Beiträge von Schwarzmetaller

    Das Getreidesilo an der Weißeritzstraße fügt sich inzwischen besser ein als der Architektenbunker....was doch ein rotes Ziegeldach und eine halbwegs plausible Traufhöhe ausmachen.


    Btw: die Schäferstraße 62 ist seit 2 Wochen eingerüstet und die Dacharbeiten sind schon in Gange - kriegt offensichtlich eine ähnliche Schieferdeckung wie die #60 nebenan (hat den gleichen Besitzer).

    Es ist schön zu sehen, dass die letzte Ruine in dieser Ecke der Schäferstraße auch endlich saniert wird ( wobei die Nummer 60 schon wieder eine Fassadenreinigung vertragen könnte).

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    Bild von mir.

    Chris1988: Berliner 63: vielleicht weißt du es, aber es ist dieser Verein.


    Die stellten zuletzt ein bemerkenswertes ROADS-Festival für Fröbtau auf die Beine.
    Sind etliche HfbK-Youngster und einige münchner Neudresdner darunter. klick + Bildchen von der Schäferei


    Auf deren Einladung hatte ich mir vor einigen Wochen den Baufortschritt in der Betriebsküche (die konnte man auch ein Stück weit während des Roads-Festivals von innen begucken) angucken und paar Fotos machen. Mit deren Zustimmung würde ich die hier mal posten.


    Der Verein hat das Haus via Mietshaussyndikat gekauft und baut es in Eigenleistung aus.
    Es sollen 12 Wohneinheiten im OG entstehen und im EG eine Art kultureller Treffpunkt.

    Wen es interessiert:

    Ausgleichsauflagen am Arsch, um es mal mit Wischmeyer zu paraphrasieren.
    Wer damals bei der Ortsbeiratssitzung mit dabei war, wird sich erinnern, dass die begrünte Raumkante an der Schäferstraße die Ausgleichspflanzungen für das Einkaufszentrum darstellen sollte. Diese hängt seit ~3 Jahren irgendwo im B-Plan-Verfahren fest, ohne dass es da Aussicht auf Veränderung gäbe (Aussage der Vertreterin des Stadtplanungsamts, Frau Hanzsch während des Ortstermins zur Seminarstraße/Bräuergasse).


    Eingedenk der Tatsache, dass das Einkaufszentrum an der Friedrichstraße und das Bauvorhaben an der Weißeritzstraße Projekte der Bauwi Beton und Bau GmbH sind, kann man sich schon in etwa vorstellen, was für Architektur an der Weißeritzstraße zu erwarten ist (zumal es vor Ort ja schon schaurige Präzedenzfälle gibt)


    *streicht das 'et' und ein 'l' aus seinem Nickname*

    Hotel mit geplanten Dachgeschoss oder ohne?^^


    Chris: noch eine kleine Anmerkung zur Verputzung der Vereins- und Aktienhäuser (Friedrichstraße 57-61): die unterschiedlichen Putzarten waren schon vor der Sanierung drauf, das ist im Helas so dokumentiert.
    Ich würde am Donnerstag mal in unserem Archiv gucken, ob auf alten Aufnahmen aus der Zeit 1900..10..20 was dahingehend sichtbar ist.

    Die Quintessenz:
    ein Entwurf für die Bräuergasse,

    erstmal zwei für die Seminarstraße

    Die Fahrbahnfläche soll durch Asphalt ersetzt werden, die Fußwege sollen weiterhin in Granitplatten und Pflaster gehalten bleiben.
    Die zwei Varianten für die Seminarstraße unterscheiden sich durch das Stellplatz-Baum-Verhältnis:
    v1 hat (sofern ich recht mitgemeißelt habe) 70 Stellplätze und 14 Bäume, v2 hat 59 Stellplätze und 32 Bäume.
    Derzeit stehen auf der Seminarstraße rund 120 Fahrzeuge.
    Baustart wird im Q3/2017 angepeilt, allerdings soll die Masse der Bauarbeiten Anfang..Mitte 2018 stattfinden.

    Ich endlich mal wieder... Vor der Schäferstraße 71/Ecke Vorwerkstraße (die unsanierten Altbauten neben dem Netto) ist plötzlich zeitweise ein Halteverbot eingerichtet. Weiß jemand, ob dieses kleine Indiz vielleicht auf eine Sanierung dieses Schandfleckes hoffen lässt?


    Nachdem jenes ja nur für Arbeiten am Fußweg an der Ecke eingerichtet war, ist jetzt mittels Bauzaun fast über die ganze Länge des Gebäudes der Fußweg entlang der Vorwerkstraße abgesperrt worden.

    Ich endlich mal wieder... Vor der Schäferstraße 71/Ecke Vorwerkstraße (die unsanierten Altbauten neben dem Netto) ist plötzlich zeitweise ein Halteverbot eingerichtet. Weiß jemand, ob dieses kleine Indiz vielleicht auf eine Sanierung dieses Schandfleckes hoffen lässt?


    Das Halteverbot wurde leider nur wegen Arbeiten an Straße und Fußweg eingerichtet.

    Elli: das Gelände ist noch unverändert als Betriebssitz der DT angegeben


    Die Grünplanung für das Ostragehege würde ich nicht auf die Goldwaage legen....dafür müssten ja auf der westlichen Messeinsel Kleingärten etc. im ziemlich großen Stil verschwinden. Persönlich würde ich das ganze so einschätzen, dass es gerade einen Schritt weiter ist als der Ostrasee. Also statt einer Idee oder Vision gibt es da bereits ein Konzept, aber noch keine Planung.


    Zwecks Ostrasee: das ist derzeit eine völlig private Idee, die ein wenig Aufmerksamkeit der Presse gekriegt hat....ich denke nicht, dass das jetzt irgendwelche Ressourcen von irgendwas abschöpft.
    Das Thema Altlastensanierung wurde übrigens am Rande mal angerissen...in der Rinne selber sehen die Böden ganz gut aus, aber auf der Messeinsel (hauptsächlich im westlichen und dem östlichen Teil), dem Trümmerberg und logischerweise dem Hafen gibt es noch einige Altlasten. Auf dem Kartenausschnitt hier im Umweltatlas kann man ein wenig erahnen (Schade, dass man den Plan nur gegen Bares zu sehen kriegt).

    Die Idee an sich finde ich ziemlich interessant, auch wenn ich das Gefühl habe, dass die Entwickler die Bedeutung ihrer Idee ein wenig überschätzen: bei der Präsentation hatte man dann und wann den Eindruck, dass die Flutrinne derzeit bar jeder Attraktivität brachliege und erst als Ostrasee mit urbanem Leben florieren könne. Wenn man aber an einem halbwegs schönen Tag (oder gar im Hochsommer) dort unterwegs ist, sieht man schnell, dass dieses Gebiet jetzt schon den Charakter eines Naherholungsgebiets hat.


    Zwecks Grünplanung westlich der Messe: hast du da mal was näheres? Wenn man von der Messe gen Westen blickt, sind ja erstmal die Betriebsflächen der DT-Gruppe, dann eine Kleingartenanlage und anschließend schon die Uferfläche der Elbe. Was soll da an Grünanlagen geplant werden?


    Zwecks Möbelmarkt an der Elbe: sozialistischer Truppenübungsplatz wäre nicht meine erste Assoziation....der riesige Kran, die Betonplatten und die Pionierpflanzen erzeugen bei mir eher den Eindruck von 'und wo ist nun der Sarkophag und Reaktor Nummer 4?'


    Dass das brandgeschädigte Gebäude der ehemaligen Bahnverwaltung immer noch einer Nutzung harrt, verwundert mich nicht...solange das unbeschädigte Gegenstück auf der anderen Straßenseite noch ungenutzt ist, gibt es eigentlich nicht wirklich Grund, die Ruine zu sanieren.

    Wen es interessiert: am 22. März findet im Dachsaal des Riesa efau eine Veranstaltung des Quartier Friedrichstadt zur Vorstellung des Projekts Ostrasee statt:


    Ich versuche gerade, meine Notizen :toilet: in ein für mich lesbares Format zu übersetzen.^^ Daher: bei Fragen: fragen!
    Die mit Diskussion knapp 2 Stunden dauernde Vorstellung an sich war sehr interessant, auch wenn nicht viel tiefschürfend neues zum bereits bekannten Entwurf verkündet wurde. Zwischen den Zeilen konnte man aber einige interessante Informationen herausfiltern, außerdem war es eine gute Gelegenheit, den Landschaftsarchitekten, Till Rehwaldt, direkt zu befragen. Mit Professorin Angela Mensing-de Jong (Professur für Entwerfen und Städtebau an der HTW) und dem Diplom-Geologen Alex Pörschke (CWH Ingenieurgesellschaft) gab es noch zwei Gastbeiträge, die auf die entsprechenden fachgebietsbezogenen Eigenschaften der Idee eingegangen sind.
    Generell wurde unterstrichen, dass der See bisher lediglich eine Idee ist, die erst noch zum klar umrissenen Konzept entwickelt werden muß.
    Beispielsweise gibt es zwar Vorstellungen zur Form und horizontalen Ausdehnung der Gewässer, aber noch relativ wenige zur vertikalen Ausdehung samt Aushub und eigentlich keinerlei Gedanken zu finanziellen Aspekten. Die angedachte Tiefe von >2m orientiert sich am Grundwasserspiegel (bei Normalwasser 3 bis 6m unter Grundniveau).
    Interessant wäre noch eine angedachte Dreiteilung des Ostrasees (eigentlich: der Ostraseen): entlang des Messerings zur Flutrinne eine klar geschnittene urbane Kante mit Gastronomie, Nachtleben etc, auf der anderen Seite ein auf die Freizeit ausgelegter Bereich (mit einer Seebühne mit dem Schweinedom im Hintergrund vor dem Trümmerberg) und ein eher ländlicher Bereich zwischen Übigauer Allee und Hafen, bei dem kein sonderlich großer Wert auf gute Zugänglichkeit gelegt wird. Dieser Bereich soll sich nachdrücklich am 'Großen Gehege' von Caspar David Friedrich orientieren.

    Wen es interessiert: am 22. März findet im Dachsaal des Riesa efau eine Veranstaltung des Quartier Friedrichstadt zur Vorstellung des Projekts Ostrasee statt: