Die Anwohner wollten dagegen alles eine Nummer kleiner...
Bitte keine Mutmaßungen darüber, was "die Anwohner" wollen, wenn man darüber keine repräsentativen Erkenntnisse hat.
Ich sehe in meinem direkten Umfeld, der Nachbarschaft auf Stralau, keine pauschale Ablehnung der Pläne - sondern eher Besorgnis über den IST-Zustand: vermüllte Brachen, in denen illegal Leute in Zelten hausen, ohne Ver-/Entsorgung oder sanitäre Anlagen (Die ersetzt dann die Rummelsburger Bucht).
Ich würde auch gerne mal im Dunklen den Bahnhof Ostkreuz entspannt zu Fuß erreichen können - aber durch das dunkle Loch rund um die Bucht traue ich mich abends kaum mit dem Fahrrad.
Das alles finden dann notorische Status-Quo-Fetischisten (die natürlich mehrheitlich nicht hier leben, sondern nördlich der S-Bahn in Friedrichshain), ein erhaltenswertes Biotop oder "grüne Lunge". Schnell ist dann eine Demo organisiert, das ör-Betroffenheitsmedium hält kritiklos jedem Schreihals ein Mikro hin - und die Bezirksversammlung ist eingeschüchtert.
Und statt eines Vorzeige-Projektes, Wohnungen, hell beleuchteter Wege und Infrastruktur - vor allem mal ein paar Arzt-Praxen, gibt es wieder auf Jahre nur Brache, Dreck, Kriminalität und Elend.
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