Hardenberg (209 m) [Vorschlag]

  • Regent: Den Unterschied zwischen buchstäblicher und übertragener Bedeutung muss ich jetzt hoffentlich nicht erklären, oder? Im Zweifel hilft Tante Google da gerne weiter. Im übrigen habe ich - und bspw. auch Bato - ja nicht pauschal gesagt, dass 200m zu viel für Berlin sind. Nur am Standort und der Umsetzung (reale Optik vs. Rendering) habe ich eben noch gewisse Zweifel. Die können ausgeräumt werden, aber noch halten sie sich hartnäckig. Weiterhin sehe ich keine grundsätzlichen Einwände gegen solche Türme, aber anders herum auch keine drängende Notwendigkeit. Für mich hat eine Stadt wie Berlin keine Bringschuld, weil sonst angeblich die "Weltstädtigkeit" fehlt oder man sich nur faul im Status Quo sonnt. Bei Paris oder London denke ich zuerst an irgendwelche klassischen Sehenswürdigkeiten und zuletzt oder sehr spät an moderne Wolkenkratzer (auch wenn bspw. die Gurke wegen der Höhe und der Gestaltung auch zur Sehenswürdigkeit wurde), bei Rom überhaupt nicht. Ich würde annehmen, dass es da vielen ähnlich geht.


    Aber es ist letztlich ohnehin wie Kleist schreibt: Gebaut wird, wo Bedarf ist. "Berlin" (wenn man toto pro pars sprechen will) hat bspw. beim Alex lange genug Flächen für Wolkenkratzer angeboten. Passiert ist nichts.

  • Jan, regent geht es hier eigentlich nicht wirklich um eine konstruktive Kritik sonst würde er ja auf die bereits geschriebenen Beiträge eingehen.
    Vielmehr lässt sich bei ihm ein sich wiederholendes Muster erkennen in allen möglichen Beiträgen im Berlin Forum Berlin-Bashing auf plumpen Niveau abzulaichen:

    Seien wir doch mal Ehrlich. Berlin sonnt sich im StatusQuo und sieht seine Identität vor allem im Nichtstun.


    Regent

    Auch in London konnte sich lange Zeit niemand richtige Hochhäuser in der City vorstellen – jetzt sind sie eine der Attraktionen schlechthin und haben der Stadt eine vollkommen neue Identität verliehen, ohne den Charakter Londons zu zerstören.


    Dagegen regt sich immer mehr Widerstand. Als eines der Beispiele dieses Unmuts kann man den offenen Brief von 80 Architekten, Stadtplanern, Künstlern und Ingenieuren nennen, dass die Londoner Skyline außer Kontrolle sei.


    Sowas kenn ich in Berlin bspw. nicht.

  • Regent: Den Unterschied zwischen buchstäblicher und übertragener Bedeutung muss ich jetzt hoffentlich nicht erklären, oder? Im Zweifel hilft Tante Google da gerne weiter.


    Aber offensichtlich muss ich dir erklären was Sarkasmus ist ;)


    Welcher Hochhausstandort wäre für dich den Ideal? Gerade hier ist doch gerade ein kleines Cluster im Entstehen, warum also diese Dynamik nicht aufgreifen. Wenn man schon fordert, dass Hochhäuser bitte nicht als Solitäre in der Landschaft rumstehen sollen, gibt es ja eigentlich nur die Möglichkeit sich an schon bestehenden Hochhäusern zu orientieren. Am Alex sehen viele die jetzt geplanten Hochhäuser ja ebenfalls kritisch und wollen lieber den Fernsehturm als Solitär behalten. Wo also Hochhäuser bauen – in der Peripherie? Wohl kaum, denn dort lohnt sich ein Prestigebau einfach nicht. Auch an der Höhe kann ich nichts kritisches sehen. 200 m sind längst nicht so hoch wie mancher es sich in seiner Fantasie ausmalt. Ich hab längere Zeit in Frankfurt gewohnt und bin auch jetzt noch oft da. Die Hochhäuser dort funktionieren wunderbar, obwohl die Traufhöhe in Frankfurt und der komplette Stadtraum dort wesentlich kleiner dimensioniert ist wie in Berlin.


    Im übrige habe ich vom neuen Wahrzeichen Londons nicht vom 180 m hohen "Gherkin" (30 St Mary Axe) gesprochen, sondern vom 310 m hohen "The Shard" – der darüber hinaus in keinem bestehenden Hochhaus-Cluster steht. Selbst in Mailand oder der beschaulichen Schweiz wird in der Zwischenzeit geklotzt was Hochhäuser anbelangt, von anderen Ländern mal ganz zu schweigen. Nur hierzulande ist immer noch eine breite Ablehnung spürbar. Natürlich braucht Berlin keine Hochhäuser – Investitionen braucht Berlin allerdings sehr wohl! Sämtliche Großprojekte abzuwürgen und Investoren mit Spott zu überziehen wird Berlin in naher Zukunft noch bitter bereuen. Arm aber Sexy zieht eben nur eine bestimmte, junge Klientel an. Irgendwann zieht die Karawane weiter und dann ist Berlin nur noch Arm.

  • Jan, regent geht es hier eigentlich nicht wirklich um eine konstruktive Kritik sonst würde er ja auf die bereits geschriebenen Beiträge eingehen.
    Vielmehr lässt sich bei ihm ein sich wiederholendes Muster erkennen in allen möglichen Beiträgen im Berlin Forum Berlin-Bashing auf plumpen Niveau abzulaichen:


    Es geht mir mitnichten um Berlin-Bashing. Ich finde es nur bedenklich dass sich Stadtplaner und Politker heute vor allem auf das Verhindern von Entwicklung konzentrieren. Die Presse tut ja ihr übriges und springt auf den Zug mit teils billiger Meinungsmache auf.

  • Welcher Hochhausstandort wäre für dich den Ideal?


    Liest du überhaupt die Beiträge? Wie oft soll das Areal des Ex-Riesenrad-Grundstückes noch genannt werden?

    Gerade hier ist doch gerade ein kleines Cluster im Entstehen, warum also diese Dynamik nicht aufgreifen.


    Da wo das hier im Thread diskutierte Hochhaus entstehen soll ist kein Cluster im entstehen. Der Turm stünde dort als Solitär.

    Am Alex sehen viele die jetzt geplanten Hochhäuser ja ebenfalls kritisch und wollen lieber den Fernsehturm als Solitär behalten.


    Ähm, nö. Zumindest im DAF wirst du wohl eine Mehrheit auffinden die den Alex als Hochhausstandort begrüßt. Auf politischer Ebene sind es meistens die Linken die die geplanten Hochhäuser kritisieren. Die sind aber nicht in der Mehrzahl.

    Wo also Hochhäuser bauen – in der Peripherie? Wohl kaum, denn dort lohnt sich ein Prestigebau einfach nicht.


    Estrel sagt dir was?

    Ich hab längere Zeit in Frankfurt gewohnt und bin auch jetzt noch oft da. Die Hochhäuser dort funktionieren wunderbar, obwohl die Traufhöhe in Frankfurt und der komplette Stadtraum dort wesentlich kleiner dimensioniert ist wie in Berlin.


    Eine der größten Schwächen der Frankfurter Skyline ist m.E., dass sie nur aus östlicher und westlicher Richtung aus wie ein Cluster aussieht. Von Norden und Süden aus ist sie dagegen viel zu langezogen und löchrig.

    Es geht mir mitnichten um Berlin-Bashing.


    Dagegen steht das:

    Sämtliche Großprojekte abzuwürgen und Investoren mit Spott zu überziehen wird Berlin in naher Zukunft noch bitter bereuen. Arm aber Sexy zieht eben nur eine bestimmte, junge Klientel an. Irgendwann zieht die Karawane weiter und dann ist Berlin nur noch Arm.


    Unsachliches Bashing, nichts weiter.

  • Und was bringts, wenn ein "Investor" irgendwo, in diesem Fall auf einem Stadtplatz (nicht auf einem Baugrundstück), ein Hochhaus hinklatscht? Der Stadt ist dadurch auch nicht geholfen. Ist ja nicht so, als würde sich dort eine supergroße Firma ansiedeln wird. Man wird sicher lange suchen, der Bauherr wird 100x wechseln und am Ende wird nichts draus, seis nun wegen der Auflagen oder mangels Nachfrage. Man sieht ja an niedrigeren Projekten, wie man sich eins abbricht, damit es überhaupt losgeht.


    Es gibt sicher Ecken, wo sich eine Großinvestition (für die Stadt) besser machen würde. Der Tourismus wird dadurch sicher auch nicht angekurbelt. Man kommt schließlich nicht nach Berlin wegen der Hochhäuser (im Gegensatz zu Frankfurt; konnte dort nichts finden, wieso man sonst dort hinfahren sollte).


    In Paris hat man sich auch in die Peripherie begeben. Und die Touris fahren dort auch hin. Das Teil (und weitere) würde sich doch sicher in der Europa City gut machen. Da wäre es sicher eine Aufwertung. Aber nee, da gibts dann wieder nur niedrige Klötzchen.


    Ich bleibe dabei, das ist nur Marketing für den Archi und die AG City. Die muss echt verzweifelt sein...


    Wann gibts eigentlich mal neue Hochhäuser in Stuttgart?


    Martin
    Freut mich für Leipzig. Dieser Schwanzvergleich anhand von Hochhäusern ist einfach kindisch.

  • Ach, Berlin. Gewöhn Dich mal dran, dass Du nicht mehr ein größeres Jüterbog bist, sondern eine erwachsene Hauptstadt und benimm Dich endlich danach. Sitz grade, pass auf und zieh Dir was Anständiges an!
    Ich finde den Entwurf gewagt, aber sehr ansprechend. Berlin ist viel zu zögerlich bei der Genehmigung neuer Hochhäuser. Es scheint häufig, als wolle die Stadt in einem ewigen Abwägungsprozess vorher herauskriegen wollen, ob so ein Bau an dieser Stelle funktioniert. Dabei ist das nicht ihre Aufgabe, dieses Risiko muss schon der Investor tragen.


    Ich kann nur hoffen, dass der Bau dort genehmigt wird. Das Hin und Her zum Standort ist überflüssig, der Bau ist dort an dieser Stelle vorgeschlagen worden und kann nicht wie eine Schachfigur im Stadtbild hin und her geschoben werden. Berlin wird immer provinzieller in der Diskussion um solche Projekte. Warum nicht einfach mal sagen "Toll, und jetzt gehts los." In Leipzig drehten sich bei so einer Anfrage nach sechs Monaten die Kräne, heute ist die Stadt voll von feiner, innovativer Architektur an Stellen wo vor 10 Jahren nur Müllwüsten und blankes Elend war. Berlin befindet sich dann immer noch in einer arrogant-piefigen Diskussion ob "man" DAS so bauen kann. Da überschätzt die Stadt ihre Bedeutung.

  • Martin Pohle
    Wenn du dich ein bisschen mit dem Thema Hochhäuser in Berlin beschäftigst wirst du herausfinden, dass es in der jüngeren Vergangenheit zumeist an passenden Investoren mangelte.

    Ich kann nur hoffen, dass der Bau dort genehmigt wird.


    Nochmal, der hier besprochene Turm ist lediglich eine Studie, ein Vorschlag. Es gibt keine konkrete Bauabsicht und auch kein Investor.

  • Ich finde es nur bedenklich dass sich Stadtplaner und Politker heute vor allem auf das Verhindern von Entwicklung konzentrieren. Die Presse tut ja ihr übriges und springt auf den Zug mit teils billiger Meinungsmache auf.


    Das ist komplexer - etwa diesem gestrigen Morgenpost-Artikel nach unterstützt der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin die Pläne - von den wir wissen (s. viele Postings), dass sie ohnehin nur die Debatte animieren sollten. Selbst Fr. Lüscher fragt nur, ob ein Hochhaus dort die beiden am Breitscheidplatz so stark überragen sollte - einige -zig Meter weniger hätte sie wahrscheinlich akzeptiert. Viele Stimmen rufen nach einem Hochhausrahmenplan - den jede größere Stadt tatsächlich gut gebrauchen könnte.


    Hier so ein Plan als Beispiel mit der Auflistung der Tabu-Zonen, bedingt geeigneten Standorten und gut geeigneten Standorten. Für Berlin würde ich auf jeden Fall den Altstadt-Bereich von den Bahnhof-Alexanderplatz-Bahngleisen bis zum Brandenburger Tor als eine Tabuzone vorschlagen.
    Besonders geeignete Gebiete - das öfters erwähnte Riesenrad-Grundstück liegt ebenfalls am Bahnhof Zoo, ist also gut geeignet. Das ist aber nur ein Grundstück, Platz für 1-2 Hochhäuser - als geeignetes Gebiet müsste schon ein weit größeres Areal um den Bahnhof Zoo und den östlichen Kurfürstendamm (wo es bereits einige kleinere Hochhäuser gibt) ausgewiesen werden.

  • Hier nochmal ein Link zum Kleihues-Vorschlag.
    Von Christoph Mäckler gab es mal ein Vorschlag für ein Hochhaus visavis Europacenter:


    etwas älteres Rendering



    etwas jüngeres Rendering



    (C) Architekturbüro Professor Christoph Mäckler Architekten


    Da steht einiges an nicht besonders erhaltenswerter Architektur rum. Zusammen mit dem EC-Turm könnten ein paar weitere HH auf dem Areal ein kleines Cluster ergeben.

  • @ Bato:
    Danke für das Rendering. Genau das habe ich mir neulich noch gedacht als ich auf dem Breitscheidplatz stand. Wie nett wäre es, wenn es an der budapesterstraße neben dem Eruopa Center ein Hochhaus gäbe.


    Meine Wünsche für die City West. Zwei bis drei Hochhäuser kann es schon vertragen. Alle in der Höhe des Zoofesnsters. Vielleicht auch eins mit 150 meter.
    Am dringensten neben dem Europa Center.
    Darüber hinaus die Bebauung des Busparkplatzes hinter dem Bahnhof. Ein neues Quartier sollte dann die Brücke zur Uni schlagen.
    und ganz besonders wichtig eine Grundrennovierung der Häuser an der Tauentzienstraße. Bis auf Kadewe und Peek und Cloppenburg halte ich da wenig für "Boulevardwürdig". Finale dann der Wittenbergplatz. Statt Glanzstück wird hier grenzenlose Langeweile und nachkriegsprovisorium serviert. Am Hardenbergplatz wünsche ich mir vorallem eine Rennovierung des "Bayer Hauses" oder gar einen Abriss. Das vermittelt alles ingesamt keinen Großstadt/Metropol Charakter. ein Hochhaus an der Hardenbergstelle... ich denke da gibt es dringende Sachen. Vor allem sieht man den Platz nicht mal vom Ku'damm wenn man in die Joachimsthaler Straße reinschaut.

  • ^
    Das wäre dann in etwa das was mir an der Frankfurter Skyline missfällt (s.o.).


    Besser fände ich Langhofs Hardenberg in der Mitte des Zoo-Quartiers und ein paar kleinere Türme drumherum.

  • Auf Radio-Eins ist Langhoff gerade im Interview mit Sandra Maischberger und einem Radio-Eins Moderator und erklärt/verteidigt das Projekt. Am Ende der Sendung (19:00) soll sich Sandra eine Meinung zu der Frage gebildet haben ob Berlin mehr Hochhäuser braucht.


    Wird vermutlich auch nachträglich in der Mediathek abrufbar sein.

    2 Mal editiert, zuletzt von Chandler ()

  • ^
    Hab mir die Sendung auch angehört. Erstmal an alle die nicht dabei waren.
    Maischberger war Gastmoderatorin in einer Sendund zum Thema, ob Berlin mehr Hochhäuser braucht. Sie übernahm dabei den contra part. Ihre Argumente waren u.a.:


    -Wohnhhochhäuser sind nur für die obere Schicht bezahlbar
    -Ab der 6. Etage verlieren die Leute in den Wohnungen den Bezug zum "Leben auf der Strasse"
    -In Berlin, wo ja eigentlich alles sumpfig ist, gestaltet sich der Fundamentbau schwierig und ist dadurch vergleichsweise teuer


    Ich kenne Fr. Maischberger wenig, ihre Sendung seh ich maximal ausschnittsweise, und ich war ein wenig erschrocken von ihrer unfreundlichen, plumpen Art. So hatte sie wenig Respekt vor ihrem Telefongast Langhof, fragte später in der Sendung z.B. ob denn das Hochhausprojekt am Hardenbergplatz überhaupt noch vor seinem Lebensende realisiert würde. Und ihr immer wieder vertretener Contrapunkt, dass dort ja eh nur Reiche wohnen ist ja wohl wenig glaubwürdig aus ihrem Mund. Sie gehört selbst zu dieser Schicht und wohnt sicher nicht in einer 2-Zimmer-Wohnung.


    Interesannt war noch Langhofs Antwort auf die Frage ob das "Hardenberg" Chance auf tatsächliche Realisierung hat. Bezugnehment auf das Upper West, das ja auch sein Projekt ist, sagter er, dass so ein Projekt eben schonmal 13 Jahre brauchen kann und er dabei eine langen Atem hat. Wie es so durchklingt glaubt er jedenfalls selber nicht an einen Baubeginn innerhalb der nächsten 5 Jahre.


    Eine ebenfalls in die Sendung geschaltete, ehemalige Umweltsenatorin von der Linken (Namen vergessen) lehnte das Hardenberg sowie Hochhäuser zum Wohnen ab, höchtens eine Nachverdichtung durch Dachaufbauten oder geringfügige Aufstockungen wie von 4-6 Geschosse könne sie sich vorstellen. So richtig klar wie sie den Wohnungsbau regeln würdel wurde es nicht. Sie verteidigte allerdings das Upper West und das Zoofenster als markante Stadtkrone der City West und findet eine Akzentuierung markanter, urbaner Knoten durch Höhendominanten vertretbar.



    Mit dem Radioeins Moderator, Langhof und der ex-Senatorin haben wir immerhin 3 von 4 Leuten die dem Hochhausbau mehr oder weniger wohlgesonnen sind. Zudem gab Fr.Maischberger ein schwaches Sprachrohr der Gegener wieder.


    Einen Baubeginn in den nächsten 5 Jahren wird es wohl in der Tat trotzdem nicht geben, wenn wir das mal als Fazit festhalten.

  • Als ich gelesen habe dass ein HH am Hardenbergplatz(209 m) entstehen soll,habe ich es für eine Ente gehalten.


    Ich denke jeder ,der das Forum oder die Meldungen über HH Bau egal ob Mediaspree,Alex etc. einige Zeit mitverfolgt hat,weiß dass es zumindestens bis in ferne Zukunft so gut wie keine Chance hätte.

  • Weshalb denn nicht? Es gibt dort keine direkten Anwohner die sich beschweren könnten, die Bewohner von Friedrichshain-Kreuzberg werden sich dafür nicht interessieren und in der Nähe werden/wurden gerade erst 2 Hochhäuser gebaut. Es hängt wohl eher davon ab ob sich jemand findet der es finanzieren möchte.

  • Ein Turm erschlägt erstmal gar nichts – es sei denn er fällt um. In Heidelberg oder Potsdam mögen 200 m meinetwegen den Rahmen sprengen, aber in Berlin?


    [O]ffensichtlich muss ich dir erklären was Sarkasmus ist ;)


    Dann erklär bitte mal. Und bitte am besten gleich noch dazu, inwiefern er hier angebracht oder gar lustig sein soll. Ich kenne ihn als beißenden Spott den man anwendet, um jemanden oder einen Standpunkt rhetorisch anzugreifen. Das würde für mich hier heißen: "Haha, Du hast Sprache im übertragenen Sinne gebraucht und ich wende das jetzt buchstäblich an, um Dein Argument der Lächerlichkeit preis zu geben. :lach: :D :lach:" Toller Sarkasmus, geistreich und sympathisch zugleich! Und wendet er sich nicht im direkt nachfolgenden Satz konsequenterweise gegen Dich selbst ("Haha, 200m können doch gar nichts sprengen, es sei denn es sind 200m Zündschnur, hahaha."). Oder soll das jetzt Selbstironie sein. Die wäre mE dann jedenfalls gelungener als der Sarkasmus. Aber wie gesagt, vielleicht stehe ich da auch nur etwas auf dem Schlauch und Deine Erklärung haut mich um - rein sprichwörtlich wohlgemerkt.


    On Topic: Auch in der Weltstadt Berlin passen 200m eben nicht überall (Achtung: ungleich pauschal/ generell) in den baulichen Rahmen, um jetzt mal lieber in Deinem Bild zu bleiben (bei selbsternannten Sarkasten muss man ja aufpassen) und groß ist vor allem nicht immer gleich ästhetisch ansprechend, bereichernd, weltstädtisch. Das war mein Argument auf der Sachebene. Mit der könntest Du Dich vielleicht nebenbei auch mal auseinandersetzen. Aber ich vermute eher, Du kennst die hier u.a. von Bato angesprochenen Standorte nicht mal richtig und meidest daher konsequent das Sachliche. Hauptsache irgendwas gegen die verpiefte Hauptstadt schreiben. Das nervt mich generell bei einigen Kommentaren: Berlin muss sich zusammenreißen, soll sich nichts einbilden, kann sich so was nicht leisten, blablablub. Und gibt sich jemand mal die Mühe sachlich auf die Hintergründe (fehlende Investoren, passende vs. unpassende Standorte, ästhetische Bedenken, Ensemblewirkung etc.) einzugehen, dann kommt von einigen doch wieder nur solches Gebashe zurück. Sorry, aber das würgt eine vernünftige Diskussion ab. Würde wirklich helfen, wenn die Beiträge mal vernünftig gelesen, dann gedacht und dann erst geschrieben wird (und wenn es geht, ohne sinnlose Provokationen - lasst Euren Frust doch bitte bei Euch und projiziert ihn nicht auf eine Stadt in der ihr im Zweifel nicht mal lebt).

  • Die Löchrigkeit der Skyline von Norden her gesehen, ist der Stadtplanung zugunsten Luftzufuhr und Verschattung geschuldet. Es gibt nämlich Städte die moderne Hochhaussarchitektur planerisch und strategisch umsetzen.Übrigens dieses Phänomen findet man bei vielen Skylines der Welt, z.b. Los Angeles.
    Es gibt viele Weltsstädte die ohne moderne Hochhäuser auskommen ( Rom, Stockholm, Kopenhagen usw.), allerdings haben diese auch ein altes harmonisches zusammenhängendes Stadtbild und z.T. sind sie eingebettet in eine tolle Umgebung ( Stockholm z.B.). Berlin hat weder das eine noch das andere und muss sich neu erfinden. So wie FFM es nach dem Krieg getan hat.