Beiträge von urbanplanner

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    Sorry, aber diese Lärmschutzwand-Orgie ist absolut krank! Man sieht als Fahrgast überhaupt nichts mehr von der Umgebung, ausser vollgeschmierte Wände! Wer denkt sich sowas aus? Oder ist das jetzt Auflage bei allen Neubaustrecken in Stadtgebieten? Absoluter Wahnsinn, zumal die Züge heute nicht besonders laut sind und hier durch ziemlich dünn besiedeltes Gebiet fahren im Gegensatz zum Zentrum, wo es sowas zum Glück nicht gibt. Ich habe so einen Schildbürgerstreich noch nirgendwo auf der Welt gesehen. Tolle Visitenkarte für alle Touristen die zukünftig durch dieses Graffiti - Ghetto empfangen werden und sich fragen wo sie eigentlich grade sind. Aber passt zu Berlin, der erste Eindruck ist immer der richtige! ;)
    PS: Ich wohne selbst in unmittelbarer Nähe der Berliner Stadtahn, inklusive ICE Strecke.

    Ein erneuter Beweis des absoluten Versagens der Moderne! Was treibt Planer dazu solche architektonischen Wüsten und Un-Orte zu erschaffen, die einst menschenwürdig gestaltet waren? Ist es einfach nur die ideologisch verordnete Verunstaltung deutscher Innenstädte nach 1945 um den Bruch von Traditionen um jeden Preis zu manifestieren oder pure Unfähigkeit der verkopften und absolut entrückten Stadtplaner Zunft! Der selbe Mist wie in Frankfurt beim Goetheplatz!

    Absolut schreckliche Entwürfe, besonders der höchst platzierte Entwurf. Wundert mich allerdings nicht! Null Bezug zur Umgebung oder dem existierenden historischen Gebäude. Frankfurt opfert also seine wenigen historischen Fassaden die den Krieg überstanden haben, für billigste Investoren Kisten, die überall auf der Welt stehen könnten. So geht langsam jegliche Identität verloren, ausserhalb der wieder aufgebauten Mini Altstadt/Römerberg. Aber die Architektur passt wunderbar zum modernen Deutschland: Ideenlos, Identitätslos, geschichtsvergessen und banal.

    Grauenvoll!

    Die endgültige Pleite dürfte mittelfristig garantiert sein!

    Speziell zur Weihnachtszeit war die alte Passage m.E. sehr viel schöner und schaffte es sogar als Stock Image in die Presse in den USA als Beispiel Bild für eine edle Christmas-Shoppingmall! Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten (De gustibus non est disputandum), aber wie man diese Veränderung als Verbesserung empfinden kann, erschliesst sich mir absolut nicht! Hier mal ein Foto aus vergangen Zeiten mit der üppigen Lichter Dekoration zu Weihnachten. Kein Vergleich!

    Dennoch behaupte ich mal, dass die Mehrheit der Plattformbesucher das genauso sehen (würde).

    Wenn ich meine Thesen als die einzige Wahrheit deklarieren will, behaupte ich einfach, dass die Mehrheit es mit Sicherheit auch so sieht! Das ist Diskussionsniveau a la "Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt", frei nach Pippi Langstrupf! :D

    Natürlich ist die Attraktivität objektiv beeinträchtigt (simpler Vorher/Nachher Vergleich), da Attribute die vorher da waren nicht mehr gegeben sind! Attribute, wie in diesem Fall der zu betrachtenden Sehenswürdigkeiten der Stadt (so viele sind es ja nicht in Frankfurt) die unmittelbar die Attraktivität eine solchen Plattform (mit) ausmachen, speziell bei Besuchern oder Touristen. Ob das für jeden einheimischen subjektiven Betrachter, der eine Glaswand eines HH attraktiver findet, welche überall in der Welt stehen könnte, auch zutrifft, ist natürlich aus guten Gründen zweifelhaft aber auch völlig egal für eine objektive Analyse der Veränderung! Denn ein verbauter Blick der vorher unverbaut war, hat niemals einen positiven Effekt, im besten Fall einen neutralen.


    Natürlich ist die Plattform auch weiterhin attraktiv. Das Gegenteil hat auch niemand behauptet!

    Einige ältere Besucher (mit Stock und Rollator), brachten übrigerns mehrfach Lautstark ihr großes Missfallen zum Ausdruck, dass dieses Zitat „monströse Ungetüm“ nun den schönen Römerblick von Maintower aus versperrt. So eine Frechheit!!!

    Die Aussichtsplattform auf dem Maintower hat durch den T1 ohne Zweifel an Attraktivität verloren, da der auch m.E. sehr attraktive Blick auf Dom, Altstadt und Mainpanorama komplett verloren gegangen ist.

    ... mich würde aber sehr interessieren, wer noch da gewesen ist und wie ihr die Entwürfe einschätzt?

    Ich war gestern auch vor Ort und kam etwas später dazu, als die Beurteilung der 4 Entwürfe durch das Publikum begann. Mein Favorit war ebenfalls eindeutig Larsen, da sein Hochhaus sich m.E. am besten zu den anderen beiden (Waldorf und Upper West) gesellt in Bezug auf die Fernwirkung und vor allem mit dem angedachten potentiellen öffentlichen Garten in einem Glaskubus als Dachabschluss. Für mich das interessanteste Feature von allen Entwürfen. Es sah so aus, als ob dieser Glas-Abschluss auf den 120 Metern aufsetzt, so dass der Turm etwas an Höhe gewinnt über knapp 2-3 Etagen. Zudem zeigte Larsen eine interessante Gestaltung für die Passage zum Innenhof.


    Mäcklers und Cobes Entwurf fand ich städtebaulich am schwächsten. Mäckler schiebt die beiden Hochhäuser ineinander, so dass eine Art gestaffelte Hochhausscheibe entsteht, die in der Fernwirkung aus bestimmten Sichtachsen viel zu massig wirkt. Im persönlichen Gespräch sagte er mir, es wäre eine große Herausforderung gewesen, die BGF Vorgaben des Investors mit der Höhenbeschränkung auf dem Areal umzusetzen. Er hätte lieber nur ein Hochhaus geplant.


    Zudem finde ich seinen Ansatz bei den Wohnungen private Höfe zu schaffen im Geiste der Berliner Innenhof-Kultur, zwar interessant aber nicht unbedingt angebracht in dieser zentralen Innenstadtlage. Ansonsten ist sein Vorschlag eines runden Atriums in Form eines öffentlichen Gartens durchaus interessant, der sich die großen Europäischen Passage (z.B. Galleria Vittorio Emanuele in Mailand) als Vorbild nimmt und eine Durchwegung zum Los Angels Platz vorsieht.


    Cobe setzt auf nachhaltiges Bauen mit viel Holz und Fassaden Bepflanzung, so wie ich das interpretiert habe. Die Fassaden der beiden gedrungen wirkenden Hochpunkte haben dadurch eine etwas unharmonische Fernwirkung wie ich finde.


    Chipperfields Hochhaus gefiel vielen der Anwesenden schlicht aufgrund der Höhe, allerdings hat sein Entwurf m.E. große Schwächen bei der Gestaltung des Innenbereiches des Areals da er nur auf Durchwegung in Form von Gassen setzt, die mir etwas eng erscheinen und keine Öffnung als Platz vorsieht. Ausserdem mag ich die Idee des im UG "versteckten" Warenhauses nicht. Der Kudamm lebt schliesslich von den Schaufenstern!


    Ein Vertreter von Signa sagte mir dann noch, dass eine endgültige Entscheidung wohl erst nächstes Jahr vorliegen würde, da wohl nach der initialen Entscheidung nochmal ein individueller Fassaden Wettbewerb ausgeschrieben würde für die Hochhäuser. Das wunderte mich ein wenig.

    urbanplanner dann schau dir nur mal das Viertel "Europaallee" in Zürich an, das sieht fast genauso aus

    Ja die Schweiz ist nicht grade inspirierender in dieser Hinsicht, man schaue sich die ganzen Beton-Würfel um Zürich und Zug herum an. Die Schweizerin Lüscher hat ja auch einiges an diesen Errungenschaften in Berlin vollbracht.


    In Frankfurt hat man es ja auch geschafft im fast gleichen Zeitraum ein Europaviertel zu gestalten, daß um Längen besser geworden ist, aufgrund einer sehr gelungen Mischung aus Hochpunkten, unterschiedlicher hochwertiger Materialien und einigen genialen Entwürfen wie zB. das Grand. Natürlich liegt das auch an einem andern Verständnis von Stadtplanung. Frankfurt ist mit seinen Hochhaus Projekten zweifellos die visionärste und progressivste Stadt in DE.

    Dieses Viertel ist Ergebnis von fehlender politischer Vision, uninspiriert, spiessig, monoton, ohne jegliche Ambition und Mut. Erinnert fast schon an sozialistische Stadtplanung. Ein perfektes Abbild der Verhältnisse in Berlin, aber es besteht ja Hoffnung auf baldige Besserung! Leider zur falschen Zeit bebaut und damit eine schmerzhaft verpasste Chance. Noch nicht mal das Hafenbecken haben sie hinbekommen um die Aufenthaltsqualität zu steigern, anstelle dessen ein langweiliger Standard Vorstadt-Platz - peinlich, besonders im Internationalen Vergleich.

    ^ Na ja, Dresden ist ein wenig Disneyland. Sieht alles alt aus ist es aber nicht. Und wie wenigsten Gebäude sind nach historische Vorbild wieder aufgebaut worden. Wer alte Luftbilder der Stadt anschaut sucht die weitläufigen Plätze um die Frauenkirche vergeblich, die gab es nicht.

    Dieses Disneyland Gequatsche bei hochwertigen Stadtreparaturen, ist populistisch und überflüssig, weil es absolut jeder Grundlage entbehrt. Und zwar unabhängig davon, wer es von sich gibt oder nachplappert! Es wird meist von Ideologen als diskreditierendes Totschlagargument verwendet ohne jegliche Begründung und ist daher ungeeignet für eine kritische und inhaltlich anspruchsvolle Diskussion.

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    Denn natürlich muss und wird ein Internationales Hotel in dieser Kategorie Parkmöglichkeiten anbieten. In diesem Fall existiert eine Parkgarage im Tiefgeschoss, die aber wohl noch renoviert und nächstes Jahr erst eröffnen wird (gemäß Auskunft des Hotels)


    Kommentar zu einem inzwischen gelöschten Beitrag entfernt.

    ... ist hier noch etwas von der Pracht um 1900 übrig oder hat man wieder etwas hergestellt? Wie sieht es mit Möblierung aus? Eher klassisch oder modern?

    Es ist modern, aber viel wunderschöner Backstein zu sehen. Sowohl an Wänden als auch bei den grossflächig freigelegten Kappendecken. Dazu viel messingfarbene Elemente und Grün. Sehr großzügiges stillvolles und gemütliches Urban Ambience, welches mich spontan an das 1 Hotel in NYC am Central Park erinnerte. Ein wahrer Segen für die Ecke. M.E. besonders lobenswert ist die Herstellung dieser sehr stillvollen klassischen Auffahrt mit dem schönen Brunnen. Hier entsteht ein echter internationaler Hotel Klassiker, der der Hotelszene in Mitte sehr gut tut. Ich hoffe die Gastro Angebote (Bars, Restaurant) sind ähnlich vielversprechend.

    ... und es macht einen sehr guten Eindruck.

    Besonders die Seite und die Rückseite an der Bürgerstraße, deren Fassade anthrazit gestrichen ist wirkt durch die messingfarbenen Fensterrahmen sehr edel ...

    Wenn so ein gnadenlos profaner Klotz, mit der banalsten Fensterloch Fassade und einem proportional komplett verunglückten zurückgesetzten Alibi Schrägdach in einer Altstadt in unmittelbarer Nähe zum ältesten Rathaus Deutschlands, diesen Beifall bekommt, weiß man, man ist in Kölle! Wo kommt diese himmelschreiende Anspruchslosigkeit her, dieser Fetisch für das Mittelmasses? Dieses Ding könnte in jedem Neubaugebiet einer beliebigen Kleinstadt stehen, auch wenn es teilweise zweifellos mit hochwertigen Materialien ausgeführt ist. Der fehlende Wille in Köln zur Gestaltung oder historischen Bezugnahme durch zumindest kritische Rekonstruktionen an so einer Stelle ist wahrlich niederschmetternd!


    In dieser Stadt hat man offensichtlich seit den 70ern architektonisch nichts dazu gelernt und heiligt statt dessen die Bausünden dieser Epoche oder kopiert bis ins 21. Jahrhundert. Überall der selbe banale kastenförmige Schrott ohne jegliche Fassadengestaltung und Rücksicht auf die Umgebung. Das beweisen ja auch grade die aktuellen Neubauprojekte um den Dom. Da sind andere Städte wesentlich weiter und Frankfurt wahrlich ein Segen und Vorbild wie man es stillvoll, harmonisch und baukulturell angemessen macht (z.b. die Neubauten Braubachstrasse). Ist das in Köln Unfähigkeit oder Ideologie? Ich vermute Letzteres. Mal wieder eine Chance verpasst für eine echte Stadtreparatur an sehr prominenter Stelle. Man freut sich einfach nur, dass endlich was da steht.


    PS: Köln ist übrigens meine Geburtsstadt, um potentiellen Missverständnissen vorzubeugen ;)

    Ich verstehe sogar warum nur wenige spenden, grade in diesen Zeiten. Warum sollen die von Staat und Inflation geschröpften Bürger noch freiwillig für etwas zahlen, was eindeutig Sache der Stadt Frankfurt sein sollte, grade bei einem Rathaus! Die Steuereinnahmen (und Belastungen der Arbeitnehmer) sind auf absolutem Rekordhoch! Es gibt dank EZB Druckerpresse soviel "billiges" Geld wie nie zuvor bei Banken, Staat und privaten Investoren, nur eben leider nicht beim normalen Bürger. Aber ausgerechnet der soll stets für diese Art der Verschönerung seiner Stadt aufkommen. Warum muss nicht für Parks und Fahrradwege gespendet werden? Rhetorische Frage. Diese Rekonstruktion sollte bei prall gefüllten Staatssäckel eindeutig öffentliche Aufgabe sein, selbst wenn der Bund dafür einspringen müsste, im Rahmen eines Konjunkturprogramms. Es ist ja auch Geld für jeden anderen fragwürdigen Mist da, inklusive Aufrüstung und Finanzierung der Taliban. Auch private Investoren profitieren dank EZB von des wundersamen Vermehrung des "billigen" Geldes und Milliarden davon fliessen grade in Großprojekte in diese Stadt. Warum verpflichtet man diese Investoren z.B. nicht dazu sich beim Aufbau solcher identitätsstiftenden Projekte zu beteiligen, schliesslich profitieren ihre Immobilien u.a. auch von der Attraktivität der Stadt. In den USA ist so etwas vollkommen normal. Aber solche Auflagen müssen bei uns ja ideologisch korrekt sein und darf nur Sozialwohnungen und Kitas betreffen, aber keine "rechts-konservativen" Rekonstruktion. Deutschland ist nicht nur absolut arm an bürgerlichen, kreativ-wirtschaftlich denkenden Politikern, sondern auch reich an devoten Bürgern die nichts mehr einfordern was eigentlich recht und billig wäre.

    ^^


    Diese Dach wird m.E. auf jeden Fall irgendwann verschwinden. Es ist so offensichtlich absurd in seiner pragmatischen und grotesken Hässlichkeit. Als hätte man einem Kriegsversehrten anstatt eines künstlichen Arms einen Enterhaken eingepflanzt wie bei einem Hollywood Piraten. Daß man es seinerzeit nur renoviert hat, war wohl eher politischer Unwille sich mit einer Rekonstruktion auseinanderzusetzen und den (ewig gestrigen) Reko Fans nicht noch mehr Wind in die Segel blasen zu wollen, weil ja die Altstadt zu der Zeit schon kontrovers und als verwerflich angeprangert wurde in gewissen Kreisen in Politik & Medien. Irgendwann wird Vernunft und Ästhetik über sinnentleerte Ideologie siegen und diese Wunde schliessen, auch wenn es noch eine Generation dauern mag. Der restaurierte Rathaus Turm wird diese Bausünde in Zukunft noch absurder erscheinen lassen.

    Eine Bausünde ersetzt die andere. München verpasst mal wieder eine Chance auf Stadtreparatur. Manchmal erscheint es mir, als wolle man mit allen Mitteln die Hässlichkeit der architektonischen Nachkriegssünden beibehalten. Dieses überdimensionierte grüne Monster aus Stahl und Glas fügt sich weder durch Kubatur, noch durch Gestaltung und Material in seine Umgebung ein. Aufgrund des Fehlens von Kleinteiligkeit und angedeuteten Walmdächern wird hier der selbe fatale Fehler des Vorgängerbaus wiederholt, nur in etwas aufgelockerterer Monotonie. Wer kann bei diesen Stahlträgern auf einem "Beton Tisch" ernsthaft von "Eleganz" faseln (SZ)? Dieser Gartencenter Look könnte in einem besseren Industriegebiet stehen. Ich bin wirklich sprachlos! Der Versuch diese architektonische Banalität mit grünem Dickicht zu kaschieren ist m.E. mehr billig als recht.