ein Altbau mit Heizkörpern wo man ständig gegen die nach außen auskühlenden Wände anheizt. Modern ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, nicht modern ist Mief in der Wohnung und 3x täglich Fensterlüftung, danach Kälte im Raum und dann wieder Mief. Modern ist eine Fußbodenkühlung im Sommer über die Fußbodenheizung per Umkehrung des Kreislaufs bei der Erdwärmepumpe. Modern sind spülrandlose WCs, großformatige Fliesen, kleine Fugen und Fliesenabschlussleisten in Edelstahl. Nicht modern sind weiße Fliesen in Standardgröße mit großen Fugen und ohne Abschlussleisten. Modern sind elektrische Rollläden oder Raffstores. Nicht modern ist es, weder Rollläden noch Raffstores zu haben oder diese per Gurt oder Kurbel bedienen zu müssen. Modern ist eine Netzwerk/TV/Internet/usw.-Verkabelung in ALLEN Räumen. Modern sind große, breite Fensterfronten. Nicht modern sind Schießscharten.


    Was jetzt davon konkret umgesetzt wird und was nicht, weiß ich ja nicht, aber ich hoffe du hast bisschen eine Vorstellung davon, was heute im Neubau als modern gilt. :)

    Ist eigentlich irgendeine Beleuchtungsinstallation am Turm zur nächtlichen Illumination zu erkennen oder bleibt der Turm etwa Nacht schwarz?


    Gott, das Ding ist ja architektonisch nun wirklich einfachster Funktional-Bau - muss man das auch noch anleuchten? Frauenkirche und Semperoper anleuchten ok, dieses 08/15-Bürogebäude sollte sich doch lieber im Schutz der Dunkelheit der Nacht verstecken und die architektonischen Unzulänglichkeiten nicht nachts noch betonen und zur Lichtverschmutzung und Energieverschwendung beitragen.