Straßenbau & -planung

  • Diesel Märchen


    Mensch Lux die Frankfurter Rundschau ist jetzt nicht gerade die Quelle die ich heranziehen würde und bei einem Titel wie dem Diesel Märchen, vergeht mir die Lust weiter zu lesen und ja wenn man erkennt Diesel sind langlebiger, verbrauchen weniger, es wird behauptet Diesel erzeugt mehr CO² in der Herstellung, das würde ich gerne mal genauer verstehen,....
    Da kommen nur Ideologen auf einen Titel wie das Diesel-Märchen, i.a.W. ausser die eigene Klientel wird hier keiner seine Meinung ändern wenn er diesen Artikel liest.


    Feldversuch mein Kollege fährt einen TDI Passat und den sehr zügig auf der Autobahn, er verbraucht jedoch erheblich weniger als ich, mit meinem Benziner der vom gleichen Konzern, mit ähnlichem PS ausgestattet ist.


    So geht es Vielen, gerade VW hat Diesel die ungefähr genauso viel Sprit verbrauchen wie ein Hybrid von Toyota, der ja von der "Deutschen Umwelthilfe" promotet wird und diese Zahlen sind nicht manipuliert sie sind in vielen Fahrtenbüchern in Kombination mit Tankstellenkartenabrechnungen nachzulesen.

    Fazit - ich sehe eher das Thema als gesellschaftliches Problem. Wir haben in Deutschland Jahre lang die falschen Prioritäten gesetzt - und werden jetzt im Ausland völlig zurecht ausgelacht für unsere "deutschen Probleme".


    Nein, denn die uns eventuell auslachen haben keine Autos in unserer Qualität und freuen sich das es Deutsche gibt die sich ihr Grab selber graben.

    Wenn wir, wie es die Christlichen Parteien immer wieder propagieren, nur mit einem "Weiter so" versuchen unsere Autoindustrie zu schützen, dann wird man in einigen Jahrzehnten auf diese Industrie zurückschauen, wie man es heute bzgl. der Montanindustrie des Ruhrgebiets macht: Geschichte.


    Das scheint dein Problem zu sein und nein es geht hier nicht um Parteienpolitik, sondern darum, ob unsere Kinder noch in einem sozialen Staat in Rente gehen können, den wir heute kennen.


    Sonst wie schon gesagt Herausfordernde Vorgaben, die uns zu Neuen bewegen sind sinnvoll. Was nicht Sinnvoll ist, hier zu glauben heute schon zu wissen wohin am Ende die Reise hingeht, denn in einem Punkt kann ich zustimmen ohne geistige Veränderung wird das NICHTs, nur sind hier auch die Ideologen gefordert.

  • hfrik
    Wo ist jetzt Tübingen?


    Natürlich ist der Grenzwert umstritten, sonst hätten wir die Diskussion nicht. Ein Schritt in die richtige Richtung ja, aber wofür? Unstreitig ist, dass es für die 40mg keine wissenschaftliche Grundlage gibt, allenfalls ein diffuses „wird schon abstrakt - egal was für andere Faktoren mitspielen - irgendwie gesundheitsschädlich sein”. Das reicht für einen Rechtsstaat nicht und ist schlicht Volksverdummung. Ich bin für alle Maßnahmen - solange WIRKLICH notwendig und verhältnismäßig. Beides scheint nicht zuzutreffen. Die Schlussfolgerung fällt daher nicht schwer.


  • Feldversuch mein Kollege fährt einen TDI Passat und den sehr zügig auf der Autobahn, er verbraucht jedoch erheblich weniger als ich, mit meinem Benziner der vom gleichen Konzern, mit ähnlichem PS ausgestattet ist.


    Mind genauso repräsentativ: Ich und meine Mutter fahren immer mal das selbe Auto. Meine Mutter verbraucht grunsätzlich 50% mehr.


    Übrigens ich selbst fahre einen Yeti Benziner im Schnitt über alles 6,3 Liter, das mancher Dieselfahrer auf Langstrecke nie erreicht und das obwohl ich "häufig", sofern man das bei meiner geringen Fahrleistung sagen darf, einen Anhänger ziehe. Über Land fahre ich leicht auch 5,5 Liter.


    ohne geistige Veränderung wird das NICHTs, nur sind hier auch die Ideologen gefordert.


    Och menno, ich hab doch noch nicht ein Mal das Wort "Fahrrad" benutzt. Darauf schwinge ich mich jetzt gleich und freue mich drauf ;)

  • Lies halt mal deine Dokumente vollständig.
    Es liegt in der NAtur eines Vorsorgegrenzwertes dass es
    a) für diesen WErt keinen exakten wissenschaftlichen Beleg gibt. Gebe es da bereits messsbare Effekte, wäre es bei weitem kein Vorsorgegrenzwert mehr.
    b) daraus folgt auch dass er umstritten ist, weil er eben nicht exakt belegbar ist.


    Es ist aus meiner Sicht nicht unsinnig anzunehmen, dass ein richtig positionierter Vorsorgegrenzwert so liegt, das 50% der Kritiker meinen er liegt zu tief, und 50% der Kritiker meinen er liegt zu hoch.
    Es ist weiterhin klar dass bei einem so liegenden Grezwert es für populisten und polemiker aller Art ein leichtes ist, z.B. nur die Meinungen zu zitieren, die meinen dass der grenzwert z.B. zu tief liegt.
    Was aber die inhaltliche Diskussion keinen Millimeter weiter bringt.
    P.S. unsere Familienkutsche wäre von einem Fahrverbot ebenfalls betroffen (und zieht ebenfalls etwa 50% der Kilometer einen 1,2t Hänger für schwerere Materialtransporte)

  • Auch ich kenne Fahrer, die verzweifelt den Drehmesser und weniger den fließenden Verkehr im Auge haben ...:D


    Sehr unsinnig. Denn vorausschauendes Fahren ist ja das a und o, des Sprit sparenden Fahren.
    Aber wo jetzt der Zusammenhang ist und du jetzt auf deine Freude kommst versteh ich net, denn mich mit 22 Jahren SF wirst nicht meinen. Und meine Mutter auch nicht, so oft wie die schon, auch bei roten Ampeln, geblitzt wurde.

  • hfrik
    Widersinnig wird es dann, wenn die Messwerte von Gasherden vor 30 Jahren herrühren und von einer bewusst oder unbewusst unkritischen Horde von EU-Bürokraten einfach übernommen werden. Es ist daher nicht unsinnig, dieses Gebaren zu hinterfragen. Autokratisch wird es dann, wenn diese Kritik ohne sachliche Auseinandersetzung weggefegt werden soll mit dem Vorwurf des Alleskönners „populistisch”. Daher: Weiter warten auf nachvollziehbare Nachweise und Quellen, zurück zu Demokratie und Rechtsstaat.

  • @Drehzahlmesser
    mancheiner glaubt den Drehzahlbereich zu kennen, bei dem man am "wenigsten" verbraucht und richtet sein Fahrverhalten danach aus und braucht dann mal gut und gerne gefühlte Minuten, um einen LKW zu überholen...


    @vorausschauend Fahren eines Einzelnen
    ich hoffe du bist nicht der der immer so langsam an die Ampel anschleicht, will meinen Du sparst und ich lege drauf, da man selten bei einem vorausschauenden, noch vorauschauen kann, was er als nächstes macht...:D

  • Unsinnig ist es ohne zu wissen wie die Abstimmung in Brüssel gelaufen ist einfach mal zu behauptem dass Grenzwerte "von einer bewusst oder unbewusst unkritischen Horde von EU-Bürokraten einfach übernommen werden. ". Das ist klassischer Populismus.
    Autokartische Züge hat es, wenn kritik an solcher unbegündeter Pauschalkritik nicht nur weggewischt sondern mit ad hominem Texten beantwortet werden.
    Du kannst Dich ja mal bei der EU über die entsprechenden Abstimmungen zu der Richtlinie informieren. Wie Vorsorgegrenzwerte entstehen, und warum es die Quellen die Du dir so wünscht nicht geben kann, habe ich ja bereits erläutert. Aber Du darfst weiter auf Dokumente warten, die z.B. zeigen das Pi gleich drei ist oder dergleichen Dokumente die es aus der NAtur der Sach heraus nicht geben kann.
    Wirft man google an findet man massenweise MAterial auch für die Ansicht der grenzwert sei zu hoch. Neutraler vom Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de…lastung-hintergrund-zu-eu


    P.S. noch einen nicht beweiskräftigen, aber doch zu denken gebenden Punkt zu den Schadstoffen aus KfZ. In Tunneln reicht es in Eisenbahntunneln die Einbauten aus verzinktem Stahl zu errichten. Das würde in Strassentunneln nach kurzer Zeit durchgerostet von der Decke fallen. Auch V2A hält in Strassentunneln nicht wirklich lange durch, ebenso wie Aluminium, die regelmässig zu wechselnden völlig zusammengefressenen Lüfterschauffeln aus Alu bei Strahlventilatoren sind teils sehenswert. Erst V4A und vergleichbare LEgierungen halten dem Angriff der Schadstoffe einigermassen stand.

  • Du hast recht, nicht nur EU-Bürokraten, natürlich auch das in dieser Hinsicht schon tragikomisch wirkende Umweltbundesamt. Neutral ist das natürlich nicht, es kämpft ja vor allem in eigener Sache. Beide Links kenne ich schon. Vermag nicht in der Grundproblematik zu überzeugen.


    Hier wird breit - offenbar in die argumentative Enge getrieben - beteuert, dass zwar die Gefährlichkeit ab 40mg nicht nachgewiesen werden kann, im Endeffekt das aber keine Rolle spiele, weil die WHO das schon irgendwie richtig machen wird. Das reicht mir als bisher überzeugten Europäer nicht. Das kann und muss besser, wenn die EU nicht weiter zerfallen soll. Wir brauchen nachvollziehbare und stichhaltige Regelungen, sonst laufen die Bürger weg - nämlich dahin, wo man sie nicht haben will. Du nennst das Populismus, ich mache mir Sorgen - als Realist, siehe Brexit, Italien, Ungarn, AfD und und und.


    Ganz gutes Interview mit Dr. Köhler im Cicero.


    https://www.google.de/amp/s/ww…haft-dieter-koehler%3famp


    Weil er so schön ist, noch einmal der entlarvende Kommentar im Spiegel zu den „Verrenkungen” des besagten Umweltbundesamts.


    http://m.spiegel.de/politik/de…enen-toten-a-1198225.html

  • tja, wenn die Argumente ausgehen wird direkt die Institution diskreditier, z.B. mit EU-Bürokraten. Damit ist wohl das EU-Parlament, gewählt von allen Bürgern der EU (entsprechend dem Bundestag) sowie der Rat der EU, eingesetzt von den gewähten Regierungen der Mitgliedsländern (Entsprechend dem Budesrat) gemein. Eine Kopie der Brexit-Kampagne, in der die Populisten diese beide auch immer als "selbsternante EU-Bürokraten" tituliert wurden.


    Und nein, eine argumentative Enge gibt es hier nicht. Wenn manche Leute nicht verstehen was ein Vorsorgegrenzwert ist, dann ist das eventuell, wie bei unendlich vielen anderen Dingen in der heutigen komplexen Welt eben unvermeidlich. Das macht den Vorsorgegrenzwert an sich aber nicht falsch.
    Und er liegt naturgemäss in dem bzw. unter dem Bereich in dem man sich streiten kann ob es dort bereits Auswirkungen gibt oder eben noch nicht. Eine Statik legt man auch nicht so aus dass das Haus bei Nennbelastung zuverlässig zusammenkracht. Sondern dass man in dem bereich bleibt wo es zuverlässig noch keine Auswirkungen gibt.


    Und nein, es ist eine Unterstellung dass ich etwas geschrieben hätte im Sinne von "weil die WHO das schon irgendwie richtig machen wird.", und ich bitte darum solches in der Diskussion zu unterlassen. Es wäre empfehlenswert sich mit den Studien zu befassen, die das Umweltbundesamt zitiert hat. Da ist mehr Inhaltlicher Nachweis drin als die Gegner des Grenzwerts behaupten. Natürlich, siehe oben, angreifbar. Was aber eben in der NAtur der Sache liegt. (Siehe statik, man kann auch die statischen berechnungen mit der identischen Argumentationslinie angreifen dass diese viel zu streng und damit viel zu kostentreibend sind, da bei diesen Grenzen noch nie in einer stude festgestellt werden konnte das da ein Gebäude zusammenkracht, sondern erst bei signifikant höheren belastungen / schwächeren Auslegungen.

  • hfrik
    „Populismus”, „Polemik”, „irgendein Lungenarzt aus Tübingen”, „Vorsorgegrenzwert nicht verstanden”... Deine Worte.


    Wenn einem die Argumente ausgehen. Genau.


    Vielleicht hast Du auch irgendwann einmal etwas vom sog. „Demokratiedefizit” der EU gehört. Muss aber nicht, man kann nicht alles wissen. Ich bin überzeugter Europäer, aber das muss alles besser werden, Brexit ist nur der Anfang.


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Demokratiedefizit_der_Europäischen_Union


    Agree to disagree. Und ich stehe damit weiß Gott nicht alleine.

  • Also das Demokratiedefizit darauf zu beziehen dass es in Europa kein einhetliches Volk und keine einhetliche Sprache gibt - nunn die EU teilt dieses Schicksal mit der SChweiz und Belgien. Man kann natürlich mit dieser Argumentationslinie auch sagen dass die Schweiz ein Demokratiedefizit hat.
    Das institutionale Demokratiedefizit ist nach dem verlinkten Text im wesentlichen durch die Aufwertung des PArlaments zu einer vollwertigen Legislative behoben. HAben aber viele noch nicht gemerkt.
    Das einzige reale mir bekannte Demokratiedefizit das ich kenne ist, dass das Parlament kein Initiativrecht hat, wie es der Bundestag hat.
    Ein mögliches Demokratiedefizit kann bestehen in der stärkeren Repräsentanz kleiner Staaten im Parlament, aber das war bei Einführung erwünscht. Aber das Verfassungsgericht sieht hier das primäre Demokratiedefizit.
    Das hat aber nichts, mit den von Dir benannten Bürokraten zu tun. Nicht ansatzweise.


    Ansonsten was Populismus etc angeht - "If it looks like a duck, swims like a duck, and quacks like a duck, then it probably is a duck, and so I call it a duck". Denke mal darüber nach.

  • Lieber hfrik, die Meinungen sind ausgetauscht. Wir werden sehen, wie die Bürger die Lage bewerten. Ich bewerte das zumindest von der Legitimationsseite negativ. Die Fahrverbote werden nach einem Gesetzesentwurf, bereits abgenickt durch BVerkehrs- und Justizministerien, womöglich nur unter flächendeckender Überwachung aller Fahrzeuge im Stadtgebiet realisiert (Nach Wortlaut Entwurf Speicherung Daten bis zu 6 Monaten!). Der gläserne Bürger würde dann mit diesem Hebel weiter Realität, wie die heutige StZ berichtet. Und das in Zeiten der DSGVO. Ob die EU-Bürokraten auch das vorhergesehen und gewollt haben? Es wird jedenfalls immer skurriler. Die Stadt muss weiter ihr Personal im Verkehrsbereich nun erheblich aufstocken (unsere Steuern), damit auch nur halbwegs diverse Ausnahmegenehmigungen zum Fahrverbot abgearbeitet werden können. Es fällt mir daher immer schwerer zu glauben, dass hier alles noch mit rechten Dingen zugeht. Haben wir denn wirklich keine anderen Probleme?

  • Die EU-Bürokraten haben da sicher nichts vorhergesehen, da nicht zuständig für unsinnige Umsetzungen von Richtlinien in den Mitgliedsländern. Aber das Abschieben der Verantwortung für Selbst vermurkste Gesetze nach Brüssel wurde in Westminster und Downingstreet jahrzehntelang Betrieben. Das Ergebnis ist bekannt.
    Die EU fordert nur die Einhaltung der Grenzwerte. Der Rest ist Aufgabe der Exekutive. Dass unsere LEgislative in Berlin nun Amok läuft weil Exekutive und Juridikative endlich gesetzeskonform aktiv werden spricht Bände. Alles um die HErsteller der Schummelautos vor den FOlgen ihre Tuns zu schützen. Lieber nebenbei den Datenschutz versenkt. Unfähiger geht es kaum noch auf Seiten von CSU und SPD. Denkt man dort man hätte bei den letzten Wahlen zu viele Stimmen bekommen?

  • Zitat Wagahai:
    Die Fahrverbote werden nach einem Gesetzesentwurf, [...] womöglich nur unter flächendeckender Überwachung aller Fahrzeuge im Stadtgebiet realisiert


    Eine videobasierte Überwachung ist ein Schmarrn.


    An sich wenn installiert eine super Sache, da eine so gut wie hundertprozentige Aufklärung erfolgen kann.


    Aber:


    Wer soll die Technik finanzieren? Die Kommunen :lach:? Allein die Organisation rund um diese Art der Überwachung würde in unserem Land wohl Jahre benötigen. Die DSGVO wird natürlich ad absurdum geführt.


    Die blaue Plakette als günstigere Alternative besitzt wiederum den Nachteil der schlechteren Kontrollierbarkeit.


    https://www.sueddeutsche.de/wi…-von-diesel-pkw-1.4219627

  • Weswegen man die Herstelller der Schummelautos so in die Pflicht nehmen sollte, das ihnen die Lust zum schummeln für die nächste Zeit vergeht. Und die 3 oder 4 Fahrverbote die es real geben wird als LEhrgeld ohne gossen Aktionismus über sich ergehen lässt. 3 oder 4 grössere Unfälle bei denen die Strasse auch für Stundenbockiert wäre wären für die die im Stau stehen ja auch nicht der Weltuntergang. Dadurch dass Schummelautos und wirlich alte Autos mit einer rate nvon 5-6%, und in den betroffenen Städten durch Gebrauchtwagenhandel noch schnelller aus dem Fahrzeugkollektiv verschwinden sinken die problematischen Werte sowiso mit >5% je Jahr. Durch Zusatzmassnahmen der Städte sinken sie an den besonders kritischen Stellen noch schneller.
    Die wirklichen PRobleme im Wohnungsbau und dem ÖV-Ausbau werden aber von dem Sturm im Wasserglas hier völlig übderdeckt.

  • ^Du hast aber schon verstanden das alle Automobilhersteller, bis auf Volkswagen teilweise – was sich aber vor allem auf die USA bezieht – gesetzeskonform gehandelt haben? Vielleicht nicht unbedingt ethisch einwandfrei, aber es wurde geltendes Recht eingehalten!