Beiträge von klute

    Gestern, an einem windigen aber sonnigen Sonntag mal die Promenade abgeradelt: Von Elsenbrücke bis Warschauer Straße – nichts, absolut tot. Keine Cafe's, keine Terassen zum Chillen, kein Biergarten, einfach NICHTS. Nur eine verlorene Eisbude, die zum nh Hotel gehörte.


    Wie kann man so eine Perle der Stadtlandschaft nur derart vor die Säue schmeißen? In der Hamburger HafenCity würden sich an einem ähnlichen Tag tausende Menschen auf der Promenade drängeln. Hier aber: nur Showrooms und ein paar Lounges für die Firmen-Mitarbeiter.

    Vorschlag: den Betreff dieses Fadens anpassen in


    "Stralau und Rummelsburger Bucht"


    Die genaue Grenze zwischen Stralau (Friedrichshain) und Rummelsburg (Lichtenberg) ist in dem Bereich offenbar etwas schwer zu orten. Und in der Wahrnehmung der Menschen hier ist das ohnehin eine Einheit.

    Exakt: die Grenze liegt dort, wo die untere von der oberen Kynaststraße abzweigt (und die Brückenauffahrt beginnt). Das B-Hub und auch der jetzt fertiggestellte Neubau der HoWoGe liegen eben noch in Friedrichshain; unmittelbar nördlich davon beginnt Lichtenberg.


    Übrigens: In den HoWoGe-Bau zieht unten mit viel Fläche der "Radladen" ein (vorher: Alt-Stralau, davor Markgrafendamm). Feiner Laden, tolle Leute!


    Radladen

    Sperrung Kynaststraße aufgehoben

    Moin zusammen,


    mir ist heute aufgefallen, dass die Sperrung der Kynaststraße (Ab Kreuzung Alt-Stralau in Richtung Norden/Ostkreuz) wieder aufgehoben ist. Die Baustellenzufahrt dort mit Haltebucht für Betonmischer sowie der Fußgänger-"Tunnel" auf der Fahrspur der Kynaststraße sind wieder abgebaut.


    Offenbar ist der Rohbau des B-Hub weitgehend fertiggestellt. Im Südteil ist die Endhöhe erreicht, am Nordende - dachte ich - würden noch ein paar Geschosse dazu kommen.


    Ich hoffe, dass der Bus 347 nun auch zeitnah wieder ab Stralau über Ostkreuz fährt ...

    Mit dem Projekt haben wir uns 2013 das erste Mal befasst - und wenn ich mir die Realisierung ansehe, habe ich doch einige Fragezeichen auf der Stirn:


    - Waterfront (=Haupt-Lichteinfallsrichtung) mit 4 Obergeschossen im Gardemaß bestückt - und dahinter? Maximal 2 OG im Schattenreich.


    - Man beachte mal die Lage der Erdgeschosse in der 2. und 3. Reihe (auf Foto 2 und 3 zu erahnen). Hat da jemand seinen Höhenmesser falsch kalibriert?


    Darf ich noch fragen wie das/die Wohnprojekte heissen?



    Der Neubau der HOWOGE an der Glasbläserallee firmiert schlicht unter "Projekt Glasbläserallee"


    https://www.howoge.de/wohnungs…kte/glasblaeserallee.html


    119 Wohnungen, davon 60 öffentlich gefördert und mit Mietpreisbindung. Im Erdgeschoss mehrere kleine und zwei größere Gewerbeeinheiten; eine davon für Gastronomie.


    Derzeit beginnen nach meiner Beobachtung wohl die Gründungsarbeiten (Betonpfähle)

    Tolle Idylle. Total erhaltenswert! Bloß nix hinbauen, das könnte ja total sozial inkompatibel sein.


    Beeindruckend auch der Text auf dem verlinkten Plakat: "Nicht in den Niederlagen gehen wir unter. Sondern in den Kämpfen, die wir nicht führen"


    So klingt extremistische Propaganda! Erinnert mich an sehr dunkle Zeiten in diesem Land.


    Wer sich eine Mehrheit - hier wohl bei einer Bezirksverordnetenversammlung - sichern will, muss sich rechtzeitig Gehör verschaffen.


    Also: diejenigen, die sich nicht "Gehör verschaffen können" - zum Beispiel, weil sie einen Großteil ihrer Tageszeit mit erwerbstätiger Arbeit verbringen, sich um ihre Familien kümmern - haben keine berechtigten Interessen, sind zu vernachlässigen?


    Eigenartiges Demokratieverständnis ...

    Zwischen "so lassen, wie es ist" und "so machen, wie es der Investor will" liegt ein weites Feld.


    Und genau das ist der Selbstbetrug, dem die Weltverbesserer so gerne erliegen:


    1. ... sind die Alternativen nicht "wie es ist" und "wie der Investor es will", sondern
    a) "wie es ist"
    b) "wie es zwischen Investor und demokratisch legitimierten Gremien unter EWinbeziehung und Anhörung der Interessen betroffener Anwohner über teilweise Jahzehnte ausgehandelt wurde"


    2. ... liegt dazwischen nicht ein weites Feld, sondern erst mal genau gar nichts. Denn für die Umsetzung des "weiten Feldes" müsste erst mal jemand gefunden werden, der bereit ist, für einen alternativen Entwurf sein Kapital zur Verfügung zu stellen. Und so lange der nicht präsent ist, bleibt es bei "so wie es ist" - mit der Tendenz zur Verschlechterung.


    Wenn es einen alternativen Entwurf gäbe, der auch nur die Chance einer Umsetzung hätte, könnte man den doch gerne zur Abstimmung stellen (ob in der BV oder per Bürgerentscheid)


    Übrigens habe ich nie von bezirksfremden, sondern von nicht unmittelbar betroffenen, benachbarten Anwohnern geschrieben. Und diese Einschätzung ist keine Pauschalisierung, sondern ergibt sich aus den Ortsangaben entsprechender Stimmen in (Nachbarschafts)-Foren.


    Bitte sauber argumentieren!


    Die Anwohner wollten dagegen alles eine Nummer kleiner...


    Bitte keine Mutmaßungen darüber, was "die Anwohner" wollen, wenn man darüber keine repräsentativen Erkenntnisse hat.


    Ich sehe in meinem direkten Umfeld, der Nachbarschaft auf Stralau, keine pauschale Ablehnung der Pläne - sondern eher Besorgnis über den IST-Zustand: vermüllte Brachen, in denen illegal Leute in Zelten hausen, ohne Ver-/Entsorgung oder sanitäre Anlagen (Die ersetzt dann die Rummelsburger Bucht).


    Ich würde auch gerne mal im Dunklen den Bahnhof Ostkreuz entspannt zu Fuß erreichen können - aber durch das dunkle Loch rund um die Bucht traue ich mich abends kaum mit dem Fahrrad.


    Das alles finden dann notorische Status-Quo-Fetischisten (die natürlich mehrheitlich nicht hier leben, sondern nördlich der S-Bahn in Friedrichshain), ein erhaltenswertes Biotop oder "grüne Lunge". Schnell ist dann eine Demo organisiert, das ör-Betroffenheitsmedium hält kritiklos jedem Schreihals ein Mikro hin - und die Bezirksversammlung ist eingeschüchtert.


    Und statt eines Vorzeige-Projektes, Wohnungen, hell beleuchteter Wege und Infrastruktur - vor allem mal ein paar Arzt-Praxen, gibt es wieder auf Jahre nur Brache, Dreck, Kriminalität und Elend.


    Andere Städte gestalten ihre Zukunft. Hier wird Zukunft kaputtgeredet. Willkommen in Berlin!

    Ostkreuz

    Nun ja - die Bahnhofshalle ist - verglichen mit dem Südkreuz - wirklich sehr schmal.


    Wenn man von der Bushaltestelle (347er) im Süden der Halle zur S-Bahn Richtung Innenstadt (derzeit nördlichster Bahnsteig) will (1x längs durch die Halle) - und - man dann das Glück hat, dass gerade zwei Ringbahnen eintreffen... Also, man fühlt sich, vorsichtig ausgedrückt, wie inmitten der Leipziger Völkerschlacht.

    Moin Harry,


    danke für die aktuellen Bilder!


    Ich habe mich beim Beobachten des Baufortschrittes doch arg gewundert, dass ein derartig großes Gebäude (immerhin 300m lang, bis zu 11 Geschosse) keine Tiefgarage, nicht mal einen Keller bekommt.


    Entweder muss das hier sehr teuer sein - oder man traut sich nicht, tiefer zu buddeln - weil man nicht auf unliebsame Hinterlassenschaften treffen möchte?


    Gruß von Stralau
    Markus

    ^PS: Weiß jemand ob dieser ehemalige Getränkeladen abgerissen wird?[/QUOTE]


    Laut Aussage der Mitarbeiter - JA. Komplette Neubebauung.


    Das Team des Ladens würde eine Hofmann-Filiale in Köpenick übernehmen, erzählte mir einer der Mitarbeiter. Ist der Fritten-Holländer ("Frituur de Molen") auch weg?


    LIDL dahinter solle bleiben, da denkmangeschützter Gebäudeteil

    Korrekt! Und nach neun Jahren HafenCity (Am Kaiserkai, Juni 2006 - Juni 2015), kann ich auch bei fast jeder Art Baulärm problemlos schlafen. Was übrigens auch erforderlich ist, wenn man jeden Tag bis weit nach Mitternacht arbeitet und deshalb nicht um 7 Uhr aufstehen kann.


    Die Röhren-Bohrer, die für die Pfahlgründungen benutzt weden, sind allerdings nochmal etwas spezieller, da sie zum Ausschütteln des Erdreichs wechselnd in beide Richtungen in Drehung versetzt werden, bis sie donnernd gegen einen Anschlag krachen. Das Geräusch geht wirklich durch Wände, Decken - und Schallschutzfenster.


    In der HafenCity waren derartige Pfahlgründungen bis in Tiefen von über 20 Meter die Regel; hier sehe ich diese "Monster" allerdings zum ersten Mal. Na, vielleicht ist das Pfahlraster nicht so eng. Dann haben wir das spezielle Vergnügen vielleicht nur für wenige Wochen.